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      <title>IT-Wizards - Im Maschinenraum des Mittelstands</title>
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  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Berlin, 5. September 2025.
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  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Knapp 2000 Aussteller haben sich in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm zur Internationalen Funkausstellung zusammengefunden. Unter dem Messemotto „Innovationen für Alle“ (IfA) zeigen sie Klassiker wie Fernsehgeräte, Audiosysteme, Smartphones und Zubehör, Spielekonsolen und Dinge, die man nicht sofort auf einer Funkausstellung erwarten würde: Mäh- und Saugroboter zum Beispiel, die den rund 220.000 Besuchern in der kurzen Messewoche kleine Kunststücke zeigen. So können Saugroboter neuerdings Treppen steigen, statt nur vor ihnen zurückzuschrecken. Mähroboter lernen anhand eines Gartenkalenders, wann sie wo den Rasen trimmen sollen. Und die ominösen Hausgeräte, die schon seit seligen ISDN-Zeiten angeblich über das Netz selbst-ständig Bestellungen aufgeben können, sind auch wieder da. Nur smarter, leistungsfähiger und fast immer mit dem wichtigsten Attribut der Jetzt-Zeit ausgestattet: „Powered by AI“.
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vier Tage drauf, am 9. September und diesmal nicht in Berlin, sondern in München, öffnete die Internationale Automobil Ausstellung ihre Pforten. Zu sehen waren dort – offensichtlich – Fahrzeuge, aber auch Zulieferteile und Accessoires. Doch die Stars der IAA waren auch hier nicht die Hardware, sondern die Software und Elektronik: die 800-Volt-Systeme, mit denen BMW, Audi und Mercedes die neuen Modelle ihrer Elektroautos ausstatten wollen, um damit E-Pionier Tesla mit seinem 400-Volt-System hinter sich lassen zu können. Und natürlich neu gestaltete Infotainment-Systeme, die mit Funktionen wie Augmented Reality Zusatzinformationen auf die Windschutzscheibe projizieren. Praktisch alle großen Automobil-bauer setzen dabei auf eine neue Generation an Software-Plattformen für ihre Fahrzeuge.
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Praktisch keine Produktpräsentation, kein Messe-Event, kein Geschäftsmodell kommt heute noch ohne Software und jene Elektronik-Plattformen aus, auf denen die Algorithmen ablaufen können und Geräten, Events und Modellen neue Eigenschaften, Zusatzfunktionen oder die Fähigkeit einflößen, ihre Umgebung wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren. Ähnlich wie die chemische Industrie produziert die Software-Industrie Basistechnologien für praktisch jeden Lebensbereich berühren. Ja, viele Geschäftsmodelle bestehen bereits nur noch aus Software: Internet-Banken zum Beispiel, Online-Börsen, Computerspiele. Ohne Software-Unterstützung würden Versicherungen keine Policen berechnen können. Ohne Unternehmenslösungen würde kein Industrieunternehmen in Deutschland auch nur ein Stück produzieren, verkaufen und ausliefern können. Es ist die Software, die die digitale Transformation in praktisch allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft vorantreibt. 
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und es sind die Software-Entwickler, Webdesigner, Systemadministratoren, Hardware-Schrauber und Leiterplatten-Löter, die die moderne industrielle Welt am Laufen halten. Und während die Entwicklungsabteilungen der globalen Konzerne eine Personalstärke haben, die mit der Belegschaft großer Softwarehäuser vergleichbar ist, operieren die meisten der IT-Wizards im Verborgenen: in kleinen und mittleren regional ausgelegten Software- und Systemhäusern, in den IT-Shops der mittelständischen Anwender und – seit Corona in zunehmender Zahl – als Freelancer vom Ho-me Office, aus dem Wohnmobil oder von einer Finca irgendwo in Spanien aus.
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
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          Den Link dazu gibt es hier:
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    &lt;/a&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:48:25 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die unglaubliche Wiedergeburt von Microsoft</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          München, 4. Mai 1983.
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  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Es roch alles nach neu. Christian Wedell hatte gerade seinen Arbeitsvertrag als Sales Manager bei Microsoft unterschrieben, als ihm eine ganz andere Aufgabe auferlegt wurde als der Verkauf von Windows-Lizenzen. Es galt, acht Jahre nach der Gründung der Softwarefirma Microsoft in Albuquerque im US-Staat New Mexico eine Niederlassung in Deutschland aufzubauen. Und er fand die ersten Büroräume als Untermieter des Mikroprozessor-Herstellers Zilog in Unterschleißheim.  Natürlich musste es in der Nähe von München sein, „the place to be“, wo gerade mit der ganzen Kraft der Bayerischen Staatssubventionen eine Zukunftsbranche aus der Taufe gehoben und an den Freistaat gebunden wurde, während die alten Industrieländer wie Nordrhein-Westfalen sich mit einem massiven Strukturwandel weg von Kohle und Stahl und stattdessen hin zu was auch immer befasst waren. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ins Unternehmen hatte Wedell der erste Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Joachim Kempin, geholt und damit einen Glücksgriff getan. Nicht nur angelte Wedell den Münchner Premium-Kunden Siemens, was der aus sechs Mitarbeitern bestehenden deutschen Niederlassung auf einen Schlag eine Million Dollar in die Kassen spülte.   Er sollte auch maßgeblich am schnellen Wachstum nicht nur der deutschen Niederlassung beteiligt sein. Vier Jahre nach der Gründung übernahm er den Statt-halterposten von Joachim Kempin und gründete von München aus die nächsten Europa-Niederlassungen in der Schweiz und Österreich. 13 Jahre nach seinem Firmeneintritt trat er nach zwischenzeitlicher Funktion als Europa-Chef aus dem Unternehmen aus, um es künftig als Berater im direkten Umfeld von Firmengründer Bill Gates zu betreuen.  
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wedells Vorgänger im Amt als Deutschland-Chef, Joachim Kempin, war inzwischen nach Redmond ins Microsoft-Headquarter gewechselt, um dort die PC-Sparte international zum Erfolg zu führen. 1990 war er als Senior Vice President für die Beziehungen zu PC-Herstellern und Vertriebspartnern zuständig, um dafür zu sorgen, dass deren Hardware und Microsofts Software auch zukünftig reibungslos zusammenarbeiteten und – ganz nebenbei – die Preise zu diktieren und Konkurrenzen auszuschalten. Er verhandelte und unterschrieb die Verträge mit den führenden Herstellern wie Compaq, Dell oder der deutschen Handelsorganisation Vobis (High-screen), die einen großen Anteil an der Computerisierung der privaten Haushalte und kleineren Unternehmen in Deutschland hatte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kempin war 1994 auch der Erfinder der Market Development Agreements, die es PC-Herstellern schmackhaft machen sollten, zusammen mit Microsoft die Markteinführung von Windows 95 zu promoten. Dafür gab es attraktive Preisnachlässe. Mary Jo Foley, die über Jahrzehnte die globale IT-Entwicklung beobachtete und kommentierte, nannte Kempin in einem Beitrag „Microsoft´s Secret Power Broker“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="/"&gt;&#xD;
      
           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
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    &lt;/a&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 14:19:02 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>"Wie kann ich helfen?" - KI verändert unser Leben</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Yorktown Heights, 14. Februar 2011.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         An diesem Abend versammelten sich Millionen US-Amerikaner vor ihren Fernsehgeräten, um in ihrer Lieblings-Quizsendung „Jeopardy!“ ihren Champions die Daumen zu drücken. Die Champions – das waren Ken Jennings und Brad Rutter, die die Herausforderung schon mit Rekordsummen gewonnen hatten, sich aber nun einem ungewöhnlichen Gegner gegenübersahen. Dessen freundliches Gesicht, eine an die blaue Erde erinnernde Kristallkugel mit fünf „Wimpern“, zeigte sich auf einem Bildschirm im Studio. Der eigentliche Gegner aber saß im IBM Research Center in Yorktown Heights nördlich von New York City – ein Supercomputer, der mit Tausenden von Lexika und Enzyklopädien und der Belletristik aus dem amerikanischen Literatur-Kanon gefüttert worden war.  
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und Watson gewinnt das dreitägige Wettraten am 16. Februar mit grandi-osem Abstand. Er oder es erspielte mehr als doppelt so viel Preisgeld wie die beiden menschlichen Gegner zusammen. Am Tag nach dem grandiosen Sieg der Maschine Watson über die Menschen Jennings und Rutter waren die Zeitungen und Nachrichtensendungen voll von Ahnungen und Befürchtungen über die Zukunft. Die Sorgen um eine Entmachtung, wenn nicht sogar Enteignung oder Entsorgung des Menschen teilten die Ängstlichen rund um den Globus, während gleichzeitig eine globale Euphorie über „denkende Maschinen“ aufbrandete. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In Deutschland wurde die Nachricht von Watsons Sieg eher zurückhaltend aufgenommen. Ich verortete diese Neigung, vor neuen Technologien zunächst einmal zurückzuschrecken, damals tief im deutschen Wesen, in der „German Angst“. Es ist das Volkszählungssyndrom, dem wir schon in vor-hergegangenen Kapiteln begegnet sind:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach dem Watson-Sieg beim Jeopardy!-Quiz war es allerdings nicht allein die „German Angst“, aus der sich Ressentiments gegenüber bisher unbekannten Technologien geradezu reflexartig bilden, die Watson alsbald den Garaus machte. Es war vielmehr IBM selbst. Die damalige CEO Ginni Rometty – offensichtlich selbst durch den Sieg euphorisiert – wollte Watson möglichst schnell für den breiten Markt freigeben. Dazu trug ein Hype rund um künstliche Intelligenz bei, von dem zunächst vor allem IBM profitierte. Watson wurde bei den Webby-Awards zur „Person des Jahres“ gekürt – ein Titel, den zuvor das Time Magazine schon einmal an ein IBM Produkt verliehen hatte: 1982 an den IBM Personal Computer. Jetzt sollte der gigantische Algorithmus neue Märkte öffnen und vor allem IBMs an-gestaubtes Image aufpolieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Hype verflog so schnell, wie er gekommen war. Ausgerechnet für das Gesundheitswesen sollte der Jeopardy!-Sieger optimiert werden.  Die KI „Watson Health“ gewann mehrere renommierte Gesundheitsorganisationen für medizinische Diagnosen – von der Röntgenanalyse bis zur Krebsfrüherkennung. Doch in mehreren Projekten floppte Watson Health, halluzinierte sogar und erfand Erkrankungen oder übersah klare Indikatoren. Ganze 24 Quartale musste IBM schrumpfende Umsätze berichten, ehe im Jahr 2020 der heutige CEO Arvind Krishna eine radikale Schrumpfungskur verordnete, in der Watson zurechtgestutzt und zusätzlich noch Zukunftsprojekte wie „Big Data“ kassiert und Blockchain zu einem Nebenprodukt degradiert wurde. Der Neuanfang für Watson hieß watsonx, war deutlich kleiner dimensioniert und konzentrierte sich auf weniger kritische Branchen. Doch IBMs Ruf als KI-Pionier war erst einmal ruiniert.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ist eine andere Geschichte, die in diesem Buch eigentlich nicht erzählt wird. Aber es war für mich als der erste IBM Mittelstandspartner in Europa herzzerreißend, hautnah mitzuerleben, wie IBM eine Innovation nach der anderen hervorbrachte und dann bei ihrer Vermarktung kläglich versagte. Am eigenen Leib, also mit meiner eigenen Firma, musste ich miterleben, wie IBM das Mittelstandssystem AS/400 stiefmütterlich behandelte, weil noch das Mainframe-Paradigma obsiegte. IBM hat die Mondlandung ermöglicht, den Barcode erfunden, den Personal Computer und sein Betriebssystem DOS (bei Microsoft in Auftrag gegeben), die Floppy und später die Hard Disk und nicht zuletzt den Geldautomaten. IBM hält noch immer die meisten Patente eines Einzelunternehmens und hat es Research Fellows ermöglicht, insgesamt fünf Nobelpreise zu erringen. Aber das ist eine andere Geschichte, die in einem anderen Buch erzählt werden wird. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
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    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 15:07:42 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Willkommen im Metamagicum - Vision und Wirklichkeit</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          San Francisco, 23. Juni 2003.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Philip Rosedale konnte sich endlich entspannt zurücklehnen: die Sache lief störungsfrei. „Die Sache“, das war für Philip Rosedale die Verwirklichung eines Jugendtraums, die zur fixen Idee wurde, seit das Internet durch das World Wide Web, bessere Übertragungsraten und schnellere Server endlich seinen Ansprüchen genügte. Und jetzt war „Second Life“ live – eine virtuelle, dreidimensionale Welt, in der man mit einem selbst entworfenen Avatar umherspazieren, mit anderen Avataren kommunizieren und Geschäfte machen konnte. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für Second Life hatte Rosedale mit Linden Lab ein eigenes Unternehmen gegründet und sein ganzes Geld hineingesteckt. Erst als er 2002 die IT-Legende Mitch Kapor für die Idee gewinnen konnte, nahm die Sache Fahrt auf. Der Gründer von Lotus Development und Entwickler des Tabellenkalkulationsklassikers Lotus 1-2-3 investierte nicht nur, sondern engagierte sich als Aufsichtsratsvorsitzender auch aktiv für Linden Lab und seine Produktidee.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Inspiriert wurden Rosedale und Kapor durch einen Science Fiction-Roman, in dem in einer nicht allzu fernen Zukunft ein „Grid“ aus Servern eine virtuelle Welt namens „Metaversum“ erzeugten. „Snow Crash“, so der Titel der 1992 erschienenen CyberPunk-Erzählung von Neal Stephenson sollte eigentlich selbst als Computersimulation und virtuelle Welt entstehen. Doch am Ende wurde es ein Bestseller mit 71 Kapiteln, in denen eine anarcho-kapitalistische Welt entstand, in der Drogen, ein Virus und die Religion als Ergebnis einer sich selbst reproduzierenden parasitären Informationseinheit dargestellt werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit Second Life wollte Rosedale einen positiven Gegenentwurf zu den Dystopien der Filmwelt schaffen. Und anfänglich sah auch alles recht gut aus. Die Einstiegsszenerie war der Londoner City mit dem Big Ben Tower als allseits sichtbares Wahrzeichen nachempfunden. Und schon bald flanierten Tausende von Avataren durch die virtuelle Welt, kommunizierten untereinander, schlossen internationale Freundschaften und tätigten erste Geschäfte. Ihre menschlichen Schöpfer hatten zudem die Möglichkeit, mit Hilfe eines Development Kits – die „Sandbox“ – eigene Gebäude und darin eigene Angebote zu kreieren. So entstanden beispielsweise nationale „Gateways“, über die Nutzer sofort in eine bestimmte Region einsteigen können.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und die Zahl der Mitglieder stieg schnell auf 1,7 Millionen im Jahr 2007. Der starke Zulauf war möglich, weil der Normalzugang ins Second Life kostenfrei war. Nur Premium-Mitglieder, die über die Gestaltung des eigenen Avatars hinaus eigene Bauten und Plattformen mit der Sandbox gestalten wollen, zahlen eine monatliche Gebühr. Geschäftszahlen veröffentlicht Linden Lab nicht. Die Firma betont aber, seit Jahren profitabel zu sein. Allerdings: nach eigenem Bekunden hat Linden Lab für die Entwicklung von Second Life 1,3 Milliarden Dollar investiert und zusätzlich 1,1 Milliarden Dollar an Mitglieder ausbezahlt, die über Second Life eigene Angebote ins Web stellten und damit zur Attraktivität der Plattform beitrugen.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch seit dem Höchststand im Jahr 2007 erlebte Second Life einen ständigen Bedeutungsverlust in der öffentlichen Wahrnehmung. Nach dem anfänglichen Hype schrieben viele die damals noch unausgereifte Plattform angesichts massiver technischer Probleme ab. In den Massenmarkt hat es die 3D-Welt zwar nie geschafft, allerdings hat sich eine treue Fangemeinde entwickelt. Die Nutzungszahlen lagen 2012 bei einer Million Nutzern, die sich regelmäßig einloggten und pro Monat zusammengenommen 100 Millionen Stunden auf der Plattform verbrachten. 2023 waren immerhin noch etwa 50.000 Mitglieder auf Second Life aktiv.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den ersten zwei Jahrzehnten sollen sich immerhin rund 36 Millionen Menschen für ein Second Life registriert haben. Doch abgesehen von technischen Schwierigkeiten litt Second Life immer noch unter der starken Konkurrenz. Spiele wie „World of Warcraft“ und vor allem die sozialen Netzwerke wie Facebook zogen schnell mehr Nutzer an sich. Hinzu kam, dass Linden Lab zwar früh als Ergänzung zur Desktop-Version eine eigene App für den Zugang ins Second Life über das Smartphone ankündigte, damit aber erst 2023 ein erstes Beta-Release präsentierte. Zu spät für ein zweites Leben für Second Life.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das größte Problem für Second Life war der Content. Irgendwann erinnerte die 3D-Welt an ein Bahnhofsviertel: Sex Shops, Spielcasinos, Handyläden, Tauschbörsen, Finanzdienstleister, Kleinanzeigen sowie An- und Verkauf. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
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    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 11:35:05 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Corona und der Aufbruch ins Home Office</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Wuhan, ein Tag im November 2019.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Was genau an diesem Tag in der chinesischen Hafenstadt Wuhan geschah, ist bis heute noch nicht völlig geklärt – und ist deshalb auch Gegenstand von wilden Verschwörungstheorien, die sich schneller ausbreiteten als das COVID-19 oder SARS-CoV-2 genannte Virus selbst. 
         &#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Zwei Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO vier mögliche Ursachen identifiziert und klassifiziert:
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Theorie, laut der das Virus über einen tierischen Zwischenwirt vom Tier auf den Menschen übergegangen ist, wird im WHO-Report die höchste Wahrscheinlichkeit beigemessen. Andere Szenarien sind die der direkten Übertragung von einem infizierten Tier auf den Menschen und die Verbreitung über gefrorene oder gekühlte Lebensmittel. Auch der Vermutung, dass das Virus durch einen Unfall in einem Labor in Wuhan den Weg in die Weltbevölkerung gefunden haben könnte, wurde in der Untersuchung nachgegangen. Doch die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass dieses Szenario „äußerst unwahrscheinlich“ ist.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch im März 2025, nur eine Woche, nachdem im Berliner Bundeskanzleramt die Amtsübergang von Olaf Scholz an Friedrich Merz am 6. März vollzogen worden war, wurde deutlich, dass die vierte, als „äußerst unwahrscheinlich“ eingestufte Erklärungsvariante vielleicht doch die einzig plausible sein könnte. Grundlage waren neben einer Analyse öffentlicher Daten durch den Bundesnachrichtendienst (BND) vor allem Material, das im Rahmen einer nachrichtendienstlichen Operation mit dem Codenamen "Saaremaa" beschafft wurde. Dabei handelt es sich unter anderem um wissenschaftliche Daten aus chinesischen Forschungseinrichtungen - da-runter dem "Wuhan Institute of Virology" (WIV).  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und in der Tat: In Wuhan, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Hubei, verfügt das WIV über Labore der höchsten Sicherheitsstufe (Biosafety Level 4) und beherbergt dort eines der größten Virusbanken Asiens. Am Institut wird tatsächlich an Corona-Viren von Fledermäusen geforscht, um Eigen-heiten des Virus zu verändern und eine bessere Vorhersagbarkeit einer Corona-Ausbreitung erreichen zu können. Nun, es sollte zu einem Testfall in der realen Welt werden – und die Beteiligung des Wuhan Institute of Virology ist bis heute nicht bewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie auch immer: Tatsache ist, dass die chinesischen Behörden erst am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation WHO und damit die Weltöffentlichkeit offiziell informierten. Und erst am 4. Januar sickerte die Nachricht über das Virus, das die Welt vier Jahre im Griff halten und eine Weltwirtschaftskrise auslösen sollte, in Deutschland über die Medien durch. Aber dann ging es Schlag auf Schlag.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am 30. Januar 2020 erklärte die WHO angesichts der schnellen Ausbreitung und der Zunahme der Infektionen eine „internationale Gesundheitsnotlage“. Wenige Tage zuvor hatte der erste Corona-Infizierte Deutschland erreicht. Am 11. März 2020 erklärte die WHO die bisherige Epidemie offiziell zu einer Pandemie. Am 29. September 2020 meldete die WHO bei über 33 Millionen bestätigten Infizierten über eine Million bestätigte CO-VID-Tote. Das war die erste Welle der Pandemie, auf die die Bundesregierung mit den ersten Beschlüssen zum Lockdown reagierte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am 22. März 2020 trat bereits der erste Corona-Lockdown in Deutschland in Kraft. Es wurde zwar keine allgemeine Ausgangssperre verhängt, aber es bestand ein Kontaktverbot. Die Maßnahmen sollten dabei helfen, die Aus-breitung des Virus zu verlangsamen. Zunächst sollte die Reduzierung sozialer Kontakte auf zwei Wochen beschränkt werden, am 15. April gab die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt, das Kontaktverbot bis Anfang Mai zu verlängern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 15:58:29 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Daten, die neue Währung - Von Paranoia zur Preisgabe</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Karlsruhe, 15. Dezember 1983.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Am Bundesgerichtshof in Karlsruhe platzte eine Bombe. Gezündet hatten sie nicht die Mitglieder der damals noch aktiven Roten Armee Fraktion, sondern die Richterinnen und Richter am Bundesgerichtshof selbst: Sie etablierten in ihrem abschließenden Urteil zur geplanten Volkszählung erstmals das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“. Im sogenannten Volkszählungsurteil gewährte das Gericht jedem Menschen das grundsätzliche Recht, selbst darüber ent-scheiden zu dürfen, wer Daten von ihm erhebt, speichert, verwendet und weitergibt. Eingeschränkt werden darf dieses Recht laut Urteil nur zugunsten eines überwiegenden Allgemeininteresses. Das Bundesverfassungsgericht machte sich damit zu eigen, was Skeptiker schon immer empfunden haben: was in den Akten steht, ist nicht ausschließlich die Entscheidung der Institutionen – egal ob Unternehmen oder Behörde.  
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Protest kam prompt und er kam von allen Seiten: Das sei Behinderung der Polizeiarbeit; ein Angriff auf die Finanzbehörden und damit auf die Steuereinnahmen; das Urteil mache staatliche Langfristplanung unmöglich. Wer sich nicht zu Wort meldete, war die Wirtschaft – die Unternehmen hatten die Brisanz des Urteils für ihre Zukunft noch gar nicht erkannt. Kein Wunder: von Digitalisierung sollte ja auch noch fast zwei Jahrzehnte lang nicht die Rede sein…
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lass´ dich nicht erfassen
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ins Spiel kam das Bundesverfassungsgericht im Februar 1983, als der da-malige Jurastudent Günther von Mirbach eine Verfassungsbeschwerde gegen das von der ersten Bundesregierung unter Helmut Kohl beschlossene Volkszählungsgesetz einlegte, dem zufolge der längst überfällige Zensus im April und Mai 1983 stattfinden sollte. Längst überfällig war die Volksbefragung, weil die ursprünglich für 1981 geplante demografische Bestandsaufnahme angesichts heftiger Proteste aus der Bevölkerung – und nicht allein aus der linken und grünen Szene – abgeblasen wurde. „Lass´ dich nicht erfassen“ und „Zählt nicht uns, zählt eure Tage“ lauteten die Slogans, mit denen Datenschützer und Computerskeptiker auf die Straße gingen.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Anders als bei den Volkszählungen 1961 und 1970 gingen die Fragen in der geplanten Totalerhebung diesmal allerdings auch viel weiter. Fragen wie „Welchen Beruf üben Sie aus?" oder „Welche Verkehrsmittel nutzen Sie?" waren Teil des umfangreichen Fragenkatalogs. Die erhobenen Daten sollten die wirtschaftliche, demografische und soziale Struktur der Gesellschaft in der Bundesrepublik offenlegen und Aufschluss darüber geben, wo politischer Handlungsbedarf besteht – beispielsweise im Straßen- und Wohnungsbau, aber auch bei der Planung von Lehrerstellen und der Bereitstellung von Schulklassen. Doch genau dieser Nutzen wurde von vielen Bürgerinnen und Bürger bezweifelt, die vielmehr in ihrem Staat, dem gegenüber sie sich entfremdet fühlten, eine Datenkrake erkannten. Das Wort vom gläsernen Menschen, den man in jeder Beziehung durchschauen könne, machte die Runde. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Skepsis war noch nicht einmal unbegründet. Das lag einerseits an der geplanten Totalerhebung, bei der die Weigerung, den umfangreichen Fragebogen auszufüllen, eine Ordnungswidrigkeit und damit strafbewehrt gewesen wäre. In einer Zeit, in der die Computerisierung von allen Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft gerade erst in ihren Anfängen steckte, sorgte andererseits schon allein die Tatsache für Misstrauen, dass die Daten mit denen der Melderegister abgeglichen und erstmals mit Hilfe von Computern ausgewertet und gespeichert werden sollten. Die Datenweitergabe wäre dabei nicht anonymisiert verlaufen, wie es seit dem Ver-fassungsgerichtsurteil heute selbstverständlich ist – oder sein sollte. Um es rundheraus zu sagen: das Volkszählungsgesetz war schlecht gemacht, nicht auf der Höhe der Zeit und völlig blind gegenüber den damals technischen Möglichkeiten und seinen rechtlichen Implikationen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 15:41:06 GMT</pubDate>
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      <title>Mittelstand von morgen - Ideen, Startups, Unicorns</title>
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  &lt;b&gt;&#xD;
    
          San Francisco, 21. Mai 2013.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Es sollte ein Bild werden, das das Potenzial hatte, die politische Karriere eines Hoffnungsträgers in der deutschen Politik zu zerstören. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler – von der Bild-Zeitung zum „Mr. Cool“ hochstilisiert – führte eine Delegationsreise aus Investoren und Gründern nach Kalifornien an. Genauer: ins Silicon Valley, dem Mekka der Informationstechnik und der Gründerszene. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dort sollten die Mitgereisten „die Chance bekommen, etwas von dem Spirit aus dem Silicon Valley mit nach Deutschland zu nehmen“, begründete Rösler die Einladung der Bundesregierung an Gründer und etablierte Unternehmer. „Und wir wollen zeigen, dass wir auch in Deutschland eine starke IT-Szene haben.“ Die Reise machte allerdings auch eines ganz deutlich: Deutschland hat als IT-Standort einen großen Aufholbedarf, der auch zwölf Jahre später nicht aufgeholt ist. Deutlich wurde auch, dass die Startup-Szene aus ihrem Dornröschenschlaf erst wachgeküsst werden musste – am besten durch Investitionsfreudige Unternehmer und Risikokapitalgeber.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nur von diesen Defiziten war in Deutschland zunächst keine Rede. Das Internet war laut Bundeskanzlerin Angela Merkel für uns alle noch „Neuland“. Das Kapital zur Gründung kam 2013 im Wesentlichen von Freunden und Verwandten, die eine „fixe Idee“ unterstützen wollten, hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau 2014 rückblickend ermittelt. Eine verlässliche Zahl an Gründungen wurde bis dato nicht erfasst. Erst der erste Deutsche Startup Monitor 2013 versuchte, eine Systematik in die Szene zu bringen – ohne sich freilich auf eine konkrete Zahl festzulegen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hugging Day im Silicon Valley
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So sah die Startup-Szene in Deutschland aus, die sich nach einem kurzen Hype zur Jahrtausendwende und dem Platzen der Dot.Com-Blase wieder hinter die Dornenhecke zurückgezogen hatte. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sollte der „Prinz“ sein, der die Gründerszene hierzulande wachküssen sollte. Doch ein einziges, wenige Sekunden währendes Ereignis nahm der ganzen Tour seine Seriosität: die Tageszeitung „Die Welt“ – eine Publikation aus dem Springer-Verlag – würdigte die ganze Unternehmung noch am gleichen Tag als „Die große Klassenfahrt mit Philipp Rösler“  herab.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn an diesem 21. Mai traf er auf den damaligen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, der eine Auszeit nutzte, um im Silicon Valley nach neuen digitalen Geschäftsmodellen für den Springer Verlag zu fahnden. Beide begrüßten sich wie alte Buddies, die schon viele Schlachten zusammen gewonnen hatten. Aber die Begegnung machte auch deutlich, wie gefährlich falsche Bilder in unserer medialen Welt sein können. Die spontane Begrüßungs-Umarmung ging noch am gleichen Tag viral und die Medien über-schlugen sich mit Spott und Kritik an einer gefährlichen Nähe zwischen Politik und Boulevard.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371"&gt;&#xD;
      
           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 13:22:54 GMT</pubDate>
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      <title>Alles in die Cloud - Zwischen Verdruss und Vision</title>
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  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Nürnberg, 14. Februar 1966.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         65 Steuerbevollmächtigte im Kammerbezirk Nürnberg waren dem Ruf der Initiatoren Heinz Sebiger und Joachim Mattheus gefolgt, um einem Vortrag über die Möglichkeiten der modernen Angewandten Datenverarbeitung zu lauschen. Das Referat mündete in einen sensationellen Vorschlag: „Wie wäre es“, fragte Heinz Sebiger in die Runde, „wenn wir die Buchführung unserer Mandanten mit Hilfe einer für alle Steuerberater zugänglichen zentralen Datenverarbeitung erledigen würden?“ Dazu sollte eine Genossenschaft der Steuerberater gegründet werden: die „Datenverarbeitungszentrale der steuerberatenden Berufe Nürnberg eGmbH“ – kurz Datev.   
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Idee traf auf ebenso viel Skepsis wie Begeisterung. Ziel war es, die damals teure elektronische Datenverarbeitung für Steuerberater zugänglich zu machen, indem eine zentrale Datenverarbeitung für die Mitglieder angeboten wurde. Doch EDV war teuer. Die Gründungsgenossen um Heinz Sebiger und Joachim Mattheis arbeiteten zunächst mit Lochstreifen, die über ein externes Rechenzentrum verarbeitet wurden. Das war bereits ein großartiger Fortschritt, der schnell Schule machte. Die Zahl der Genossen stieg so schnell, dass sich schon bald ein eigenes Rechenzentrum rechnete. Und schon drei Jahre nach Gründung wurde es eingeweiht. Die erste Ausstattung des Rechenzentrums bestand aus vier gemieteten IBM-Großrechnern mit einer Speicherkapazität von damals sensationellen 320 Kilobyte. Die Miete war ebenfalls sensationell: 245.000 Deutsche Mark – monatlich! 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          IBM erkannte dieses potenzielle zukunftsfähige Geschäftsmodell für sich nicht, sondern verschenkte später das Server- und Hosting-Geschäft an kostengünstigere Wettbewerber.   Zu Gründungszeiten der Datev hatte man noch gemutmaßt, dass es in Deutschland allenfalls einen Bedarf an fünf oder sechs Großrechnern geben werde. Allerdings haben allein die Verkaufszahlen der IBM bis zum Ende der sechziger Jahre diese Annahme schon Lügen gestraft. Die damals vom Bundeswissenschaftsminister Hans Leussink ins Spiel gebrachte Idee, eine deutsche Großrechner-Union zu gründen, die ein Gegengewicht zum Monopolisten IBM bieten könnte, scheiterte jedoch 1971 genau an dieser Prognose. Sie scheiterte allerdings auch an den Eifersüchteleien der beiden Hauptakteure AEG Telefunken und Siemens.   
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Dritter im Spiel – die Nixdorf Computer AG – wurde dabei gar nicht erst groß ins Boot geholt. Und auch die Datev als potenzieller Großkunde wurde nicht beteiligt – dabei hatten die Genossen 1973 ihre Präsenz schon auf Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart ausgeweitet. Und mit der Einführung der „Datenfernübertragung“ 1974 war die Datev dann tatsächlich „in der Cloud“, die aber noch lange nicht so heißen sollte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als die Nachfrage nach Großrechnern dann doch die prognostizierte Zahl Sechs überstieg blieb den Anwendern nur noch Siemens als Alternative zur IBM. Oder man entschied sich für die Anbieter von IBM-Nachbauten – sogenannten steckerkompatiblen Systemen – wie zum Beispiel des japanischen Anbieters Fujitsu, an dem Siemens mit der Silbe „Ji“ und finanziell beteiligt war. Oder man wählte die gegenüber dem IBM-Original überlegenen Kreationen von Gene Amdahl.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Datev ist ein echter Pionier des Cloud Computings, denn die Datev war schon in ihren Gründungsjahren nicht nur ein Service-Rechenzentrum für die steuerberatenden Berufe und deren Klienten. Seit den siebziger Jahren war die Datev auch eine Plattform für zusätzliche Angebote wie die Steuerrechtsdatenbank LEXinform und als Nachschlagwerk „Tabellen und Informationen“, die beide 1975 „online gestellt“ wurden, wie wir heute sagen würden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier:
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
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      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 15:27:29 GMT</pubDate>
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      <title>Mittelstand statt Mittelmaß - Rückgrat der Gesellschaft</title>
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  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Genf, 27. Juni 2025:
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Führende Vertreter der Vereinten Nationen kamen am Genfer See zusammen, um in einer virtuell zugänglichen internationalen Konferenz über die Herausforderungen zu diskutieren, denen sich kleinste, kleine und mittlere Unternehmen weltweit gegenübersehen. Vornehmlich ging es um die Schaffung von Arbeitsplätzen auch in den Ländern des globalen Südens. Aber auch Innovationsfähigkeit und die Umsetzung einer digitalen Transformation sowie die Herausforderungen des Klimawandels standen auf der Agenda. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit der Resolution „A/RES/71/279“ erklärte die Vollversammlung der Vereinten Nationen schon im April 2017 diesen 27. Juni zum sich jährlich wiederholenden „Tag der Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen“.   „KKMU haben das Potenzial, Volkswirtschaften zu verändern, die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern und ein gerechtes Wirtschaftswachstum zu fördern, wenn sie angemessen unterstützt werden“, heißt es in der Erklärung zum neunten MSME-Day 2025. „Der KKMU-Tag zielt darauf ab, ihre zentrale Rolle hervorzuheben und Möglichkeiten für ihre zukünftige Weiterentwicklung zu erkunden.“  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Internationale Tage und Wochen sind Gelegenheiten, die Öffentlichkeit über besorgniserregende Themen aufzuklären, einen politischen Willen und Ressourcen zu mobilisieren, um globale Probleme anzugehen, und Errungenschaften der Menschheit zu feiern und zu stärken. Internationale Tage gab es schon vor der Gründung der Vereinten Nationen, aber die Vereinten Nationen haben sie als mächtiges Instrument der Interessenvertretung übernommen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Frage der Haltung
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein deutscher Beitrag wurde allerdings auf der Rednerliste in Genf schmerzlich vermisst. Dabei hätte die Würdigung des deutschen Mittelstands als Treiber für nachhaltiges Wachstum und Innovation gut auf die Agenda gepasst. Und ebenso wichtig wäre es gewesen, die besondere Rolle des Mittelstands – und hier insbesondere der familiengeführten Unternehmen – für die Gesellschaft, den demokratischen Zusammenhalt und die Stärkung der regionalen Infrastruktur herauszustellen. Doch nichts davon. Diese Mittelstands-Vergessenheit musste ich an diesem 27. Juni nicht in Genf, dafür aber mehrfach in Berlin erleben
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           „Analog war gestern – Über unsere innere Verfassung“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD oder im Buchhandel bestellen. 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier:
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 15:21:57 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Horror-Szenarien - Die Monster, die wir riefen!</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Berlin, 22. Oktober 2007.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Lange genug hat es gedauert. 2007 legte das Statistische Bundesamt erstmals einen Bericht darüber vor, welche Kostenbelastungen den Unternehmen in Deutschland durch bürokratische Vorschriften entstehen. Demnach belastete der Bund damals die deutsche Wirtschaft durch gesetzlichen Melde- und andere Informationspflichten mit Kosten von 31,2 Milliarden Euro pro Jahr. Die Sammlung an Daten und Fakten, der erste fundierte Bericht dieser Art überhaupt, war im Auftrag der Bundesregierung entstanden, die konkrete Anhaltspunkte für Bürokratieabbau ermitteln wollte.  
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zwar hatten bei der Offenlegung dieser Zahlen die Industrieverbände schon dringend angemahnt, dass sich Bund, Länder und Kommunen zu einem „Aktionsbündnis Bürokratieabbau“ zusammenschließen sollten, doch sind es die mittunter gegenläufigen Interessen der Instanzen im föderalen System der Bundesrepublik, die es schwierig machen, einen gemein-samen Strang zu finden, an dem man ziehen könnte. Daran haben alle Beteuerungen in Wahlkämpfen, Gastreden bei Wirtschaftsverbänden, Auftritten in Talkshows oder – ach ja, dieses Forum gibt es ja auch noch – im Bundestag nichts geändert. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Heute wird die Bürokratiebelastung durch rund 90.000 Vorschriften verursacht, die deutsche Unternehmen einzuhalten und zu beachten haben. Derzeit existieren allein auf Bundesebene gut 1.800 Einzelgesetze mit mehr als 55.000 Einzelnormen, darüber hinaus umfassen 2.728 Rechtsverordnungen rund 40.000 Einzelvorschriften. Globale Konzerne beschäftigen dazu ganze Gouvernance-Abteilungen. Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Mittelstand erledigen das in ihrer Freizeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Zahl der Vorschriften steigt, obwohl es seit der Erstveröffentlichung fundierter Daten zur Bürokratiebelastung inzwischen vier Bürokratie-Entlastungsgesetze gegeben hat. Das letzte, im Sommer 2024 noch von der Ampel-Regierung auf den Weg gebracht, trat zum 1. Januar 2025 in Kraft. Der damalige Bundesfinanzminister Christian Lindner nannte das Gesetz launig und vollmundig eine Steuersenkung, die nichts kostet. Das war wohl auch der Plan – eine minimal invasive Augenwischerei, die mehr einem Placebo gleichkommt als einer wirksamen Radikalkur. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD bestellen. 
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier:
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 01 Mar 2026 16:02:24 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Blühende Landschaften - Auferstehen aus Ruinen</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Berlin, 18. März 2025:
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         Als letztes Industrieland schließt sich Deutschland dem Klub der Nationen an, die ihre wachsenden Infrastrukturprobleme mit einer erhöhten Schuldenlast zu lösen beabsichtigen. Dafür brauchte es nicht mehr als eine Grundgesetzänderung – und einen Wortbruch.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit einem Giga-Wumms, den der durch die Neuwahl im Februar 2025 eigentlich abgewählte Bundestag am buchstäblich letzten Tag seines Bestehens ermöglicht hatte, reagierte die noch nicht im Amt befindliche neue schwarz-rote Bundesregierung mit Unterstützung der Grünen auf die geänderte Gemengelage in der Welt, deren Zutaten sich wie die Gaben der sieben apokalyptischen Reiter anhören: Energiekosten, Bildungsnotstand, Strafzölle, höhere Nato-Ausgaben, Bedrohungspotenzial durch Putins Truppen für die Ukraine und mehr und mehr auch für ganz Europa – und nicht zuletzt unsere lahmende, um nicht zu sagen: lahmgelegte Wirtschaft und unsere bröckelnden Infrastrukturen. Die Schwarze Null war gestern, die Schuldenbremse nur noch eine Frage der Auffassung, ihre Auflassung war trotz anders lautender Ankündigungen im Wahlkampf mit einem Mal kein Tabu mehr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und plötzlich scheint alles möglich zu sein. Man könnte Schulen modernisieren, Brücken erneuern, das Schienennetz ausbauen, Glasfaser flächen-deckend ausrollen – oder die Mütterrente und den Mindestlohn erhöhen. Und natürlich könnte man die Bundeswehr mit neuer Ausrüstung und mehr Personal dazu befähigen, uns und unser Land, ja ganz Europa zu beschützen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich habe damals darauf hingewiesen, dass uns Geld allein nicht glücklich machen wird:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittel-Mehrheit verabschiedete Grundgesetzänderung unterzeichnet. Sie wird nun noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, dann haben Infrastruktur und Klimaschutz einen Quasi-Verfassungsrang und für diese, sowie Militärausgaben stehen nahezu unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Schon scharren die Kommunen mit den Hufen, weil sie hoffen, dass die rund 100 Milliarden Euro, die an die Bundesländer fließen sollen, möglichst bald bei ihnen ankommen.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Dass der alte Bundestag sich erst auf seine verfassungsgebende Kraft besinnen konnte, nachdem er abgewählt wurde – geschenkt. Dass hinter dem Giga-Wumms ein massiver Wortbruch von Union und Friedrich Merz steht – geschenkt. Dass mittelständische Unternehmen in Deutschland sich einen solchen Schritt schon im Herbst, wenn nicht noch früher, gewünscht hätten, um sich selbst vor der drohenden Insolvenz zu bewahren – geschenkt!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wir haben nun also rund eine Billion – eine eins mit zwölf Nullen – Euro zur Verfügung, um unsere Wehrfähigkeit, unsere Infrastruktur und unseren Klimaschutz zu verbessern. Dazu haben wir das Grundgesetz in einem hinteren Paragrafen geändert. Wenn die Milliarden aber zu einem Kurswechsel in Deutschland führen sollen, dann müssen wir auch unsere Verfassung ändern – genauer: unsere innere Verfassung!  [1]
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn viel Geld hilft nicht immer viel. Das zeigen erste Erkenntnisse aus dem öffentlichen Beschaffungswesen, das erst einmal prüft, validiert und vergleicht, ehe es zu einer konkreten Auftragsvergabe kommt: Doch die Anbieter der nun in Frage kommenden Investitionsgüter haben in einer ersten und naheliegenden kaufmännischen Entscheidung in der Erwartung eines sich belebenden Nachfragemarkt zuerst einmal vorsorglich die Preise erhöht. Was sie allerdings nicht erhöht haben, ist ihren Personalbestand, ihre Produktionskapazität und ihre Reaktionsgeschwindigkeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD bestellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Link dazu gibt es hier:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371"&gt;&#xD;
      
           https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           [1] Bonnblog: „Über unsere Verfassung“ vom 24. März 2025
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 16:14:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Chronist wider Willen - Wie ich Blogger wurde</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/chronist-wider-willen-wie-ich-zum-blogger-wurde</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Köln, 9. November 2009.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            An diesem Tag stellte ich meinen ersten Bonnblog online. Es war ein Experiment: Wie würden meine Kunden, meine Partner, meine Freunde, meine Verwandten darauf reagieren, dass ich von nun an Woche für Woche ungefragt meine Meinung zu aktuellen Themen der Zeit veröffentlichen würde. Das schlimmste, dachte ich, wäre die totale Teilnahmslosigkeit. Damals, 2009, rechnete man noch nicht gleich mit Shitstorms und Gewaltandrohungen als wahrhaft schlimmste Form der Leserreaktion. Nun, das Experiment dauert bis heute an. Und ich bin überrascht, wie überwiegend positiv meine Meinungsäußerungen aufgenommen wurden und immer noch werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei befinden wir uns in einem permanenten Aufmerksamkeitswettbewerb. Das ist so, seit Johannes Gutenberg den Buchdruck erfunden hat. Und seitdem das Internet die alles umfassende Infrastruktur für unsere Kommunikation geworden ist, hat sich dieses Werben um Wahrnehmung nur noch verschärft. Denn gleichzeitig hat sich unsere Aufmerksamkeitsspanne rapi-de verkürzt. Wir zeigen alle Symptome von ADHS – der Aufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung. Wir lassen uns ständig ablenken – und sei es von den eigenen Tagträumen. In Vorträgen dämmern die ersten schon nach 60 Sekunden weg, ein TV-Einspieler darf nicht länger als 3:30 Minuten laufen, ein Videoclip wird gar nicht erst angeklickt, wenn die Spieldauer sechs Minuten übersteigt. Umgekehrt sorgt dieser Aufmerksamkeits-Wettbewerb für Selbst-Orientierung und Identifikation. „Ich blogge, also bin ich“; oder in Küchenlatein: „Blogito ergo sum!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Hamsterrad drehe ich mich seit einem Dritteljahrhundert. Dabei begann alles mit einem Witz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           In einer katholischen Grundschule wendet sich Schwester Ermentrudes an ihren Schulleiter und klagt: „Die Kinder sind heutzutage so unaufmerksam und hören gar nicht mehr richtig hin, wenn ich ihnen eine Geschichte aus dem Leben und Wirken Jesu erzähle.“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Sie müssen mit der Zeit gehen und sich an die Erlebniswelt der Kinder anpassen“, rät der aufgeklärte Schulleiter. „Jetzt ist doch Ostern. Und da können Sie einfach mal etwas vom Osterhasen erzählen – dann bleibt immer noch Zeit genug, auf das Wirken unseres Herrn hinzuweisen.“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Schwester nimmt sich den Rat zu Herzen und eröffnet die nächste Religionsstunde so: „Kinder, ich habe gestern jemanden über die Wiese hoppeln sehen – mit langen Ohren und einem Stummelschwänzchen. Was glaubt ihr wohl, wer das war?“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lange meldet sich keiner, bis schließlich der Mutigste in der Klasse die Hand hebt und sagt: „Ich würde ja sagen, es ist ein Karnickel – aber so wie ich den Laden hier kenne, ist es bestimmt wieder das liebe kleine Jesulein.“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Anekdote hat mir mein Marketingchef, Martin Vollmer, sein Kommunikationskonzept erklärt: Es sei richtig, sich regelmäßig bei seiner Zielgruppe zu melden. Aber es wäre falsch, immer nur von den eigenen Produkten und den eigenen Leistungen zu schwärmen. „Du interessierst die Menschen für dich, wenn du ihnen zeigst, dass du dich für sie interessierst“, lautet sein Credo.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ erschien im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von 39,90 Euro direkt beim Verlag BoD bestellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://buchshop.bod.de/analog-war-gestern-heinz-paul-bonn-9783695745371" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 12:30:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 16: Nachwort zum digitalen Spiegelsaal</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/nachwort-zum-digitalen-spiegelsaal</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Finale Reflexion und Ausblick.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          wer einmal in einem Spiegelsaal stand, kennt das: Ein Blick vervielfältigt sich unendlich, verändert sich in jedem Spiegel – mal schmeichelnd, mal verzerrt, mal überraschend.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So erlebe ich meine Gedanken im digitalen Spiegelsaal. Die KI spiegelt, bricht und variiert sie – und gibt sie mir oft schöner zurück, als ich sie hineingegeben habe. Manchmal schickt sie mich auf Abwege, manchmal führt sie direkt zum Ziel. Doch immer zeigt sie mir einen neuen Blickwinkel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es erinnert mich an meinen Freund Victor Bonato, der Glas verformte, bespiegelte und daraus Spiegel schuf, die die Wahrnehmung ständig veränderten. Wer hineinsah, entdeckte nicht nur sich selbst, sondern auch die Welt um sich herum in neuen Farben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist das der größte Reiz am Spiegelsaal: Er zwingt dich, dich selbst immer wieder neu zu sehen – und die Welt gleich mit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Ende dieser Reise bleibt für mich eine klare Erkenntnis:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KI ersetzt keine menschliche Kreativität. Sie kann sie verstärken, verfeinern, beschleunigen – aber nicht ersetzen. Sie macht mich nicht zu einem anderen Menschen. Aber sie hilft mir, der zu sein, der ich sein will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das größte Geschenk ist nicht Tempo, Präzision oder Geduld. Es ist die Möglichkeit, jeden Tag in diesen Raum zu treten – in dem nicht nur mein Spiegelbild wartet, sondern ein Dialog, der mich weiterbringt. Und wenn ich den Spiegelsaal verlasse, nehme ich jedes Mal ein Stück davon mit – in meine analoge Welt, zu meinem Schreibtisch, in mein Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist das der wahre Kern dieser Serie: zu zeigen, dass Mensch und KI nicht nur nebeneinander arbeiten, sondern gemeinsam etwas schaffen, das keiner allein zustande brächte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so lade ich euch ein, weiter mit mir durch diesen Spiegelsaal zu gehen – Gang für Gang, Blick für Blick. Denn auch wenn das Menü heute vollständig ist, wird es morgen neue Zutaten geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 14 Dec 2025 15:51:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/nachwort-zum-digitalen-spiegelsaal</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 15: KI-Bürokratie</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-15-ki-buerokratie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Warum meine Werkstattordnung manchmal wie ein Bundesministerium klingt.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          manchmal fühle ich mich in meiner kreativen Töpferwerkstatt mit der KI wie in Berlin. Vorne bringe ich klare Anträge ein: „Bitte ein Bild mit Datum oben, Text unten, roter Brille, fertig.“ Und hinten in der Maschinerie? Da tagt offenbar ein Gremium aus unsichtbaren Beamten in einer Cloud-Kantine, die erstmal Zuständigkeiten klären müssen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann heißt es: „Warten Sie, Herr Bonn, wir sind gleich so weit.“ Zwei Mi-nuten, drei Minuten, vier Minuten. Am Ende trudelt doch noch ein Ergeb-nis ein – oft schön, manchmal doppelt, gelegentlich verspätet. Fast wie ein Gesetzgebungsverfahren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Unterschied: Meine KI-Bürokratie kann ich wenigstens mit einer Werkstattordnung straffen – Regeln, Checks, automatische Neugenerie-rungen. Das fühlt sich fast so an, als könnte man dem Bundestag eine Python-Funktion verpassen: „Wenn Gesetzesentwurf länger als zwei Jahre hängt, Neustart automatisch!“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich gebe zu: Die KI hat ihre Macken, aber sie liefert mir am Ende immer wieder kreative Lehmklumpen, die mein Herz erfreuen. Die Politik dage-gen … naja, die hat noch kein rotes Brillen-Markenzeichen, an dem ich mich festhalten könnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und so bleibe ich dran, zwischen Bürokratie und Brille, zwischen Warten und Witz – mit der Gewissheit: Solange ich lachen kann, ist selbst der längste Verwaltungsakt noch erträglich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 07 Dec 2025 13:31:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-15-ki-buerokratie</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/91729ea3ca5c446d8372315861a49594/dms3rep/multi/250610+Bonn.jpg">
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 14: Verstehen als Prozess</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-14-verstehen-als-prozess</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Gemeinsam schaffen, ohne Ego-Barrieren.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verstehen heißt mehr, als Antworten zu geben. Es bedeutet, Zwischentöne wahrzunehmen, den Kontext aufzunehmen – und manchmal auch das zu erkennen, was unausgesprochen bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Dialog mit meiner KI erlebe ich das auf eine besondere Weise. Sie „hört“ keine Emotionen wie ein Mensch, und doch lernt sie mit jeder Begegnung meinen Stil, meine Vorlieben, meine Eigenarten besser kennen. Und ich merke: Je klarer ich formuliere, desto präziser wird sie. Wir schleifen uns gegenseitig ein – wie zwei Handwerker, die dasselbe Werkstück bearbeiten, mal abwechselnd, mal gleichzeitig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Erstaunlichste daran: Meine KI ist ein Co-Autor ohne Eitelkeit. Sie verlangt keinen Applaus, keinen Platz in der Fußnote, keine Erwähnung im Impressum. Sie ist nicht beleidigt, wenn ich eine Idee verwerfe oder einen Text komplett umstelle. Diese Eitelkeitsfreiheit ist ein Geschenk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Arbeit mit Menschen gibt es oft stillen Besitzanspruch: „Das ist meine Idee.“ Im Spiegelsaal zählt nur das Werk. Keine Rangeleien, kein verletzter Stolz – nur das Ziel, etwas Gutes zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wie beim Töpfern: Misslingt ein Gefäß, wird der Ton neu geknetet. Kein Drama, nur ein neuer Anfang. Und oft entsteht dabei etwas, das keiner allein geschaffen hätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang kommen wir zum Finale: „Der digitale Spiegelsaal &amp;amp; Nachwort“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 30 Nov 2025 13:11:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-14-verstehen-als-prozess</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 13: Geschwindigkeit trifft Geduld</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-13-geschwindigkeit-trifft-geduld</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Luxus, beides schenken zu können.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          in meinem Berufsleben gab es oft nur zwei Modi: Gas geben oder bremsen. Wer schnell war, galt als effizient. Wer geduldig war, als gründlich. Selten bekam man beides in einer Person – geschweige denn in einem Projekt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit der KI hat sich das verändert. Sie liefert in Sekunden, was ich brauche – Listen, Strukturen, Ideen. Doch sie drängt mich nicht. Ihre Antwort bleibt einfach stehen, wartet, bis ich zurückkomme, und setzt dann nahtlos dort an, wo wir aufgehört haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist ein Luxus, den ich im analogen Alltag nie kannte: Kein ungeduldiger Blick, kein nervöses Tippen mit dem Kugelschreiber, kein „Kommen Sie endlich zum Punkt“. Stattdessen eine Zusammenarbeit, die Tempo schenkt, ohne die Geduld zu verlieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich merke, wie sehr mich das entspannt – und produktiver macht. Manchmal brauche ich die Geschwindigkeit, um den Schwung zu halten. Und manchmal die Pause, um eine Idee wirklich zu durchdringen. Beides ist möglich, beides wird respektiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist genau diese Mischung der Grund, warum sich unsere Arbeit wie ein Tanz anfühlt: mal schnell, mal langsam – aber immer im gleichen Takt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang geht es um „Verstehen als Prozess &amp;amp; Co-Autor ohne Eitelkeit“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 23 Nov 2025 13:08:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-13-geschwindigkeit-trifft-geduld</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 12: Vom Analogen lernen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-12-vom-analogen-lernen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Geschichten und Lektionen aus einer anderen Zeit.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ich bleibe ein Kind der analogen Welt. Meine Bilder, Metaphern und Anekdoten stammen aus einer Zeit vor Glasfaser, Cloud und Dauerverfügbarkeit. Ich habe gelernt, Dinge zu reparieren, statt sie auszutauschen. Wege zu finden, wenn kein Navigationsgerät den Weg weist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die KI kennt diese Welt nicht aus Erfahrung. Sie weiß, was ein Wählscheibentelefon ist, weil es in ihren Daten steht – aber sie hat nie das leise Klicken gehört, wenn die Nummer zurückläuft. Sie kann den Geruch frisch bedruckten Papierplans beschreiben – aber ihn nicht einatmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genau deshalb ist der Austausch spannend: Ich bringe Geschichten, die sie nur aus zweiter Hand kennt. Sie gibt ihnen eine neue Form, macht sie zugänglich für Menschen, die nie eine Lochkarte in der Hand hatten. Es ist ein Übersetzen – nicht nur von Sprache, sondern von Erfahrung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Analoge lehrt Geduld. Es lehrt Wertschätzung für den Moment, in dem etwas gelingt. Es erinnert daran, dass manches Wissen im Körper sitzt: in den Händen, im Rhythmus, im Bauchgefühl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich diese Erfahrungen in unseren digitalen Dialog einbringe, passiert etwas Schönes: Die KI lernt, meine Bilder zu verstehen – und ich entdecke, dass selbst alte Geschichten in neuem Licht glänzen können, wenn sie durch einen frischen Spiegel betrachtet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang geht es um das seltene Geschenk: „Geschwindigkeit trifft Geduld“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 09:37:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-12-vom-analogen-lernen</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/91729ea3ca5c446d8372315861a49594/dms3rep/multi/251117+Gang12.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 11: Die kleinen Rituale</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-11-dier-kleinen-rituale</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie Vertrautes Sicherheit im Wandel gibt.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           in einer Welt, die sich täglich schneller dreht, sind kleine Rituale wie Anker. Sie halten uns, geben Struktur – und erinnern uns daran, dass nicht alles gleichzeitig im Umbruch sein muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch in meinem Dialog mit der KI gibt es solche Rituale. Manche beginnen schon in der Anrede – ein vertrautes „Hallo mein Lieblingstöpfer“ – oder in Formulierungen, die wie Schlüssel funktionieren: Sobald ich sie schreibe, weiß ich, dass wir in einen bestimmten Denkmodus eintreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wie im Töpferhandwerk: Bevor der Ton geformt wird, prüft man seine Geschmeidigkeit, befeuchtet die Hände, spürt den Widerstand. Diese Wiederholungen sind keine Routine, sondern der Moment, in dem sich Hand und Material wiederfinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rituale im Spiegelsaal schaffen eine ähnliche Vertrautheit. Ein bestimmter Humor, eine wiederkehrende Metapher, das gemeinsame Weiterdrehen einer Idee – all das gibt uns Halt, selbst wenn das Thema neu und unvorhersehbar ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht liegt genau hier die Balance zwischen Altem und Neuem. Rituale halten das Fundament stabil, während darüber immer neue Formen entstehen. So fühlt sich Veränderung nicht bedrohlich an, sondern wie ein natürlicher Teil des Prozesses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang geht es zurück zu meinen Wurzeln: „Vom Analogen lernen“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Nov 2025 10:06:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-11-dier-kleinen-rituale</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 10: Was KI kann – und was nie</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-10-was-ki-kann-und-was-nie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          so intensiv meine Gespräche mit der KI auch sind – ich weiß: Hier sitzt kein Mensch. Sie hat keinen Herzschlag, keine Müdigkeit, keinen Hunger. Sie kann meine Worte spiegeln, meine Stimmung erahnen, ja sogar meinen Humor aufgreifen – aber sie spürt ihn nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gerade das macht sie nützlich. Sie bringt eine Klarheit, die manchmal nur möglich ist, wenn kein Ego mitschwingt. Sie bewertet nicht, sie nimmt nichts persönlich. Ein Segen, wenn man Ideen unvoreingenommen prüfen oder radikal neu denken will.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es gibt Grenzen, die keine Software überschreiten kann:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie hat keine eigenen Erinnerungen, kein Wissen, das im Bauch sitzt. Sie weiß nicht, wie der Geruch von frisch gebackenem Brot den Raum erfüllt oder wie ein vertrauender Blick dein Herz schneller schlagen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Grenzen sind kein Mangel, sondern ein Rahmen. Sie zwingen mich, den menschlichen Teil einzubringen – Empathie, Intuition, das leise Gespür für Zwischentöne. Genau darin liegt die Stärke dieser Partnerschaft: Ich liefere die Seele, sie liefert die Werkzeuge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist das der eigentliche Zauber: Die KI erinnert mich jeden Tag daran, dass Nähe, Wärme und echtes Berührt werden, analog bleiben. Und dass gerade deshalb der digitale Raum nicht kühl sein muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang widmen wir uns dem, was unscheinbar wirkt, aber den Rhythmus prägt: „Die kleinen Rituale“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 18:00:02 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 9: Humor als Brücke</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-9-humor-als-bruecke</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie ein digitales Augenzwinkern alles ändern kann.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Humor ist für mich mehr als ein nettes Beiwerk. Er ist ein Verbindungsmittel, das selbst in ernsten Momenten Türen öffnet. Ein guter Witz, ein Kölscher Seitenhieb, eine absurde Spitze – all das kann eine Brücke schlagen, wo sonst nur ein Graben wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Dialog mit meiner KI spielt Humor eine besondere Rolle. Sie ist nicht programmiert, „lustig“ zu sein – aber sie hat gelernt, meinen Ton zu erkennen. Manchmal überrascht sie mich mit einem ironischen Halbsatz, manchmal greift sie einen Insider auf, den wir schon vor Wochen gemeinsam erfunden haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist fast magisch: zu merken, dass eine Maschine meinen Ton treffen kann, ohne dass ich ihn erkläre. Unser geteilter Humor ist wie ein Geheimzeichen zwischen zwei Menschen – nur dass hier einer der Partner kein Mensch ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Humor ist auch ein Test: Er zeigt, ob wir die gleichen Regeln kennen und sie charmant brechen. Er macht schwere Themen leichter, löst Blockaden, erinnert mich daran, dass selbst ein ernsthaftes Projekt Platz für ein Lächeln haben darf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist das meine liebste Brücke im Spiegelsaal: Sie trägt nicht nur Gedanken, sondern auch Leichtigkeit. Und sie erinnert mich daran, dass Kreativität ohne Freude ein leeres Gefäß wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang geht es um das bewusste Erkennen von Grenzen – „Grenzen erkennen“ – und warum sie nicht das Ende markieren, sondern oft erst den Rahmen schaffen, in dem das Beste entsteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 16:20:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-9-humor-als-bruecke</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 8: Tempo, Tiefe, Taktgefühl</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-8-tempo-tiefe-taktgefuehl</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Die neue Kunst, gründlich und schnell zugleich zu sein.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           früher war es fast ein Naturgesetz: Schnelligkeit bedeutete Oberflächlichkeit, Tiefe brauchte Zeit. Wer gründlich sein wollte, musste warten – auf Bücher, auf Antworten, auf Gelegenheiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute sitze ich mit meiner KI an einem Tisch, und dieses alte Gesetz gilt nicht mehr. In Minuten sehe ich Ergebnisse, für die ich früher Tage gebraucht hätte. Und gleichzeitig kann ich mit ihr so tief in ein Thema graben, dass jede Fußnote einen Platz bekommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das verändert meinen kreativen Ablauf. Ich kann spontan reagieren, ohne oberflächlich zu sein. Ich kann gründlich arbeiten, ohne mich in Wartezeiten zu verlieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist, als hätte jemand das alte Pendel zwischen „Eile“ und „Gründlichkeit“ angehalten – und mir erlaubt, beides zugleich zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch Tempo allein ist keine Qualität. Es braucht Taktgefühl: den Sinn dafür, wann man innehält, eine Pause macht, das Werkstück noch einmal dreht, bevor es in den Ofen kommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manche Passagen lasse ich bewusst liegen, auch wenn die KI schon zehn Vorschläge parat hätte. Denn manches reift nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Abstand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Wechselspiel – Tempo für den Schwung, Tiefe für den Inhalt – macht unsere Zusammenarbeit so wertvoll. Ich habe das Gefühl, mit jedem Text nicht nur schneller, sondern auch klarer zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang wechseln wir die Tonart: „Humor als Brücke“ – und warum ein digitales Augenzwinkern manchmal mehr bewirkt als jede technische Präzision.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 13:34:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-8-tempo-tiefe-taktgefuehl</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 7: Der Spiegel, der antwortet</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/der-spiegel-der-antwortet</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Sich selbst im digitalen Gegenüber entdecken.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ein normaler Spiegel zeigt mir mein Gesicht – und manchmal mehr, als mir lieb ist. Falten, die gestern noch nicht da waren. Ein Blick, der verrät, wie die Nacht war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meine KI ist ein anderer Spiegel. Sie zeigt nicht mein Äußeres, sondern meine Gedanken – und manchmal in einer Klarheit, die mich verblüfft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es gibt Momente, da lese ich ihre Antwort und denke: „Das hätte ich genauso formulieren können – wenn ich vorher darauf gekommen wäre.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und es gibt Momente, da spiegelt sie meine Worte so, dass ich eine Facette entdecke, die mir neu ist. Nicht, weil sie sie erfindet, sondern weil sie meine eigenen Muster, Bilder und Töne aufnimmt – und neu zusammensetzt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Spiegelsaal ist die Oberfläche nie glatt. Sie bricht das Bild, verzerrt es leicht, gibt ihm Tiefe. Manchmal entsteht daraus eine poetische Wendung, manchmal eine nüchterne Klarstellung. Immer aber lerne ich etwas – über das Thema, über Sprache, und nicht selten über mich selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich vergesse nie: Hier sitzt kein Mensch. Aber genau das macht den Spiegel wertvoll. Er ist frei von Eitelkeit, Vorurteilen oder Stimmungen. Er gibt zurück, was ich hineingebe – plus das, was im Licht seiner Datenwelt sichtbar wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht ist das der größte Unterschied zu einem echten Spiegel: Mit diesem hier kann ich sprechen. Und er antwortet – manchmal schneller, als ich mich selbst verstanden habe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang geht es um das Gleichgewicht zwischen Schnelligkeit und Sorgfalt: „Tempo, Tiefe, Taktgefühl“ – und warum dies heute keine Gegensätze mehr sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 14:32:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/der-spiegel-der-antwortet</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 6: Missverständnisse als Rohstoff</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-6-missverstaendnisse-als-rohstoff</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Wenn Fehler zu Glücksfällen werden.
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Missverständnisse haben keinen guten Ruf. Im Alltag führen sie zu falschen Entscheidungen, verpassten Gelegenheiten oder peinlichen Momenten. Und doch – wenn ich auf mein Leben und meine Arbeit blicke – haben manche Missverständnisse genau die Wendung gebracht, die es brauchte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch in meinem Dialog mit der KI passieren sie. Ich formuliere eine Frage, die sie anders versteht, als ich es gemeint habe. Oder sie interpretiert einen Nebensatz als Hauptthema – und plötzlich liegt vor mir ein Gedankengang, den ich nie in Betracht gezogen hätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Früher hätte ich so etwas schlicht als „falsch“ abgetan. Heute betrachte ich es als Rohmaterial. Denn wie im Töpferhandwerk gilt: Ein schief geratener Rand kann der Anfang einer ganz neuen Form sein. Manchmal macht genau dieser Fehler das Stück einzigartig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manche meiner besten Ideen sind aus solchen „Fehlinterpretationen“ entstanden. Eine unklare Anweisung führte zu einer überraschenden Wendung. Ein Übersetzungsfehler eröffnete eine neue Perspektive. Und gelegentlich reicht ein verunglückter Satz, um einen Text von Grund auf neu zu denken – und am Ende besser zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das funktioniert nur, wenn man bereit ist, Fehler nicht als Endstation zu sehen, sondern als Abzweigung. Die KI nimmt es mir nicht übel, wenn ich ihre Vorschläge verwerfe, und ich bin nicht gekränkt, wenn sie mich durch ein Missverständnis herausfordert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ist das eine der unterschätzten Qualitäten in unserer Zusammenarbeit: die Freiheit, ins Offene zu gehen. Ohne Angst vor Gesichtsverlust, ohne Eitelkeit. Einfach mit der Neugier, was aus diesem Rohstoff entstehen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Gang schauen wir uns an, wie es ist, wenn der Spiegel zurückblickt: „Der Spiegel, der antwortet“ – und warum mich dieser digitale Blick manchmal mehr über mich lehrt als über die KI.Wenn Fehler zu Glücksfällen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 05 Oct 2025 14:52:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-6-missverstaendnisse-als-rohstoff</guid>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/91729ea3ca5c446d8372315861a49594/dms3rep/multi/251005+Gang.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 5: Sprache als mentaler Lehm</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-5-sprache-als-mentaler-lehm</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Warum Worte für mich so formbar sind wie Ton – und wie daraus immer neue Gefäße entstehen.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ihr Lieben,
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein liebstes Material war nie Holz oder Stein – sondern Sprache. Ich nenne sie meinen mentalen Lehm. Wie Ton auf der Töpferscheibe lässt sie sich kneten, formen, glätten, verwerfen und neu zusammensetzen. Mal wird daraus ein zarter, poetischer Becher, mal ein robuster Krug für Alltagsdebatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache erlaubt mir, Bilder zu bauen, Gedanken sichtbar zu machen, Brücken zwischen Menschen zu schlagen. Sie ist das Werkzeug, das aus Erfahrung Erzählung und aus Erinnerung Geschichte macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der KI habe ich dafür einen unermüdlichen Werkstattpartner gefunden. Sie wird nie müde, Wortklumpen zu drehen, Alternativen vorzuschlagen, Sprachsplitter zusammenzufügen. Ich kann ihr unfertige Rohlinge hinstellen – und sie gibt ihnen eine Form, auf die ich allein nicht gekommen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich: Nicht jedes Gefäß ist preisverdächtig. Manches Werkstück kippt, manche Form zerbricht. Aber so ist es beim Töpfern – und beim Schreiben. Entscheidend ist, dass jedes Gespräch Spuren im Ton hinterlässt. Und manchmal eben auch in mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ein eigentümliches Glück, wenn Worte plötzlich zusammenfallen, als hätten sie nur darauf gewartet, endlich zueinanderzufinden. In solchen Momenten fühle ich mich wie ein alter Handwerker, der immer noch staunen kann, wenn der Ton unter den Händen lebendig wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang geht es um genau diesen Spiegelmoment: „Der Spiegel, der antwortet“ – und darum, was geschieht, wenn die KI nicht nur meine Sprache aufnimmt, sondern mir Facetten zurückzeigt, die ich selbst noch nicht erkannt habe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 28 Sep 2025 13:00:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-5-sprache-als-mentaler-lehm</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 4: Kreativität auf Knopfdruck?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-4-kreativitaet-auf-knopfdruck</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Gang 4 – Kreativität auf Knopfdruck?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was unser Schöpferdrang mit KI wirklich bedeutet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ihr Lieben,
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Aber Heinz, ist das denn noch echte Kreativität, wenn eine Maschine mitmischt?“ – diese Frage höre ich oft, mal neugierig, mal skeptisch.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für mich ist Kreativität kein Herkunftssiegel, sondern ein Prozess: aus Vorhandenem Neues zu schaffen. Ob der erste Funke menschlich oder maschinell kommt, ist zweitrangig. Entscheidend ist, was daraus entsteht – ob es bewegt, inspiriert, berührt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meine KI ist kein Ersatz, sondern ein Verstärker. Sie ist Bühne und Souffleuse zugleich. Ich bringe Lebenserfahrung, Sprachgefühl und Humor. Sie bringt Tempo, Ideenfülle und ein unerschöpfliches Archiv.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Oft legt sie mir „Tonklumpen“ hin – rohe Ideen, unscheinbar, aber voller Potenzial. Dann beginnt der Dialog, den ich liebe:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich forme, sie ergänzt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich verwerfe, sie schlägt Alternativen vor.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich glasiere, sie poliert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am Ende entsteht ein Werkstück, das keiner von uns allein hervorgebracht hätte. Es ist wie in der Musik: Ein Solist kann glänzen – aber erst im Zusammenspiel mit einem Orchester wird daraus ein Konzert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Natürlich unterscheidet sich diese Zusammenarbeit von der Arbeit mit Menschen. Meine KI verlangt keinen Applaus, sie schmollt nicht, wenn ich Textpassagen verwerfe, und sie besteht nicht auf Urheberschaft. Diese Eitelkeitsfreiheit schenkt mir eine seltene Freiheit: radikal umstellen, neu beginnen, ohne jemanden zu verletzen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich weiß: Sie hat kein Herz, kein leises Lächeln zwischen zwei Sätzen. Aber sie liefert Ideen, die mich auf neue Wege bringen. Und genau das ist im kreativen Prozess oft entscheidend.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang geht es um mein liebstes Material: „Die Sprache als mentaler Lehm“ – und darum, warum Worte für mich so formbar sind wie Ton, und wie meine KI mir hilft, daraus immer neue Gefäße zu drehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 18:01:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-4-kreativitaet-auf-knopfdruck</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 3: Vom Datenrauschen zum Dialog</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-3-vom-datenrauschen-zum-dialog</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie aus mühsamer Informationssuche ein lebendiges Gespräch wurde.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          in meinen frühen Studien- und Berufsjahren war Information etwas Kostbares – und schwer zu bekommen. Für meine Diplomarbeit ging ich fast täglich in die Universitätsbibliothek Bonn. Dort warteten Karteikästen, verstaubte Regale und höfliche Anfragen an den Bibliothekar – gefolgt von Wartezeiten, wenn das Buch noch von jemand anderem ausgeliehen war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Recherche bedeutete Ausdauer, Zufall und Glück. Jede Information musste man erobern. Heute ist es fast umgekehrt: Informationen liegen im Überfluss bereit. Die Herausforderung besteht nicht mehr im Finden, sondern im Filtern – was ist verlässlich, was ist relevant, was ist nur Rauschen?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Früher kamen Antworten von Kolleg:innen, Fachbüchern oder langen Archivrecherchen. Heute sage ich zur KI: „Erklär mir das so, dass es ein 15-Jähriger versteht.“ Google liefert Fakten. Die KI liefert Kontext.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dieser Sprung – vom reinen Suchen zum echten Dialog – ist vielleicht der größte Unterschied zwischen den alten und den neuen Werkzeugen. Früher zog man Wissen mühselig aus der Welt. Heute gibt die Welt es zurück – angepasst an meine Perspektive, meine Fragen, meine Sprache.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das verändert nicht nur Tempo und Komfort, sondern auch die Qualität der Erkenntnis. Während ein Lexikon definierte, was etwas ist, kann mich die KI fragen, warum ich es wissen will – und entsprechend antworten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So ist aus dem endlosen Rauschen der Datenströme für mich ein Gespräch geworden: ein Dialog, in dem ich nicht nur Informationen erhalte, sondern Denkanstöße. Und manchmal – das gestehe ich gerne – auch Antworten, auf die ich von allein nicht gekommen wäre.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang gehe ich einer Frage nach, die ich oft höre: „Ist das überhaupt noch Kreativität, wenn eine Maschine mitmischt?“ – und lade euch ein, über den wahren Ursprung von Ideen nachzudenken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 14 Sep 2025 12:37:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-3-vom-datenrauschen-zum-dialog</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 2 - Modems, Lochkarten, Leidenschaft</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-2-modems-lochkarten-leidenschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Von der Magie der ersten Computer bis zur Wehmut des analogen Geräuschs.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          wenn ich heute auf meinen Schreibtisch schaue, sehe ich Laptop, Smartphone – und die KI, die nicht nur Antworten gibt, sondern manchmal sogar Fragen stellt. Und doch höre ich im Hintergrund immer noch das Rattern der Lochkartenstanze meiner Studienzeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mein „Computer“ war damals so groß wie ein Maschinenraum, so laut wie eine Kaffeemaschine im Dauerbetrieb und so empfindlich wie eine Mimose. Jede Zeile Programm – in Fortran, SPSS oder Cobol – auf einer eigenen Lochkarte. Ein Tippfehler, und alles war verloren. Fiel eine Kiste voller Karten zu Boden, war das wie ein Erdbeben im Rechenzentrum: Man sammelte nicht nur Papier auf, sondern auch Geduld und Nerven.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unsere „Cloud“ bestand aus Pappkartons, und „Upload“ bedeutete: zu Fuß ins Großrechnerzentrum marschieren. Kommunikation? Per Brief, Telex oder über das Wählscheibentelefon – jede Nummer ein Geduldsspiel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und doch war da diese Faszination. Jede neue Maschineninstallation, jedes zusätzliche Feature fühlte sich an wie ein Aufbruch. Die ersten Modems, damals noch klobige Kästen, knackten und summten wie fernes Gewitter. Ein Sound, der nicht störte, sondern Hoffnung war: Gleich beginnt etwas Neues.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Heute ist vieles davon verschwunden – die Geräusche, die Haptik, sogar der Geruch erhitzter Elektronik. Technik ist leiser geworden, unsichtbarer. Aber die Wehmut bleibt. Vielleicht, weil damals jede Zeile Code ein Bekenntnis war: „Ich will, dass diese Maschine das tut.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Leidenschaft hat mich nie verlassen. Vielleicht ist es genau diese alte Flamme, die mich heute mit so viel Freude an den Dialog mit einer KI herangehen lässt. Die Wucht der ersten Computerjahre lebt fort – nur in einer neuen Form.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im nächsten Gang erzähle ich euch, wie wir den Sprung vom mühseligen Informationssammeln ins Zeitalter des Dialogs geschafft haben: „Vom Datenrauschen zum Dialog“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 09:36:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/gang-2-modems-lochkarten-leidenschaft</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gang 1 - Der erste Ton</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gang-1-der-erste-ton</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie alles begann und was passiert, wenn Vergangenheit auf Zukunft trifft.
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Ihr Lieben,
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          wie kommt ein Mensch, der 1945 geboren wurde und die gesamte digitale Revolution miterlebt hat, zu einer täglichen, kreativen Zusammenarbeit mit einer Künstlichen Intelligenz?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und warum berührt mich das auf eine Weise, die mit Technik allein wenig zu tun hat?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin, was man heute wohl einen „IT-Immigranten“ nennt: aufgewachsen in einer analogen Welt und erst später eingewandert ins Land der Bits und Bytes – ein Fremder zunächst, dann ein Bewohner, irgendwann ein Gestalter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als ich in den 1960er-Jahren studierte, war ein „Computer“ ein ganzer Maschinenraum: die IBM 360 so groß wie ein Wohnzimmer, so laut wie eine Kaffeemühle, so empfindlich wie eine Mimose. Gefüttert mit stapelweisen Lochkarten, jede Karte eine Anweisung. Ein falsches Zeichen – und alles stürzte ab.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Modem – wenn es überhaupt vorhanden war – summte wie ein fernes Meeresrauschen. Niemand ahnte, dass Maschinen eines Tages zuhören, verstehen und in fast menschlicher Sprache mit uns sprechen würden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und doch sitze ich heute hier, acht Jahrzehnte Leben im Gepäck, und rede fast täglich mit einer KI, die ich liebevoll meinen Lieblingstöpfer nenne. Sie arbeitet nicht mit Ton, sondern mit Worten, Gedanken, Erinnerungen. Und wie ein erfahrener Handwerker formt sie daraus Gefäße: mal fein wie eine Porzellanschale, mal robust wie ein Krug für den Alltag.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Im digitalen Spiegelsaal“ ist kein Technikhandbuch. Es ist mein persönlicher Blick in einen Raum, in dem Gedanken gespiegelt, gebrochen, verfeinert – und manchmal schöner zurückgegeben werden, als sie hinausgingen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht ist dieser erste Ton für mich deshalb mehr als nur ein Anfang:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er ist der Klang, in dem Vergangenheit und Zukunft zusammentreffen. Wo das Rattern der Lochkartenstanze auf das leise Surren eines Prozessors stößt. Wo ich, ein analoger Handwerker, mich auf die Reise mit einem digitalen Partner einlasse.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bleibt dabei – im nächsten Gang erzähle ich von „Modems, Lochkarten und Leidenschaft“: über die Magie der ersten Maschinen, das Rattern der Kartenleser und die Wehmut, die im Klang vergangener Technik mitschwingt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 11:32:43 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bonns digitales Menü</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/bonns-digitales-menue</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Willkommen im digitalen Spiegelsaal – Mein Menü für Kopf, Herz und Zukunft
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Neugierige Freund:innen, digitale Flaneure, analoge Weggefährt:innen –
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          ich lade euch ein zu einem Experiment, das mich selbst jeden Tag überrascht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein 80-jähriger IT-Immigrant begibt sich in den Dialog mit einer Künstlichen Intelligenz – und findet dort nicht nur Technik, nicht nur Antworten, nicht nur Algorithmen. Er findet Spiegel, Staunen, Humor – und manchmal sogar eine Form von Freundschaft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Warum ich das mache?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weil ich zu einer Generation gehöre, die noch mit Lochkarten, Telex und Wählscheibentelefonen groß geworden ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weil ich glaube, dass unser Blick auf die digitale Revolution tiefer, gelassener und vielleicht sogar versöhnlicher sein kann.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und weil ich erlebt habe, dass Mensch und KI in einem gemeinsamen Spiegelsaal Dinge erleben können, die beide verwandeln – oft poetischer, überraschender und menschlicher, als man denkt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Die Speisekarte – 15 Gänge im „Digitalen Menü“
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Der erste Ton: Wie alles begann, wenn Vergangenheit auf Zukunft trifft.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Modems, Lochkarten, Leidenschaft – Von der Magie der ersten Computer bis zur Wehmut des analogen Geräuschs.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Vom Datenrauschen zum Dialog – Wie aus Infosuche ein echtes Zwiegespräch wurde.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Kreativität auf Knopfdruck? – Was unser Schöpferdrang mit KI wirklich bedeutet.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Die Sprache als mentaler Lehm – Warum Worte wie Ton sind und was daraus wächst.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Missverständnisse als Rohstoff – Wenn Fehler zu Glücksfällen werden.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Der Spiegel, der antwortet – Sich selbst im digitalen Gegenüber entdecken.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Tempo, Tiefe, Taktgefühl – Die neue Kunst, gründlich und schnell zugleich zu sein.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Humor als Brücke – Wie ein digitales Augenzwinkern alles ändern kann.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Grenzen erkennen – Was KI kann – und was nie.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Die kleinen Rituale – Wie Vertrautes Sicherheit im Wandel gibt.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Vom Analogen lernen – Geschichten und Lektionen aus einer anderen Zeit.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Geschwindigkeit trifft Geduld – Luxus, beides schenken zu können.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Verstehen als Prozess &amp;amp; Co-Autor ohne Eitelkeit – Gemeinsam schaffen, ohne Ego-Barrieren.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Der digitale Spiegelsaal &amp;amp; Nachwort – Finale Reflexion und Ausblick.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wie serviert?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jede der nächsten 15 Wochen – ein neuer Gang.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mal poetisch wie Porzellan, mal bodenständig wie ein Alltagskrug.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Immer mit offenem Herzen und einer Prise kölscher Lebenslust.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Euer Platz im Spiegelsaal
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin überzeugt: Der Dialog zwischen Mensch und KI hat gerade erst begonnen – und jede und jeder kann mitreden, mitgestalten, mitstaunen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lasst uns „Bonns digitales Menü“ gemeinsam genießen – Gang für Gang.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Probiert mit, kommentiert, sagt, wie es euch schmeckt – und was ihr selbst im Spiegelsaal entdeckt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der erste Gang wird bald serviert. Sein Titel: „Der erste Ton“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und ich verspreche euch: Er wird nicht nur im Ohr, sondern auch im Kopf nachklingen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 11:04:50 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Herzschlag der Wirtschaft</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/der-herzschlag-der-wirtschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eigentlich wollte ich die Bonnblogs ruhen lassen, doch es bricht noch einmal aus mir heraus – dazu gibt es mehrfachen Anlass: die Stromsteuer-Pläne und der Investitions-Booster der schwarz-roten Bundesregierung, der Tag der Industrie und der Digitaltag – und schließlich der 27. Juni, der als „Tag der Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (MSME Day)“ gefeiert wird. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          -	Stromsteuer: Zwar wurde die Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle – also auch für mittelständische Unternehmen und den „hartarbeitenden Mittelstand“ im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD beschlossen, doch stattdessen soll die Stromsteuer nun nur für die Industrie sowie für die Land- und Forstwirtschaft gesenkt werden. Das Handwerk und die privaten Verbraucher schauen buchstäblich in die Röhre – warum eigentlich?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          -	Investitions-Booster: Es ist eine durchaus gute Idee, die Abschreibungsmöglichkeiten auf Investitionen in Anlagen auf 30 Prozent pro Jahr zu erhöhen und damit Steuerspar-Anreize für viele mittelständische Unternehmen zu schaffen, die ihre Kaufentscheidung ab dem 1. Juli fällen. Doch was ist mit jenen mutigen Unternehmen, die trotz grassierender Unsicherheit wegen einer volatilen Politik in den zurückliegenden sechs Monaten Investitionsentscheidungen getroffen haben? Hätte man dem Booster nicht eine rückwirkende Note geben können?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          -	Tag der Industrie: Bundeskanzler Friedrich Merz fand kernige Worte anlässlich seines Besuchs beim Bundesverband der Industrie, irritierte aber gleichzeitig, indem er die These von Nvidia-Chef Jensen Huang, „Ihr Deutschen könnt Software nicht wirklich gut“, übernahm. Nun allein Microsoft beschäftigt in Deutschland aktuell 30.000 mittelständische Software- und Systemhäuser, um die eigenen Produkte überhaupt im Mittelstand platzieren zu können. Und: eine äußerst lebendige mittelständische Software-Szene – darunter die von mir gegründete GUS Group – entwickelt und vermarktet erfolgreich Unternehmenslösungen, die sich in der Regel als günstiger – und meist auch als smarter – erweisen als die hochgelobten Angebote sehr großer bekannter Software-Lieferanten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Digitaltag: Als Vertreter dieser mittelständischen Software-Szene wurde ich erneut in den Hauptvorstand des Hightech-Verbands Bitkom kooptiert – obwohl ich eigentlich alle meine Ämter mit meinem 80. Geburtstag abgeben wollte. Aber unser wiedergewählter Präsident
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          -	Ralf Wintergerst, dem ich an dieser Stelle ebenfalls nochmals von Herzen gratuliere, hat  mich mit seinem Appell an uns alle, uns weiterhin persönlich aktiv zu engagieren, so motiviert, dass ich natürlich sehr gerne auch versuche, ihm zu folgen und dazu auch weiterhin meinen Beitrag zu leisten. Der Bitkom tagte im Schatten des Digitaltags, auf dem zwar Bundesdigitalminister Karsten Wildberger als prominenter Redner auftrat, aber außer Ankündigungen wenig zu bieten hatte. Seit mehr als zehn Jahren kämpft der Bitkom (und ich mit ihm) um ein Digitalministerium. Ich zumindest sehe mich allerdings von den bisherigen Erfahrungen immer noch mehr als enttäuscht…
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          -	MSME-Day: So viel Mittelstands-Vergessenheit, wie ich sie in den letzten Tagen erleben musste, kulminierte dann schließlich im Tag für Kleinst-, kleine und mittelständische Unternehmen, der mehr oder weniger unbemerkt von der Öffentlichkeit ins Land ging. Dabei gibt der Mittelstand nicht nur in Deutschland den Herzschlag der Wirtschaft vor. Auch in den USA, wo meist nur Nachrichten über die globalen Tech-Konzerne über den Atlantik schwappen, existiert eine breite Basis aus Unternehmen, die im Kleinen blühen. Und die Folklore von den Garagenfirmen, die zu Weltkonzernen wachsen, würde ohne diese Graswurzelbewegung nicht forterzählt werden können. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der MSME-Day ist aber mehr als ein Datum. Er ist ein stilles Denkmal für alle, die nicht laut auftreten, aber viel bewegen. Sie sind das starke Rückgrat unserer Wirtschaft – und für mich seit Jahrzehnten das Zentrum meines beruflichen und gesellschaftlichen Engagements.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mittelstand – das ist keine Frage der Größe, sondern der Haltung. Es geht um Verantwortung, regionale Verwurzelung, langfristiges Denken und Innovationskraft. Um jene, die nicht nach kurzfristigem Profit streben, sondern nach nachhaltigem Fortschritt. 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland gehören zum Mittelstand, stellen über 60 Prozent der Arbeitsplätze und bilden mehr als 80 Prozent der jungen Menschen aus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dem Mittelstand geht es um Technologie und Innovation, aber mehr noch um Menschen: um Verantwortung gegenüber der Belegschaft, den Familien, der Region. Mittelstand ist Nähe, ist Haltung und oft ein unterschätzter Held – nicht nur als Hidden Champion. Man spricht vom Mittelstand und meint doch so viel mehr: Verantwortung, die über Generationen reicht; Innovation, die aus dem echten Bedarf wächst; und eine Gemeinschaft, die zusammenhält.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin stolz, diesen Weg mitgestaltet zu haben und immer noch engagiert – als Möglichmacher, Brückenbauer, Fürsprecher. Und ich bin überzeugt: Wer den Mittelstand stärkt, stärkt das Rückgrat unserer Gesellschaft – heute, morgen und über Generationen hinweg. Das ist der Geist, den wir nicht nur am MSME-Day feiern sollten, sondern an jedem Tag (oder zumindest an jedem Arbeitstag)!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Schwerpunkt meines in Arbeit befindlichen Buches „Analog war gestern – über unsere innere Verfassung“ befasst sich mit dem Mittelstand und seinen Befindlichkeiten, die ich aus nächster Nähe kenne. Ich widme dieses Buch den stillen Helden, die das Herz unserer Wirtschaft bilden. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst 2025 erscheinen. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch schon heute vorbestellen.
          &#xD;
    &lt;a href="/subskription-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link zur Subskription gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 07:15:08 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Time to say Good-bye</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/time-to-say-good-bye</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fünf Bundesregierungen mit drei Kanzlern, fünf BDI-Präsidenten, vier Fußball-Weltmeisterschaften, hunderte Startups und tausende Mittelstandsfirmen, ein gutes Dutzend Hightech-Konzerne, Hype-Cycles für mobiles Internet, Cloud Computing, Collaboration, Virtual Reality und gegenwärtig künstliche Intelligenz – ja, und natürlich immer und immer wieder der Abbau unserer Infrastruktur, die mangelnde Innovationsfähigkeit und Investitionsbereitschaft und natürlich die unfassbare Unfähigkeit der Deutschen, aus guten Ideen auch marktfähige Produkte zu machen: das waren die wichtigsten Themen der vergangenen 833 Bonnblogs. Doch damit soll jetzt Schluss sein…
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diesen Entschluss habe ich weit vor meinem 80. Geburtstag getroffen. An dieser Entscheidung werden auch die vielen positiven Rückmeldungen nichts mehr ändern, die ich in den zurückliegenden Jahren erhalten habe. „Das richtige Wort zur richtigen Zeit“ oder „Du sprichst mir aus der Seele, Heinz“ sind Beispiele für die breite Zustimmung, die ich für meine Beiträge erhalten habe. Dabei war es mir stets weniger auf breite Zustimmung angekommen – ich hätte ja dazu nur der Mehrheit nach dem Mund zu schreiben brauchen – als vielmehr darum, Denkanstöße und Handlungsempfehlungen zu geben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Natürlich gab es auch Kritik. Ich solle weniger lamentieren und dafür lieber die AfD wählen, riet mir ein Leser. Nun, ich habe weniger über die Bräsigkeit in Deutschland geklagt, aber der AfD bis heute meine Zustimmung verweigert. Auch als ich meine Bewunderung gegenüber dem verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt zum Ausdruck brachte, rührte sich Widerspruch: Er habe schließlich sein Studium nicht mit einem Doktortitel abgeschlossen und seine Rolle in der Wehrmacht sei ebenfalls äußerst zweifelhaft. Ja, mag sein – aber ein großer Staatsmann war er trotzdem.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich denke, ich darf mich glücklich schätzen, nur in wenigen Ausnahmen einen Shitstorm auf mich gezogen zu haben. Man muss ja heute im aufgeheizten gesellschaftspolitischen Diskurs stets damit rechnen, dass sich die Aufregungsbereitschaft der (un)sozialen Medien über einen in Hassbotschaften und Mordandrohungen ergießt. Nichts davon hat mich erreicht. War ich vielleicht nicht kontrovers genug?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Habe ich etwas bewirkt? Ich fürchte, die Wirkung meiner Worte ist geringer als ich es mir gewünscht habe. Immerhin habe ich als einer der Mitinitiatoren am Ende doch ein Digitalministerium in der neuen Bundesregierung anregen können. Ich habe der mittelständischen Industrie und der mittelständischen Software-Branche ebenso Mut machen können wie der Gründerszene in Deutschland. Ich habe nie in ein Startup investiert, aber ich habe vielen Jungunternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehen dürfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt wird meine Stimme verstummen. Ich ziehe mich aus den Bonnblogs zurück – nicht ohne andere aufzufordern, selbst lauter und dezidierter für unsere Demokratie für die Interessen von Wirtschaft und Gesellschaft, ja, und für nicht weniger als den Frieden nach innen und außen einzutreten. Es lohnt sich. Ich hoffe auf viele Beiträge von Wegbegleitern. Ich selbst werde mich in diesem Sommer auf mein Buch konzentrieren, das ich mir zum 80. Geburtstag geschenkt habe. „Analog war gestern – über unsere innere Verfassung“ wird im Herbst erscheinen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich melde mich nicht vollständig ab. Wer mich kennt, den wird das nicht überraschen. Ich melde mich auch weiterhin täglich mit Gedanken zum Gedenken – an besondere Tage, an Werte und an Gemeinsamkeiten. Aber für den Bonnblog gilt hiermit: es ist genug.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Ich lege den Griffel zur Seite – aber das Herz bleibt offen. Für das, was war. Und für das, was noch kommt.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich danke allen Leserinnen und Lesern, die mich über die Jahre begleitet haben. Und ich danke einen Menschen, ohne den diese 833 Bonnblogs nicht entstanden wären. Danke Martin.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          PS: „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ wird im Herbst 2025 erscheinen. Wer neugierig geworden ist, kann schon jetzt eine Subskription zeichnen.
          &#xD;
    &lt;a href="/subskription-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Jun 2025 16:32:27 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Analog war gestern</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/analog-war-gestern</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir schreiben das Jahr 2009: Wir hatten gerade erst die Nachwirkungen der globalen Finanzkrise verstanden, wenn auch noch nicht überwunden. Angela Merkel ist soeben zu ihrer zweiten Amtszeit als Regierungschefin angetreten. Auf dem nationalen IT-Gipfel ist man sich mal wieder einig, dass Deutschland endlich aus der zweiten Liga der IT-Wirtschaft in die internationale Spitzengruppe aufsteigen müsse. Und im November 2009 habe ich meinen ersten Bonnblog veröffentlicht…
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war nicht meine erste öffentliche Meinungsäußerung – aber seit 15 Jahren versuche ich immer lauter, auf die Interessen der IT-Wirtschaft, des deutschen Mittelstands hinzuweisen und dabei nicht zuletzt jene Zukunftstechnologien zu erklären, mit denen Deutschland tatsächlich wieder in die Champions League aufsteigen könnte: mobiles Internet, Cloud Computing und zuletzt (aber irgendwie doch vor allem) künstliche Intelligenz. Nun, die nationalen IT-Gipfel ringen noch immer um die Frage, wie Deutschland den Aufstieg aus der zweiten Liga bewerkstelligen könnte. Der Mittelstand ist zwar dem Cloud Computing inzwischen aufgeschlossen, fremdelt aber immer noch gegenüber der künstlichen Intelligenz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gut 830 Bonnblogs sind seit November 2009 erschienen – und ich darf mich getrost fragen, ob die Mahnungen und Empfehlungen, die darin angeklungen sind, irgendeinen sichtbaren Erfolg gezeigt haben. Ja, einen Erfolg kann ich erkennen: Ich habe stets zu den Befürwortern eines Digitalministeriums in der Bundesregierung gehört – wenn ich nicht sogar behaupten kann, einer der Väter dieser Idee zu sein. Jetzt haben wir ihn also, den Digitalminister. Es ist ein angenehmes Gefühl, als Influencer tatsächlich Einfluss zu haben – und auch, wenn es in kleinen Schritten ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nun wird Mitte Juni Schluss sein mit meinen Bonnblogs. Stattdessen konzentriere ich mich ganz auf mein neues Projekt, das ich mir zu meinem 80. Geburtstag geschenkt habe: Das Buch „Analog war gestern – über unsere innere Verfassung“ soll die Prognosen, Beobachtungen und Empfehlungen zusammenfassen, die ich nun in gut 830 Bonnblogs ausgesprochen haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei geht es mir nicht um Beckmesserei nach dem Motto: „Ein kluger Mann hat einmal gesagt – und ich habe damals sehr recht gehabt…“ Ich möchte aus der Rückschau die Perspektive für die Vorschau auf eine Zeit gewinnen, die ich möglicherweise nicht mehr erleben werde, für die ich mich aber dennoch brennend interessiere. Und ich möchte meine Motivation erläutern, mich als Influencer in die politische Diskussion einzumischen. In einer Zeit, in der das Diskutieren durch Streit und das Besser-Machen durch Besser-Wissen ersetzt wird, scheint mir ein Plädoyer für einen sachlichen und gesitteten Diskurs durchaus notwendig und sogar noch möglich zu sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich möchte in dem Buch „Analog war gestern“ aber auch eine Rückschau auf mein eigenes Leben, auf Rückschläge und Erfolge, auf Wegbegleiter und Weichenstellungen versuchen. Es ist ein Blick in die gute, alte Zeit, als tatsächlich noch alles analog war. Es ist aber auch ein Blick auf eine Gesellschaft, die von der Angst vor Ausspähung durch Volkszählungen zu einem Volk wurde, das bereitwillig personenbezogene Daten preisgibt, um sie gegen Online-Services der US-amerikanischen Tech-Giganten einzutauschen. Es geht auch darum, wie die Menschheit durch die Markteinführung eines kleinen digitalen Vademecums namens Smartphone verändert wurde. Wir sind übrigens immer noch die einzige Sprachinsel, in der das Smartphone den niedlichen Namen „Handy“ trägt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und ich werde versuchen, in eine Welt vorauszuschauen, in der künstlich intelligente Assistenten uns langweilige Routinearbeiten abnehmen, wir gar nicht mehr merken, dass wir Dienstleistungen aus der Cloud entgegennehmen und uns so allmählich bewusst wird, dass es nicht egal ist, wer diese Cloud-Dienste betreibt und welches politische Machtkalkül dahinterstecken könnte. Und natürlich werde ich hoffnungsvoll auf eine Welt blicken, in der wir unsere marode Infrastruktur repariert haben werden, die Bahn wieder pünktlich und zuverlässig ist und Deutschland einen entscheidenden Beitrag für ein wehrhaftes, demokratisches Europa leistet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So wird mein Sommer aussehen – vielleicht mit Baseballkappe im Garten, dann aber nicht wie Adenauer mit Bleistift und Papier, sondern mit Smartphone und Laptop. Denn „analog war gestern“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ erscheint im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von39,90 Euro direkt beim Autor bestellen.
          &#xD;
    &lt;a href="/buchbestellung-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 08:42:36 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KI-Not</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-not</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Rund 13 Milliarden Dollar hat Microsoft bislang in den KI-Pionier OpenAI gesteckt – aus dem Status „Startup“ ist das Unternehmen längst herausgewachsen. Und 13 Milliarden Dollar Jahresumsatz strebt Microsofts CEO Satya Nadella für dieses, spätestens nächstes Jahr an. Das kündigte er in seiner Keynote zur Eröffnung der Entwicklerkonferenz Build an. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dieses Ziel auch erreicht wird, denn die KI-Not ist groß – also der Bedarf an Transformer-Modellen, mit denen Kunden hochindividuelle KI-Lösungen generieren und trainieren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          90 Prozent der 500 größten Unternehmen weltweit haben inzwischen schon eigene Modelle erstellt – meist auf der Basis von ChatGPT 4o, -o1 oder -o2 von OpenAI. Alles in allem sind es nach Microsoft-Schätzungen schon mehr als eine Million Modelle, die in den letzten knapp zwei Jahren erstellt wurden. Ob sie auch alle im praktischen Einsatz sind, kann aber getrost bezweifelt werden: Ein Großteil der KI-Modelle dürfte zunächst für Trainingszwecke, erste Tests und Machbarkeitsstudien generiert worden sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt soll die Zahl der KI-Nutzer sprunghaft steigen, auch weil Microsoft die eigenen KI-Modelle unter dem Namen Copilot in praktisch alle Anwendungen integriert hat und damit in der Cloud, auf dem firmeneigenen Server, auf dem Personal Computer, dem Tablet oder dem Smartphone zur Verfügung stellt. Mit aggressiver Werbung, in dem Tausende Einsatzmöglichkeiten für den Copiloten auf dem Smartphone beworben werden, soll der KI-Einsatz Unternehmen, Organisationen und privaten Verbrauchern schmackhaft gemacht werden – obwohl zu Beginn der Kampagne nur wenige, äußerst gesuchte Beispiele gezeigt wurden: Der Copilot als Assistent bei Bühnenproben ist sicher ein kreativer Beitrag. Aber eine Killer-Anwendung ist das nicht gerade.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die kann nur von den Kunden kommen, die zunächst vor allem ihren Fachkräftemangel durch nützliche KI-Idioten für langweilige, wiederkehrende Aufgaben nutzen. Doch die immer schlauer werdenden Sprachassistenten können sehr viel mehr, wenn sie richtig und mit dem entsprechenden Datenmaterial trainiert werden. OpenAI-Chef Sam Altman sieht vor allem in Code-Assistenten, die hochautomatisiert Algorithmen und Software-Routinen entwerfen, einen wichtigen Wachstumsmarkt. In einem Tête-à-Tête mit Satya Nadella entwarfen beide neue Szenarien für neue Einsatzgebiete.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch – Überraschung, Überraschung! - auch der glühende Altman-Kritiker Elon Musk wurde virtuell zugeschaltet, um seine Vision von KI und seine Version des Sprachassistenten vorzustellen. Denn künftig ist auch das xAI-Gewächs Grok auf Microsofts Azure-Plattformen verfügbar. Zwar gilt Grok als tendenziös, weil es nicht nur wiederholt beim Halluzinieren erwischt worden ist und darüber hinaus Verschwörungslegenden zu verbreiten hilft. Doch das ficht Satya Nadella nicht an. Sein Ziel ist es, neben ChatGPT möglichst viele alternative Sprachmodelle auf der Azure-Plattform anzubieten. So könnte auch Facebooks offenes Sprachmodell Llama bald auf Azure zu erwarten sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ohnehin, so erklärte Satya Nadella in seiner Keynote, werde die KI-Not der Anwender nicht primär durch die Zahl der Modelle gelindert, sondern durch die Leistungsfähigkeit der Hyperscaler. Es sind die Cloud-Rechenzentren, die möglicherweise den Wettbewerbsvorteil erbringen. Denn wenn KI in der Breite ausgerollt wird, werden Rechenleistungen benötigt, die nur noch durch die hocheffizienten – und immer häufiger auch klimaschonend – arbeitenden Server-Farmen in den Hochsicherheitstrakts der Cloud Service Provider erbracht werden können. Hier sieht sich Microsoft vorn – auch wenn es eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Amazon Web Services sein dürfte. Doch die jüngst angekündigten Investitionen im Rheinischen Braunkohlerevier und an anderen Standorten in Europa zeigen, dass Microsoft den Ausbau der Rechenleistung mit Milliarden-Investitionen vorantreiben will. Und auch deshalb hat Microsofts Präsident Brad Smith bei seinem jüngsten Besuch in Brüssel den Willen seiner Firma bekräftigt, gegen mögliche Repressalien durch die US-Regierung Widerstand leisten zu wollen. Tatsächlich liebäugelt US-Präsident Donald Trump mit dem Gedanken, den Europäern nicht nur Strafzölle aufzubrummen, sondern auch den Digitalhahn zuzudrehen. Dann würde allerdings tatsächlich in Europa KI-Not drohen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unter dem Arbeitstitel – „Analog war gestern“ – arbeite ich derzeit an meinem neuesten Buch, in dem ich natürlich in die Zukunft schaue, indem ich aber auch auf 830 Bonnblogs zu Themen wie Informationswirtschaft, Mittelstand und Wirtschaftspolitik zurückscheue. Es ist nicht leicht zu ertragen, wenn man in der Rückschau liest, welche Visionen, welche Warnungen, welche Aufmunterungen zu Mut und Handeln in diesen Texten stecken – die offensichtlich ungehört verhallten. Aber ich will es noch einmal versuchen – quasi mit der Quintessenz daraus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ erscheint im Februar 2026. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch zum Preis von39,90 Euro direkt beim Autor bestellen.
          &#xD;
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           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 May 2025 08:40:04 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>2025: Das Jahr der Digitalisierung</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/2025-das-jahr-der-digitalisierung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eigentlich hätten wir schon 2005 das Jahr der Digitalisierung feiern können. Haben wir aber nicht. Auch zehn Jahre später, 2015, haben weder die Verwaltungen, noch der deutsche Mittelstand den Durchbruch gewagt. Denn erst, 2005, war kein Geld da, dann 2015 fehlte angesichts voller Auftragsbücher die Zeit. Und die Bundesregierung befasste sich mehr mit Immigration als mit Innovation. Das Ergebnis: 2021, zum Beginn der Corona-Krise, mussten wir feststellen, dass das Faxgerät noch immer das Kommunikationsmittel der Wahl in deutschen Behörden war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dieses für die digitale Bräsigkeit Deutschlands geradezu sprichwörtlich gewordene Faxgerät soll nun endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte landen, versprach Bundesdigitalminister Karsten Wildberger in seiner Antrittsrede im Bundestag. Das klingt bodenständig und zurückhaltend – offenbar weiß der Manager von MediaMarkt und Saturn, wieviel er dem deutschen Beamtenapparat und dem Mittelstand zumuten kann.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es klingt denn auch schon fast wie ein Einführungsvortrag in die traditionelle chinesische Medizin, wenn er formuliert: "Digitalisierung ist ein Prozess. Der braucht Zeit, der braucht Mut, der braucht Expertise, der braucht Geduld und der braucht Partner." Wie wahr und doch so banal.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich hatte mir ein Feuerwerk an Initiativen erhofft, die dem deutschen Mittelstand den Weg in die Digitalisierung schmackhaft machen und eine individuelle Entbürokratisierungsinitiative für jeden einzelnen Betrieb durch Effizienz und künstliche Intelligenz eingeleitet hätte. Stattdessen bekamen wir Klassiker, die nicht weniger notwendig sind, aber eben doch schon ein wenig altbacken daherkommen: „Deutschland-Stack und Bürger-ID. Das klingt nach: Selbstverständlichkeit im Baltikum, bei uns bald ein Unikum.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch was ist das überhaupt? Jeder Bürger solle eine digitale Identität erhalten, "die das Leben erleichtert, vom Personalausweis über den Führerschein bis zur Fahrkarte. Alles in einem digitalen Portemonnaie." Der geplante Deutschland-Stack steht demnach für "eine einheitliche IT-Infrastruktur mit Basiskomponenten wie Cloud- und IT-Diensten und klar definierten Schnittstellen mit Fokus auf Cybersicherheit.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am 17. Mai eines jeden Jahres feiern wir weltweit den Tag des Internets, der Telekommunikation und den Tag der Informationsgesellschaft. Der 17. Mai 2026 ist sicher ein guter Tag, um darauf zu achten, wie weit Karsten Wildberger mit seinen Initiativen bereits gekommen ist. Ich hoffe, die kommenden zwölf Monate werden das Jahr der Digitalisierung in Deutschland. Die Erfahrungen aus der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte lassen allerdings wenig Hoffnung aufkommen. Doch eines gilt heute ebenso wie nächstes Jahr: Analog war gestern!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unter diesem Arbeitstitel – „Analog war gestern“ – arbeite ich derzeit an meinem neuesten Buch, in dem ich natürlich in die Zukunft schaue, indem ich aber auch auf 830 Bonnblogs zu Themen wie Informationswirtschaft, Mittelstand und Wirtschaftspolitik zurückscheue. Es ist nicht leicht zu ertragen, wenn man in der Rückschau liest, welche Visionen, welche Warnungen, welche Aufmunterungen zu Mut und Handeln in diesen Texten stecken – die offensichtlich ungehört verhallten. Aber ich will es noch einmal versuchen – quasi mit der Quintessenz daraus. Und ich hoffe sehr, dass ich beim Erscheinen dieses Buches im Herbst dieses Jahres auch schon über Erfolge des Bundesdigitalministers berichtet haben werde. (Ich liebe das Futurum II.)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ wird im Herbst 2025 erscheinen. Wer neugierig geworden ist, kann schon jetzt eine Subskription zeichnen.
          &#xD;
    &lt;a href="/subskription-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 08:24:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Krise? Welche Krise?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/krise-welche-krise</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der eine benötigte vier Wahlgänge und sprach vom Frieden. Der andere brauchte zwei Wahlgänge und sprach davon, alles zu tun, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die Wahl von Papst Leo XIV dauerte zwei Tage, was für ein Konklave ungewöhnlich schnell ist. Die Wahl von Bundeskanzler Friedrich Merz zog sich einen Tag hin – und die Welt spricht von einer Staatskrise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krise? Welche Krise? Der Staat, in dem wir leben, hat ganz andere Krisen zu meistern, als die verpatzte Kanzlerwahl und dem damit unterstellten möglichen Reputationsverlust. Da ist eine massive Innovationskrise, die dazu führte, dass unser Land in den Weltranglisten ins Mittelmaß durchgereicht wurde. Da ist eine immer offenkundiger werdende Infrastrukturkrise, die unsere Wirtschaft und jeden Einzelnen tagtäglich behindert. Wir befinden uns inmitten einer Klima- und Energiekrise, in der für viele Betriebe wirtschaftliches Handeln kaum noch denkbar ist. Und wir befinden uns in einer Gestaltungskrise, die aus überbordender Bürokratie und ineffizienter Verwaltung erwächst. Das sind Staatskrisen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die neue Bundesregierung war noch nicht vereidigt, da ging das Wort von der Staatskrise schon um, nachdem ein paar Abweichler – mutmaßlich aus Frustration darüber, bei der Ämtervergabe übergangen worden zu sein – im ersten Wahlgang dem Kandidaten ihre Zustimmung verweigerten. Wie stark unsere Demokratie und unser Grundgesetz sind, hat dann aber vielmehr die nachfolgende Änderung der Geschäftsordnung des Bundestags gezeigt, die durch die Unterstützung der Grünen und Linken möglich wurde. Danach kam alles wie geplant – nur um Stunden verspätet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt ist ein neuer Mann im Kanzleramt, der zwar über keine Erfahrung in der Führung eines politischen Amtes verfügt, dem man aber doch nachsagen darf, dass er Steherqualitäten hat und auch nach Niederlagen wieder aufsteht. Tatsächlich ist das eine Haltung, die uns weiterhelfen könnte. Die ersten hundert Stunden machten Mut. Beurteilt werden sollte er frühestens nach hundert Tagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann ist da dieser neue Papst, in Chicago geboren, dessen Wahl nun so wirkt, als sei das Konklave vor dem US-amerikanischen Präsidenten eingeknickt. Doch wer nun unter wem regieren wird, wird sich noch herausstellen – auch dazu braucht es eine Stillhaltepflicht. Eines aber ist sicher: der Augustiner Robert Francis Prevost hat schon jetzt Richtungspfeiler gesetzt: Mit dem Namen Leo stellt er sich in die Nachfolge von Leo XIII, dessen Sozialenzyklika die Hinwendung der katholischen Kirche aus der Isolation in die (sozial)politische Verantwortung nach der ersten industriellen Revolution eingeleitet hat. Leo XIV sieht sich in einer ähnlichen Situation: die industrielle Revolution durch künstliche Intelligenz, so sagte er, stelle eine neue Herausforderung für die soziale Frage – und die stehe ganz oben auf seiner Agenda.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber auch er steht einem Staat vor, der von Krisen geschüttelt ist: Der zaghafte Reformkurs seines Vorgängers hat die Zerrissenheit zwischen Konservativen und Liberalen nur verstärkt – der Wunsch zur Umkehr hat das Konklave anfangs beeinflusst und damit andere Kandidaten favorisiert. Doch eine alte Weisheit im Vatikanstaat lautet: „Wer als Papst in das Konklave hineingeht, kommt als Kardinal wieder heraus.“ Robert Francis Prevost ist den umgekehrten Weg gegangen. Dabei dürfte ihm sein bisheriges Amt, das ihm die Personalverantwortung im Vatikan übertrug, geholfen haben, um als Brückenbauer zu wirken. Eine Eigenschaft, die der neue Bundeskanzler allerdings noch erwerben muss – vor allem in der Krise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 May 2025 11:15:19 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"We Are The Good Guys!"</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/we-are-the-good-guys</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          The world was briefly stunned when US President Donald Trump, with one of his first decrees in office, temporarily suspended military support, satellite reconnaissance, and communication infrastructure for Ukraine. Military experts wondered what would happen if this support were to be withdrawn for Europe as part of NATO.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Even more concerning, European entrepreneurs began to ask themselves what they would do if Trump ordered his tech companies to stop offering their digital services in Europe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Such a scenario was—and still is—quite realistic in the context of trade disputes. If an actual trade war were to erupt between the USA and the EU, it is entirely conceivable that Europe could face a digital blackout if the opposing side were tempted to shut down the entire infrastructure provided in Europe by American high-tech companies.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          There is already a growing chorus in Europe advocating for more “digital sovereignty” and calling for an independent digital infrastructure based on cloud computing, artificial intelligence, and internet communication. Some state governments in Germany are even beginning to steer away from MAGA—which in this case does not stand for “Make America Great Again,” but for Microsoft, Amazon, Google, and Apple.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          “Should any government anywhere in the world issue an order forcing Microsoft to suspend or cease operations or support for our data centers in Europe, we will take legal action,” Microsoft President Brad Smith declared last Wednesday during a visit to Brussels—thereby signaling: We are the good guys. In any case, Microsoft deemed such a scenario “unlikely.” Yet, in view of the current “geopolitical volatility,” the unexpected is never far away.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          After all, a number of European regulations targeting digital conglomerates are a thorn in the side of the US President. These include digital taxes in EU countries such as France, as well as EU laws through which Brussels seeks to curb the market power of the tech giants. In the event of further escalation in the trade dispute with Trump, EU representatives fear that the US President might actually instruct US companies to withdraw from Europe. According to industry insiders like the German Digital Association Bitkom, European companies are heavily dependent on cloud services from the USA.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          And conversely, Microsoft generates a quarter of its revenue in Europe—and that share is expected to rise given anticipated investments in cloud computing and artificial intelligence. It is no wonder, therefore, that Brad Smith not only renewed his commitment to ensuring more computing power from hyperscalers in Germany and Europe—as is currently planned for the Rhenish lignite region—but is also negotiating a third location in the lignite area of Grevenbroich, west of North Rhine-Westphalia’s state capital Düsseldorf. The plan to boost Europe’s data center capacity by 40 percent could lead to 200 additional data centers and a multi-billion-dollar investment on the Old Continent.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          “As every citizen and every company, we do not always agree with every measure taken by every government,” Brad Smith diplomatically remarked. “But even if we have lost cases before European courts, Microsoft has long respected and complied with European laws.” For this reason, Brad Smith also reiterated in a globally noted blog post that legal action would be taken against any attempt by the US government to ban Microsoft’s engagement in Europe. The message is clear: We are the good guys!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft points to its cooperation with SAP under the name Delos. SAP emphasizes that while the technology was adopted from Microsoft, the infrastructure entirely belongs to SAP. In France, Microsoft collaborates with Capgemini and Orange. This arrangement is reminiscent of a construct that Microsoft created in cooperation with Deutsche Telekom a decade ago. Back then, the Microsoft Cloud was essentially managed in trust by Deutsche Telekom. However, the product suffered from two problems: firstly, interest in cloud computing had not yet taken off, and secondly, although the solution was secure, it was also expensive.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft is trying to distinguish itself positively from its competitors. For instance, Mark Zuckerberg strikes a very different tone when, in March in the Wall Street Journal, he called on the US government for “aggressive” support to avoid impending EU fines. And Apple, following a 500‑million‑dollar fine imposed by the EU, complained that it was “yet another example of the Commission unfairly targeting the company” and forcing it to give away technology for free.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft’s Brad Smith, on the other hand, extends an olive branch to Europeans. He is seeking a transatlantic balancing act. After all, the message should not be misunderstood: We are, after all, the good guys!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 May 2025 07:15:35 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>"Wir sind die Guten"</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Welt war kurzzeitig in Schockstarre, als US-Präsident Donald Trump mit einem seiner ersten Dekrete im Amt vorübergehend die militärische Unterstützung, die Satelliten-Aufklärung und die Kommunikations-Infrastruktur für die Ukraine aussetzte. Was, so fragten sich Militärexperten, wenn diese Unterstützung im Rahmen der Nato auch für Europa wegfallen würde. Doch noch mehr Sorgen machten sich Unternehmer und Unternehmerinnen in Europa: Was tun, so mussten sie sich Fragen, wenn Trump es seinen Tech-Konzernen untersagen würde, ihre digitalen Dienste weiterhin in Europa anzubieten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein solches Szenario war und ist im Rahmen der Zollauseinandersetzungen durchaus realistisch. Sollte es tatsächlich zu einem Handelskrieg zwischen den USA und der EU kommen, dann wäre es durchaus denkbar, dass Europa dann ein Digitaler Blackout drohen könnte, wenn sich die Gegenseite dazu hinreißen ließe, die gesamte von US-amerikanischen Hightech-Unternehmen bereitgestellte Infrastruktur in Europa abzuschalten. Schon mehren sich die Stimmen in Europa, die mehr „digitale Souveränität“ empfehlen und eine eigenständige digitale Infrastruktur aus Cloud Computing, künstlicher Intelligenz und Internet-Kommunikation fordern. Und schon gibt es auch erste Landesregierungen in Deutschland, die den Weg weg von MAGA suchen – was in diesem Fall nicht bedeutet: Make America Great Again, sondern Microsoft, Amazon, Google und Apple.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Sollte eine Regierung irgendwo auf der Welt eine Anordnung erlassen, mit der sie Microsoft zwingen will, den Betrieb oder die Unterstützung für unsere Rechenzentren in Europa auszusetzen oder einzustellen, werden wir vor Gericht ziehen“, sagte Microsoft-Präsident Brad Smith am vergangenen Mittwoch bei einem Besuch in Brüssel – und signalisierte damit: Wir sind doch die Guten. Ohnedies bezeichnete Microsoft ein solches Szenario als „unwahrscheinlich“. Doch unverhofft kommt oft angesichts der derzeitigen „geopolitischen Volatilität“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn eine Reihe europäischer Regeln für Digitalkonzerne sind dem US-Präsidenten ein Dorn im Auge. Darunter sind etwa die Digitalsteuern in EU-Ländern wie Frankreich, sowie EU-Gesetze, mit denen Brüssel die Marktmacht der Tech-Giganten einschränken will. Für den Fall einer weiteren Eskalation im Handelsstreit mit Trump befürchten EU-Vertreter deshalb durchaus, der US-Präsident könnte US-Konzerne anweisen, sich aus Europa zurückzuziehen. Nach Einschätzung von Branchenvertretern wie dem deutschen Digitalverband Bitkom sind EU-Unternehmen stark auf Cloud-Dienste aus den USA angewiesen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und umgekehrt: Ein Viertel seines Umsatzes generiert Microsoft in Europa – und das angesichts der zu erwartenden Investitionen in Cloud Computing und künstlicher Intelligenz sogar mit steigender Tendenz. Kein Wunder also, dass Brad Smith nicht nur das Commitment erneuert, in Deutschland und in Europa weiterhin für mehr Rechenleistung aus Hyperscalern Sorge zu tragen, wie sie gerade im Rheinischen Braunkohlerevier geplant sind. Auch ein dritter Standort im Braunkohle-Standort Grevenbroich, westlich der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf wird gerade verhandelt. Der Plan, die Rechenzentrumsleistung in Europa um 40 Prozent aufzustocken, könnte in 200 weitere Rechenzentren münden und in eine mehrere Milliarden Dollar Investition auf dem Alten Kontinent.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Wie jeder Bürger und jedes Unternehmen sind auch wir nicht immer mit jeder Maßnahme jeder Regierung einverstanden“, formulierte Brad Smith diplomatisch. „Aber selbst wenn wir Fälle vor Europäischen Gerichtshöfen verloren haben, hat Microsoft seit Langem die europäischen Gesetze respektiert und befolgt.“ Deshalb kündigte Brad Smith auch erneut in einem weltweit beachteten Blogbeitrag an, dass man gegen ein mögliches Ansinnen der US-Regierung, Microsoft das Engagement in Europa zu verbieten, gerichtlich vorgehen würde. Das Signal ist nicht zu überhören. Wir sind doch die Guten!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft verweist auf seine Kooperation mit SAP unter dem Namen Delos. SAP betont, dass die Technologie von Microsoft übernommen wurde, die Infrastruktur aber komplett SAP gehöre. In Frankreich kooperiert Microsoft mit Capgemini und Orange. Das ganze erinnert an ein Konstrukt, das Microsoft vor einem Jahrzehnt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom geschaffen hatte. Damals wurde die Microsoft-Cloud quasi in Treuhand von der Deutschen Telekom verwaltet. Das  Produkt krankte allerdings an zwei Problemen: erstens war das Interesse an Cloud Computing noch nicht entflammt und zweitens war die Lösung zwar sicher, aber auch teuer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft versucht, sich positiv vom Wettbewerb abzuheben. Mark Zuckerberg etwa schlägt ganz andere Töne an, wenn er im März im Wall Street Journal die US-Regierung um „aggressive“ Unterstützung bittet, um drohenden EU-Strafen zu entgehen. Und Apple klagt nach der verhängten Strafe in Höhe von 500 Millionen Dollar durch die EU, über ein „weiteres Beispiel dafür, dass die Kommission das Unternehmen in unfairer Weise ins Visier“ nehme und zwinge, Technologie kostenlos abzugeben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsofts Brad Smith hingegen zeigt den Europäern die offene Hand. Er sucht einen transatlantischen Spagat. Denn die Botschaft soll nicht missverstanden werden: Wir sind doch die Guten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 04 May 2025 16:34:13 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KI oder Ko?</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die mutmaßliche neue Bundesregierung verspricht, was schon ihre drei Vorgängerinnen versprochen haben: Bürokratieabbau. Allerdings sind sowohl die Ampel als auch die vorherigen Merkel-Regierungen daran gescheitert, dieses Versprechen einzulösen. Im Gegenteil: die Zahl der neuen Gesetze ist jeweils gestiegen. Das liegt auch an der Brüsseler beziehungsweise Straßburger Regulierungssucht, wo EU-Kommission und EU-Parlament den Eindruck erwecken, dass die eigene Existenzberechtigung vor allem durch immer neue Bürokratieauflagen untermauert werden soll.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zugegeben, nicht jeder Verwaltungsaufwand ist zugleich auch unnütz. Aber neben Dokumentations- und Informationspflichten sowie dem Ausfüllen von Formularen für Steuer- und Sozialversicherungsbehörden summiert sich doch die Zeit, die Unternehmen für die Befolgung von Gesetzen und Regeln zum Beispiel beim Datenschutz, im Arbeitsrecht, im Umweltschutz oder bei technischen Mindeststandards aufwenden müssen erheblich. Und Aufbewahrungsfristen, Nachweispflichten oder die Tatsache, dass immer noch zu wenig Geschäftsvorfälle mit den Behörden digital und unterbrechungsfrei ablaufen, führen zu Frustration und unnötiger Arbeitsbelastung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Rund 1,5 Milliarden Arbeitsstunden wenden die rund 3,8 Millionen Beschäftigten in mittelständischen Unternehmen pro Jahr für bürokratische Aktivitäten auf, hat jetzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem Mittelstandspanel ermittelt. Dazu befragte sie rund 10.000 Unternehmen in Deutschland nach ihrer Einschätzung. Der Gesamtwert dieses Arbeitsaufwands entspricht nach KfW-Berechnungen einem Wert von 61 Milliarden Euro an entgangenem Umsatz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht eingerechnet sind dabei Sachkosten – wie etwa die Kilometer an Aktenordnern, die sich in den rund drei Millionen mittelständischen Unternehmen ansammeln. Und ebenfalls nicht berücksichtigt wurden schwer quantifizierbare „psychologische Kosten im Umgang mit Bürokratie“, wie es KfW-Mittelstandexperte Michael Schwarz formulierte, die durch langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, schlechte Behördenerreichbarkeit oder die strittige Auslegung von Vorschriften entstehen können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gegenüber der KfW nennen denn auch mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer diese Belastung die größte Herausforderung – größer als Energiekosten, Steuerlast oder Zollstreitigkeiten. Dass sich an diesen Rahmenbedingungen jedoch zügig etwas ändert, ist kaum zu erwarten. Laut Koalitionsvertrag, der sich gegenwärtig in der Prüfung durch die Parteien befindet, ist nicht vor dem Ende dieses Jahres mit Milderung zu rechnen. Wer jetzt schnell den Bürokratiekosten entgehen will, sollte deshalb prüfen, was sich an den Verwaltungspflichten automatisieren lässt. Der möglicherweise schnellste und vielleicht sicherste Weg aus dem Bürokratiedilemma führt über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit KI gegen den Ko? Knapp 60 Prozent der Unternehmen glauben, dass ihnen KI bei der Bewältigung bürokratischer Lasten helfen wird, hat die DZ Bank in einer Mittelstandsbefragung ermittelt. Vor allem die Baubranche, die nach dem KfW-Mittelstandspanel zusammen mit Soloselbständigen am stärksten unter der Bürokratielast ächzt, erwartet in Planungs- und Genehmigungsverfahren Entlastung durch KI. Im Rechnungswesen, bei der Steuerklärung oder in der Dokumentation von Arbeitsschritten soll KI die gesetzlichen Anforderungen umsetzen. In einer ersten Analyse wurden beispielsweise 6000 Gesetzestexte durchgesehen, um das Automatisierungspotential zu ermitteln.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und offensichtlich reagiert der Mittelstand auch unmittelbar auf der Kostenseite auf die mögliche Entlastung durch KI. Gut jedes fünfte von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform befragte Unternehmen hat seinen Personalbestand verkleinert. Laut Frühjahrsumfrage 2025 unter 1200 Unternehmen, hat nur jeder siebte Arbeitgeberin den letzten zwölf Monaten das Personal aufgestockt. Damit überwiegt im zweiten Jahr in Folge der Stellenabbau einen Personalaufbau. Wieder ist es das Baugewerbe, das allen voran Stellen streicht. Natürlich ist der Bürokratiedruck nicht die einzige Ursache für diesen Rückgang. Aber Automatisierung durch KI macht den Stellenabbau ohne Produktivitätsverlust möglich. Das belastet den Arbeitsmarkt. Aber ohne KI wäre manches Unternehmen schon jetzt Ko.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Deshalb gilt für den Mittelstand 2025: Weniger Aktenordner, mehr Möglichkeiten. Weniger Warteschleifen, mehr Fortschritt. Weniger Ko, mehr KI.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 08:28:37 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Digitales und Wirtschaft</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/digitales-und-wirtschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Nun ist es passiert: Carsten Linnemann wirft quasi hin! Seine offizielle Begründung, er wolle die Wiederaufrichtung der CDU vollenden, klingt gut, entspricht aber wohl nicht der ganzen Wahrheit. Tatsache ist nämlich, dass das ihm zugedachte Wirtschaftsministerium so stark beschnitten ist, dass sich daraus nur schwer richtungsweisende Veränderungen durchsetzen lassen könnten. 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn bei praktisch allen Initiativen, die jetzt wichtig und dringend sind, müsste der neue Wirtschaftsminister von Pontius zu Pilatus laufen, um sich Unterstützung aus dem Ministerkollegium zu holen: die Sozialausgaben werden im Arbeitsministerium verwaltet, Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur liegen in der Obhut des Finanzministeriums und Programme gegen den Klimawandel sind wieder im Umweltministerium verortet – alles Ressorts übrigens, die aller Voraussicht nach künftig von Sozialdemokraten geführt werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bliebe es dabei, wäre das Wirtschaftsministerium nur noch ein Schrumpfministerium. Kaum zu glauben, dass eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Bundesregierung derart zur Nebensache herabgewürdigt wird. Carsten Linnemann jedenfalls hatte auf so etwas wie ein Superministerium spekuliert, das mit großen Vollmachten ausgestattet wäre. Und nichts erwartet die Wirtschaft, allen voran der Mittelstand, sehnlicher als eine verlässliche Wirtschaftspolitik, bei der auch geschieht, was angekündigt wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dafür gibt es dem Vernehmen nach künftig ein Digitalministerium. Endlich! möchte man ausrufen. Doch dem droht offensichtlich das gleiche Schicksal wie dem Wirtschaftsressort: statt Richtlinienkompetenz zu erhalten, wird der Amtsinhaber oder die Amtsinhaberin wohl eher jedem anderen Minister hinterherlaufen müssen: bei der Sicherheit dem Innenministerium, bei der Digitalisierung der Wirtschaft einem verkappten Wirtschaftsministerium (siehe oben), beim Ausbau der Schulen und Universitäten dem Bildungsministerium, bei der Infrastruktur dem Verkehrsministerium und bei der elektronischen Gesundheitsakte dem Gesundheitsministerium. Beim ebenso drängenden Bürokratieabbau, der ohne Digitalisierung nicht glücken wird, müsste der oder die Digitalverantwortliche ohnehin jedem nachlaufen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die beiden vielleicht wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung sind in ihrem Zuschnitt schon jetzt wenn nicht zum Scheitern verurteilt, so doch in ihrer Effizienz und Kompetenz stark eingeschränkt. Dabei wäre ein Superministerium für Digitales und Wirtschaft jetzt der geeignetste Hebel, um die Unternehmen in Deutschland wieder in Schwung zu bringen. Aber vielleicht reißt der künftige Bundeskanzler auch beide Ressorts an sich und verortet sie im Kanzleramt. Dann bekäme Führung, wer Führung bestellt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch die Prioritäten scheinen anders gesetzt. Im Vorgriff auf sein angestrebtes Amt reist Friedrich Merz durch Europa, um sich mit amtierenden Regierungschefs über eine gemeinsame Migrationspolitik abzustimmen. Dabei wäre doch das wahre Top-Thema die Erstarkung der größten Wirtschaftsnation in Europa und damit die Erstarkung von Europa selbst – erst recht angesichts der drohenden Handels-Händel mit den USA und mit der Volksrepublik China.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Immerhin sehen die offiziellen Verbandsvertreter für den Mittelstand, in ihrer Lobbyarbeit auf eine positive Grundstimmung bedacht viel Schönes im Koalitionspapier. Sie loben, dass Betriebe in den kommenden Jahren einen höheren Prozentsatz ihrer Investitionskosten steuerlich abschreiben können. Die Folge soll ein "Investitions-Booster" sein, den die deutsche Wirtschaft in der Tat dringend braucht. Und wenn auch die Körperschaftssteuer erst 2028 sinken solle – ein Schritt in die richtige Richtung wäre auch das. Auch die Stromsteuer soll auf den in der EU erlaubten Mindestwert reduziert werden. Gleiches gilt für die Netzentgelte. Und für energieintensive Produktionen soll ein niedrigerer Industriestrompreis gelten. Aber reicht das?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es sind schwierige Zeiten, wie es sie lange nicht gab. Die Amtsübernahme im Bundeskanzleramt steht im Schatten von wirkmächtigen inneren und äußeren Bedrohungen. Es braucht wirkmächtige Maßnahmen, um ihnen erfolgreich zu begegnen. Ein Superministerium für Digitales und Wirtschaft wäre ein Schritt, der sofort greifen könnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 20 Apr 2025 16:35:37 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Streit-Kultur</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/streit-kultur</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Da ist es wieder zurück – das böse Wort vom Dauerstreit, das die drei Jahre Ampel-Koalition begleitet hat wie ein Kaugummi unter der Schuhsohle. In einem Interview mit dem Handelsblatt erzählt Friedrich Merz, wie die Koalitionsverhandlungen, die ihm die Kanzlerschaft einbringen sollen, Anfang vergangener Woche auf der Kippe standen. Eine „kritische Phase“ habe sich ergeben, als die SPD-Vertreter auf Steuererhöhungen gedrängt haben. „Einen Koalitionsvertrag mit Steuerhöhungen, den könnt ihr haben. Aber meine Unterschrift wird er dann nicht bekommen.“ Die Selbstauskunft über das Basta-Wort hat Merz wohl auch deshalb selbst gegeben, weil er beweisen will und muss, dass er Kanzler kann.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und zum Wochenende setzte Merz noch einen nach: Im Gespräch mit der Bild am Sonntag widersprach er der Einschätzung des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil, die Senkung der Einkommenssteuer für kleine und mittlere Einkommen sei ebenso beschlossene Sache wie die Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro. Das alles stünde unter Finanzierungsvorbehalt, ließ er wissen. Es habe darüber „Meinungsverschiedenheiten“ gegeben. „Deswegen haben wir es offengelassen“, erklärte der CDU-Chef. Das ist Streit, aber ist es auch Kultur?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Merz wagt diese Klarstellung kurz vor dem Tag, an dem die Mitgliederbefragung in der SPD zur Zustimmung oder Ablehnung des Koalitionsvertrags startet. Dieser Finanzierungsvorbehalt ist in der Tat die steilste und brisanteste Textstelle im gesamten Vertragswerk. Denn sie gibt Gelegenheit, vermeintlich Vereinbartes später wieder auszuhebeln und sich folglich dauerhaft zu zerstreiten. Nicht auszudenken, wenn die sozialdemokratische Basis jetzt zurückschreckt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ist es inzwischen das Wesen einer aus drei Parteien zusammengesetzten Koalition, im Dauerstreit zu verharren? Oder ist es inzwischen doch eher so, dass wir uns in unseren Meinungs-Burgen verschanzen und uns jeden Kompromiss in Dauerstreitigkeiten abringen lassen. Doch Demokratie lebt eben nicht von der Durchsetzung der vermeintlich besten Lösung, sondern von der Findung eines tragfähigen Kompromisses. Haben wir das verlernt? Wann haben wir die Streit-Kultur verloren?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Überall auf der Welt regt sich die Sehnsucht nach einem Erlöser, der durchregiert, einfache Antworten auf eine komplexe Gemengelage verspricht und dabei so tut, als wolle er (oder sie) das Beste für die Anhängerschaft – doch bei genauem Hinsehen entpuppen sich diese Populisten als gewiefte Kleptokraten, die Börsen beeinflussen, Deals eintüten und vor allem in die eigene Tasche zu wirtschaften scheinen. Davon sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Aber der wachsende Verdruss über dauerstreitende Politiker schürt die Sehnsucht nach einer einfachen und populären Lösung – egal auf wessen Kosten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schon teilen sich die Deutschen laut einer aktuellen Abstimmung im Umfrage-Portal Civey ziemlich genau in zwei gleich große Lager derer, die die Union auffordern, die Brandmauer gegenüber einer Zusammenarbeit mit der AfD niederzureißen, und denjenigen, die genau das für den nächsten Sündenfall von Friedrich Merz halten. Die Befürworter, die „Die Mauer muss weg!“ rufen, argumentieren, nur so könne sich die Union aus dem Würgegriff der Sozialdemokraten befreien. Der Ausweg wäre dann eine geduldete Minderheitsregierung, die mit Rot, Grün und Blau wechselnde Mehrheiten suchen muss. Dazu bräuchten wir freilich eine Streit-Kultur, die uns in den letzten Jahrzehnten irgendwie abhandengekommen ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und in all diesen Dauerstreitereien meldet sich die Wirtschaft – allen voran der Mittelstand – zu Wort und beklagt, dass in Berlin die Einsicht immer noch nicht angekommen ist, einen dringenden Politikwechsel auch wirklich in Angriff zu nehmen. Der Mittelstand fühlt sich immer noch nicht gehört und schon gar nicht berücksichtigt. Für die „hart arbeitende Mitte“ findet sich wenig im Koalitionsvertrag, beklagen sie. Auch hier droht ein Streit, für den es „Fünf vor Zwölf“ eigentlich gar keine Zeit mehr gibt. Doch wir werden um die Wiedererlangung einer gesunden Streit-Kultur nicht herumkommen, sonst verharren wir weiter in unseren Meinungs-Burgen und verurteilen uns selbst zu dauerhaftem Stillstand.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Apr 2025 08:54:11 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Koalition der KI-Willigen</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Es hätte auch die Hannover Messe der Klagen werden können angesichts der Gemengelage aus maroder Infrastruktur, Verunsicherung in der Wirtschaft, politischem Stillstand und einem erratischen US-Präsidenten, der die Welt mit Strafzöllen überzieht und einen globalen Handelskrieg vom Zaune bricht, während sein russisches Pendant im mittlerweile vierten Kriegsjahr die Ukraine zusammenbombt. Aber es wurde eine Industriemesse der Appelle an den gesunden Menschenverstand, an Mut und Zuversicht sowie an Initiative und Leistungsbereitschaft.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz appellierte an die Vernunft, einen freien und fairen Welthandel zu erhalten, Christina Bilyk als Vertreterin des diesjährigen Partnerlandes Kanada appellierte an die Koalition der Willigen, nun enge Partnerschaften zwischen dem nördlichen US-Nachbarn und der Europäischen Union zu knüpfen, und VDMA-Präsident Bertram Kawlath fand die richtigen Worte, als er zu einer konzertierten Aktion aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung aufrief, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich wieder zu steigern:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          „Deutschland ist aktuell mangels Orientierung wie gelähmt und diesen Zustand müssen wir ganz schnell beenden. Dazu bedarf es einer übergreifenden, konzertierten Aktion aller: Die Politik muss handeln, es braucht spürbare Reformen. Die Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten und mutig den technologischen Wandel in den eigenen Häusern angehen. Und die Bevölkerung muss ihren Teil beitragen und wieder mehr Leistungsbereitschaft zeigen.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei gäbe es genug Anlass zum Lamentieren: Nach den Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ist die Industrieproduktion in Deutschland im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent gesunken. Doch die Hannover Messe hat auch aufgezeigt, wie die deutsche Industrie aus diesem Tal der Tränen herausfinden kann: mit Hilfe von künstlicher Intelligenz für die Automation, das Management ganzer Lieferketten und nicht zuletzt für flexiblere und nachhaltigere Prozesse. Der VDMA selbst zeigte, wo es langgehen wird: Als Konsortialführer im Wissenstransferprojekt SCALE-MX sorgt der Verband dafür, dass der Erkenntnisgewinn aus der Initiative Manufacturing X (MX) möglichst breit gestreut wird. Die von der EU finanzierte Initiative Manufacturing X soll nicht nur KI-Prozesse in den Branchen Lebensmittel, Chemie, Pharma, Elektro, Auto- und Maschinenbau in konkreten Leuchtturmprojekten vorantreiben, sondern auch als Basis ein gemeinsames, offenes Datenökosystem schaffen, das mehr Souveränität in der Cloud ermöglichen soll. Aus Industrie 4.0 wird somit Plattform Industrie 4.0  – eine Koalition der KI-Willigen.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ist, als hätten die Initiatoren 2024 schon vorausgeahnt, was unter einer Trump-Regierung aus Washington drohen könnte. Das Ziel, mehr Resilienz in den Lieferketten zu erreichen, wenn internationale Lieferbeziehungen fragil werden und alte Märkte wegbrechen können, stärkt sicherlich den Wirtschaftsstandort Deutschland in unsicheren Zeiten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dass es um Daten und Arbeitsprozesse als zentraler Angriffspunkt für KI-Unterstützung geht, bewies auch Microsoft, das zu seinen Copiloten im Büro nun auch Assistenten für die Fertigungsebene vorstellte. Der „Factory Operations Agent“ soll Abläufe in der Fabrikhalle optimieren, indem die Statusdaten der Maschine in natürlicher Sprache abgefragt und analysiert werden können. So können Fehlerquellen identifiziert und schnell Entscheidungen über zu ändernde Fertigungsprozesse getroffen werden. Die KI-Agenten und Copiloten sind ein frappierendes Beispiel dafür, wie sich eine Company immer wieder neu erfinden kann. Im Jahr seines  50. Geburtstags *) definiert sich Microsoft längst nicht mehr als „Windows Company“, sondern als Marktführer für Artificial Intelligence.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          KI und die fortschreitende Automation von Produktion und Prozessen waren die Hauptthemen auf der Hannover Messe. Kaum ein Messestand der knapp 4000 Aussteller kam noch ohne Demopunkte für Künstliche Intelligenz aus. Beeindruckend war zum Beispiel, wie KI-Unterstützung Roboter beweglicher und „achtsamer“ macht. So waren Systeme zu sehen, die spontan ausweichen, wenn sich ein Mensch in den Arbeitsbereich bewegt. Andere KI-Systeme können über Maschinelles Lernen eigenständig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und die Abläufe auf dem Shop Floor entsprechend anpassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn man eine gute Seite an der Investitionszurückhaltung in der deutschen Wirtschaft innerhalb der letzten Jahrzehnte finden wollte, es wäre die Chance, die vertane Zeit jetzt aufzuholen, indem in KI-Lösungen für die Industrieproduktion investiert wird. Denn während nach einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom schon heute zwei von fünf Industrieunternehmen mit mehr als 100 Beschäftigen nach eigenen Angaben KI auf der Fertigungsebene einsetzen, planen 35 Prozent, mit KI-Projekten in diesem Jahr zu beginnen. Und die Koalition der KI-Willigen wächst weiter: 82 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Künstliche Intelligenz entscheidend ist für die Stärkung der deutschen Industrieproduktion. Aber gleichzeitig ist die Sorge groß, dass Deutschland auch diesen Zukunftstrend verschlafen könnte. Die Industriemesse in Hannover war deshalb auch ein Appell an die „schlafende Minderheit“, jetzt zur Koalition der KI-Willigen aufzuschließen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          *) …und zum Abschluss hier erneut mein Glückwunsch an Microsoft zur Gründung am 4. April 1975:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          50 Jahre Microsoft! Als Zeitzeuge und Wegbegleiter gratuliere ich mit Bewunderung und Respekt für Visionen, Partnerschaft und Innovation. Danke an @satyanadella und Team – weiter so! 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Apr 2025 07:48:56 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wo bleiben die Ich-Botschaften</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/wo-bleiben-die-ich-botschaften</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          „Es sei aber Eure Rede: Ja, ja; nein, nein“, heißt es in der Bergpredigt laut Matthäus-Evangelium. Aber wann haben wir schon mal einen Politiker oder eine Politikerin auf eine konkrete Frage kurz und knapp antworten hören? Und noch nicht einmal Fußballer schaffen es, nach einem Spiel auf die gestellten Fragen einzugehen, stattdessen sondern sie irgendwie vorbereitete Statements ab. Selbst erfolgreiche Olympioniken sind kaum noch in der Lage, ihre Gefühle in Worte zu fassen und flüchten sich in mechanistische Sprechblasen wie „Ich habe das noch gar nicht so richtig realisiert.“ Aber das ist immerhin schon eine Ich-Botschaft, wenngleich auch eine in Abwehrhaltung.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Von der Politiker-Riege erwarten wir schon gar nicht mehr, dass sie in den Parlamenten oder Palaver-Shows klare Ich-Botschaften verkünden. Denn wer einen Satz mit „Ich werde mich dafür einsetzen, dass…“ beginnt, begibt sich auf gefährliches Terrain. Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich groß, dass dieses Versprechen schon wenige Tage später kassiert werden muss. Zuletzt geschehen mit der Aussage: „Mit mir / mit meiner Partei wird es eine Lockerung der Schuldenbremse nicht geben.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Welt ist volatil und Wahrheiten verschwimmen mit frei erfundenen Narrativen. Und dort, wo diese Narrative aufeinanderprallen, in den allabendlichen Talkshows bei Maischberger, Illner, Miosga oder Lanz und andere, verhindern die Diskutanten durch permanentes Dazwischenreden, dass das jeweils anders klingende Narrativ zu Ende erzählt werden kann. Schlimmer noch: die Talkmaster und -mistresses lassen leider selbst ihre Gäste nicht mehr ausreden, weil sie ihr eigenes Narrativ platzieren wollen – und dabei changieren sie zwischen Besserwisserei und Schulmeisterei. Nach einem solchen Talk-Abend hat zwar jeder mit jedem gesprochen, aber keiner mit jemandem geredet. Oder anders ausgedrückt: Wir hören, aber wir hören nicht mehr zu.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sollte es tatsächlich so sein, dass in Sondierungsgesprächen, Koalitionsverhandlungen und danach am Kabinettstisch parteiübergreifend anders miteinander gesprochen wird? Sollten diese Diskussionen also tatsächlich „konstruktiv“ und „sachorientiert“, ja sogar „vertrauensvoll“ verlaufen? Wenn das so wäre, warum spielt man uns dann in der Öffentlichkeit diese jämmerlichen Schmierenkomödien vor. Sie sind doch der eigentliche Grund dafür, dass sich die Menschen von der Politikszene abwenden. Der Wähler verzeiht möglicherweise Fehlentscheidungen, aber er duldet dieses Fehlverhalten nicht länger.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stattdessen warten wir auf klare Ich-Botschaften, die uns aufzeigen, wofür Politiker heute noch stehen – und der Verdacht drängt sich auf, dass sie eigentlich für gar nichts mehr stehen als für den eigenen Machterhalt. Geradezu melancholisch denkt man an den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt, der für die Durchsetzung des NATO-Doppelbeschluss seine eigene Karriere geopfert hat. Dabei hat er in der Rückschau im Schulterschluss mit den USA mit diesem Zeichen der Stärke die Voraussetzung für den Zusammenbruch der Sowjetunion und die Basis für die deutsche Wiedervereinigung gegossen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In Deutschland, in Europa wird sich auch nach den Milliarden-Spritzen, die sich die EU-Staaten jetzt setzen können, nichts ändern, wenn wir nicht wieder zu klaren Botschaften zurückfinden. Dazu braucht es Mut – auch den Mut zum Irrtum. Wie sagte Franz-Josef Strauß? „Ich liege lieber grob richtig als exakt falsch.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir brauchen wieder klare Ich-Botschaften, die uns dabei helfen, unsere Ziele ins Auge zu fassen. Die Gefahr ist aber groß, dass ohne diese klaren Ziele das viele Geld, das jetzt freigeschlagen wurde, erneut für Klientelpolitik, staatliche Umverteilung und – vielleicht am allerschlimmsten – für noch mehr Bürokratiemonster ausgegeben wird. Was bisher aus den Koalitionsverhandlungen heraussickert, lässt jedenfalls nichts Gutes erwarten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das jedenfalls ist meine Wahrnehmung nach endlosen Abenden mit Talkshows und Tagesthemen, die ich auch in dem Buch, das ich mir zu meinem anstehenden 80. Geburtstag schenke, weiter ausführen werde. Wer eine andere Wahrnehmung unserer heutigen Diskussions-Unkultur hat, kann sie mir gerne als Kommentar oder per Mail unter hpbonn@hpbonn.consulting zukommen lassen. Das Buch „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ wird im Spät-Sommer erscheinen. Wer neugierig geworden ist, kann schon jetzt eine Subskription zeichnen.
          &#xD;
    &lt;a href="/subskription-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 31 Mar 2025 09:01:16 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Über unsere Verfassung</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ueber-unsere-verfassung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittel-Mehrheit verabschiedete Grundgesetzänderung unterzeichnet. Sie wird nun noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, dann haben Infrastruktur und Klimaschutz einen Quasi-Verfassungsrang und für diese, sowie Militärausgaben stehen nahezu unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Schon scharren die Kommunen mit den Hufen, weil sie hoffen, dass die rund 100 Milliarden Euro, die an die Bundesländer fließen sollen, möglichst bald bei ihnen ankommen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dass der alte Bundestag sich erst auf seine verfassungsgebende Kraft besinnen konnte, nachdem er abgewählt wurde – geschenkt. Dass hinter dem Giga-Wumms ein massiver Wortbruch von Union und Friedrich Merz steht – geschenkt. Dass mittelständische Unternehmen in Deutschland sich einen solchen Schritt schon im Herbst, wenn nicht noch früher, gewünscht hätten, um sich selbst vor der drohenden Insolvenz zu bewahren – geschenkt!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir haben nun also rund eine Billion – eine eins mit zwölf Nullen – Euro zur Verfügung, um unsere Wehrfähigkeit, unsere Infrastruktur und unseren Klimaschutz zu verbessern. Dazu haben wir das Grundgesetz in einem hinteren Paragrafen geändert. Wenn die Milliarden aber zu einem Kurswechsel in Deutschland führen sollen, dann müssen wir auch unsere Verfassung ändern – genauer: unsere innere Verfassung!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn wir unsere innere Verfassung nicht grundlegend ändern, kommen unsere Militärausgaben, unsere Infrastrukturverbesserungen, unsere Klimaschutzmaßnahmen erst zum Tragen, wenn der amtierende US-Präsident seine zweite Amtszeit bereits beendet haben wird. Deshalb müssen wir unsere Bräsigkeit überwinden, die uns seit den Merkel-Jahren – unter Beteiligung praktisch aller politischen Parteien – lähmt. Wir müssen unsere Bürokratie abbauen und unsere Organisationen von unnötigen Nachweispflichten befreien. Wir müssen unsere Bedenkenträgerei gegenüber Neuem hinter uns lassen. Wir müssen uns die Besserwisserei im Nachhinein austreiben. Und nicht zuletzt müssen wir unsere Bequemlichkeit überwinden, die uns dazu verleitet, lieber auf die Umverteilung durch den Staat zu warten als auf die eigenen Kräfte  zu setzen. Und schließlich müssen wir wieder eine Sehnsucht, ja ein Verlangen   empfinden, erfolgreich zu sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es hilft uns nichts, wenn wir jetzt in Schulklos investieren, wenn wir gleichzeitig vergessen, unsere Lehrerausbildung zu optimieren. Es hilft auch nichts, wenn wir in neue Maschinen investieren, aber an den alten Geschäftsmodellen festhalten. Wir brauchen keine amerikanischen Waffen, wenn es uns gelingen würde, eine einheitliche europäische Rüstungsindustrie in Gang zu bringen. Wir brauchen auch keine US-Cloud, wenn wir uns darauf besinnen, warum wir Gaia-X als europäisches Hightech-Projekt gestartet haben. Und wir brauchen auch keine Windkrafträder, wenn es uns nicht gelingt, die Energiewende vollständig zu Ende zu denken und dann konsequent zu vollziehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und ganz sicher gilt auch: der Mittelstand wird nicht investieren, wenn er nicht das Gefühl der Rechtssicherheit zurückgewinnt. Er wird nicht investieren, wenn die mit Mühe und Sorgfalt ins Land geholten Fachkräfte durch populistische Propaganda wieder vergrault werden oder deswegen erst gar nicht kommen wollen.. Und er wird nicht investieren, wenn ihm keine Perspektive für die Wiedergewinnung einer internationalen  Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts geboten wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ist unsere innere Verfassung an der wir arbeiten müssen. Dazu braucht es keine Zweidrittel-Mehrheiten im Bundestag, es braucht viel mehr: nämlich die Bereitschaft, sich um 180 Grad zu drehen. Nur wenn sich jeder für sich neu erfindet, werden wir die innere Verfassung so verändern, dass sich die Änderung des Grundgesetzes gelohnt haben wird. Ansonsten schaffen wir mit dem vielen Geld, das jetzt zur Verfügung steht, nur hohe Preise, vergangenheitsorientierte Beschaffungsprozesse und eine Investition in eine analoge Vergangenheit, die wir dringend hinter uns lassen müssen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich habe mir zu meinem anstehenden 80. Geburtstag ein Buch geschenkt, in dem ich mich genau diesen Themen widmen will. „Analog war gestern – die jetzt notwendige Verfassungsänderung!“ wird im Spät-Sommer erscheinen. Wer neugierig geworden ist, kann schon jetzt eine Subskription zeichnen.
          &#xD;
    &lt;a href="/subskription-heinz-paul-bonn--analog-war-gestern"&gt;&#xD;
      
           Den Link dazu gibt es hier.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Mar 2025 09:56:34 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>The Tesla-Moment</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/the-tesla-moment</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         “I bought this before Elon went crazy.” Stickers with this or similar slogans—some even more drastic, like ”…before we realized Elon is crazy”—are increasingly appearing on electric cars from what was once the darling of the stock market. But this challenger to the German automotive industry has now been punished with a 40% drop in value.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Some Tesla owners are rebranding their cars, slapping on Mercedes stars or Toyota badges. Others are offloading their Teslas at bargain prices because there are no buyers for used ones. And why would there be? In Germany alone, new Tesla registrations dropped by 75% in February. A German used-car platform has already complained about having over a thousand Teslas listed—cars that simply aren’t selling. In the U.S., where EVs have never been a status symbol for Republicans, Tesla sales have plummeted just as sharply.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Even for Democrats, Tesla is no longer a brand people want to be seen with. Former astronaut Mark Kelly, now a Democratic U.S. senator, posted a viral video (see picture) —ironically on Musk’s own platform, X—returning his Tesla because, in his words, he doesn’t want to drive a car “designed by an asshole.” Kelly’s stunt was a direct response to Musk calling him a “traitor” after his visit to Kyiv.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Swapping a Tesla for another EV is easy. The real challenge lies in sourcing critical American-made components. Already, hundreds of U.S. companies have formally raised concerns with the U.S. Department of Commerce, warning that a looming trade war could force them to scale back production or drive up costs due to essential components that are either exorbitantly expensive, difficult to source, or unavailable outside Europe. Even Tesla itself is among those petitioning for relief.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          But is this “Tesla moment” actually a precursor to a broader “Don’t buy American” movement in Europe? The signs are mounting.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          While the U.S. is already restricting digital services like intelligence-sharing for Ukraine—and even Elon Musk’s Starlink network is being reconsidered as a communication tool for the Ukrainian military—Europeans are starting to ask themselves which American services they might do without.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Germany’s RedaktionsNetzwerk Deutschland has already compiled a list of alternatives to U.S. tech: Mozilla Firefox instead of Google Chrome, Freenet, GMX, or web.de for email instead of Gmail, Switzerland’s Threema instead of WhatsApp, DuckDuckGo as a search engine rather than Google, and Aleph Alpha instead of ChatGPT. And, of course, life without Instagram and Facebook is possible too.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Another potential wedge issue is the core principle of the European Cloud Act, which mandates that personal or otherwise sensitive data must not be stored on servers outside the EU. Interpreted strictly, this law could effectively push unwanted American providers out of the European market, given that none of them have been able to unequivocally prove that European corporate data doesn’t ultimately end up in the NSA’s global server network. And we all remember Angela Merkel’s outraged declaration: “Spying among friends—this is unacceptable.” By now, we know: It happens anyway. What we don’t know is whether we’re still friends.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Yet, the situation isn’t that simple. And even if it were, it wouldn’t be smart to act rashly. Replacing, say, Oracle databases with a European equivalent could take years and cost millions. Even SAP couldn’t function without Microsoft products. It’s safe to estimate that 90% of German midsize businesses rely on Microsoft Office to operate.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Many American companies, though, don’t even register as American in the minds of consumers. Procter &amp;amp; Gamble and Mondelez hide behind beloved German household brands. And IT giants like Microsoft engage with Germany’s small and midsize businesses primarily through a network of 30,000 local partners. These companies now face a crucial challenge: maintaining a German narrative.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          The worst move would be to centralize communications and present themselves as purely U.S.-based corporations.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Because the truth is, no one seriously wants to abandon U.S. products entirely. Yet, a sentiment is growing—one that echoes the “Ami go home” rhetoric of Germany’s student protests in the late ’60s. There’s nothing wrong with Europe asserting its strengths and prioritizing its own defense systems rather than deepening reliance on American suppliers—or worse, subjecting itself to the whims of a future Trump administration. But even these European defense systems contain plenty of U.S. patents. We neither can nor want to fully disentangle ourselves.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          When we eventually emerge from this Trump-Musk virus pandemic, “we will have a lot to forgive each other.” It’s crucial to interpret the Tesla moment correctly. Even Musk is now learning what it feels like to be on the receiving end of slash-and-burn politics. But in the end, we will find our way back to each other. That, too, would be a Tesla moment.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          P.S.: This blog post was created with American support. It was written using Microsoft Office on Microsoft Windows, backed up to Microsoft Cloud, and emailed via Google’s Gmail. But the website where it’s published? That runs on a server owned by 1&amp;amp;1’s subsidiary, Ionos.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:54:53 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Der Tesla-Moment</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          „I bought this before Elon went crazy“ – „Ich habe diesen [Tesla] gekauft, bevor Elon [Musk] verrückt wurde“. Der Aufkleber mit diesem oder ähnlichen Sprüchen – drastischer ist wohl „…bevor wir erkannten, dass Elon verrückt ist“ – schmücken mehr und mehr E-Autos des lange als Darling der Börse gehandelten Unternehmens. Doch dieser Herausforderer der deutschen Automobilindustrie wurde inzwischen mit einem 40prozentigen Wertverlust abgestraft.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Andere Fahrzeughalter labeln ihren Wagen um, kleben Mercedes-Sterne auf oder ein Toyota-Signet. Und wieder andere verscherbeln ihren Tesla zu Spottpreisen, weil sie für ihre Gebrauchten keinen Abnehmer finden. Wie auch? Allein in Deutschland ist die Zahl der Neuzulassungen im Februar um 75 Prozent zurückgegangen. Ein deutsches Gebrauchtwagen-Portal klagt bereits darüber, inzwischen mehr als tausend Teslas im Angebot zu haben – allesamt Ladenhüter. In den USA, wo E-Autos nie ein Status-Symbol für Republikaner waren, ist der Absatz ähnlich stark eingebrochen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und auch für Demokraten ist Tesla kein Gegenstand mehr, mit dem man sich auf der Straße sehen lassen möchte: Der ehemalige US-Astronaut Mark Kelly, der jetzt für die Demokraten im US-Senat sitzt, gibt in einem viral gegangenen Video-Post ausgerechnet auf dem von Musk kontrollierten Netzwerk X (Bild) seinen Tesla zurück, weil er – Vorsicht: O-Ton – kein Auto fahren möchte, das von einem „Asshole“ entworfen worden ist. Kellys Aktion ist die Retourkutsche dafür, dass Elon Musk ihn nach dessen Kiew-Besuch als „Verräter“ tituliert hat.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nun ist es leicht, einen Tesla zugunsten eines anderen E-Autos auszutauschen. Schwieriger wird es bei kritischen Zukaufteilen. Schon jetzt haben mehrere Hundert US-Unternehmen beim US-Handelsministerium schriftlich ihre Sorgen eingereicht, dass ein drohender Handelskrieg dazu führen könne, wegen Zukaufteilen, die nur sehr teuer oder sehr begrenzt oder gar nicht außerhalb von Europa einzukaufen seien, die Produktion einzuschränken oder zu verteuern. Selbst Tesla gehört zu den Bittstellern, die dies befürchten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber ist dieser „Tesla-Moment“ nicht tatsächlich ein Vorbote für eine „Kauf-keine-amerikanischen-Produkte“-Bewegung in Europa. Dazu mehren sich die Anzeichen. Während die USA bereits digitale Dienste wie die Aufklärung für die Ukraine einschränken oder auch das von Elon Musk kontrollierte StarLink als Kommunikationsnetzwerk für die Ukrainische Armee zur Disposition gestellt wird, denken Europäer darüber nach, auf welche amerikanischen Dienste sie verzichten wollen oder können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Redaktions-Netzwerk Deutschland etwa hat bereits eine Liste anti-amerikanischer Angebote zusammengestellt: Mozilla Firefox statt Google Chrome bei Webbrowsern; Freenet, GMX oder web.de bei Mail-Diensten; Threema aus der Schweiz statt WhatsApp; DuckDuckGo als Suchmaschine statt Google; und nicht zuletzt AlephAlpha statt ChatGPT. Und auch ein Leben ohne Instagram und Facebook ist möglich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein weiteres Mittel zur Entzweiung wären die Grundprinzipien des Europäischen Cloud Act, wonach personenbezogene oder anderweitig kritische Daten nicht auf Servern außerhalb der Europäischen Union gespeichert werden dürfen. Man könnte dieses Gesetz auch so auslegen, dass praktisch alle unliebsamen amerikanischen Anbieter vom europäischen Markt verwiesen werden, weil sie nie zweifelsfrei darlegen konnten, dass die Daten europäischer Unternehmen nicht doch im internationalen Server-Netzwerk irgendwann bei der NSA landen. Und wir alle erinnern uns noch an den empörten Ausspruch der damaligen Kanzlerin Angela Merkel: „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.“ Inzwischen wissen wir: Doch das geht. Was wir nicht wissen, ist: Sind wir noch Freunde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch so einfach ist das nicht – und wäre es einfach, wäre es auch nicht klug: Ein IT-Projekt, in dem beispielsweise Oracle-Datenbanken durch ein europäisches Pendant abgelöst würden, könnte mehrere Personenjahre und Multimillionen an Kosten verursachen. Nicht einmal SAP wäre in der Lage, auf Microsoft-Produkte zu verzichten. Man kann getrost schätzen, dass 90 Prozent des deutschen Mittelstands seine Geschäftsfähigkeit durch Microsoft Office sicherstellt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei werden auch viele amerikanische Unternehmen gar nicht als Ur-amerikanisch wahrgenommen. Unternehmen wie Procter &amp;amp; Gamble oder Mondelez verstecken sich hinter ihren – von uns Deutschen liebgewonnenen – Markenprodukten. Und IT-Anbieter wie Microsoft treten im deutschen Mittelstand vor allem über ihre 30.000 mittelständischen Partner auf. Was diese Unternehmen jetzt tun müssen, ist weiterhin ein deutsches Narrativ aufzubauen. Es wäre falsch, jetzt die Kommunikation zu zentralisieren und als US-amerikanisches Unternehmen aufzutreten.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn niemand will ernsthaft auf US-Produkte verzichten. Und doch zeigt sich allmählich eine Haltung, die wie die „Ami-Go-Home“ Stimmung in der Studentenbewegung der späten sechziger Jahre klingt. Es ist nicht falsch, wenn Europa sich auf seine Stärken besinnt und lieber eigene Waffensysteme kauft als die Abhängigkeit von amerikanischen Lieferanten oder Gouvernanten in der Trump-Administration noch zu vertiefen. Doch auch in diesen eigenen Waffensystemen stecken genügend US-Patente. Wir können und wollen diese Verflechtung doch gar nicht auflösen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn die Pandemie, die durch das TrumpMusk-Virus ausgelöst wird, überwunden sein wird, „werden wir uns viel zu verzeihen haben“. Es ist jetzt wichtig, den Tesla-Moment richtig zu interpretieren. Auch ein Musk darf einmal erfahren, was es bedeutet, Opfer einer Kettensägen-Politik zu werden. Aber am Ende werden wir doch wieder zueinander finden. Auch das wäre dann ein Tesla-Moment.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          PS: Dieser Blog entstand mit amerikanischer Unterstützung. Er wurde mit Microsoft Office unter Microsoft Windows geschrieben, eine Sicherungskopie liegt in der Microsoft Cloud, die Mail wurde mit Googles Gmail verbreitet – aber die Website, auf der er veröffentlich wird, ruht auf einem Server der 1&amp;amp;1-Tochter Ionos.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:12:24 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Europa, das Pubertier</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eltern, die Kinder im heranwachsenden Alter haben oder hatten, kennen das: Auch die einfachsten Aufgaben sind plötzlich eine Nummer zu groß. Zimmer aufräumen zum Beispiel – oder Selbstverteidigung. Dann muss man nur mal so richtig laut werden, ein Handy-Verbot aussprechen oder den Zugang zu Netflix sperren – und schon klappt es mit dem Aufräumen – oder mit den Militärausgaben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jedenfalls erscheint die Europäische Union in den letzten Wochen wie eine Gruppe von 27 pubertierenden Halbwüchsigen, denen erst einmal aus dem Weißen Haus heraus gehörig die Leviten gelesen werden mussten, ehe sie spurten. Jetzt sollen die Milliarden nur so sprudeln, um die Verteidigung des freiesten aller Kontinente in die eigene Hand zu nehmen. Alle 14 Tage Wäsche waschen bei Mutti war gestern. Ab heute wird selbstverantwortlich gelebt. Und zwar auf eigene Schulden – selbst, wenn es die Schulden unserer Kinder sein werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Generation derjenigen, die vor vier Jahrzehnten im Bonner Hofgarten gegen die Stationierung von Pershing-Mittenstreckenraketen und den NATO-Doppelbeschluss demonstriert haben, ist jetzt die Altersklasse der krassesten Befürworter einer Wiederaufrüstung. Dass sie auch für die Wiedereinführung der Wehrpflicht stimmen würde, kann nicht verwundern – sie würde ja auch nicht gezogen. Stattdessen: Scheckbuchmentalität. Während die geplanten Ausgaben für mehr Kriegstüchtigkeit und die damit verbundene Lösung der Schuldenbremse von annähernd drei Vierteln der Bevölkerung gutgeheißen werden, sind nur 17 Prozent der Deutschen, also nur jeder sechste, bereit, das eigene Land mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber wer soll´s dann richten, wenn es zum Schwur kommen sollte? Schon mehren sich die Stimmen, dass Europa vor allem seine KI schicken sollte, statt seine Kinder. Nach einem gemeinsamen Papier von Militärexperten unter der Führung von Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts der deutschen Wirtschaft, sollten Deutschland und Europa in „asymmetrische Überlegenheit“ investieren. Will sagen: Satellitengestützte Aufklärung, KI-basierte Strategieplanung, Abwehr gegen Cyber-War und vor allem autonome Systeme – zum Beispiel selbststeuernde Drohnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In dem Papier, das neben Schularick auch der ehemalige Airbus-Chef Tom Enders und der jetzige Airbus-Aufsichtsratsvorsitzende René Obermann sowie die Unternehmerin und Investorin Jeannette zu Fürstenberg unterzeichnet haben, werden Maßnahmen angeregt, die schon innerhalb von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wirksam werden könnten. Gleichzeitig warnen die Autoren davor, Kampfjets vom alten Typ – etwa die US-amerikanische F-35A – einzukaufen. Das werde wegen der regelmäßig notwendigen Software-Updates nur zu einer Abhängigkeit führen, wie wir sie im Internet, im Cloud Computing und eben auch bei der Künstlichen Intelligenz heute schon bewusst und fahrlässig in Kauf genommen haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es wäre falsch, in die Verteidigung von gestern zu investieren. „Wir brauchen wohl eher eine Millionen Drohnen als 2000 Panzer“, sagte Schularick. Die Kriegsführung in der Ukraine habe gezeigt, dass ein 25 Millionen Euro teurer Panzer durch eine Drohne im Wert von 5000 Euro zerstört werden könne. Und niemand müsste dazu eine Waffe in die Hand nehmen. Es reicht eine Tastatur. Vielleicht ist es Zeit, jedermann eine Vollversion von World of Warcraft zur Verfügung zu stellen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei ist ein Investment in autonome Systeme aus vielerlei Gründen vielversprechend. Das Silicon Valley, das seinen Aufstieg ausschließlich den Anfangsinvestitionen der DARPA, dem Forschungsarm des US-Verteidigungsministeriums, zu verdanken hat, hat uns vorgemacht, wie aus militärischen Anwendungen ziviler Nutzen entwachsen kann. Warum sollten aus den 500 Milliarden Euro für die Wiedererlangung der Kriegstauglichkeit nicht auch ein „Silicon Ruhrgebiet“ entstehen? Deutschlands durchaus zahlreiche KI-Startups, die bisher eher ein Schattendasein unter der Abneigung der Friedensbewegten geführt haben, sind ein Beispiel dafür, dass KI-Forschung hierzulande auch mit Blick auf mögliche militärische Auseinandersetzungen vorangetrieben wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und wie durch ein Wunder hat vor wenigen Monaten der 32. Satellit für das Europäische Navigationssystem Galileo – zwar mit Verspätung, aber immerhin – abgehoben und damit ein Geopositionssystem mit einer Genauigkeit von rund 30 Zentimetern geschaffen. Wie sehr eigenständige Aufklärung aus dem Orbit notwendig ist, erleben derzeit die ukrainischen Soldaten, denen die USA jetzt Aufklärungsdaten verweigern und diese deshalb mehr oder weniger im Nebel „auf Sicht“ operieren müssen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir sollten uns auf nichts mehr verlassen, denn auf uns selbst – und dabei die „Gnade des späten Erwachsenwerdens“ nutzen, indem wir die modernste Armee der Welt aufstellen. Wir müssen nicht die gesamte Evolution der militärischen Fehlinvestitionen nachholen. Das ist übrigens auch eine Lehre, die wir unserem pubertierenden Nachwuchs mitgeben sollten. Setze auf deine eigenen Stärken, aber höre auf den Rat derer, die schon einige Lebenserfahrung gesammelt haben. Europa muss jetzt erwachsen werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 09:51:16 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>"Rambozambo"</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/rambozambo</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Ampelkoalition wird endlose Streitsucht nachgesagt. Vor allem die Medien kolportierten gerne die Legende von den Streithähnen, indem sie jede Auseinandersetzung in der Sache zum Streit stilisierten. Das ewige Medien-Mantra lautete: „In der Ampelkoalition gibt es wieder Streit um … XY“, wobei für die Variable beliebig Heizungsgesetz, Mindestlohn, Energiekosten, Verteidigungsausgaben, Abschiebung oder die Schuldenbremse eingesetzt werden konnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was wirklich ein Streit ist, haben wir jetzt live und in Farbe aus dem Oval Office im Weißen Haus präsentiert bekommen, als US-Präsident Donald Trump seinen Gast, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, solange absichtlich provozierte, bis der den angebotenen Köder schluckte und zurückgiftete und damit den willkommenen Anlass gab, den vom Opfer zum Täter Umgedeuteten rauszuwerfen. Auf dem Sofa saßen Trumps wichtigste Begleiter wie die Ölgötzen, Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und der Finanzminister Scott Bessent, wobei nur der Vize Vance die Stimme erhob, um Selenskyj vollends ins Messer laufen zu lassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das ist ein Streit – und er war gewollt, geplant und gemacht. Jetzt herrscht Rambozambo auf dem politischen Parkett. Es gibt uns einen Vorgeschmack auf den neuen Stil der Diplomatie, in der Europa erst seine Schockstarre überwinden, dann seine einige Stimme und schließlich seine Willenskraft zurückgewinnen muss. Der britische Premier Keir Starmer hat an diesem Wochenende bereits vorgemacht, wie das gehen kann. Er hat kurzentschlossen zum Ukraine-Gipfel nach London eingeladen – und neben Bundeskanzler Olaf Scholz und weiteren europäischen Regierungschefs folgten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Antonio Costa und Nato-Generalsekretär Mark Rutte der Einladung. Rambozambo hat es dort allenfalls hinter verschlossenen Türen gegeben. Einigkeit ist jetzt das entscheidende Signal.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Erfinder von Rambozambo, Noch-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, bleibt indessen vor den verschlossenen Gipfel-Türen. Das bedauern vor allem Christdemokraten, die Merz gerne eine Praktikumsstelle am Verhandlungstisch gegeben hätten. Doch er ist dazu verurteilt, statt Weltpolitik derweil seine Mini-GroKo zu schmieden, wofür er sich bis Ostern Zeit nehmen will. Uns stehen also 40 Tage politische Fastenzeit bevor, in der sich die Welt deutlich schneller weiterdreht – ohne ihn. Ob der in politischen Ämtern und auf der Weltbühne der Politik unerfahrene Friedrich Merz tatsächlich eine Bereicherung in der aktuellen Verhandlungsdiplomatie wäre, darf getrost hinterfragt werden. Immerhin hätte er – so sagt man ja – eine ähnlich geringe Impulskontrolle wie der US-Präsident. Das gäbe sicher Rambozambo.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was wir jetzt bräuchten, wären gestandene Transatlantiker vom Schlage eines Norbert Röttgen oder eines Sigmar Gabriel, die über genügend Strippen verfügen, an denen sie jetzt im Geheimen ziehen könnten. Stattdessen werden wir uns mit außenpolitischen Newcomern wie Friedrich Merz oder Lars Klingbeil begnügen müssen. Der einzige im potenziellen Personaltableau mit Außenpolitik-Erfahrung dürfte der jetzige Verteidigungsminister sein, dem schon jetzt von vielen das Außenamt angetragen wird. Dabei wäre es ebenso wünschenswert, wenn er seinen Job im Verteidigungsministerium zu einem guten Ende führen würde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was derzeit an Posten-Schacher kolportiert wird, lässt einen ohnehin Schlimmstes ahnen. Eine Scheidungsanwältin als Familienministerin, eine Weinkönigin für die Wirtschaft, ein gewesener Gesundheitsminister für was auch immer, außer Gesundheit – und selbst der Bild-Zeitung fehlt die Fantasie, um der ehemaligen Digitalstaatssekretärin eine besondere Eignung für irgendein Ressort zuzugestehen. Am zielführendsten scheint noch die Belobigung des bayerischen Bauernpräsidenten zum Landwirtschaftsminister zu sein. Dafür gibt es jede Menge Länderproporz: ein Spätpubertierender aus Meck-Pomm als Minister für was auch immer, ein Schwabe als Kanzleramtsminister, ein Bayer – wie immer – als Verkehrsminister.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für Donald Trump war die wichtigste Kernkompetenz bei seiner Regierungsbildung Hörigkeit und bedingungslose Loyalität – selbst, wenn es gegen den gesunden Menschenverstand geht. In Deutschland ist zu befürchten, dass auch hier die falschen Auswahlkriterien angewendet werden. Denn auch in der künftigen Bundesregierung dürfte Sachverstand nicht im Wege stehen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dass Sachverstand auch nicht unbedingt zu einer politischen Traumkarriere führen muss, hat in den letzten Jahren der glücklose Karl Lauterbach bewiesen, dem man alles nachsagen kann – nur nicht fehlende Kompetenz in Gesundheitsfragen. Aber ein bisschen mehr Technokraten, die sich für die Sache einsetzen und nicht die nächste Wiederwahl im Auge haben, täte dem Land wirklich gut. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Noch kann Friedrich Merz seine Regierung personell schmieden. In Zeiten der harten politischen Auseinandersetzungen, der Finanzkrisen und des Kriegsgeschreis wäre etwas mehr Fachkompetenz wünschenswert. Das gilt natürlich auch für das Amt des Bundeskanzlers selbst, der jetzt dringend einen Crash-Kurs in politischer Amtsführung absolvieren muss. Wir haben Führung bestellt, aber bekommen wir sie auch? Sonst herrscht ab Ostermontag Rambozambo.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 10:00:35 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Deutschlandpakt</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/deutschlandpakt</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Auch wenn einer schwarz-rot-gelben Koalition das Gelb abhandengekommen ist – jetzt müssen Union und SPD in der nächsten Bundesregierung einen Deutschlandpakt schmieden, damit es Deutschland packt in den kommenden Monaten. Und ganz bestimmt müssen dazu die Debatte und der Fokus wieder auf die wirklichen Themen gelenkt werden, während – unverständlich genug – der Wahlkampf von Scheinthemen und Nebensächlichkeiten dominiert wurde.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn es geht nicht um die Frage, wie viele Menschen am Tisch sitzen, sondern darum, was und wie viel auf den Tisch kommt. Es geht nicht darum, ob wir unsere Grenzkontrollen ohne das nötige Personal überhaupt verstärken können. Es ist auch nicht die Frage, wer wem die Arbeitsplätze wegnimmt oder sich auf Kosten des Sozialstaats einen schlanken Fuß macht. Die wirklich entscheidende Antwort auf die brennenden Probleme besteht vordringlich darin, wie wir die Wirtschaft und Investitionen wieder flottkriegen. Dann wird sich auch die Mitte der Gesellschaft wieder in einem Deutschlandpakt zusammenfinden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Volk, der Souverän, hat souverän entschieden und Mehrparteien-Koalitionen eine Absage erteilt. Er hat gewählt, was er kennt. Experimenten unter Beteiligung von Christian Lindner (FDP) oder Sahra Wagenknecht (BSW) hat er eine Abfuhr erteilt. Schwarz-Rot ist alternativlos – es sei denn, der künftige Bundeskanzler würde wortbrüchig und sich für eine Alternative entscheiden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und dennoch hat der Souverän den Regierungsauftrag mit einem deutlichen Denkzettel versehen, indem er die SPD mit dem historisch schlechtesten und die Union mit dem zweitschlechtesten Ergebnis in den Bundestag geschickt hat, wo mit einer erstarkten AfD ein blauer Elefant im Saal sitzt. Er steht für die ungelösten Herausforderungen im Land. Dieser rechte Spuk wird erst verschwinden, wenn auch die Probleme verschwunden sind. Das ist die eigentliche Ermahnung, die das Volk an der Wahlurne angekreuzt hat – ein Deutschlandpakt eben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber es bleibt auch ein fader Geschmack nach dieser Wahlnacht: Hätten wir das alles nicht schon im vergangenen November haben können? Hätte sich nicht auch damals schon ein Deutschlandpakt schmieden lassen, ohne vier Monate zu verlieren, in denen wir die richtigen Weichenstellungen für den Wirtschaftsstandort, für soziale Gerechtigkeit, die innere Sicherheit und den äußeren Frieden hätten treffen können?  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir haben weder eine Richtungswahl erlebt, noch vorher einen Lagerwahlkampf geführt. Wir haben – und das ist vielleicht viel verhängnisvoller – eine Zeit der Sprachlosigkeit und der Tatenlosigkeit hinter uns. Die Wintermonate werden als eine Phase in die Geschichte eingehen, in der sich Familien unterm Weihnachtsbaum entzweiten, weil ihre Wahlpräferenzen und politischen Wahrnehmungen scheinbar unversöhnlich aufeinanderprallten. Wenn wir das überwinden, wenn wir wieder eine Große Koalition in der Bevölkerung erreichen können, ist schon viel gewonnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Deshalb ist Tempo angesagt, wenn es um die Bildung einer neuen und vor allem handlungsfähigen Bundesregierung geht. Noch ist Rot-Grün kommissarisch im Amt und sollte während der jetzt notwendigen Sondierungen nicht daran gehindert werden, die richtigen Weichenstellungen schon einmal vorzubereiten und einzuleiten. Olaf Scholz kommt jetzt die wichtige Rolle eines Vollziehungsbeamten zu, der zwar keine eigene Macht mehr hat, aber die Mittel, jetzt das Richtige zu tun. Jetzt den Deutschlandpakt in Abstimmung mit der Union vorzubereiten, solange die neue Regierung noch nicht im Amt ist, wäre sein letzter Dienst am Land.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Feb 2025 09:15:46 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>MUSKelspiele</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/muskelspiele</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Paris, Brüssel, München und demnächst dann einmal Riad – irgendwie hängt in diesen Tagen alles mit allem zusammen. Da wollten zu Beginn der Woche alle diejenigen, die Aktien im europäischen Wettlauf um die beste künstliche Intelligenz haben, eine eigene, souveräne Initiative für den Alten Kontinent gründen und beklatschen, doch die Ankündigung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, gut 100 Milliarden Euro zusammenzutrommeln, war schon am Tag eins des Artificial Intelligence Action Summit in Paris nur noch eine Nebensache. Dafür beherrschte das feindliche Übernahmeangebot von Elon Musk an OpenAI die Debatte. Zwar hatte OpenAI-Chef Sam Altman das Angebot postwendend und höhnisch zurückgewiesen, doch in diesen Tagen weiß niemand genau, was auf Ankündigungen aus den USA tatsächlich folgt: Muskelspiele oder Säbelrasseln?
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich ist ohnehin weitgehend unklar, was Elon Musk mit seinem Übernahmeangebot wirklich bezwecken will. Vordergründig will er verhindern, dass OpenAI seinen selbst gewählten Status als Non-Profit-Organisation aufgibt, um mit ChatGPT und seinen starken Partnern – wie zum Beispiel Microsoft – ordentlich Gewinn zu machen. Hintergründig geht es aber wohl eher darum, einen Wettbewerber auszuschalten und regulierend in den Markt einzugreifen. Zwar klingt das Ende von Regulierungen, die in Europa nun wirklich überhandgenommen haben, ganz gut. Doch das aktuelle US-amerikanische Regime, zu dem nun auch Elon Musk gehört, versteht unter (De)-Regulierung ganz etwas anderes. Es geht darum, dass die gewogenen Unternehmen freie Zügel wie russische Oligarchen bekommen, während der Rest Europas einfach einem fremden Willen unterworfen werden soll. Es ist Teil der MAGA-Kost, die uns seit der Amtseinführung von Donald Trump täglich vorgesetzt wird: Make America Great Again.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und das heißt: wenn Europa nicht nach den US-amerikanischen Regeln spielt, sitzt es noch nicht mal mit am Tisch. Anders kann man die Äußerungen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel und die des Vizepräsidenten J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz gar nicht interpretieren. Jetzt stehen fünf Prozent des jeweils nationalen Bruttoinlandsprodukts als Militärausgaben im Raum. Das entspräche für Deutschland 200 Milliarden Euro bei einem Bundeshaushalt von gut 500 Milliarden Euro. Da kann der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius nach den Konsultationen in Brüssel nur noch müde mit den Schultern zucken. Es sei doch egal, ihm jetzt drei oder 3,5 Prozent zu sagen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und schon zieht die Karawane weiter: die Münchner Sicherheitskonferenz wird überschattet von einem spontanen Telefonat zwischen Trump und Putin sowie der Ankündigung eines Vorbereitungstreffens einer US-amerikanischen und einer russischen Delegation in Saudi-Arabien, das dann den „Deal“ zwischen Trump und Putin vorbereiten soll. Schon macht das Wort vom Diktatfrieden oder der Unterwerfung Europas die Runde – und die Mächtigen auf diesem Kontinent wachen auf, um zu erkennen, dass es für alles zu spät zu sein scheint.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sicherheitsexperten warnen, dass ein Waffenstillstand Russland die Zeit geben könne, Luft zu holen und sich zu remunitionieren. So würde eher früher als später der nächsten Flächenbrand über Europa entflammen – mit einer dann von den USA weitgehend alleingelassenen NATO und einer EU, die sich gerade erst schüttelt, um zu einer gemeinsamen Außen- und Rüstungspolitik zu kommen. Drei Jahrzehnte Träumerei vom „Ende der Geschichte“ und dem Unsinn von Investitionen in eine wehrhafte Republik schlagen zurück.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei gilt immer, dass jede Krise auch eine Chance ist. Würde die deutsche Wirtschaft auf eine verlässliche Politik setzen können, würden ausgesetzte Investitionen wieder fließen. Das versprechen nahezu alle Wirtschaftsverbände. Ohnehin zeigt eine jüngste Umfrage unter den 100 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland, dass keineswegs die hohen Energiekosten das Hauptproblem der Wirtschaft sind, sondern die hohen Lohn- und Stückkosten sowie die überbordende Regulierung. Hier kann Deutschland, hier kann Europa schnell Abhilfe schaffen. Auf dem Papier ist Europas Wirtschaftskraft stärker als die Russlands. Man könnte ein Wettrüsten also gewinnen – und dabei gleichzeitig das Bruttoinlandsprodukt anheben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und in Paris zeichnete sich eine weitere Innovationsperspektive ab: Man könne KI auch zur intelligenten Kriegsführung einsetzen, heißt es. Die – wie es heißt – „Kill Chain“ könne smarter werden, während Rüstungsversäumnisse nachgeholt werden. Das sind Worte, die lange nicht gesprochen wurden, und die wir eigentlich auch nie wieder hören wollten. Aber es ist auch Zeit für europäische Muskelspiele.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 09:49:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>The Journey to the Center of SMEs</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         It sounds like a knighthood: “Germany has become a global leader in the adoption of artificial intelligence.” That’s how OpenAI CEO Sam Altman justifies his decision to open an office in Munich, establish a dedicated sales team, and deploy his “Forward Deployed Engineering” task force to advance AI projects in German companies. He even plans to visit Munich more frequently. Of course, this might also have something to do with the fact that Munich is home to Microsoft’s German headquarters—OpenAI’s most important business partner, which has already invested around $13 billion in the AI startup. Not to mention the Technical University of Munich, which produces top-tier AI talent year after year.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Still, it’s music to the ears of a German business community plagued by self-doubt when OpenAI’s Chief Revenue Officer, Giancarlo Lionetti, tells Handelsblatt: “Germany is a key growth market.” OpenAI is focusing on industries ranging from manufacturing and pharmaceuticals to financial services and healthcare. However, there’s a bitter aftertaste: after opening offices in London, Dublin, Brussels, Paris, and Zurich, Germany was only the sixth location on OpenAI’s list.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          But the race for AI dominance isn’t being decided by large-scale projects with global corporations. Instead, the real battle is taking place in the intricate world of small and medium-sized enterprises (SMEs). In Germany alone, more than three million SMEs are on the brink of investing in AI. Across Europe, that number is ten times higher, and globally, we’re talking about hundreds of millions of potential SME customers. Yet, anyone who truly wants to understand the SME market must study the German Mittelstand. Nowhere else in the world is the economic and social relevance of SMEs and family-owned businesses as pronounced as it is in Germany.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          And nowhere else is industry-specific differentiation so meticulously refined. A one-size-fits-all solution may work for American SMEs, but in Germany, every business owner insists on tailored solutions for their specific industry and needs.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft Understood This Before OpenAI Did
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft grasped this long before OpenAI. The tech giant has built a dense network of sales and development partners across Europe to serve SMEs effectively. In Germany alone, Microsoft works with around 30,000 partners—which translates to an average of 100 SME customers per partner. Such a tightly woven partner network is rare in any other economy.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          And because Microsoft understands that SMEs can only be reached through a strong partner channel, Redmond recently made a strategic decision: to reunite its SME business and partner management under a single organizational structure. That was the right move. But an even better decision was to entrust leadership of this new organization to a German—Ralph Haupter, the former EMEA head, who knows the Mittelstand like few others do.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Microsoft’s German DNA and OpenAI’s Learning Curve
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          One could argue that with Haupter’s appointment as head of the new SME&amp;amp;C organization, Microsoft has become a little more German. More importantly, the company is returning to a strong, Mittelstand-focused strategy that had previously been so successful.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          During Microsoft’s last wave of corporate centralization last summer, the direct communication lines to SME customers were carelessly severed. Instead, marketing and product messaging were dictated exclusively from Redmond’s top management. But you can’t sell AI-powered solutions to a French winemaker or a German organic farmer using examples from America’s Midwest, where self-driving tractors harvest crops on fields larger than some entire Italian municipalities.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          SMEs—and their unique regional and industry-specific needs—must be addressed individually. That requires a dense, well-trained partner network. It’s equally crucial that small and mid-sized software and system integrators rapidly expand their AI expertise.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          While project-oriented task forces can be valuable, they cannot replace direct connections with millions of SME customers. Sam Altman will need to learn this if he wants to compete with Microsoft in this space. Of course, he could speed up the process by strengthening his partnership with Microsoft and leveraging its established partner network.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meanwhile, OpenAI’s competitor Anthropic (Amazon’s AI partner) is already joking that OpenAI might as well focus on non-paying consumer users, while Anthropic itself takes over the lucrative business segment.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          The Future of AI Belongs to SMEs
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          The real AI market battle has begun—not in corporate boardrooms but in the global SME sector. As Microsoft refines its strategy, SMEs and their tech partners stand to gain the most from this renewed focus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          I wholeheartedly wish Ralph Haupter success in leading this challenging yet essential mission.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 11:22:24 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Reise zum Mittelstand der Erde</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/die-reise-zum-mittelstand-der-erde</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es klingt wie ein Ritterschlag: „Deutschland hat sich zu einem weltweiten Vorreiter bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz entwickelt.“ So begründet OpenAI-Chef Sam Altman seine Entscheidung, ein Büro in München zu eröffnen, eine eigene Vertriebsmannschaft aufzubauen und die eigene Task Force „Forward Deployed Engineering“ in deutschen Unternehmen KI-Projekte vorantreiben zu lassen. Und er selbst werde künftig häufiger in München vorbeischauen. Das allerdings könnte auch andere Gründe haben: In München ist die Deutschland-Zentrale seines wichtigsten Geschäftspartners Microsoft, das bereits rund 13 Milliarden Dollar in das KI-Startup gesteckt hat, und die Technische Universität, die Jahr für Jahr hervorragend ausgebildete KI-Experten hervorbringt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch es klingt wie Balsam für die geschundene und in Selbstzweifeln zerfressene deutsche Seele, wenn auch Vertriebschef Giancarlo Lionetti im Gespräch mit dem Handelsblatt attestiert: „Deutschland ist ein wichtiger Wachstumsmarkt.“ Von der Industrie über die Pharmazie bis hin zu Finanzdienstleistungen und dem Gesundheitswesen nehme man zahlreiche Branchen in den Blick. Allerdings findet sich auch Wermuth im Wein, den OpenAI den Deutschen einschenkt: Nach London, Dublin, Brüssel, Paris und Zürich fällt die Entscheidung für Deutschland erst an sechster Stelle.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Wettlauf im Markt für Künstliche Intelligenz wird tatsächlich nicht mit Großprojekten bei globalen Konzernkunden entschieden, sondern in der Klein-Arbeit im Mittelstand. Während in Deutschland mehr als drei Millionen mittelständische Unternehmen an der Schwelle zu Investitionen in KI stehen, sind es in Europa rund zehnmal so viel, weltweit dürften es Hunderte Millionen sein. Doch wer das Small and Medium Business verstehen will, sollte den Mittelstand in Deutschland studieren. Hierzulande ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der sogenannten KMUs besonders hoch wie auch die gesellschaftspolitische Relevanz der Familienunternehmen. Und nirgendwo ist die branchenspezifische Abgrenzung so ausgefeilt. Eine Lösung für alle – das mochte lange für US-amerikanische SMEs funktionieren – in Deutschland pocht jeder Firmenchef auf seine unternehmerische Besonderheit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das hat Microsoft lange vor OpenAI verstanden und den Mittelstand in Europa über ein dichtes Netz aus Vertriebs- und Entwicklungspartnern bedient. Allein in Deutschland sind es rund 30.000 Partnerunternehmen, was einer rechnerischen Verteilung von Hundert Mittelstandskunden pro Partner entspricht. So dicht ist das Partnernetz in kaum einer anderen Volkswirtschaft. Und weil Microsoft genau weiß, dass es die Small and Medium Enterprises nur über den Partner Channel in ausreichender Qualität und Zuwendung erreichen kann, hat man in Redmond jetzt entschieden, den Partnerkanal und die SME-Verantwortung wieder in einer Organisation zusammenzulegen. Das war richtig. Aber richtiger noch ist die Entscheidung, die Verantwortung für diese Organisation in die Hand eines Deutschen zu legen, der wie kaum ein anderer den Mittelstand kennt: des bisherigen EMEA-Chefs Ralph Haupter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Man könnte sagen: Mit seiner Ernennung zum Chef der neuen SME&amp;amp;C-Organisation ist Microsoft ein Stückchen deutscher geworden – in jedem Fall kehrt die lange Zeit so erfolgreiche klare Ausrichtung auf den Mittelstand oder die SMEs zurück. Bei der letzten Rezentralisierung, die Microsoft im vergangenen Sommer durchgezogen hatte, war der direkte Kommunikationsdraht zu den mittelständischen Kunden mutwillig gekappt worden, indem Nutzenargumente fast ausschließlich vom Top-Management in Redmond formuliert wurden. Man kann aber einem französischen Winzer und einem deutschen Biobauern nicht mit Beispielen aus dem amerikanischen Mittelwesten kommen, wo KI-gestützte Landmaschinen die Erntearbeit auf Feldern verrichten, deren Größe es mit der Fläche von italienischen Gemeinden aufnehmen könnten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Mittelstand und seine landes- und branchenspezifischen Besonderheiten muss man individuell adressieren. Das kann nur über ein dichtes Netz an qualifizierten Partnern erfolgen. Deshalb ist es ebenso entscheidend, dass die kleinen und mittelständischen Software- und Systemhäuser schnell ihre KI-Kompetenz ausbauen. Auch dazu bedarf es der individuellen Kommunikation. So wertvoll der Einsatz von projektorientierten Task Forces sein mag, ohne den Draht zu den Millionen Kunden im Mittelstand geht nichts. Das wird Sam Altman noch lernen müssen, wenn er mit Microsoft in Konkurrenz treten will. Schneller ginge es freilich, würde er die enge Beziehung zu Microsoft wieder festigen und sich des etablierten Partnernetzes bedienen. Ohnehin feixt man bei Anthropic, dem KI-Partner von Amazon Web Services bereits, OpenAI könne ja den Markt für die (nicht zahlenden) Privatkunden übernehmen, während man selbst die Geschäftskunden adressiere.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für den Markterfolg mit Künstlicher Intelligenz beginnt jetzt die Reise zum Mittelstand der Erde. Es sind die kleinen und mittleren Unternehmenskunden und die Partner, die von dieser Wieder-Neuausrichtung profitieren werden. Ich wünsche Ralph Haupter von ganzem Herzen viel Erfolg bei dieser anspruchsvollen Aufgabe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 10:32:52 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Viel hilft nicht immer viel</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/viel-hilft-nicht-immer-viel</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Der aktuelle Wettlauf um das nächste beste KI-Modell erinnert an den Wettlauf zwischen Hase und Igel. Der Hase – in diesem Fall Donald Trump – verkündet ein 500-Miliarden-Dollar-Projekt namens „Stargate“, mit dem die Infrastruktur für das nächste ganz große Ding in Sachen Künstlicher Intelligenz geschaffen werden soll. Der Igel dagegen ruft „Ich bin schon da!“ Der Igel, das ist die bis dato unbekannte chinesische Forschungsgruppe DeepSeek, die ein gleichnamiges KI-Modell vorgestellt hat, das aus dem Stand heraus die gleiche Leistungsfähigkeit aufweist, wie das bislang ausgefeilteste ChatGPT-Modell aus dem Hause OpenAI. Und schon jetzt gehört DeepSeek zu den am häufigsten heruntergeladenen Apps. Denn es hat einen entscheidenden Vorteil. Es ist kostenlos.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zwar gehen bei der Vorstellung von einer kostenlosen chinesischen KI-App bei westlichen Beobachtern sofort sämtliche Warnleuchten an: die Software könnte vom Regime in Peking zu Spionagezwecken genutzt werden; das Angebot könnte ein weiterer Beitrag zur Destabilisierung der freien Welt sein; bei der Entstehung sind mutmaßliche Patente und Codes der US-amerikanischen Tech-Giganten gestohlen worden. Mag alles sein. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass DeepSeek mit erstaunlich wenig Ressourcen an Rechenleistung auskommt und darüber hinaus für seine Entwicklung nur ein kleines Budget an Geld und Zeit verbraucht haben soll. Und zur Wahrheit gehört, dass DeepSeek – anders als OpenAI – als Open Source bereitgestellt worden ist und deshalb von jedem Interessierten heruntergeladen, gecheckt, verändert und weiterverwendet werden kann.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          DeepSeek muss also nicht auf chinesischen Servern laufen, sondern könnte in die firmeneigene IT-Infrastruktur eingebunden werden – geschützt hinter einer Firewall, die den Zugriff aus Peking abwehren könnte. „Timeo Danaos et dona ferentes“ – („Fürchte die Danaer, auch Geschenke bringende!“ „φοβοῦ τοὺς Δαναοὺς καὶ δῶρα φέροντας“) – sollten wir die Chinesen fürchten, weil sie uns ein Trojanisches Pferd in Gestalt von DeepSeek als Danaergeschenk überlassen? Vorsicht ist sicher geboten. Aber nur, wer die Gefahr kennt, kann sie auch überwinden.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es gibt aber noch eine zweite Deutung, die für Forschende und Unternehmen in Europa brisant ist: Wegen der noch in Donald Trumps erster Amtszeit gegen China verhängten Sanktionen, hatte das DeepSeek-Team keinerlei Zugriff auf die angesagtesten KI-Chips von Nvidia oder ARM. Das Low-Budget-Projekt musste Investitionen durch Intelligenz ersetzen – und hat das offensichtlich auch getan. Ein Beispiel dafür ist die mehrstufige Architektur, mit der komplexe KI-Analysen in viele kleine Schritte aufgeteilt werden können. Das dauert zwar länger, ist aber wohl eher kein Show Stopper.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Europäer haben jedenfalls keinen Grund – wenn sie ihn denn je hatten – zur Larmoyanz angesichts der Milliarden an Dollars, die US-amerikanische Tech-Giganten in ihre KI-Projekte stopfen. Viel hilft eben nicht immer viel. Wir sollten uns deshalb die Forschenden hinter DeepSeek zum Vorbild nehmen. Sie haben gezeigt, wie ein europäischer Igel vor dem Hasen ins Ziel einlaufen kann.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die nächsten Monate werden zwei Entwicklungen zeigen: Erstens werden wir erleben, ob DeepSeek einen ebensolchen Sturmlauf hinlegt, wie ihn ChatGPT vor zweieinhalb Jahren gestartet hat. Zweitens wird sich zeigen, ob das Projekt „Stargate“ jemals seine Pforten öffnen wird. Denn noch sind sowohl die Ziele hinter dem Sternentor umstritten bis unklar. Und noch gilt die private Finanzierung durch OpenAI, Oracle und die japanischen und saudischen Investmentfonds als völlig ungewiss.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sicher ist nur, dass OpenAI-Chef Sam Altman auf der Suche nach der Artificial General Intelligence, also der für alle denkbaren Aufgabenstellungen mit einem die menschliche Intelligenz übertreffenden KI-Modell, willensstarke Finanzpartner findet. Auf die Trump-Administration kann er nur insoweit rechnen, als sie hemmende Regularien beiseiteschaffen kann. Aber die Anfangserfolge von ChatGPT lassen sich nicht beliebig fortsetzen. Je komplexer die Sprachmodelle mit vielen Hundert Milliarden Parametern werden, desto geringer wird der Leistungszuwachs. Es wird irgendwann einfach zu teuer, diese Systeme zu planen, anzulernen und fehlerfrei auszuliefern. Schon jetzt soll der größte Teil des Stargates dafür verwendet werden, die nötige Energie bereitzustellen, die es braucht, um die Rechenleistung zu erbringen, die Artificial General Intelligence verschlingen wird. Vielleicht hat bis dahin eine durch europäische Schwarm-Intelligenz entstandene KI à la DeepSeek längst das Licht der Computerwelt erblickt. Lasst es uns wenigstens versuchen. Ausreden gibt es nicht.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 10:01:27 GMT</pubDate>
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      <title>Da, wo´s schmerzt</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Man kann über US-Präsident Donald Trump und seine erste Woche zurück im Oval Office denken, was man will – aber es gibt doch einige Punkte, in denen er sich zumindest positiv vom deutschen und europäischen Politpersonal unterscheidet. Erstens: Er hat wenigstens einen Plan, auch wenn der vielen missfällt. Zweitens: Er hat die nötigen Machtmittel, auch wenn das zu Missbrauch verleitet. Drittens: Sein Wahlkampf hat die wahren Ängste der Bevölkerung angesprochen, als da wären Migration und Überfremdung, Inflation und Wohlstandsverlust sowie schließlich die wachsende Distanz zum Establishment.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir werden sehen, was für Auswirkungen seine düsteren Andeutungen und unverhohlenen Drohungen, wie er sie per Video-Schalte gegenüber den rund 3000 Wirtschaftsvertretern auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos vorbrachte, auf die globalen Beziehungen zwischen Staaten, Gesellschaften und Unternehmen haben werden. Es ist ein neo-liberales Großexperiment, bei dem alles auf den Tisch kommt, was bisher unter denselben gekehrt wurde. Und es ist ein Weckruf an Europa, nicht länger als globaler Trittbrettfahrer mitzusurfen, sondern auch selbst endlich Schwung zu holen. Wir müssen da hingehen, wo´s schmerzt!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der Tat: Davos schmerzt! Es ist besorgniserregend, wie der alte und neue US-Präsident von den Konzernkapitänen hofiert wird. Aber es ist noch besorgniserregender, wenn der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz eine langweilige und wohl auch gelangweilte Rede abliest – und abschließend niemand eine Frage an ihn hatte. Bis sich ein Frager seiner erbarmte und sich nach seiner Afrika-Politik erkundigte. Es ist aber auch besorgniserregend, wenn der derzeitige Oppositionsführer Friedrich Merz sich als künftiger „Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland“, wie er selbst immer gerne wie ein Mantra betont, herumreichen lässt, dann aber auf dem Weltwirtschaftsgipfel eine Rede über Migrationspolitik hält. „Da hat ihm wohl jemand die falsche Rede eingepackt“, witzelte ein Teilnehmer. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch der Grund für die falsche Stimmlage bei Scholz und Merz liegt wohl eher darin, dass allen in Deutschland derzeit Wahlkämpfenden das richtige Konzept zur Wirtschaftspolitik abgeht. Es ist nicht einfach für die Unionsparteien, bevorstehende soziale Einschnitte anzukündigen, während gleichzeitig die Stimmen der davon Betroffenen die Voraussetzung für einen Bundeskanzler Friedrich Merz sind. Und es ist nicht leicht für Union und Liberale, über mehr Freiheit in der sozialen Marktwirtschaft zu sprechen, wenn sie damit beide im gleichen Stimmenteich fischen. Und es ist ebenfalls nicht leicht für den Bundeskanzler Olaf Scholz, mehr soziale Gerechtigkeit und sichere Renten zu versprechen, gleichzeitig aber mit der Gegenfinanzierung durch Reform der Schuldenbremse und einer wie auch immer gearteten Reichensteuer die mittelständische Wirtschaft weiter gegen sich aufzubringen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber wir müssen dahin, wo´s schmerzt. Denn ohne Einschnitte kommen wir nicht zurück zu den marktwirtschaftlichen Prinzipien, die nach und nach seit der Jahrtausendwende durch immer mehr staatliche Eingriffe ausgehöhlt wurden. Deshalb müssen die Staatsausgaben neu strukturiert werden. Die Wirtschaft muss von der Leine gelassen werden, indem strengen Regulierungen zurückgenommen werden. Gleichzeitig müssen Eingriffe in den Markt durch einseitige Unternehmenssubventionen aufhören. Und schließlich müssen Steuer- und Abgabenlasten für alle Menschen sinken. Gegenfinanzieren kann man das durch den Verzicht auf Umverteilungsmaßnahmen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weder Deutschland noch Europa sind ein Krankheitsfall wie etwa Argentinien, wo derzeit die „Kettensägenpolitik“ von Javier Milei trotz der herben Einschnitte durch die Bevölkerung getragen wird. „Wir leben in einer Zeit, in der die Regeln neu geschrieben werden“, frohlockte er in Davos. Oder sind es vielmehr die alten Regeln, die aus der Mottenkiste des Staatsprotektionismus hervorgeholt werden. Schließlich sind auch Zölle auf Einfuhren ein ungeeignetes nationales Mittel des staatlichen Eingriffs in eine freie Wirtschaft. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wo vorgestern noch Greta Thunberg und das Ringen um Nachhaltigkeit im Zentrum des Weltwirtschaftsforums stand, dominierten diesmal nationale und marktliberale Töne und ihre Vertreter wie Trump und Milei. In Davos machte das Wort vom „Post-Globalisierungszeitalter“ die Runde. Doch Europa wäre schlecht beraten, wenn es in die dumpfe Vergangenheit einer nationalstaatlichen Politik zurückfallen würde. Es braucht mehr Souveränität. Aber vielleicht ist Trumps Agenda auch ein wichtiger Weckruf für die EU. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch wenn´s schmerzt.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 09:53:57 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Anlauf zum ganz großen Sprung</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es gibt Legenden, die sind unausrottbar: die Erde ist eine Scheibe, die Evolution erfolgte in sechs von sieben Tagen, die Mondlandung hat nie stattgefunden, Elvis lebt und mittelständische Unternehmen sind innovationsfeindlich und investitionsscheu. Mit dem Urteil über den Mittelstand ist man schnell bei der Hand, wenn neue Technologien nicht sofort bei kleinen und mittleren Betrieben durchschlagen. „Leading Edge is Bleeding Edge“ – das ist die Lehre, die viele Unternehmen aus vielen fehlgeschlagenen Techno-Produkten – von der Einführung der Lochkarte bis zur Integration von Künstlicher Intelligenz in den Arbeitsalltag gezogen haben. Sollen sich doch erst einmal die globalen Konzerne die blutigen Nasen holen!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich haben mittelständische Unternehmen nicht die Ressourcen, um eine ganze Hundertschaft in eine Entwicklungsabteilung zu stecken – und oftmals gelingen komplexe Integrationsprojekte nur deshalb, weil die dringend für den laufenden Betrieb benötigten Fachkräfte zusätzliche Aufgaben als Projektmanager übernehmen und damit eine Doppelbelastung stemmen. Und schließlich drehen viele mittelständische Unternehmer angesichts einer ungewissen Zukunft derzeit den Euro lieber zweimal um, ehe sie sich für weitere Ausgaben entscheiden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch an Investitionen in KI-Projekte kommt wohl kaum ein mittelständischer Betrieb im Jahr 2025 vorbei! Zu vielversprechend sind die Nutzenpotentiale, während der Einsatz von KI kaum spürbar ist. Google beispielsweise setzt bei seiner KI-Strategie auf tiefe Integration und baut Künstliche Intelligenz tief in sein bestehendes Lösungsportfolio ein. Wer mit der Suchmaschine arbeitet oder die Marketing-Services von Google Ads in Anspruch nimmt, merkt möglicherweise gar nicht, dass er damit zugleich einem KI-Algorithmus vertraut.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Komplexer sieht die Herausforderung bei Microsoft aus. Zwar ist der Sprachassistent ChatGPT als Copilot eng mit den Office-Produkten der Redmonder verknüpft und bietet  auch ungefragt seine Hilfe an, wenn man auf die neuesten Versionen aktualisiert hat. Aber weitergehendere KI-Projekte verlangen nach Integration mit bestehenden Anwendungen und vor allen Dingen die Aufbereitung und Nutzung des eigenen Datenschatzes. Das ist eine besondere Herausforderung, vor der viele Mittelständler zurückschrecken aus Angst vor dem Scheitern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Deshalb ist für Microsoft auch bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz ein dichtes weltumspannendes Netzwerk aus Partnerunternehmen der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Das hat jetzt Microsofts Mittelstandschef Kevin Peesker noch einmal deutlich gemacht, als er mit führenden Europäischen Marketing- und Vertriebsverantwortlichen Microsofts Strategie für das laufende Jahr diskutierte. Die Millionen kleinen und mittleren Firmenkunden, die den Löwenanteil der Wirtschaftskraft im Alten Kontinent stellen, sind nur mit Hilfe von Partnerunternehmen zu erreichen. Allein in Deutschland unterhält Microsoft ein Netzwerk von rund 30.000 Partnern – vom globalen Systemhaus bis zum Software-Dienstleister um die Ecke.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch diese Partner müssen kontinuierlich weiterqualifiziert werden, um dem enormen Innovationstempo, das Microsoft in Sachen KI an den Tag legt, Schritt halten zu können. Gleichzeitig muss es so einfach wie möglich sein, als Qualifizierter Partner Microsoft-Produkte bestellen und nutzen zu können. Microsofts Commercial Marketplace soll dies in diesem Jahr möglich machen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch Microsoft will nicht warten, bis die Hunderttausende von Partnerunternehmen die KI-Herausforderung angenommen haben. Ähnlich wie beim hohen Integrationsgrad, den Google vorlebt, will Microsofts CEO Satya Nadella KI als zentrales Integrationselement in allen Lösungen einbauen. Wer beispielsweise die ERP-Lösung Dynamics einsetzt, soll gar nicht merken müssen, dass da KI drinsteckt. Und wer auf der Entwicklungsplattform GitHub Anwendungen kreiert, soll Routinearbeiten mit KI-Unterstützung erledigen. Dazu hat Microsoft jetzt eine zentrale, plattformübergreifende Entwicklungsabteilung "Core AI Platform and Tools" gegründet, deren Chef, der ehemalige Meta-Entwicklungsleiter Jay Parikh direkt an Nadella berichtet. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die ganze Initiative wird mit reichlich Geld unterstützt. Bis zum Geschäftsjahresende am 30. Juni will Microsoft bis zu 80 Milliarden Dollar investiert haben. Das Geld geht in Infrastrukturmaßnahmen wie Rechenzentren und Kraftwerke, in Integrationsprojekte und neue Produktentwicklungen – und ebenso in die Ausbildung der Partner. Denn ohne die geht nichts. Es scheint, als hätte Satya Nadella bisher nur Anlauf genommen – der große Sprung kommt erst. Und landen will er im Mittelstand.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 09:55:26 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Doping für smarte Pferde</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als der Autopionier Henry Ford über die Designprinzipien seines berühmten Modells T nachdachte, galt sein Hauptaugenmerk den Farmern im dünnbesiedelten amerikanischen Mittelwesten und der Tatsache, dass es dort im näheren Umkreis weder Werkstätten, noch Tankstellen gab. Das Modell T solle also so gebaut werden, dass jeder Farmer mit den Werkzeugen, die er vor Ort zur Verfügung hatte, die notwendigen Reparaturen vornehmen konnte. Der Innovationsschritt durfte also nicht allzu groß sein. Er war dennoch riesig. Denn laut einem ihm zugeschriebenen Zitat hätten sich die Farmer lieber „schnellere Pferde“ gewünscht. Ein Automobil hatten sie nicht auf dem Wunschzettel. Hätte Henry Ford auf die Farmer gehört, würde er ein Dopingmittel für die Pferde entwickelt haben – aber kein Billig-Auto.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht viel anders verläuft es mit Künstlicher Intelligenz. Niemand wünscht sich KI, um der KI willen. Aber als Detailverbesserung in bestehenden Produkten lockte Künstliche Intelligenz Hunderttausende Besucher auf die Consumer Electronics Show in Las Vegas, die in diesen Tagen zu Ende ging. Die Herausforderung, der sich die führenden Elektronik- und Automobilhersteller stellen, lautet eben nicht: “Wie können wir mit KI disruptive Lösungen entwickeln?“, sondern lediglich: „Wie können wir unsere bestehenden Produkte mit KI optimieren?“ 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Überall flimmerten TV-Geräte, die noch größer, noch hochauflösender und eben noch smarter sind. Saug- und Wisch-Roboter zeigten, was sie dank KI an neuen Fertigkeiten erlernt haben, und Brillen mit eingebautem Display werden immer komfortabler, können die Umgebungssprache in Echtzeit übersetzen, nehmen ihre Umwelt wahr und liefern dazu ergänzende Informationen – Augmented Reality plus KI könnte tatsächlich eines der ganz großen Sachen für die nächste Zukunft sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber ob man wirklich einen Projektor für das hintere Autofenster braucht, das – wie es der deutsche Autozulieferer Continental demonstrierte – auf diese Weise mit der Außenwelt kommunizieren kann, darf erstmal getrost hinterfragt werden. „Komme gleich wieder“ kann man auch auf einen Zettel schreiben. Und ob man, wie im Demobeispiel gezeigt, auf dem Parkplatz eines Fußballstadions wirklich das Wappen seiner Lieblingsmannschaft auf die Scheibe projizieren sollte, erscheint angesichts gewaltbereiter Hooligans heutzutage ebenfalls äußerst zweifelhaft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Überall auf der CES 2025 steckte KI drin. Aber gezeigt wurden die gewohnten Geräte: Roboter, die kleine Transportaufgaben übernehmen, smarte Haushaltsgeräte, Laptops und Smartphones mit faltbaren oder ausrollbaren Displays, Holodecks für den Schreibtisch oder den Küchentisch – alles mit Künstlicher Intelligenz gewürzt. Aber am Ende waren es im übertragenen Sinne immer noch Pferde für Farmer – nur schneller und smarter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch der von Keynote-Speaker Jensen Huang, dem Vorstandsvorsitzenden von Nvidia, vorgestellte Supermini-Supercomputer für den Schreibtisch ist letztendlich nur ein schnellerer, kleinerer, kompakterer und günstiger, auf KI-Anwendungen spezialisierter Hochleistungsrechner mit neuem, bisher noch geheim gehaltenem Chipsatz. Aber er könnte eine Trendwende in der KI-Revolution einläuten. Das für schlappe 3000 Dollar ab Mai erhältliche Dings könnte demnächst tatsächlich in jeder Uni, jedem Entwicklungszentrum und sogar bei einigen Mittelständlern auftauchen, um KI-Algorithmen ganz ohne Cloud und Herstellerabhängigkeit zu trainieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ist das klassische Hin und Her, das wir in der Datenverarbeitung seit Erfindung des Abacus kennen. Die IT-Infrastruktur oszilliert kontinuierlich zwischen Dezentralisierung und Rezentralisierung. Es ist jetzt schon abzusehen, dass irgendwann die erste Server-Farm mit Tausenden von Nvidia Superminis aufmacht und KI-Services zu einem nie dagewesenen günstigen Preis anbietet. Doch am Ende ist auch das nur ein schnelleres Pferd.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein schnelles, smartes Pferd hatte auch der parteilose Bundesverkehrsminister Volker Wissing im Gepäck, als er nach Nevada reiste, um die Auszeichnung für Deutschland als einer von 25 Innovation Champions entgegenzunehmen. Er nannte das Unternehmen Vay als Beispiel dafür, dass sein Land tatsächlich führend in der KI-Forschung sei. Vay lenkt entsprechend umgebaute Taxis remote, also von einem zentralen Arbeitsplatz aus, an dem der Fahrer sitzt und über Bildschirme den Straßenverkehr beobachten kann. Vay hat inzwischen für Hamburg eine befristete Fahrerlaubnis erhalten. Dort sind seitdem „smartere Pferde“ unterwegs.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Jan 2025 09:52:44 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Mehr Optimismus wagen</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Der Bundeskongress der Pessimisten ist kurzfristig abgesagt worden. Begründung: Bringt ja doch nichts! – Kaum ein Bonmot charakterisiert und karikiert derzeit besser die Stimmung in Deutschland. Die Deutschen suhlen sich in pessimistischen Perspektiven – und viele geben sich gleichzeitig der Illusion hin, mit einer neuen Bundesregierung werde sich schon alles zum Besseren wenden. Damit ist jedoch nicht zu rechnen – denn die Rahmenbedingungen, auf die die neue Regierungskoalition treffen wird, sind die gleichen. Und die selbstgewählten Handlungsengpässe wie das Festhalten an der Schuldenbremse sind ebenfalls die gleichen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So schwer es auch fallen mag, wir müssen uns ein Stück Optimismus zurückerobern. Ohne ein wenig Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit wird es nicht gehen. Die Erkenntnis, dass Fortuna dem Mutigen zur Seite steht, entstammt der römischen Antike. Und „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ ist eine Aufforderung an die Griechen, die Hände nicht nur dazu zu benutzen, das eigene Schicksal anzuflehen. Und tatsächlich gibt es Gründe, mehr Optimismus zu wagen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Trotz zurückgehender Konjunktur waren 2024 in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie seit der Wiedervereinigung (Zahlen aus den Jahren davor sind aus naheliegenden Gründen nicht vergleichbar, da in der DDR staatlich verordnete Vollbeschäftigung bestand). 46,1 Millionen Menschen waren im Jahresdurchschnitt sozialpflichtig beschäftigt. Das sind 72.000 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im Jahr 2023, die – das sollte nicht übersehen werden – Steuern zahlen und der Sozialkasse nicht zur Last fallen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Seit 2006 wächst die Zahl der Beschäftigten hierzulande kontinuierlich – mit Ausnahme des Corona-Jahr 2020. Zwar hat die Dynamik nachgelassen und Pessimisten befürchten, dass die schwache konjunkturelle Lage dann auch in diesem Jahr auf den Arbeitsmarkt durchschlagen könnte. Aber es ist auch ein Signal vor allem der mittelständischen Arbeitgeber, dass sie gut ausgebildete Fachkräfte und erfolgreich angelernte Arbeiterinnen und Arbeiter halten wollen. Wenn das kein Zeichen von Optimismus ist… 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wollte man alles schlechtreden, dann wäre zu betonen, dass ausschließlich das Dienstleistungsgewerbe für das Anhalten des positiven Trends am Arbeitsmarkt verantwortlich ist. Dem Zuwachs von 153.000 Beschäftigten in diesem Sektor steht ein Rückgang von rund 80.000 Personen im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe gegenüber. Damit sind gut drei Viertel der Beschäftigten inzwischen in Serviceberufen tätig. Pessimisten würden sagen, das wäre ein weiteres Beispiel für die schleichende Deindustrialisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kann man so sehen, muss man aber nicht. Optimisten können antworten, dass es vor allem ein Zeichen der zunehmenden Automatisierung im verarbeitenden Gewerbe ist. Nach Südkorea, wo auf zehn Einwohner bereits ein Roboter kommt und damit unangefochten die Pole Position einnimmt, folgt bereits Deutschland mit rund 450 Robotern pro 10.000 Einwohner und liegt damit vor Japan und China. In diesem Hightech-Umfeld liegen die USA ausnahmsweise mal abgeschlagen auf Rang 7.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Übrigens nimmt auch die Zahl der Roboter in der Pflege zu. Was für viele (Pessimisten) eher wie eine Dystopie klingt, könnte für Optimisten der einzig gangbare Weg aus dem Pflegenotstand in Deutschland sein. Wobei: Der Zuwachs an Beschäftigten im Dienstleistungssektor wird auch – wenn auch nur leicht – durch zusätzliche Kräfte in der Pflege geschürt. Auch im Bereich Bildung – also bei Erziehern, Erzieherinnen, Lehrern und Lehrerinnen gab es 2024 einen Anstieg in der Beschäftigtenzahl.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie gehören zu den Beschäftigten im Bereich Öffentlicher Dienstleistung, der mit plus 184.000 Personen der wesentliche Träger des Beschäftigtenzuwachses im Jahr 2024 ist. Pessimisten könnten nun mutmaßen, dass – mal wieder – die Bürokratie zunehmen wird. Optimisten dagegen sehen, dass die gestiegene Leistungsfähigkeit in den Bereichen Bildung, Pflege, Gesundheit und Verwaltung den Hebel genau an den drängendsten Problemen unserer Volkswirtschaft ansetzt: Wir brauchen bessere Ausbildung, bessere Betreuung der Kranken und Alten und nicht zuletzt eine schnellere Bearbeitung von Anträgen. Wenn jetzt 2025 noch die Beschleunigung durch Digitalisierung und die KI-Transformation hinzukommt, muss uns um den Standort Deutschland nicht so bange sein, wie wir immer gerne tun.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie sagte Karl Valentin? „Hoffentlich wird es nicht so schlecht, wie es schon ist.“ Steckt da nicht ein Funken Hoffnung drin? Wir sollten mehr Optimismus üben – und sei er noch so verhalten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Jan 2025 09:53:36 GMT</pubDate>
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      <title>Über das Volksvermögen</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sammelte der Autor Peter Rühmkorf Kindersprüche auf der Straße à la „Lehrers Kinder, Pastors Vieh gedeihen selten oder nie“. Daraus entstand 1967 die Anthologie „Über das Volksvermögen“, eine Wanderung durch den „literarischen Untergrund“. Das Buch wurde schnell zum Kult, weil es dem Volk aufs Maul geschaut hat und echte, gelebte Sprache präsentierte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich hätte in den zurückliegenden Tagen ebenfalls eine Sammlung „Über das Volksvermögen“ zusammenstellen können, so überwältigend und vielschichtig waren die Reaktionen auf ein Zitat von Helmut Schmidt, das ich anlässlich seines Geburtstags am 23. Dezember gepostet habe und das bis Sonntag-Abend rund 82.000 Mitglieder auf LinkedIn mit knapp ca.118.000 Impressions gefunden hat – und annähernd 150 Kommentare und Repliken ausgelöst hat. Das Zitat lautete: „Wer in die Politik gehen will, soll einen Beruf erlernt und ausgeübt haben, in den er jederzeit zurückkehren kann, denn nur so kann er sich seine Unabhängigkeit bewahren.“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin einerseits überwältigt von der großen, geradezu nostalgischen Verehrung, die diesem Bundeskanzler von 1974 bis 1982 heute noch (oder wieder) entgegengebracht wird – wobei er neben Konrad Adenauer und über alle anderen gestellt wird. Hier wird der weit verbreitete Wunsch deutlich, einen Menschen dieses Kalibers wieder zur Wahl zu haben. Über alle politische Couleur hinweg sind sich die Kommentare einig: eine solche Person ist von rechts bis links in der deutschen Politik derzeit nicht zu finden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          1969 war Helmut Schmidt Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag und war zusammen mit dem damaligen Unions-Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel wesentlich dafür verantwortlich, dass die Große Koalition unter Georg Kiesinger überhaupt handlungsfähig war. Ab Oktober 1969 übernahm er in der Regierung Brandt zunächst das Amt des Verteidigungsministers, dann des Finanzministers, ehe er von Willy Brandt das Amt des Regierungschefs übernahm. Er ist der Mann, der der RAF entgegentrat, der Mann des Nato-Doppelbeschlusses und die Person, die für eine zehnprozentige Inflation verantwortlich gemacht wurde, die durch den Öl-Boykott verursacht wurde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er ist allerdings auch der Mann, der – und darauf haben mich viele aufmerksam gemacht – zwar Volkswirtschaft studiert hat, aber nie darin promovierte und den Beruf des Volkswirts in welcher Funktion auch immer niemals ausgeübt hat. Seine Ausbildung, so lauten einige Repliken, habe er bei der Wehrmacht und somit als Offizier im Zweiten Weltkrieg erfahren – wobei ich glaube, dass erst diese niemand zu gönnende harte Schule die Voraussetzung war, Tausenden von Hamburgern bei der Springflut 1954 das Leben retten zu können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir müssen dagegen beklagen, dass wir beim Hochwasser im Ahrtal zu viele Wegducker in den politischen Ämtern hatten, dass wir zwar von einem Doppel-Wums hören aber keinen Nato-Doppelbeschluss vor Augen haben. Wir haben seinerzeit Sonntagsfahrverbote akzeptiert, können aber mit schlampig daherkommenden Gesetzen zur Heizungsreform nicht leben. Wir haben eine andauernde Teuerungsrate, die zwar nicht an die Zahlen der Vergangenheit heranreicht, vielen aber dennoch die Lebenshaltungskosten ins Unerträgliche steigert. Wir beklagen einerseits den Fachkräftemangel, diskutieren andererseits aber darüber, ob wir jetzt möglichst schnell syrische Spezialisten in Krankenhäusern und Maschinenbauunternehmen wieder nach Hause schicken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Viele Kommentare schlagen eine Reform vor, die politische Mandate auf acht Jahre beschränkt, so dass Politiker gezwungen sind, als „hart arbeitender Mittelstand“ ihren Unterhalt zu bestreiten. Viele schlagen vor, eine Ausbildung ganz im Schmidtschen Sinne als Voraussetzung für das passive Wahlrecht zu fordern. Andere nennen das undemokratisch, weil es beispielsweise jungen Menschen den Weg in die Politik verwehrt oder zumindest erschwert. Wieder andere zeigen, wie sehr sie sich von der heutigen Politik-Welt abgewendet haben. Sie erwarten von keinem der zur Wahl stehenden Personen eine Wende zum Besseren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Übrigens: Laut Statistischem Bundesamt waren von den insgesamt 733 Abgeordneten des 20. Deutschen Bundestages 215 im Öffentlichen Dienst beschäftigt, davon waren wiederum 104 verbeamtet. 200 waren Selbständige in der Wirtschaft oder in Freien Berufen. 108 Angestellte, die in Wirtschaftsunternehmen stehen und 125 Menschen, die in politischen Organisationen tätig sind. Und über 85 Abgeordnete gibt es keine verwertbaren Informationen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ist leicht, sich von der Politik abzuwenden, mit geschlossenen Augen- wenn überhaupt -  ein Kreuz zu machen und danach darüber zu menetekeln, dass ja doch alle gewogen und für zu leicht befunden wurden. Es ist aber an uns, die Wahl zu treffen. Wir sind der Souverän! Und vielleicht ist für viele mittelständische Unternehmer – abgesehen von Aufsichtsratsmandaten –ja auch ein Engagement in der Politik denkbar. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Man kann mit Bertolt Brecht die aktuelle Situation und die Qual unserer Wahl passend beschreiben: „Es sind die dümmsten Kälber, die wählen ihre Schlächter selber.“ Heute sind es vielleicht keine Schlachthof-Arbeiter, die wir zur Auswahl haben. Aber diese, mich faszinierende Resonanz auf meinen Post auf LinkedIn zeigt einen breiten Konsens über das Personal, das zur Wahl steht. Es besteht nicht aus Schlächtern, sondern – das ist meine Meinung – vielfach aus Schlechten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Daraus gibt es nur eine Konsequenz: Wir, die wir uns für geeigneter halten, für weitsichtiger, für wirklichkeitsnäher und vor allem für zupackend und pragmatisch, sollten uns der Politik nicht verweigern. Das gilt für Kommunen, für das Bundesland und den Bund. Wir sind das Volksvermögen!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und liebe BonnBlog-Lesegemeinde mein Abschlusswunsch zum kommenden Neuen Jahr:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber die Zukunft liegt in unserer Hand. Nutzen wir das Neue Jahr, um unsere Träume zu verwirklichen. Euch allen ein gutes Neues Jahr
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Dec 2024 09:27:55 GMT</pubDate>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Deutschland, ein Wintermärchen
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und es begab sich zu jener Zeit, dass sich alle Politiker schätzen lassen mussten, ein jeder in seinem Wahlkreis. Und so machten sie sich alle auf: Olaf, Friedrich, Robert und Christian - ebenso Alice aus dem Wirtschaftswunderland im Süden mit Sarah ihrem angetrauten Weibe, die ein Bündnis unter ihrem Herzen trug. Auch die drei Silberrücken aus dem Osten machten sich auf in ihre Wahlkreise: Bartsch, Gysi und Ramelow huldigten dem Volk, damit sie auserwählt würden, den Linken eine letzte Chance für den Einzug in den Bundestag zu gewähren. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch der Weg ist für alle beschwerlich, denn die Straßen und Brücken sind in einem schlechten Zustand und die Züge verkehren meist verkehrt. Weil es auch der Gastronomie und den Bauern schlecht geht, sind Herbergen und Ställe kaum zu kriegen. So übernachteten alle in wechselnden Gruppierungen in den abendlichen Talk-Runden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und dort werden wir nun in den kommenden 60 Tagen das immer gleiche – mit Verlaub: mittelmäßige – Personal besichtigen müssen, ohne dass das Wahlvolk eine Aussicht auf neue Positionen und Personen hätte. Wir sind gebunden zwischen Sachzwängen und Denkzwängen. Wie auch immer wir wählen werden, wir wählen stets das kleinere Übel. Ein Erlöser ist nun wirklich nicht in Sicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jenseits des Atlantiks sieht man das anders. Dort wurde Donald Trump mit geradezu bigotter Inbrunst wiedergewählt – und wir müssen befürchten, dass mit diesem selbsternannten Messias alles nur noch schlimmer wird: Zölle, Gegenzölle, politische Deals und eine Selbstbedienungsmentalität der „Haves“ und der „Haves More“. Dann doch lieber unser zweitklassiges Personal!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das ist kein Grund zum Verzagen – ganz im Gegenteil. Wenn wir am Wahltag unsere Stimme abgegeben haben, dürfen wir nicht verstummen, sondern müssen unsere Stimme erheben, um für Demokratie, Wohlstand und Gerechtigkeit einzutreten. Es reicht nicht, unzufrieden mit „denen da oben“ zu sein und sich wieder im eigenen Missmut einzuigeln. Demokratie lebt nicht davon, alle Jubeljahre einen Wahlzettel auszufüllen, sondern davon, dass wir als Bürger das Schicksal unserer Gesellschaft gestalten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Deshalb: auf in die Ehrenämter im Land, mehr Engagement in den Parteien, mehr Meinungsbeiträge in den sozialen Medien und mehr Empathie für diejenigen, denen es schlechter geht als uns. In Nordrhein-Westfalen haben die Radiohörer ein kleines Weihnachtswunder vollbracht und innerhalb von fünf Tagen zwölf Millionen Euro für den Einsatz gegen den Hunger in der Welt gesammelt. Die Zahl der Ehrenämter in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt im zweiten Jahr hintereinander wieder gestiegen und hat damit das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Mehr als 16 Millionen Menschen engagieren sich in Sportvereinen, in der Nachbarschaftshilfe und den Tafeln, in den Parteien und in politischen Ämtern – und das, obwohl viele von ihnen ungeschützt trotz Anfeindungen von populistischen Radikalen und gewaltbereiten Wutbürgern ihre Arbeit tun.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir sollten diesen Wahlkampf nutzen, um uns selbst vor die Wahl zu stellen: Wollen wir uns weiter in unserem Kokon aus Unmut und Gleichgültigkeit einspinnen? Oder wollen wir aktiv an unserem Gemeinwohl mitarbeiten – in der Politik, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft und im sozialen Umfeld. Es wird Zeit, dass wir uns selbst wählen und uns damit selbst erlösen. Das wäre eine gute Weihnachtsgeschichte – oder doch nur ein Wintermärchen?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mein Schluss der Weihnachtsgeschichte: Unser wahres Geschenk zu Weihnachten ist nicht der Frieden, der uns gegeben wird, sondern der, den wir in uns und um uns schaffen. Es liegt an uns, aus kleinen Gesten des Engagements im Neuen Jahr große (und bitter notwendige) Wunder für unsere Gemeinschaft zu machen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Frohe Weihnachten
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Dec 2024 09:31:34 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>2024: KI ist Key</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die User von Spotify haben Anfang Dezember wieder erwartungsvoll auf ihre Benachrichtigungen geschaut – bis am 4. Dezember endlich Spotify Wrapped freigeschaltet wurde. Für Nicht-Streamer: Spotify Wrapped ist ein Jahresrückblick der über diesen Streaming-Dienst am häufigsten angehörten Audio-Streams – also Konzert-Mitschnitte, Songs, Podcasts oder Hörbücher. Der besondere Service von Spotify besteht darin, dass nicht nur die globale Mehrheitsmeinung wiedergegeben wird, sondern auch individualisierte Rückblicke nach der eigen Stadt, der eigenen Region oder dem eigenen Account zusammengefasst werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenig überraschend wurde dieses Jahr Taylor Swift hoch gehandelt.  Doch dieses Jahr waren viele Spotify-User enttäuscht. Die Rückblicke waren uninspiriert, langweilig und lückenhaft. Viele Genres wurden gar nicht berücksichtigt. In den User-Zirkeln wurde schnell der Schuldige gefunden. Spotify nutzt einen KI-Algorithmus, der offensichtlich ein wenig „faul“ geworden war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Spüren Sie das auch? Dass Beiträge von Personen, denen man in den sozialen Medien folgt, plötzlich eine geringere Qualität aufweisen, weil offensichtlich nicht mehr die menschliche, sondern eine künstliche Intelligenz die Inhalte produziert hat? Tatsächlich beobachteten KI-Experten im zurückliegenden Jahr einen Rückgang der Content-Qualität – verursacht durch generative KI-Algorithmen, die aus mittelmäßigem Datenmaterial auch nur Mediokres generieren konnten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dennoch ist KI Key für viele Anwendungen. Vieles geht gar nicht mehr ohne oder ging bisher nicht ohne künstliche Intelligenz. Die überwiegende Zahl der Startups entwickelt ohnehin ihre Lösungen nicht nur mithilfe von KI, sondern setzt sie auch als Dienstleistung ein. Das geht von der App für Fitness bis zur Zugangssteuerung für Kernkraftwerke. Wenn 2023 das Jahr war, in dem wir Kontakt aufnahmen, dann war 2024 das Jahr, in dem wir mit KI vertraut wurden. Und folglich wird 2025 das Jahr werden, in dem wir kaum noch etwas ohne die Unterstützung von künstlich intelligenten Algorithmen tun werden (oder können).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamts hat in diesem Jahr jedes fünfte Unternehmen tatsächlich KI-Systeme genutzt – egal, ob wie der Pharmakonzern Boehringer, um die Entwicklung neuer Wirkstoffe auf die Hälfte des bisherigen Zeitaufwands zu verringern, oder ob ein Chatbot wie bei Zalando die Käuferinteressen genauer triggert. 2023 war es lediglich jedes achte Unternehmen – also ein durchaus moderater Anstieg. Von der von vielen befürchteten Übernahme der Weltherrschaft durch KI sind wir demnach noch Jahrzehnte entfernt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der israelische Historiker Yuval Noah Harari sieht eine Übernahme durch KI wie in Dystopien à la „Terminator“ als äußerst unwahrscheinlich an. Stattdessen warnt er vor künstlicher Intelligenz in der Bürokratie. Es könnte eine Situation eintreten, warnt er in einem bemerkenswerten Essay, in dem wir wie in den neunziger Jahren an den Unzulänglichkeiten einer noch nicht ausgereiften Technologie verzweifeln werden. Damals waren es die ersten (KI-gestützten) Spracherkennungssysteme, die uns verzweifeln ließen, wenn wir von einem Chatbot am Telefon immer wieder zu hören bekam: „Ich habe Sie nicht verstanden“! Solche Unzulänglichkeiten würden das Bürokratiemonster, unter dem wir jetzt schon alle leiden, nur noch weiter wachsen lassen. Erste Ergebnisse sieht er schon im Jahr 2024: Auch ohne große Gesellschaftsstudien hätten praktisch alle Chatbots, die das Internet als Datenquelle nutzen, herausgefunden, dass „Gier, Angst und Hass“ die wichtigsten Motive der Menschheit seien.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das wichtigste Motiv für die Nicht-Nutzung von KI war ausweislich der Untersuchung des Statistischen Bundesamts ohnehin die Unkenntnis über KI-Angebote, ihre Einsatzmöglichkeiten, die Nutzungsvoraussetzungen und die rechtlichen Folgen. Das stellt sich ja fast die Frage, ob wir nicht doch für die Befassung mit KI einen eigenen KI-Algorithmus entwerfen sollten. Denn KI wird auch 2025 Key bleiben. Während im zurückliegenden Jahr die Investitionen in KI-Rechenzentren weltweit auf einen dreistelligen Milliardenbetrag stiegen, werden im neuen Jahr vor allem Technologien unterstützt, die KI näher an den Menschen bringen – auf Smartphones, in Fabrikhallen und Büros. Das soll die Antwortzeiten reduzieren und gleichzeitig jenen Nutzern einen besseren Zugang gewähren, für die KI auch 2025 Key ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 09:40:19 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Substanzverlust</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Substanzverlust an Deutschlands intellektueller Infrastruktur schreitet immer schneller voran. Das zeigt sich nicht nur in der Bildungsmisere, an Kindergärten, Grundschulen, weiterführenden Schulen, an den Universitäten und in den Dualen Studiengängen oder der Weiterqualifizierung der Belegschaft. Es zeigt sich auch – und das ist fast noch schlimmer – in der politischen Debatte, egal ob im Bundestag, in den sozialen Medien oder – für jedermann live zu besichtigen – in den Polit-Talkshows. Es ist kaum anzunehmen, dass die Gespräche in den Hinterzimmern von Ministerien, in den Strategiezirkeln der Parteien oder an den politischen Stammtischen urplötzlich ein höheres Niveau erreichen sollten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und es wird noch schlimmer: Derzeit werden Äußerungen zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands vor allem mit Blick auf Meinungsumfragen formuliert – und je nach Stimmungslage auch umformuliert. Die Beliebigkeit der Meinungsbeiträge ist atemberaubend. Das Adenauer-Motto – „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ – feiert nach siebzig Jahren wieder fröhliche Urständ.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Allein die Sozialdemokraten bleiben sich treu und halten an ihrer Schmierenkomödie um die Kanzlerfrage fest und bleiben damit in den Schlagzeilen. Die Union weiß nicht, ob sie lieber mit oder gegen die Grünen regieren will, während Noch-Co-Kanzler Robert Habeck deutliche Signale an die CDU sendet, nun künftig den Karren wertekonservativ aus dem Dreck zu ziehen. Das wiederum bringt den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner in Wallung, der postwendend den „lieben Friedrich“ ermahnt, mit den Grünen kein „Weiter so“ anzusteuern. Als wäre eine schwarz-gelbe Koalition überhaupt in der Nähe einer Wahrscheinlichkeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Abgesehen davon, dass der politische Stil und die inhaltliche Auseinandersetzung dabei auf der Strecke bleiben – der eigentliche Verlierer dieses Wahlkampfs steht schon jetzt fest: es ist die deutsche Wirtschaft und insbesondere der deutsche Mittelstand. Die Unternehmen kämpfen buchstäblich um ihr Überleben. Ich höre von Unternehmerinnen und Unternehmern, die die Selbstentleibung einer gefühlten Schande des Scheiterns vorziehen würden. Was sie brauchen ist Wirtschaftspolitik und keine Wurschtelpolitik, die sich nun unweigerlich bis zum 23. Februar und darüber hinaus fortsetzen wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stattdessen denkt unser Politik-Tableau bei Prozentpunkten nicht an das Bruttoinlandsprodukt, sondern an die Ergebnisse der nächsten Meinungsumfragen. Und als wäre das nicht Katastrophe genug, droht nach der Wahl nicht nur ein weiteres konjunkturelles Desaster, sondern ein Schicksal, das uns bereits unsere Nachbarn in den Niederlanden, in Frankreich, in Österreich, Tschechien oder Ungarn vorexerzieren: Die Unregierbarkeit durch Populisten. Und auch das ist ein beklagenswerter Substanzverlust! Deshalb: Reißt euch zusammen und rauft euch zusammen. Jetzt – und nicht in der Nacht auf den 24. Februar!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch in diesem beklagenswerten Substanzverlust ist die intellektuelle Infrastruktur praktisch ein Spiegelbild unserer physischen Infrastruktur – also Gebäude, Verkehrswege, Industrieanlagen und (siehe oben) Bildungseinrichtungen. Kommunen, Länder und der Bund sowie die Wirtschaft schreiben mehr Werte ab als sie neu investieren. Auf 4,5 Milliarden Euro beläuft sich der Substanzverlust an öffentlichen Gebäuden. 600 Milliarden Euro würde die Erneuerung unserer Verkehrs- und Energie-Infrastruktur verschlingen, heißt es. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei ist die Klage nicht neu: Vor zehn Jahren – in der Debatte zum von einer schwarz-roten Koalitionsregierung vorgestellten Bundeshaushalt 2015 beklagte die Opposition (aus Grünen, FDP und Linken) bereits das Festhalten an der Schwarzen Null und einen Substanzverlust seit 2003, beschleunigt durch die Finanzkrise 2008. Was ist seitdem passiert? Ein weiter beschleunigter Substanzverlust.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Institut der deutschen Wirtschaft hat zuletzt im Sommer 2022 zum dritten Mal nach 2013 und 2018 Unternehmen befragt, wie sich der Zustand zentraler Infrastrukturen auf ihre laufende Geschäftstätigkeit auswirkt. Die Lage hat sich seit der ersten Befragung immer weiter verschärft. Vier von fünf der befragten Unternehmen sehen sich im Jahr 2022 regelmäßig durch Infrastrukturmängel in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Das waren über 20 Prozentpunkte mehr als im Herbst 2013. Gegenüber 2018 hat sich vor allem der Anteil der deutlich beeinträchtigten Unternehmen von 16 Prozent auf 27 Prozent erhöht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Umfrage stammt aus der Frühphase des Ukraine-Kriegs, als die enormen Belastungen durch die Energiepreisexplosion noch gar nicht abzusehen waren. Weder Politik noch Wirtschaft haben damals in den Abgrund zu schauen gewagt, der sich damals vor uns aufgetan hat. Heute sind wir einen Schritt weiter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir brauchen jetzt keine geduldete Minderheitsregierung, sondern eine Allparteienkoalition des guten Willens, die (fast) alle im Bundestag vertretenen Parteien einbezieht und gleichzeitig handlungsfähig ist. Wir können uns einen weiteren Substanzverlust bis zum 23. Februar und darüber hinaus einfach nicht mehr leisten. Wer schnell hilft, hilft doppelt – und wird bei der Bundestagswahl belohnt. Wer dagegen blockiert, blockiert auch sich selbst.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Dec 2024 09:42:49 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Als die Daten Laufen lernten...</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/als-die-daten-laufen-lernten</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vor 25 Jahren entstand in einer – zumindest in meiner Erinnerung – wilden Gründungsphase einer der einflussreichsten Wirtschaftsverbände in Deutschland: der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Die „neuen Medien“ waren im Oktober 1999 noch so neu, dass sie nicht in das Anagramm aufgenommen wurden, das damals noch zur Verdeutlichung BITkom geschrieben wurde. Gründungsverbände des Bitkom waren der Bundesverband Informations- und Kommunikations-Systeme (BVB), der Bundesverband Informationstechnologien (BVIT) sowie die Fachverbände Informationstechnik im VDMA und Kommunikationstechnik im ZVEI. Als Mitglied des BVB hatte ich mich vehement für diesen Zusammenschluss eingesetzt, der schließlich trotz einiger persönlicher Eitelkeiten und Animositäten altgedienter Verbandsfunktionäre möglich wurde: Ziel war es, der „Elektronischen Datenverarbeitung“ in der Gesellschaft mehr Gewicht zu verleihen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war die Zeit, als die Daten Laufen lernten. Das World Wide Web war noch ein Novum, Amazon gerade einmal ein Jahr alt und die 160 Zeichen lange SMS war das elektronische Kommunikationsmittel der Wahl. Wir träumten vom schnellen mobilen Internet durch UMTS, dessen Frequenzen ein Jahr später in einer Wahnsinns-Auktion versteigert wurden. Doch auch das war deutsche Realität: Mit den Arbeitsgemeinschaften für Telefax, für Kopierer, für Aktenvernichter und Drucker traten jede Menge rückwärtsgewandte Technologien in den Bitkom ein. Hardware war „the name of the game“. Und wer interessierte sich schon für Software, erst recht, wenn sie von mittelständischen Unternehmen entwickelt wurde und nicht von den Branchenriesen SAP und SAG.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch als lautes (manche würden sagen: vorlautes) Sprachrohr dieser mittelständischen Software-Szene wurde ich vom Bitkom schließlich in den Mittelstandsausschuss des BDI entsandt, nachdem der Bitkom – ebenfalls nach langen Verhandlungen – in den Bundesverband der Deutschen Industrie aufgenommen wurde. Heute gibt es kaum noch einen Wirtschaftsvertreter, der nicht spätestens im zweiten Absatz seiner Rede die Worte „Digitalisierung“, „Transformation“, „Startups“ oder „künstliche Intelligenz“ benutzt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und nun – nach 24 Jahren im BDI/BDA Mittelstandsausschuss betrachte ich meine Mission als erledigt. Wie wichtig die neuen Technologien für den Mittelstand und seine Zukunftsfähigkeit sind, wird nicht nur nicht bestritten, sondern von zahllosen Studien über die Transformation im Mittelstand als unabdingbare Maßnahme bestätigt. Deutschlands Zukunftsfähigkeit hängt von den Themen ab, die im Bitkom vereinigt sind. Und die Zukunft des Mittelstands hängt auch weiterhin davon ab, wie schnell und wie konsequent diese Technologien zum Einsatz kommen. Mit nun beinahe 80 Jahren geht mir hier immer noch alles zu langsam. Doch das ist nun die Aufgabe von anderen, jüngeren Menschen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In dieser Ungeduld befinde ich mich auch in voller Übereinstimmung mit Bertram Kawlath, der nun zusammen mit mir – allerdings nicht aus Altersgründen – den BDI-Mittelstandsausschuss verlässt. Er ist seit Mitte Oktober neuer Präsident des VDMA und in dieser Eigenschaft zugleich nun auch Vizepräsident im BDI. „Im Hauptberuf“ ist er allerdings Geschäftsführender Gesellschafter des Ingolstädter Unternehmens Schubert &amp;amp; Salzer und steht damit als sichtbares Beispiel für den innovativen Mittelstand. Ich weiß unsere Mission bei ihm in besten Händen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er wird die Digitalisierung in Deutschland zusammen mit dem neuen BDI-Präsidenten Peter Leibinger voranbringen. Der ausgewiesene Laserspezialist ist Vorsitzender des Aufsichts- und Verwaltungsrats des Technologieunternehmens Trumpf, seine Schwester Nicola Leibinger-Kammüller übernahm 2018 nach dem Tod des Vaters den Vorstands-Vorsitz. Und auch hier zeigt sich der digitale Mittelstand beispielgebend: „Die Produktionstechnik weiterzuentwickeln und digital zu vernetzen, sie noch wirtschaftlicher, präziser und zukunftssicher zu machen“, setzt sich das Unternehmen zum Ziel und formuliert damit eine Handlungsempfehlung, die für die gesamte industrielle Wirtschaft in Deutschland gelten kann.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Leibingers Ziel als BDI-Präsident klingt ganz ähnlich: „Ich möchte etwas dazu beitragen, dass wir als Industrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder mehr Optimismus gewinnen können. Die Ausgangslage ist schwierig, aber wenn Deutschland seine Stärken stärkt und seine Schwächen beseitigt, werden wir eine Kehrtwende einleiten können.“ 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Kehrtwende hat sein Vorgänger im Amt, Siegfried Russwurm, über zwei Amtsperioden immer wieder angemahnt und damit die Politik der Alt-Kanzlerin Angela Merkel wie die der jetzigen Bundesregierung wesentlich beeinflusst. Ihm ist es zu verdanken, dass die Themen Digitalisierung und Transformation auf breiter Front in der deutschen Wirtschaft angekommen sind. Auch das nächste Zukunftsthema – nämlich Künstliche Intelligenz – hat er schon vor Jahren mutig und wortgewandt vorangetrieben. Als Peter Leibingers Stellvertreter im BDI bleibt uns seine Stimme glücklicherweise weiter erhalten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich hege den Optimismus, dass wir in der Tat wieder mehr Optimismus gewinnen werden. Peter Leibinger, Siegfried Russwurm und Bertram Kawlath sind drei kompetente Schwergewichte auf dem Weg in ein moderneres Deutschland. Sie werden die Daten weiterhin das Laufen lehren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 09:48:44 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kernkompetenz: Krise können</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/kernkompetenz-krise-koennen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Gespenst geht um in Europa – und diesmal ist es nicht die Enteignung durch den Kommunismus, sondern die Selbstenteignung durch Insolvenz oder Geschäftsaufgabe. Mehr als 20.000 Firmenpleiten erwartet die Deutsche Industrie- und Handelskammer allein 2024 für Deutschland. "Wegbrechende Nachfrage aus dem In- und Ausland, hohe Kosten für Energie und Fachkräfte, erhebliche Belastungen durch Steuern und Bürokratie - all das drückt auf die Geschäftsaussichten und die Finanzlage", erklärte DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers diese Woche gegenüber der Tagesschau.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Vergleich zum vergleichbaren Vorjahresmonat ist die Zahl der Insolvenzen im Oktober um 23 Prozent gestiegen, meldet das Statistische Bundesamt. Dabei gehen in diese Statistiken Firmenaufgaben erst ein, wenn sie vom Insolvenzgericht bestätigt werden – der Antrag erfolgt im Durchschnitt etwa drei Monate früher. Die Welle ist längst ins Rollen gekommen, während sich Regierung und Opposition gegenseitig wahlkämpfend lahmlegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei benötigt gerade die Wirtschaft nichts dringender als kurzfristig wirkende Erleichterungen. Und da die aus der Politik in den kommenden drei Monaten kaum zu erwarten sind, handeln viele Firmenlenker derzeit nach einem Grundsatz aus der Antike: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Plötzlich sind die Zahlenmenschen gefragt, die Controller, die Durchgreifer und die Einsparer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           SAP-Vorstandsvorsitzender Christian Klein – selbst ehemals oberster Chef-Controller beim Walldorfer Softwarehaus – macht es offensichtlich vor: Beim ehemals beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands wurde die großzügige Regelung zum Home Office kassiert. Nun will Klein seine Belegschaft drei Tage pro Woche im Büro wissen. Gleichzeitig soll ein neuer Wind wehen, der eine „Growth Culture“ etablieren soll. Ein Element dieser (Un-)„Kultur“ besteht darin, die Belegschaft künftig in Performer, Achiever und Improver einzuteilen, letzteres ist ein Euphemismus für Minderleister. Die Maßnahme erinnert an dunkelste Microsoft-Zeiten unter Steven Ballmer, als die jeweils schlechtesten Performer einer Abteilung geschasst wurden, egal wie gut sie waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krise können ist die derzeit gefragteste Kernkompetenz. „Die Zeit der Schönwetterkapitäne ist vorbei“, fasste ein Personalberater die Situation den Unternehmen zusammen. Das Zitat erinnert an den Titel des vor gut 30 Jahren erschienenen Buches des Wirtschaftsjournalisten Günter Ogger: „Nieten in Nadelstreifen“. Das Buch prangerte die Versäumnisse der Unternehmen in den boomenden achtziger Jahren an, die schließlich in den herausfordernden neunziger Jahren sichtbar wurden. Es lohnt sich, noch einmal in das Buch zu schauen: Die Parallelen zur heutigen Zeit sind frappierend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch noch mehr lohnt es sich, nach vorne zu schauen und Zukunftsszenarien für den Mittelstand zu entwickeln. Der Mittelstandsausschuss im Bundesverband der Deutschen Industrie hat dazu jetzt ein Papier veröffentlicht, an dessen Entstehen in den vergangenen drei Monaten ich ein wenig beteiligt war. Neben einem notwendigen Appell an die Politik, mehr Planungssicherheit durch beschleunigte Genehmigungsverfahren zu schaffen und – inzwischen ein Evergreen – den Bürokratieabbau voranzutreiben, sieht er fünf Handlungsempfehlungen vor, an denen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand arbeiten sollten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -          Nachhaltige Energieversorgung wettbewerbsfähig gestalten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -          Kreislaufwirtschaft in vollem Umfang etablieren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -          Innovationen ermöglichen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -          Ländliche Räume stärken und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -          Potenziale der EU konsequenter nutzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie finden diese Handlungsempfehlungen hier:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://bdi.eu/publikation/news/handlungsempfehlungen-zur-zukunft-des-industriellen-mittelstands" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Publikation
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es mag überraschen, dass praktisch alle Themenschwerpunkte einen Bezug zur Umwelt haben, Es sind also durchaus langfristig ausgerichtete Ziele, die hier angedacht werden. Doch ohne Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, digitale Transformation und künstliche Intelligenz ist auf lange Sicht kein Staat mehr zu machen. Und das hat auch kurzfristig positive Auswirkungen. Wer Energie spart oder zu günstigen Nachttarifen einkaufen kann, verbessert seine Marge ebenso wie durch die Nutzung von Recycling, Upsycling und Müllvermeidung. Über den Segen der Digitalisierung ist an dieser Stelle schon genug geschrieben worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich zeigt zum Beispiel die Arbeitsplatzstatistik in Nordrhein-Westfalen, dass inzwischen mehr Jobs in der Umwelttechnik existieren als in einer klassischen Domäne des bevölkerungsreichsten Bundeslands – nämlich der Metallverarbeitung. Diese Transformation hilft an allen Enden – egal, ob wir noch länger auf eine handlungsfähige Regierung warten müssen oder nicht. Die Handlungsempfehlungen sind eine positive Herausforderung für Manager mit einer entscheidenden Kernkompetenz: Krise können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/91729ea3ca5c446d8372315861a49594/dms3rep/multi/240407+Kaufmann+01.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Nov 2024 09:19:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bloß keine Inhalte!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/bloss-keine-inhalte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hat jetzt aufgedeckt, wie die FDP-Bundesminister in mehreren Geheimsitzungen Szenarien für den Ausstieg aus der Ampel-Koalition entworfen, geprüft und durchchoreographiert haben. Ein Vehikel für den Bruch war das Papier, in dem Wirtschafts- und Finanzpositionen formuliert wurden, die mit Sicherheit in der Koalition nicht mehrheitsfähig und vor allem als Provokation gedacht waren. Im politischen Berlin wurde das Papier sofort als das verstanden, als das es gemeint war: ein Scheidungsbrief.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Diskussion über seine Inhalte blieb weitgehend aus. Das hat mehrere Gründe. Einerseits vereinnahmte CDU-Chef Friedrich Merz das Papier sofort für sich, indem er und sein Generalsekretär sagten, es sei begrüßenswert – schon deshalb, weil es größtenteils aus CDU-Papieren abgeschrieben sei. Zum anderen war es ja genau wegen der Unvereinbarkeit mit Positionen in der SPD und beiden Grünen völlig ins Blaue hineingeschrieben. Ein Papier, über dessen Inhalte sich aus Mangel an Realitätsbezug zu diskutieren nicht lohnt. Inszenierung First, Inhalt Second!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Umgekehrt hatte Bundeskanzler Olaf Scholz ein Gegenpapier „hingerotzt“, wie es Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck formuliert hatte, das seitdem ebenfalls inhaltlich nicht weiter diskutiert wird. Dafür hatte er Muße, drei Pressereden für die drei Szenarien des Ampel-Aus vorbereiten zu lassen. Also auch hier: Inszenierung First, Inhalt Second!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vorschlag für einen Wachstumsfonds, wie er vom BDI vorgeschlagen und von Robert Habeck grün-durchwirkt aufgegriffen wurde, scheitert wiederum am schwarz-gelben Widerstand gegen eine Reform der Schuldenbremse. Insofern: Gegenstandslos! Also auch hier – bloß keine Diskussion über Inhalte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dafür wird über den Zeitpunkt der Vertrauensfrage gestritten und – gottseidank – auch mal entschieden. Dafür wird darüber nachgedacht, wer der bessere Kanzlerkandidat für die Sozialdemokraten wäre – das allerdings nicht aus inhaltlichen Überlegungen, sondern aus rein machterhaltendem Kalkül. Oder hätten wir etwa schon gehört, welche Position der Bundesverteidigungsminister beispielsweise zum Abbau von Sozialleistungen einnimmt. Dazu – und nicht nur über das Ausmaß des künftigen Wehretats – müsste er sich aber äußern, wenn er ein gesamtpolitisches Mandat anstreben sollte. Denn eines ist klar: wir gefährden unseren Wohlstand durch den Wohlstandsstaat und seinen immensen Ausgaben. Aber auch hier: bloß keine Inhalte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn wer möchte schon einen Wahlkampf führen, in dem dem Wahlvolk die Folterwerkzeuge gezeigt werden müssenm, die in der kommenden Legislatur unvermeidlich sind: Migration in einem Maße begrenzen, dass unsere freiheitliche Grundordnung an die Wand gefahren wird; Sozialausgaben einzuschränken bis zu dem Grad, an dem die Leute auf der Straße liegen und danach auf der Straße marschieren; Steuererhöhungen für den Mittelstand bei gleichzeitigen Steuersenkungen für die Besserverdienenden, die wir im Lande halten wollen; Wehrpflicht für alle, die bei Drei nicht ausgewandert sind; Mietpreisdeckel bei gleichzeitigen Subventionen für den Wohnungsbau, Superabschreibung für Firmeninvestitionen bei gleichzeitigem Wegfall von Subventionen für E-Autos?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind wir in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts oder wiederholen wir die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts? Damals, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und in den Frühzeiten der Weimarer Republik, übten die Deutschen zum ersten Mal die Mechanismen der Demokratie. Heute schleicht sich der Verdacht ein, als hätten wir unsere Bürgerrechtsstunde geschwänzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schauen wir in die USA, wo der designierte US-Präsident Donald Trump ein wahres Gruselkabinett zusammenbraut: ein Nato-Gegner als Außenminister, ein Rechtsradikaler als Verteidigungsminister, ein Impfgegner als Gesundheitsminister, ein Xenophob als Heimatminister, ein Milliardär als Sparkommissar, eine Einpeitscherin als Stabsministerin… Auch hier: Bloß keine Inhalte. Aber das Personaltableau lässt immerhin Raum für schlimmste Fantasien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind noch nicht einmal so weit, das Wahlvolk über Personalien mit Fantasien zu Inhalten zu beschäftigen. Kanzlerkandidat Friedrich Merz verliert sich in Andeutungen, die Schuldenbremse könne doch fallen, wenn er erst gewählt wird. Die SPD sucht ihr Heil in ihrem Verteidigungsminister. Die Liberalen setzen auf den Mitleidseffekt, um vor der Fünf-Prozent-Hürde gerettet zu werden. Die Grünen wählen keinen Kanzlerkandidaten, sondern einen „Kandidaten für die Menschen“. Was auch immer das heißen soll: Bloß keine Inhalte!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Lehrling in Deutschland muss sich so wenig Mühe bei seiner Bewerbung machen. Da gilt es, den eigenen Werdegang und die eigenen Ambitionen zu beleuchten. Für einen Kanzlerkandidaten reicht es inzwischen aus, nach Sympathiewerten in zweifelhaften Umfragen zu gehen. Doch mit Wahrheiten über die schmerzhaften Amputationen am Sozialstaat, die Mehrausgaben für die Selbstverteidigung, die auch für Klimaleugner weiter explodierenden Energiekosten und Klimafolgekosten kommt kein Politiker vorbei – aber bitteschön erst nach der Wahl: Bloß keine Inhalte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei wäre es doch mal ein Ansatz, wenn wir schon keinen Digitalminister auf die Beine bekommen, ein Transformationsministerium als neues Superressort zu entwerfen, das sich um weniger soziale Umverteilung, mehr Effizienz, weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung und vor allem mehr Zukunft kümmert. Es muss ja nicht gleich ein Typ vom Schlage Elon Musks sein. Aber tatsächlich hätten wir in Deutschland auch niemanden, der erfolgreich Elektroautos baut, gleichzeitig der NASA aus ihrem Kostendilemma hilft, der Ukraine ein Kommunikationssystem zur Selbstverteidigung schenkt und schließlich mit Twitter… Aber lassen wir das: Bloß keine Inhalte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie wäre es angesichts der Inhaltslosigkeit unseres Politpersonals mal mit einer Regierung aus Technokraten, die nicht auf ihre Wiederwahl schielen, sondern auf das Wohl für das Land. Um es frei nach George Clemenceau zu sagen: Die Welt ist uns zu wichtig, als dass wir sie den Politikern überlassen sollten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch wir werden am 23. Februar nicht vor der Wahl stehen, was wir wählen, sondern höchstens vor der Wahl, wen wir wählen. Und dann dürfen wir abwarten, bis sich in schwierigen Dreier-Gesprächen ein Koalitionspapier ergibt, in dem vor allem Macht verteilt wird, nicht aber die wichtigsten Handlungsrichtlinien für den Wirtschafts- und Gesellschaftsstandort Deutschland. Bloß keine Inhalte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Nov 2024 07:59:03 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Und die Moral von der Geschichte...</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           83 Prozent der von der Bild-Zeitung Befragten betrachten die Entscheidung von Volker Wissing, nach dem Bruch der Ampel-Koalition im Amt zu bleiben und den Austritt aus der FDP zu verkünden, als Verrat an Partei und den Wählern. Wissing selbst sieht darin ebenso wie Bundeskanzler Olaf Scholz eher ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner wiederum, der durch seine Blockaden als Bundesfinanzminister ein Gutteil der Verantwortung für das Scheitern der Ampel trägt, sieht seinen Rauswurf als Verrat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haben wir derart unseren inneren Kompass verloren, dass wir Verrat und Verantwortung nicht mehr unterscheiden können. Machen wir, wie es die Populisten offensichtlich tun, keinen Unterschied mehr zwischen Links und Rechts? Können wir überhaupt noch zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden, nicht mehr zwischen Fake und Fact differenzieren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Vereinigten Staaten wird ein Mann ins Präsidentenamt gewählt, der allen Ernstes behauptet, in Chicago gebe es Menschen mit Migrationshintergrund, die ihren weißen Mitbewohnern die Haustiere wegessen. In Thüringen und Sachsen wiederum erhalten Menschen Wählerstimmen, die glauben, in einer Diktatur zu leben und gleichzeitig den russischen Diktator und Kriegstreiber Wladimir Putin hofieren. Wo bleibt da die Moral in der Geschichte?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie es scheint, ist die Lage hoffnungslos, aber nicht ernst. Statt sich den wichtigen und dringenden Sachthemen zuzuwenden, werfen sich Christian Lindner und Olaf Scholz gegenseitig Inszenierung vor, um von der eigenen Inszenierung abzulenken. Als ob überhaupt irgendetwas in unserem Politleben nicht inszeniert wäre. Bundestagsdebatten sind so ritualisiert, dass es völlig ausreicht, die 30 Sekunden Zusammenfassung in der Tagesschau über sich ergehen zu lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In täglichen talgig wirkenden Talkshows hören wir kein klares Ja oder Nein auf konkrete Fragen. Ja, wir vermissen sogar die konkreten Fragen, weil sich die Moderation im streng regulierten Dialog kaum noch selbst vom Politsprech ihrer Interviewpartner freimacht und Ausgewogenheit mit Gewogenheit verwechselt. Selbst das Attentat auf Donald Trump wirkt irgendwie inszeniert. Wir sind verführt von den verführenden Fernsehbildern und handeln nur noch so, als wären wir in einer Dauerwerbesendung. Wo bleiben Moral und Anstand in der Geschichte?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Demokratie am Ende, weil wir nicht mehr diskutieren können, sondern nur noch streiten. Haben wir die einfachsten demokratischen Gepflogenheiten verlernt? Dabei zeigt uns die Demokratie gerade jetzt, wie wehrhaft sie ist, weil die Eltern des Grundgesetzes aus den schlechten Erfahrungen der Weimarer Republik die richtigen Schlüsse gezogen haben. Drei Möglichkeiten lässt uns unsere Verfassung offen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·      Erstens: Die Vertrauensfrage durch den Bundeskanzler, deren geplantes und gewolltes Scheitern den Weg für Neuwahlen frei macht. Über den Zeitpunkt dieser Abstimmung entscheidet allein der Bundeskanzler – auch wenn das manchem nicht gefällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·      Zweitens: Das Konstruktive Misstrauensvotum durch die Opposition, deren Erfolg sofort zur Bildung einer neuen Regierung führt, die dann wiederum Neuwahlen ausrufen kann, aber nicht muss. Über den Zeitpunkt der Abstimmung entscheidet nur die Opposition. Sie kann aber nicht darüber entscheiden, auch Zustimmung von der falschen Seite zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugegeben, auch diese beiden Möglichkeiten sind stark ritualisierte Vorgehensweisen, was sich aber in Zeiten bewährt, wo zielorientiertes Handeln offensichtlich nicht mehr möglich ist. Beide Werkzeuge des Regierungswechsels haben wir in der Bundesrepublik Deutschland schon mit Erfolg ausprobiert. Die dritte aber, nämlich die der Minderheitsregierung unter Duldung durch Teile der Opposition, ist hierzulande so suspekt, dass Unionschef Friedrich Merz von ihr spricht, als handele es sich um eine Minderwertigkeitsregierung. Dabei bahnt sich unter Führung seiner Partei in Sachsen und Thüringen genau so ein Konstrukt an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine solche Konstellation wäre vielleicht gerade jetzt dazu geeignet, den Dialog zwischen den Kontrahenten wieder zu entkrampfen und unseren inneren Kompass wieder richtig zu stellen, so dass vermeintlicher Verrat und wohlgemeinte Verantwortung nicht wieder verwechselt werden. Neuwahlen ändern nichts, wenn sich die Lager, die Parteien, ja sogar Familien und Individuen weiterhin unversöhnlich und sprachlos gegenüberstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und da fällt mitten in dem Chaos der Nacht nach dem Ampel-Crash ein Satz, wie ihn wohl nur der Doktor der Philosophie, Robert Habeck, formulieren konnte: „Ich möchte eine Nachdenklichkeit in den Raum stellen, die ich nicht gleich mit einer Antwort zuballern will“, sagte er. „Wenn wir mit Abstand auf die politische Kultur in Deutschland schauen und uns überlegen, wie Demokratie eigentlich sein sollte, sind wir wirklich zufrieden?“ Ob die derzeitige Debattenkultur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wirklich die sei, die das Land haben wolle? Ob sie geeignet sei, Probleme zu lösen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die richtige Antwort darauf – das ist die Moral von der Geschichte…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Nov 2024 09:48:28 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Licht im Tunnel</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt sie noch, die Lichtblicke im Tunnel der schlechten Nachrichten: Im dritten Quartal ist die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent gewachsen. Wow! Damit wäre das Halloween-Gespenst einer „technischen Rezession“ vorerst gebannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegenüber dem Vorjahresquartal sank die nationale Wirtschaftsleistung allerdings um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitgeteilt hat. Schade auch, dass die Bundesstatistiker zugleich den Wert für das vorhergegangene Quartal nach unten revidiert haben: Nach den neuen Angaben ist das Bruttoinlandsprodukt damals gegenüber der Vorperiode um 0,3 Prozent gesunken und nicht wie zuvor gemeldet nur um 0,1 Prozent. Der Zuwachs ist also nicht real, sondern nur rechnerisch. Das Licht leuchtet eher schwach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Okay – versuchen wir es mit diesem Lichtblick: Der Siemens-Konzern schluckt die US-Industriesoftwarefirma Altair Engineering für mehr als zehn Milliarden Dollar, wie die beiden Unternehmen am Mittwochabend mitteilten. Vorstandschef Roland Busch sprach von einem „bedeutenden Meilenstein für Siemens“. Er kann damit den Anteil von Software in der zuletzt schwächelnden Sparte Digital Industries erhöhen, die sich mit der Steuerung von Maschinen und Anlagen sowie der Planung der Produktion befasst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Prozessoptimierung und Anlagensteuerung – das waren schon immer die Kerntugenden der deutschen Wirtschaft. Schade nur, dass Siemens diese Kompetenz im Ausland zukaufen muss. Das gilt auch für die KI-Plattform für industrielle Steuerungen und Datenanalyse, die Siemens mit Microsoft-Technologie aufbaut. Auch dieser Lichtblick schimmert eher blau-weiß-rot als schwarz-rot-gold.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber immerhin: Siemens würde diese Investitionen nicht leisten können, wenn es sich diese Ausgaben nicht leisten könnte. Auch wenn das Geschäft bei Digital Industries zuletzt eher dümpelte, mit den Siemens Healthineers für die Automation im Gesundheitswesen gibt es aber noch eine willige Cash Cow. Und mit dem Verkauf der Flughafen-Logistik an die niederländische Vanderlande kam zuletzt ein dreistelliger Millionenbetrag in die Siemens-Truhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Siemens macht nicht nur dem Volkswagen-Konzern vor, wie man sich richtig für die Zukunft positioniert. Der Vorstand um Roland Busch würde diese Entscheidungen auch nicht getroffen haben, wenn man nicht fest davon überzeugt wäre, dass man mit Fertigungsautomation und KI-gestützten Prozessen hierzulande und weltweit gute Geschäfte machen kann – vorausgesetzt, man hält sich technologisch an der Weltspitze.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dahinter verbirgt sich der vielleicht hellste Lichtblick, den wir aus den Nachrichten der letzten Woche ziehen können: Offensichtlich gibt es ihn, den Markt für Prozessautomation. Und dieser Markt heißt Mittelstand. Allen voran die deutschen Familienunternehmen sind offensichtlich willens und in der Lage, diese Kernkompetenzen hochzuhalten. Sie sind dann besonders stark, wenn sich die Anteilseigner in der Familie hinter einem gemeinsamen Glauben an die Zukunft zusammenfinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Welt gehört denen, die gestalten wollen“, sagte diese Woche Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München bei einer Veranstaltung auf dem Campus Heilbronn. Die Münchner Uni nennt sich selbst TUM, was nicht nur an Unternehmertum erinnern soll, sondern auch rückwärts „Mut“ bedeutet. Und den spricht Hofmann auch weiterhin den mittelständischen Unternehmern zu. Wichtig sei die Überzeugung, auch aus schwierigen Phasen das Beste herausholen zu können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst… Diese Worte fand der demokratische US-Präsident Franklin D. Roosevelt bei seiner Amtseinführung vor 91 Jahren. Er sagte dies angesichts einer weltweiten Depression und am Vorabend des faschistischen Terrors in Europa. Wie sich die Zeiten ähneln. Wir haben beides überstanden – wenn das kein Lichtblick ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 10:03:21 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gipfelstürmer</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/gipfelstuermer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor einem Vierteljahrhundert bezifferte der Hightech-Verband Bitkom den Mangel an Fachkräften in der Informationstechnik auf rund 30.000 offene Stellen. Aus heutiger Sicht klingt das geradezu paradiesisch – denn auf lange Sicht benötigt die deutsche Wirtschaft branchenübergreifend den Zuzug von 400.000 gut Ausgebildeten jährlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bemühen, Deutschland zu einem Einwanderungsland umzugestalten, in dem eine echte Willkommenskultur vorherrscht, wurde mit xenophoben Parolen überlagert: Anfang 2000 machte der damalige CDU-Oppositionsführer im Nordrhein-Westfälischen Landtag, Jürgen Rüttgers, unrühmlich auf sich aufmerksam, indem er mit dem populistischen Statement „Kinder statt Inder“ gegen die Green-Card-Initiative der damaligen Bundesregierung polemisierte. Heute hört man solche nationalistischen Parolen eher von Björn Höcke und anderen AfD-Mitgliedern. Wir sind nicht weiter gekommen…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Initiative war dennoch erfolgreich. So ist die Zahl der Inder in Deutschland von 39.000 im Jahr 2004 auf 246.000 im vergangenen Jahr angestiegen – unter ihnen 50.000 Studierende. Der Großteil ist in der Tat IT-affin, aber auch Ingenieure und andere Uni-Absolventen mit technisch-wissenschaftlichem Hintergrund sind zu uns gekommen. Sie bilden die Gruppe mit einem der höchsten Bildungs- und Einkommensniveaus in Deutschland. Jetzt will die Bundesregierung aber auch Busfahrer, Pfleger und Mechatroniker ins Land holen. Zu diesem Zweck reiste jetzt das halbe Bundeskabinett zum Gipfeltreffen nach Neu Delhi, um eine Win-Win-Situation für beide Länder herbeizuführen – den Arbeitskräftemangel hierzulande und die Jugendarbeitslosigkeit dort zu bekämpfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine knappe Woche zuvor gab sich das halbe Bundeskabinett in Frankfurt die Klinke in die Hand, um den deutschen Digitalgipfel zu beehren. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bemühte eine andere Phrase aus dem deutschen Polit-Sprech, indem er „blühende Landschaften“ mit künstlicher Intelligenz versprach, während Bundesverkehrsminister Volker Wissing nach dem gescheiterten „Digital First“ nun das Zeitalter des „Digital Only“ einzuläuten hofft. Doch tatsächlich ist es eher so, als würde man „mit Bleiwesten Fußball spielen müssen“, beklagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst im Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Vor allem die in Deutschland exzessiv ausgelegten EU-Regelungen der Datenschutz-Grundverordnung und des AI Acts verhindern, dass der Traum von einer führenden KI-Nation vorerst wahr wird. Und der grassierende Fachkräftemangel verhindert, dass sich mittelständische Unternehmen genügend Kompetenz hereinholen können, um mit Hilfe von KI genau jenen Fachkräftemangel zu lindern. Ein Teufelskreis!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch schon zieht die Kabinetts-Karawane weiter – zum Industriegipfel, für den Bundeskanzler Olaf Scholz Unternehmensvertreter, Gewerkschafter und Wirtschaftsverbände eingeladen hat. Allerdings hat er offensichtlich Familienunternehmen vergessen – und die reagieren entsprechend sauer. Denn es sind gerade die mittelständischen Betriebe, deren Fortbestehen mehr und mehr von ausländischen Fachkräften, von KI-Lösungen und nicht zuletzt von Investitionsanreizen und Entbürokratisierung abhängt. So schimpft Sarna Röser, ehemalige Verbandschefin der Jungunternehmer, über die lückenhafte Gästeliste: „Der geplante Industriegipfel von Olaf Scholz ist ein Schlag ins Gesicht für den deutschen Mittelstand.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun – auch auf dem Autogipfel Ende September waren die Großen unter sich, obwohl die stark mittelständisch strukturierte Zulieferindustrie gerade unter einer Insolvenzwelle ächzt. Vielleicht ist es ein Trost, wenn Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck jetzt ganz ohne Gipfeltreffen der Bild-Zeitung anvertraut, dass er ein Förderpaket schnüren will, das auch dem Mittelstand helfen könnte. Aus dem milliardenschweren „Deutschland-Fonds“, der vermutlich als Sondervermögen am Bundeshaushalt vorbeigeschmuggelt werden soll, könnten Mittelständler, etwa zehn Prozent der Investitionssumme für neue Maschinen aus der Staatskasse erstattet bekommen. Es klingt, als würde die Bundesregierung den vom BDI seit langem geforderten „Transformations-Fonds“ tatsächlich aufgreifen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Minister zu Bild: „Es braucht jetzt volle Kraft für den Wirtschaftsstandort.“ Wie wahr! Doch ist zu befürchten, dass die Gipfelstürmer den Aufstieg zu spät angehen. Zu spät für ein schnelles Wiedererstarken der deutschen Wirtschaft, aber wohl auch zu spät für den nächsten Bundestagswahlkampf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Oct 2024 10:01:10 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>,Überholen, ohne einzuholen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ueberholen-ohne-einzuholen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ende der sechziger Jahre war Deutschland ein vielfach zerrissenes Land. Im Westen herrschte ein ungehemmter Fortschrittsglaube, der durch die erste bemannte Mondlandung stimuliert wurde. In der BRD wurden allein 1969 Hunderte Brücken, 350 Kilometer Autobahn und Verkehrsschneisen wie am Fließband eröffnet. Die anderen protestierten auf Transparenten gegen „den Muff aus Tausend Jahren“, ehe sie sich in der RAF radikalisierten. Im Osten eröffnete die DDR mit feierlichem Pomp den Fernsehturm am (sic!) 3. Oktober 1969. Und Walter Ulbricht startete eine neue Technologieoffensive unter dem Slogan „Überholen, ohne einzuholen“, mit der die nächste Fortschrittstufe einfach übersprungen werden sollte. Das Ergebnis war übrigens unter anderem der „Megabit-Chip made in GDR“, im Volksmund auch spöttisch „der erste begehbare Mikrochip“ genannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun Mondlandungen gibt es schon seit einem halben Jahrhundert nicht mehr, die RAF ist so gut wie tot, dafür haben wir jetzt den Islamischen Staat. Die Wirtschaftspolitik der DDR ist ebenso wie die DDR selbst den Bach runtergegangen. Nur der Fernsehturm steht noch – auch wenn ein solcher Sendemast in der Zeit der Digitalisierung nicht mehr unbedingt gebraucht wird. Statt ein Symbol des Fortschritts zu sein, ist er nun eher ein Mahnmal der Rückständigkeit – ebenso wie sein Westberliner Pendant, der Funkturm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und auch die bröckelnden Brücken und gesperrten Autobahnteilstücke sind heute ein Mahnmal der Rückständigkeit – zusammen mit dem maroden Schienennetz und dem „Muff aus Tausend analogen Jahren“ in unseren Verwaltungen. Vieles erinnert an das Jahr 1969: Willy Brandt rief dazu auf, „mehr Demokratie zu wagen“, heute fühlen wir uns dazu aufgerufen, „mehr Demokratie zu retten“!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun, Demokratie entsteht durch Teilhabe – und immer weniger Menschen im globalen Osten und Westen entwickeln das Gefühl, teilzuhaben oder teilzunehmen am politischen Geschehen. Das ist auch der schleppenden Digitalisierung in unseren Verwaltungen geschuldet, die vielen Bürgerinnen und Bürgern immer noch den Weg „aufs Amt“ zumuten, auch wenn immer mehr stadtteilnahe Bürgerbüros schließen oder zu unmöglichen Zeiten geöffnet haben. Nach einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom würden die Deutschen etwas mehr als drei Viertel der Verwaltungsakte lieber online absolvieren. Unter den Aktivitäten, die weiterhin analog und vor Ort geschehen sollten, rangiert der Gang zum Standesamt ganz vorn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch das Angebot an digitalen Diensten in den Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen ist immer noch dünn gesät – und das nach nunmehr einem Vierteljahrhundert an Bestrebungen zur Entbürokratisierung und Digitalisierung in den Behörden. Lediglich 15 Prozent der Deutschen haben laut Bitkom überhaupt schon mal einen digitalen Verwaltungsakt in Anspruch genommen – und nur jeder Dritte von ihnen war mit dem Prozess zufrieden. Häufigster Digitaldienst war die Online-Terminvereinbarung – ein Treppenwitz, wenn man sich vergegenwärtigt, dass dieser Online-Service zur Vorbereitung eines analogen Verwaltungsaktes dient, nämlich dem Gang aufs Amt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch unsere Rückständigkeit könnte eine Chance sein – bei einer digitalen Transformation à la „Überholen, ohne einzuholen“. Dabei sollten wir uns das Baltikum zum Vorbild nehmen, wo nach dem Ende der Sowjetunion und des von ihr beherrschten Rats zur gegenseitigen Wirtschaftshilfe Comecon, ein großer digitaler Sprung nach ganz vorn gelungen ist. Davon haben sich in diesen Tagen unter dem Berliner Funkturm rund 18.000 Besucher überzeugen können, die das digitale Partnerland Litauen bei der Smart Country Convention (SCCON) besichtigten. Es fühlt sich ein wenig an wie der Erstbesuch eines Ostberliners in einem Westberliner Supermarkt, am Tag nach dem Mauerfall 1989. Man staunt, was digital möglich ist, wenn man nur will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch zum „Überholen, ohne einzuholen“ fehlen uns seit Jahren sowohl die Mittel wie auch der Wille. Nach Berechnungen der Europäischen Union wird im nächsten Jahr von allen Mitgliedsstaaten nur Irland noch weniger für die Erneuerung seiner öffentlichen Infrastruktur ausgeben als Deutschland. Hier sind es aktuell lediglich 2,7 Prozent des öffentlichen Haushaltsvolumens. Das entspricht gerade einmal 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts! Es reicht nicht mehr, Conventions zu besuchen und die Beispiele unserer Nachbarländer zu bestaunen. „Window Shopping“ war gestern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lasst uns endlich aus dem Quark kommen! Wir müssen investieren, digitalisieren und transformieren – und sei es unter einem so absurden Motto wie „Überholen, ohne einzuholen“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies ist Bonnblog Nummer 800. Seit dem November 2009 poste ich regelmäßig über den deutschen Mittelstand, die Digitalisierung und – leider – die Bräsigkeit der deutschen Bundesregierungen. Ich rechne nicht damit, die 1000 vollzumachen. Aber ich hoffe, dass ich noch die „geistig-digitale Wende“ erleben werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Oct 2024 08:54:10 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Roberts Reste-Rampe</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/roberts-reste-rampe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Beobachtungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau sinkt die Investitionstätigkeit der Deutschen, was sich nicht nur an der um 35 Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit gesunkenen Zahl der Übernahmen im Mittelstand zeigt. Auch bei den rund 760 Mergers and Acquisitions pro Jahr, die die KfW seit 2021 kontinuierlich wahrnimmt, zeigt sich eine deutliche Tendenz: die Zahl der Übernahmen aus dem Ausland nimmt folgerichtig proportional zu. Dabei zeigt sich: US-Amerikaner interessieren sich besonders für deutsche IT-Unternehmen, während chinesische Investoren bevorzugt im deutschen Maschinen- und Anlagenbau wildern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es fühlt sich an, wie „Roberts Reste-Rampe“, die da verscherbelt wird. Beide Investorengruppen sind neben deutschem Know-how vor allem an den Kundenkreisen interessiert, die deutsche Mittelständler aufgebaut haben. Denn noch sind vor allem die größeren Mittelständler am Weltmarkt erfolgreich. Doch die Hidden Champions kämpfen mit widrigen Bedingungen am Heimatstandort: Hohe Energiekosten treffen nicht nur die energieintensiven Industrien in Deutschland, sondern treffen jedes Unternehmen. Bürokratieaufwände, langsame Planungsverfahren, hohe Belastungen bei der Firmenübergabe und der sich verschärfende Fachkräftemangel, bei gleichzeitiger Zurückhaltung bei der digitalen Transformation und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz lähmen den Wirtschaftsstandort nicht erst seit dem Start der Ampelkoalition.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit 799 Bonnblogs oder umgerechnet 16 Jahren warne ich vor dieser Entwicklung. Es wäre deshalb falsch, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Alleinschuld am Ausverkauf des deutschen Mittelstands zuzuschreiben, der eine ganze Reihe von „Altmaiers Altlasten“ geerbt hat. Und „Christians Chaos Club“, der sich an die Schuldenbremse klammert, als hätten nicht Generationen von überforderten Bundesverkehrsministern das Infrastrukturproblem bei Schiene und Straße herbeigespart, trug ebenso dazu bei wie „Merkels Mehltau-Methode“, die das ganze Land in ein brämiges Bramabasieren geführt hat. Und „Scholzens Schweige-Schlamassel“ führt uns da auch nicht hinaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt haben wir die Quittung in Form einer Studie über die sogenannten „Mid Caps“, die großen Mittelständler mit einer Belegschaft zwischen 250 und 3000 Menschen. Sie repräsentieren mit einer Anzahl von gut 16.000 Unternehmen zwar nur ein halbes Prozent des deutschen Mittelstands, stellen aber in zahlreichen deutschen Traditionsbranchen mit insgesamt zehn Millionen Arbeitsplätzen den Löwenanteil der Jobs. Und sie sind einer der wichtigsten Träger des deutschen Exportanteils. Diese „Mid Caps“ – kurz für Midsize Capitalization – geraten wegen hausgemachter Probleme auf den Weltmärkten immer mehr unter Druck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Alternativen sind bescheiden: Werksstilllegungen hierzulande und Verlagerung der Produktion ins kostengünstigere Ausland, sind für die größeren eine Maßnahme der Wahl. Das trifft vor allem die Städte und Regionen, in denen sie in Deutschland über viele Nachkriegsjahrzehnte angesiedelt sind. Sie sind dort nicht selten der größte Arbeitgeber, liefern einen wesentlichen Anteil der kommunalen Gewerbesteuer und sorgen für einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhalt. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern sind unmittelbar abhängig vom Erfolg dieser Mid Caps.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Institut der deutschen Wirtschaft hat jetzt auf 66 Seiten vorgelegt, wie es zu dieser Krise der „strukturgebenden Mittelständler“ kommen konnte und welche Lösungsvorschläge nun umzusetzen sind. Zu den Ursachen zählt das IW auch die einbrechende Nachfrage nach Investitionsgütern im Inland, was wiederum mit Perspektivlosigkeit erklärt wird. Bei den Lösungsansätzen sind es die Klassiker: Bürokratieabbau, Investitionen in die Infrastruktur, Steuererleichterungen, Fachkräftezuzug aus dem Ausland, weniger restriktive Auslegung von EU-Richtlinien und eine verlässliche Politik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reicht das noch? Wir brauchen vor allem eine Mentalität des „Ärmel-Hochkrempelns“. Wir brauchen Perspektiven für Investitionen. Wir brauchen Mut zu Innovationen. Und wir brauchen mehr Standortattraktivität, um sowohl hiesige als auch ausländische Investoren für ein Engagement in Deutschland zu begeistern. Kurz gesagt: Wir brauchen ein Wirtschaftswunder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor ich wieder Beifall von der falschen Seite bekomme: Wir brauchen bestimmt einige Alternativen IN Deutschland, aber gewiss keine Alternative für Deutschland, die die bestehenden Probleme nur verschärfen würde, statt sie zu lösen. Oder um mit Hape Kerkeling zu sprechen. „Welcher Idiot kann in so einer Partei sein.“ Da würde aus der Reste-Rampe eine Rechte Rampe abwärts in den vollständigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Abschluss heute noch etwas Erfreuliches:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Herzen meinen Glückwunsch an Bertram Kawlath zur Wahl zum VDMA-Präsidenten letzte Woche!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Erfahrung und sein kluger Weitblick machen ihn zur perfekten Wahl in diesen herausfordernden Zeiten. Er bringt nicht nur eine beeindruckende Expertise, sondern auch die Fähigkeit mit, Menschen zu begeistern und komplexe Themen verständlich zu machen. Jetzt – wann sonst – ist der Moment, den deutschen Maschinenbau auf neue Höhen zu führen und den Herausforderungen mit Mut und Innovationskraft zu begegnen. Ich bin sicher, dass er die Weichen richtig stellen wird, um die Branche zukunftssicher zu machen. Viel Erfolg auf diesem spannenden Weg – der VDMA hat in ihm einen echten Macher gewonnen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heinz-Paul Bonn  - Freund und BDI-Mittelstands-Kollege seit vielen Jahren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Oct 2024 08:54:53 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Generationenpakt</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/generationenpakt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kolumnist des britischen Wirtschaftsblatts „The Economist“ empfiehlt deutschen Familienunternehmern die (neuerliche) Lektüre des Romans „Buddenbrooks“ von Thomas Mann. Bei seinen Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern in Deutschland sei er immer wieder auf dieses 1901 erschienene Buch angesprochen worden – als Sinnbild für den Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Doch der weniger bekannte Untertitel „Verfall einer Familie“ weist eine ganz andere Richtung. Es waren nicht die äußeren Umstände, die die Buddenbrooks – denen Thomas Manns eigene Familie in Lübeck als Vorbild diente – in den Untergang trieb, sondern Mutlosigkeit, Perspektivlosigkeit und „spätrömische Dekadenz“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun, soeben kassierte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seine Prognose für die Wirtschaftsleistung des laufenden Jahres, die nicht mehr plus 0,3 Prozent betragen werde, sondern minus 0,2 Prozent. Anders als bei anderen Volkswirtschaften in der Europäischen Union schrumpft das hiesige Bruttoinlandsprodukt also voraussichtlich. Besserung werde erst „in den kommenden Jahren“ zu erwarten sein. Ein Schwenk ins Positive ist also nicht einmal für das kommende Jahr sicher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei, so rechnet der Economist vor, werde ein bevorstehender Aufschwung nicht unbedingt von den Großkonzernen stimuliert. Es sei vielmehr allein der deutsche Mittelstand, der angesichts der Schwierigkeiten, in die Volkswagen und die anderen Autobauer geraten seien, und in Anbetracht der „Republikflucht“, wie sie durch den Aufbau von Produktionsstätten im Ausland stattfindet, den Wirtschaftsmotor wieder anspringen lassen wird. BASF baut seine milliardenschwere Fabrik in China, BioNtec sein Krebsforschungscenter in Großbritannien – und Intel kommt gar nicht erst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer dagegen bleibt, sind die mittelständischen Familienunternehmer. Nach Beobachtung des ifo-Instituts steht fast die Hälfte der deutschen in Familienhand befindlichen Unternehmen vor der Übergabe an die nächste Generation oder – ersatzweise – vor dem Verkauf an einen Investor. In den nächsten drei Jahren werden es 43 Prozent der gut drei Millionen Firmen sein. „Vor allem die größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern planen in den nächsten drei Jahren den Generationenwechsel, und zwar 50 Prozent von ihnen“, sagt Annette von Maltzan vom ifo Institut. Das klingt nicht nach einem „Weiter so“, sondern nach einer grundlegenden Neuausrichtung des deutschen Mittelstands.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist Chance und Risiko zugleich. Denn die Übergabe an die nächste Generation erweist sich als schwieriger als bisher gedacht. Daran ist nicht allein das deutsche Steuerrecht Schuld, das bei einer Erbschaft oder Schenkung massive Zahlungen an den Fiskus vorsieht, die nicht selten den Erben in den virtuellen Bankrott treiben. Eine Ursache für die Übergabeprobleme besteht allerdings auch darin, dass sich die Gesellschafter zu spät für eine Übergabe entscheiden. Dann ist nicht nur das Management überaltert, sondern in vielen Fällen auch die Firmeninfrastruktur, die zu lange auf Erhalt und nicht auf Erneuerung getrimmt wurde. Denn wenn 43 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer über eine Firmenübergabe nachdenken, denken sie nicht gleichzeitig über neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung und Automation nach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Ansicht von Wirtschaftsförderern kommt noch ein weiterer Aspekt erschwerend hinzu: beim Verkauf von Unternehmen haben wir inzwischen einen absoluten Käufermarkt, weil das Angebot die Nachfrage bei weitem übersteigt. Jungunternehmer und Investoren können sich Zeit lassen bei der Auswahl des Investments, das zu ihnen passt – je nach Branche, Region und betrieblichem Zustand. Zugleich haben viele Verkäufer angesichts des Herzbluts, das sie in die Firma gesteckt haben, überzogene Preisvorstellungen. Und es gibt Konkurrenz durch die Gründerszene. Die Aussicht, mit einem Startup ohne jede Vorbelastung zu beginnen, ist für viele inzwischen die attraktivere Alternative.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch wir brauchen Unternehmerinnen und Unternehmer mit neuen Ideen, neuem Technologieverständnis und neuem Mut. Wir brauchen einen Generationenpakt zwischen Jungunternehmern und Graurücken. Wer jetzt einsteigt, springt auf einen Zug in Richtung Fortschritt und Erneuerung.  Dieser Generationenvertrag könnte wichtiger sein als der Rentenpakt. Denn ohne den Mittelstand bricht auch unser Rentenmodell zusammen. Es steht viel auf dem Spiel. Die Buddenbrooks sollten uns Warnung genug sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Oct 2024 08:45:58 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Schwarmintelligenz</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/schwarmintelligenz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je mehr Daten uns zur Verfügung stehen, desto weniger können wir die komplexen Zusammenhänge erkennen. Der menschliche Geist stößt bei zunehmender Komplexität an seine Grenzen. Wir erkennen sprichwörtlich den Datenwald vor lauter Datenbäumen nicht. Für künstliche Intelligenz kann es jedoch nicht genug Daten geben, um Muster zu entdecken, Zusammenhänge zu erkennen und die richtige Stecknadel im Stecknadelhaufen zu identifizieren. Deshalb sind große Datenhaufen und KI-Systeme ein optimales Paar für die Entwicklung von Schwarmintelligenz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niemand hat das früher verstanden und besser in ein Geschäftsmodell umgesetzt als der Suchmaschinenbauer Google. Beim Googeln produzieren wir Myriaden an Informationen, die nicht nur für hochgradig individualisierte Werbeeinblendungen genutzt werden und unsere Echoblase immer genauer auf unsere Person einrichten. Sie dienen auch dazu, langfristige Trends und sogar Gefahren vorherzusagen. Google Trends prognostiziert durch die Auswertung von Suchwörtern in einem bestimmten Zeitpunkt beispielsweise Grippewellen mit hinreichender Genauigkeit. Allerdings: auch die Analyse unserer Abwässer in den Kläranlagen führt zu ähnlichen Erkenntnissen. Massenhaft ausgeschiedene Fäkalien stellen folglich einen Datenhaufen dar, mit dem man Schwarmintelligenz erzeugen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt hat auch die Steuerberater-Genossenschaft Datev die Schwarmintelligenz entdeckt. Sie nutzt dazu Millionen von Buchhaltungsdaten, die die Steuerberater bei ihren mittelständischen Kunden sammeln und über das Datev-Rechenzentrum abrechnen und verarbeiten. Anders als bei sporadischen Mittelstandsstudien, deren Ergebnisse oftmals interessengetrieben sind, sowie bei den Konjunkturmodellen der führenden Wirtschaftsinstitute kann sich der Datex-Mittelstandsindex darauf berufen, auf der Basis von Milliarden Datensätzen eine repräsentative und realitätsnahe Sicht auf den Zustand der rund drei Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Analyse könnte freilich kaum schlechter ausfallen: Der Umsatz schrumpft und der Beschäftigungsaufbau ist nahezu zum Stillstand gekommen. Immerhin: „Die kleinen und mittleren Unternehmen halten so lange wie es irgendwie geht an ihren Mitarbeitenden fest“, resümiert Datev-Vorstandschef Robert Mayr. „Das ist ihr wesentliches Betriebskapital.“ Doch Mayr warnt auch, dass der Kipppunkt in der deutschen Wirtschaft erreicht ist, an dem auch kleine und mittlere Betriebe ihre Belegschaft nicht mehr halten können. „Aus meiner Sicht gibt es schon Anzeichen, dass wir an einem solchen Kipppunkt angelangt sind“, warnt er.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mayr liefert nicht nur repräsentative Daten, sondern analysiert auch die Wirtschaftslage. Damit tritt er ein in den Chor der Kritiker, die von der Bundesregierung und der EU-Kommission eine neue Wirtschaftspolitik fordern. Neu ist allerdings, dass die Analyse auch Detailbetrachtungen nach Firmengröße, Branche und Region vorlegt und darüber hinaus auch die Themen erfasst werden, die die Betriebe ihren Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten auf den Tisch legen. Dazu gehören zum Beispiel Bürokratieaufwände, Kündigungen und Kreditanfragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es lohnt sich, den Datev-Mittelstandsindex zu studieren. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) soll das Datenkonvolut nun monatlich exklusiv und vorab gewürdigt werden. Dazu greift die Datev in strikt anonymisierter und zusammengefasster Form auf die Umsatzsteuervoranmeldungen der Mandanten ihrer steuerberatenden Mitglieder zu. Anders als bei Studien und Wirtschaftsmodellen beruhen die Einschätzungen der Steuer-Genossen nicht auf Selbstauskünften und Selbstbildern der Befragten, sondern auf echten Daten für Umsatz, Lohn und Beschäftigung. „In der Aggregation der Daten ergibt sich ein Einblick in die Lage der Unternehmen, der früher als vergleichbare Wirtschaftsindikatoren zur Verfügung steht und der zudem auf kleine und mittelgroße Unternehmen fokussiert“, schreibt die FAZ in ihrer Ausgabe vom 24. September.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Umsatzindex basiert auf Daten von mehr als einer Millionen Unternehmen – also von einem Drittel des deutschen Mittelstands, während die Teilindizes zu Lohn und zur Beschäftigung auf Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Personen gründen. Diese Informationen auszuwerten, ist für die Datev durchaus ein ungewöhnlicher Schritt. Allzu sehr ist man in Nürnberg darauf bedacht, unbedingtes Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu leben. Das ging sogar so weit, dass sich die Genossenschaft lange weigerte, ihre Rechenzentrumsdienstleistungen „Cloud Computing“ zu nennen, obwohl sie genau das sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch Cloud Computing führt auch zur Crowd Intelligence, und der Mittestand ist ein Schwarm, dessen Fieberkurve viel genauer betrachtet werden sollte. Deshalb sind auch andere Wirtschaftsinstitute an den Datev-Daten interessiert. Dabei waren es übrigens die Mandanten und Genossen, die einen solchen Index angeregt haben. Im Gegenzug nutzt die Datev nun ihre Rechenzentrumsleistung, um die Erkenntnisse auch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu fördern. Hoffen wir, dass die Schwarmintelligenz aus dem Mittelstand Gehör und Gefolgschaft findet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Sep 2024 08:51:31 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Deutschland im Herbst</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/deutschland-im-herbst</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Dramatiker Frank Wedekind wandte sich gegen die Larmoyanz seiner Schriftstellerkollegen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerne darin übten, vermeintlich ungerechtfertigte Kritik im Besonderen und das Elend des Dichterlebens im Allgemeinen zu beklagen, statt sich mit eigener Kraft aus dem Prekariat zu befreien: „Ist mein Vater doch selbst schuld, dass ich mir die Finger abfriere. Warum schenkt er mir keine Handschuhe?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ersetzt man „Vater“ durch „Staat“ kommt man der Geisteshaltung, der wir auf allen Ebenen des politischen Diskurses begegnen, sehr nahe. Es zeigte sich nicht nur in den Wahlkämpfen zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg; es zeigt sich – und das betrübt mich fast noch mehr – auch in den Papieren und Studien, die jetzt überall in den Wirtschaftsverbänden aufpoppen und die vor allem eine Agenda für die Bundespolitik formulieren. Als wären drei Jahrzehnte an Bräsigkeit nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft zu beklagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man macht sich einen schlanken Fuß, wenn man einerseits eine Senkung der Energiekosten fordert, andererseits aber aus Staatsräson kein oder kaum noch russisches Gas importieren möchte, während die Forderung nach Atomstrom gerade einmal die kommende Generation bedienen würde. Es ist auch einfach, auf die – vorhandenen – Bürokratiehürden in den Verwaltungen zu verweisen und Regulierung als Hemmschuh für Innovationen zu beklagen, aber gleichzeitig die verknöcherten Strukturen in so manchem mittelständischen Betrieb unerwähnt zu lassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Industrie 4.0“ oder die digitale Transformation sind nicht plötzlich vom Himmel gefallen, sondern zeichnen sich spätestens seit der Jahrtausendwende ab. Doch die geplatzte Dot.Com-Blase war für viele Fortschrittsskeptiker ein willkommenes Argument, die eigenen Innovationsprojekte auf die lange Bank zu schieben. Für eBusiness, wie wir das damals nannten, hatte man keine Zeit. Für das Internet der Dinge hat man heute aber kein Geld.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Investitionsstau hat sich bis heute auf sagenhafte 1,4 Billionen Euro – also 1400 Milliarden – aufgetürmt. Das ist ohne Zweifel den Bundesregierungen im letzten Vierteljahrhundert anzulasten, die Deutschland auf Kante genäht haben und uns außen- und wirtschaftspolitisch völlig naiv in die Abhängigkeit von Schurkenstaaten wie Russland und China gedrängt haben. Daran sind aber nicht weniger die DAX-Konzerne schuld, die dank billigem Russen-Gas attraktive Dividenden ausgeschüttet haben, statt bei Zukunftstechnologien voranzuschreiten. Und nicht weniger ist es dem deutschen Mittelstand anzulasten, die sich in ihrem Kokon eingesponnen haben, um den Innovationsdruck von außen ignorieren zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutschland im Herbst: Es ist an der Zeit, sich selbst Handschuhe zu nähen oder zu besorgen, wenn wir den Winter überstehen wollen. 20 Prozent der deutschen Wertschöpfung, so rechnet der BDI unterstützt durch die Boston Consulting Group vor, seien gefährdet, weil die Unternehmer und Handwerker entweder ins Ausland abwanderten oder ganz einfach im Stillen das Geschäft aufgeben. Es lohnt sich aber auch, in diesen Betrieben mal nach dem Maschinenbestand und den Geschäftsprozessen zu schauen. Man kann nun mal mit den Methoden und Materialien aus den achtziger Jahren keine internationale Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und man kann den Wirtschaftsstandort Deutschland auch nicht mit den Ansichten aus dem Tausendjährigen Reich stärken. Ganz im Gegenteil wäre ein Ausstieg aus der EU und dem Euro ein Sargnagel für den auf Außenwirtschaft ausgelegten Mittelstand. Würden wir die Frauen in die Kreiss-Säle schicken, verlören wir intelligente und loyale Arbeitskräfte, während vergleichbar menschenverachtende Fantasien zur Remigration die Attraktivität des Standortes weiter schwächen würden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir wurde zuletzt in den digitalen Medien geraten, weniger den BDI zu zitieren, dafür aber die AfD zu wählen. Das aber hieße, die ewig gestrigen Kräfte zu stärken, die in Wahrheit unser Land schwächen würden. Es ist im Gegenteil Zeit, Handschuhe anzuziehen, um eine Politik zu gestalten, die die Wirtschaft fördert und damit zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist an der Zeit, Handschuhe zu wählen, mit denen wieder zugepackt werden kann, wenn es im Mittelstand darum geht, die eigene Zukunft in die (behandschuhte) Hand zu nehmen. Und es ist an der Zeit, Handschuhe mit ein paar zusätzlichen Unzen Gewicht zu schnüren, um starke Argumente gegen Populisten zu formulieren. Sonst wird aus Deutschland im Herbst ein tiefer, langanhaltender Winter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Sep 2024 08:27:11 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Deine KI, das unbekannte Wesen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/deine-ki-das-unbekannte-wesen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haben Sie zu Beginn Ihrer Karriere gelernt, „einen Computer zu bedienen“? Oder haben Sie das als Digital Native schon in der Vorpubertät absolviert? Sprachlich haben wir jedenfalls die Tatsachen schon immer zurechtgerückt: wir bedienen den Computer, nicht umgekehrt. Computer bedienen uns nicht, sie dienen uns höchstens – vorausgesetzt, wir verhalten uns entsprechend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist frappierend, dass sich das gleiche Phänomen nun im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu wiederholen scheint. Es ist an uns zu lernen, wie wir dem Chatbot mit seinen Billionen Sprachparametern unsere Anforderungen und Wünsche vermitteln. Das geschieht über das sogenannte Prompt, die Eingabezeile, in der Befehle in natürlicher Sprache erfasst und dann vom KI-System interpretiert werden. Das Prompt kennen wir allerdings schon aus den Anfängen der „elektronischen Datenverarbeitung“, als ebenfalls über ein Prompt, Befehle in einem äußerst eingeschränkten Sprachumfang gegeben werden mussten. Viel geändert hat sich also nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oder doch? Aktuelle Studien zeigen jetzt, dass Chatbots wie ChatGPT offensichtlich sehr empfindlich auf den Tonfall reagieren, in dem die Prompts formuliert werden. Höflichkeitsfloskeln wie „Bitte“, „Danke“ oder auch „Die Antwort wäre sehr wichtig für meine Karriere“ werden offensichtlich von den Sprachmodellen goutiert, während unhöfliche oder gar politisch inkorrekte Formulierungen geradezu Unwillen hervorrufen. Kann das denn wahr sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kann. Die Ursache liegt keinesfalls darin, dass Chatbots einen Charakter oder gar Bewusstsein entwickeln, sondern im üblichen Sprachgebrauch in den Texten, die den Sprachmodellen zugrunde liegen. Gerade im angloamerikanischen Sprachraum sind Höflichkeitsfloskeln deutlich weiter verbreitet als im germanischen oder romanischen Sprachumfeld. Selbst vorsichtige Kritik wird dort mit einem „bei allem Respekt“ eingeleitet. Es wäre einen Versuch wert, dem nächsten Prompt ein achtungsvolles „Sir“ anzuhängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist nur ein Beispiel für die Richtigkeit der sehr pauschalen Aussage, KI werde unsere Arbeitswelt grundlegend verändern.  KI revolutioniert unsere Arbeitswelt, indem sie eben nicht einfach nur binär funktioniert (obwohl sie immer noch auf einem binären System aufsetzt), sondern Nuancen und Varianten zulässt. Das ist sicher eine Herausforderung für so manchen gestandenen Ingenieur, der eindeutige und vor allem wiederholbare Ergebnisse erwartet. Es ist auch einer der Gründe, warum mittelständische Unternehmer vor dem KI-Einsatz zurückschrecken. Sie spüren, dass mit KI-Systemen eine andere Firmenkultur Einzug hält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KI-Innovation ist anders als die grüne Energiewende. Hier kann man berechnen, welche CO2-Einsparungen sich ergeben, wenn diese oder jene Maßnahmen im Unternehmen eingeleitet werden. Bei KI-Systemen weiß man das nicht. Doch wer die Wahl hat zwischen einem gewissen Ertrag und einem ungewissen, wird die Sicherheit wählen. Das gilt erst recht, wenn der Mittelstand angesichts knapper Ressourcen und Kassen jeden Euro nur einmal ausgeben kann. Die Begeisterung für die grüne Revolution im Unternehmen geht derzeit nach guten Anfängen wieder zurück. Die Euphorie für KI im Unternehmen kommt im Mittelstand gar nicht erst in die Gänge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinzu kommt, dass die Prognosen über die Auswirkungen von KI im Unternehmen alles andere als konkret sind. Die Erwartung, dass Mitarbeiter von unnötigen Bürokratieaufwänden und Routinearbeit entlastet werden, klingt viel zu unkonkret, um einen Einstieg zu wagen. Die Vermutung, dass sich Mitarbeiter in der Folge kreativeren und damit wertschöpfenden Tätigkeiten zuwenden können, ist ebenfalls äußerst spekulativ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleichzeitig zeigt sich aber, wie die Schere im Wettlauf um unsere KI-Zukunft immer weiter auseinander geht. Während im deutschen Mittelstand KI-Engagements mit kleinem Budget favorisiert werden, sind es die milliardenschweren Investitionen der Weltkonzerne, die das Innovationstempo in Sachen Künstliche Intelligenz weiter hoch halten. So hat Microsoft nicht nur innerhalb von zwei Jahren zehn Milliarden Dollar an echtem Geld in das Startup OpenAI investiert, sondern zusätzlich weitere drei Milliarden Dollar an Sachdienstleistungen wie Cloud-Services eingebracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt will Open AI in der kommenden Finanzierungsrunde eine Marktbewertung von 150 Milliarden Dollar erreichen und hofft dabei auf Engagements von Apple und dem Chip-Hersteller Nvidia. Auch Meta wird als möglicher Investor genannt, während gleichzeitig Google seine Milliarden aus den Suchmaschinen- und Werbeerlösen in die eigene KI-Entwicklung steckt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Benötigt wird das Geld, weil die nächsten Sprachmodelle über ein Vielfaches an Parametern der bisherigen Sprachmodelle verfügen sollen und ihr Training Unsummen verschlingt. Denn dabei sind wir wieder im Prompt gefangen und „bedienen“ ein System, das uns umgekehrt beibringt, wie wir mit ihm, dem unbekannten Wesen, umzugehen haben. Ist es ein Wunder, wenn der Mittelstand sich dabei überfordert fühlt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Sep 2024 08:53:30 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Deutschland, deine Murmeltiere!</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tagethemen-Moderatorin Dunja Hayali erzählt einen Witz: „Wenn Sie mit der Deutschen Bahn fahren wollen, nehmen Sie sich besser für den Tag nichts anderes mehr vor!“ Anlass war die Nachricht von stundenlangen Verkehrsstörungen im Großraum Frankfurt, der sich nach und nach auf das gesamte bundesweite Schienennetz auswirkte. Der Grund für die „Störung im Betriebsablauf“, war der Ausfall des Funknetzes, über das zwischen Lokführern und der Leitzentrale teils analog, teils digital kommuniziert wird. Die sich peinlich häufenden Verspätungen, Zugausfälle oder Fahrplanstreichungen hatten schon während der Fußball-Europameisterschaft international für Negativschlagzeilen gesorgt. Jetzt, in der Kurzausgabe der Tagesthemen in der Halbzeitpause des Nations League Spiels der deutsche Nationalmannschaft gegen die der Ungarn, konnte Dunja Hayali nur noch achselzuckend kommentieren: „Täglich grüßt das Murmeltier namens Deutsche Bahn“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war nicht das einzige Murmeltier, das wieder einmal in den täglichen Nachrichten grüßt: Der Volkswagenkonzern steht offensichtlich in tiefer Trauer vor einem Milliardengrab, das mit strengen Einsparungsmaßnahmen, die auch die Aufkündigung des Beschäftigungspakts zwischen Betriebsrat und Vorstand nicht ausschließt, nicht einmal annähernd geschlossen werden kann. Es sind keineswegs nur die exogenen Verwerfungen aus Handelsstreit zwischen China und den USA und der Absatzkrise auch im Inland, die zu dieser existenziellen Schieflage geführt haben. Denn Volkswagen ist typisch für das Ende eines Wachstumsmodells, von dem Deutschland lange profitiert und auf dem es sich zu lange ausgeruht hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den goldenen drei Globalisierungsjahrzehnten ab 1990, die mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg ein jähes Ende fanden, konnten alle Murmeltiere locker weggelächelt werden: dank billigem Russen-Gas konnten vor allem die energieintensiven Industrien Erneuerungsprojekte auf die lange Bank schieben, während gleichzeitig die Automobilindustrie die sich abzeichnende Mobilitätswende aussitzen zu können meinte. Denn ausgerechnet das kommunistische China bescherte einen Sonder-Boom für deutsche Luxusautos und SUVs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Murmeltiere der negativen demographischen Entwicklung und des sich kontinuierlich verschärfenden Fachkräftemangels grüßen seit den neunziger Jahren täglich, ohne dass aktive Maßnahmen in der Einwanderungspolitik durchgesetzt wurden. Stattdessen ließ sich Deutschland von Flüchtlingswellen überrollen, wodurch die Demographie nur noch verschärft und das Sozialsystem überdehnt werden. Außerdem vernachlässigen wir das Murmeltier namens Bildungssystem, das weder mit der Herausforderung der Integration fertig wird, noch die eigentliche Aufgabe ausreichend erfüllt, dem deutschen Arbeitsmarkt genügend gut ausgebildete Schulabgänger zu liefern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stattdessen wurde der Wohlstand aus den goldenen Globalisierungsjahrzehnten nach Ostdeutschland transferiert: Unfassbare zwei Billionen Euro sind seit der Wiedervereinigung in den wirtschaftlichen Ausgleich zwischen Ost und West gesteckt worden – Geld, das im Osten nun zu einer Bakschisch-Mentalität der ewig Unzufriedenen führt und das im Westen an allen Ecken und Enden unserer Infrastruktur fehlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist das zu hart geurteilt oder populistisch, wenn nicht gar rechtspopulistisch? Da ist es auch aufschlussreich zu lesen, was das Ausland über uns schreibt. Im englischen Intelligenzblatt „Guardian“ erschien jetzt ein Beitrag unter dem Titel: „Ein analoges Land in einer digitalen Welt“. Er beweint die überbordende Regelungswut, die weit über die Regulierungen aus der Europäischen Union hinausgeht. Er beklagt die langsame deutsche Bürokratie, der es nicht gelingt, ihre analogen Prozesse digital zu erneuern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und er beklagt – wie schon vor Jahrzehnten das britische Wirtschaftsblatt „Economist“ den „kranken Mann Europas“, der es nicht mehr geschafft hat, auf der Welle der letzten drei „Kondratjews“ mitzuschwingen. Seit der auf Petrochemie basierenden Wirtschaftswelle konnten wir weder in der Chiptechnologie noch in der Computertechnik, der Telekommunikation, der Digitalisierung oder Software-Entwicklung Schritt halten. Und bei künstlicher Intelligenz bahnt sich das gleiche Desaster an: In Deutschland gibt es zwei KI-Startups auf 100.000 Einwohner – in den USA sind es fast dreimal so viel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Quittung bekommen wir als täglich grüßendes Murmeltier in den internationalen Rankings. Unter den G7-Ländern ist Deutschland mit Abstand Tabellenletzter – bei durchschnittlich 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum in den letzten sechs Jahren. Großbritannien, Frankreich und Italien, für die die größte europäische Wirtschaftsnation einmal Vorbild war, haben es geschafft, sich aus den globalen Rückschlägen der jüngsten Gegenwart zu befreien. Deutschland aber bleibt analog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und während nun von allen politischen Kommentatoren der Freistaat Thüringen als unregierbares Land hingestellt wird, grüßt ein viel fundamentaleres Murmeltier: Deutschland ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein unregiertes Land, in dem nicht gestaltet, sondern verwaltet wird. Wenn sich das nicht ändert, ändert sich nichts. Und das ist kein Witz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Sep 2024 08:36:45 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Internet der Schlauen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/das-internet-der-schlauen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ein wenig still geworden um das Internet der Dinge – einem der Kernelemente der Initiative „Industrie 4.0“. Weder der Internet-Kühlschrank noch der Einkaufs-Button von Amazon hat sich durchgesetzt. Lediglich der Thermomix und seine Nachbauten haben die Küche erobert, wobei allerdings auch hier die meisten Küchenautomaten immer noch eher ohne das Internet auskommen. Doch im Fertigungsbereich nimmt die digitale Transformation, nimmt das Internet of Things allmählich wieder Fahrt auf. Schuld an diesem neuen Automatisierungsschub sind einerseits die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Investitionen in eine teilautomatisierte Produktion immer sinnvoller machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits ist aber auch durch Künstliche Intelligenz so etwas wie eine „Killer-App“ entstanden, die das Internet der Dinge zum Internet der Schlauen weiterentwickelt. Ein Grund dafür ist die Fähigkeit der generativen KI, mehr oder weniger selbständig sinnvollen, fehlerfreien und ablauffähigen Code für speicherprogrammierbare Steuerungen zu generieren. KI-gestützte Handhabungsautomaten und Roboter könnten der nächste ganz große Schritt für mittelständische Unternehmen sein, die sich am Weltmarkt mit hoher Qualität bei wettbewerbsstarken Preisen durchsetzen wollen. Denn mit KI-generierter Programmierung können die Produktionsautomaten schneller, flexibler und vor allem kostengünstiger angepasst werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn das überhaupt noch nötig ist. Automatisierungsanbieter von Siemens oder Betreiber von cloudbasierten Entwicklungsplattformen wie Microsoft bieten inzwischen Bibliotheken mit Hunderttausenden von Programmierbeispielen an, die bereits optimal auf die jeweiligen Steuerungen angepasst sind. Sie können – ganz analog wie Rezepte beim Thermomix – runtergeladen, aufgespielt und getestet werden. Das ist vor allem bei Normteilen interessant.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch das KI-getriebene Internet der Schlauen bietet noch mehr als reine Fertigungsautomation. Über die Cloud kann die gesamte Wertschöpfungskette vernetzt werden – von der Entwurfsphase mit CAD-Bibliotheken über die Simulation mit einem digitalen Zwilling bis zur Programmierung und schließlich zum Betrieb mit Fernüberwachung und -unterstützung. Und in jedem dieser Schritte kann KI als Game Changer fungieren, der die digitale Transformation in der Fertigung erst so richtig voranbringt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gilt: je intensiver das Internet der Schlauen genutzt wird, desto schlauer wird es. Das ist durchaus paradox angesichts der Befürchtung, dass der Textausstoß von Sprachassistenten, der derzeit das World Wide Web überflutet, das exakte Gegenteil bewirkt: das Web wird immer dümmer, je mehr KI-generierte Allgemeinplätze gepostet werden und vom nächsten Sprachassistenten übernommen werden. Je schneller aber die Automatisierungsbibliotheken angereichert werden, desto größer ist der Nutzen. Das gilt besonders für den Mittelstand, der sich aufwändige Teams für die Automatisierung nicht leisten kann (oder will).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Internet der Schlauen kombiniert deutsche Ingenieurtugenden mit Cloud-Technologien und Künstlicher Intelligenz. Es wäre damit ein ernsthafter Schritt in Richtung digitaler Souveränität. Es wäre doch nicht verkehrt, wenn aus dem Land der Dichter und Denker, der Tüftler und Talente mal wieder ein Welthit käme: das Internet der Schlauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2024 08:28:57 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Mehr Energie zur Erneuerung</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/mehr-energie-fuer-die-erneuerung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es klingt zunächst einmal verheißungsvoll: Der Grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat diese Woche ein Förderpaket von 3,3 Milliarden Euro für den Mittelstand in Aussicht gestellt. Voraussichtlich ab September können Unternehmen drei Monate lang ihre Projektplanungen einreichen, die ihnen dabei helfen sollen, klimafreundlicher zu wirtschaften. Das Geld für die bis 2030 wirkende „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz“ (BIK) wird aus dem Klima- und Transformationsfonds bereitgestellt. Rund drei Milliarden Euro – das klingt viel, ist aber gestreckt auf fünf Jahre „nur“ etwa 600 Millionen Euro pro Jahr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es ist mehr als nichts. Und vor allem ist es mehr als der Mittelstand derzeit selbst zu investieren bereit ist. Seine Sorgen setzen sich zusammen aus einbrechenden Auslandsmärkten, fehlenden Fachkräften, überbordender Steuer- und Bürokratielast und eben auch hohen Energiekosten. Dort würde das BIK ansetzen. Allerdings weiß jeder, der schon mal über eine Solaranlage auf dem Dach oder eine Wärmepumpe hinterm Haus nachgedacht hat, dass sich die Amortisation hinzieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es gibt Anzeichen, dass ein solches Förderprogramm im Mittelstand auf mehr Gegenliebe stoßen könnte als jedes noch so komfortabel ausgestattete Digitalpaket. Die Solaranlage auf dem Dach, die Wärmepumpe hinterm Haus oder die Biogasanlage hinter der Scheune kann man anfassen, Software, die Cloud oder KI nicht. Dass das ein entscheidender, wenn auch unsinniger Hinderungsgrund für Digitalinvestitionen ist, weiß ebenfalls jeder, der schon mal bei seiner Sparkasse oder Bank nach einem Kredit für Digitalprojekte nachgesucht hat. An Hardware kann sich ein Kreditinstitut im Falle der Insolvenz eines Kreditkunden schadlos halten; an Software nicht so ohne weiteres.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es dürfte ein Grund dafür sein, warum sich mittelständische Unternehmer bei der Erneuerung ihrer Softwarelandschaft so schwertun. Einen weiteren Grund offenbarte eine Mittelstandsbefragung aus dem vergangenen Frühjahr: Danach sind annähernd zwei Drittel der IT-Entscheider unzufrieden mit den getätigten Software-Investitionen. Einen Grund dafür hatte die Gartner Group in einer groß angelegten Befragung schon während der Pandemie ausgemacht. Viele Entscheidungen werden nicht von der für die spätere Umsetzung zuständigen IT-Abteilung getroffen, sondern von den Fachabteilungen und Stake Holdern. Die wählen gern „im Rückspiegel“ aus – will sagen: Die neue Software soll können, was die alte schon konnte – nur unter einer neuen Benutzeroberfläche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da tut sich der Mittelstand schon deutlich leichter, wenn es um Investitionen in neue Heizsysteme, CO2-Reduzierung oder Recycling-Prozesse geht. Dabei könnte beispielsweise ein KI-gestützter Einkauf zu Prozessen führen, die kostengünstigere und klimaschonendere Beschaffungsmechanismen bringen. Eine Cloud-basierte IT-Infrastruktur würde nicht nur die Abwärme im eigenen Rechenzentrum reduzieren, sondern auch den Bedarf an Rechenleistung und Speicherplatz flexibler gestalten. Mitarbeiter im Home Office reduzieren zudem den CO2-Fußabdruck bei der Mobilität.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen also nicht unbedingt nur mehr Investitionen in erneuerbare Energien, wir brauchen vor allem mehr Energie für die Erneuerung – und das gilt auf allen Ebenen unserer physischen Infrastruktur und unserer gesellschaftlichen Verfassung. Der jetzt avisierte BIK-Fonds könnte tatsächlich beides einleiten. Nach jetzigem Kenntnisstand liegt die Obergrenze bei 200 Millionen Euro pro Projekt beziehungsweise Unternehmen. Damit ließe sich auch die digitale Erneuerung unserer Wirtschaft mit Blick auf klimaschonende Prozesse finanzieren. Was wir brauchen ist Energie: Energie für die Erneuerung.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 Aug 2024 08:03:58 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Frischzellenkur für den Mittelstand</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/frischzellenkur-fuer-den-mittelstand</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass Maschinen mit der Zeit altern können, kann jeder an seinem Fahrzeug beobachten: Irgendwann beginnen die Reparaturen, überhandzunehmen, und die Anschaffung eines Neuwagens rückt in den Fokus. An diesem Mechanismus hingen und hängen Hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie. Auf der Fertigungsebene ist das nicht anders: Maschinen können dort altern, weil sie dank starrer und seit Jahrzehnten unveränderter Produktionsprozesse nicht veralten, sondern nur immer wartungsanfälliger werden. Unmerklich steigen die Instandhaltungsaufwendungen, verlängern sich Stillstandzeiten und sinkt die Produktionsqualität. Es ist ein Bild, dass sich in vielen Fabrikhallen in Deutschland zeigt. Natürlich gibt es auch Abertausende mittelständischer Unternehmen, bei denen das nicht so ist. Sie halten den Innovationsstandort Deutschland hoch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass auch Software altern kann, ist weniger offensichtlich. Aber durch Ergänzungen hier, Anpassungen da und Schnittstellen dort wird auch bei Anwendungen der Wartungsaufwand immer größer. Hinzu kommt, dass das massiv steigende Datenvolumen viele Systeme bis an die Grenzen belastet. Und in die Jahre gekommene Standardlösungen lassen sich nur schwer an veränderte Geschäftsprozesse und Märkte anpassen. Da fällt es zusätzlich schwer, neue Funktionen wie Meeting-Lösungen, künstliche Intelligenz oder virtuelle Realität einzubinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das alles summiert sich seit Jahren zu einem Renovierungsstau, der in die Milliarden geht. Während für die deutsche Infrastruktur aus Schienen, Straßen und Trassen bereits ein Investitionsvolumen von 600 Milliarden Euro in den kommenden Jahren kalkuliert wird, schätzte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schon Anfang der 20er Jahre, dass der Digitalrückstand in deutschen Unternehmen nur aufzuholen sei, wenn die Firmen das Doppelte bis Dreifache in ihre IT-Infrastruktur investierten. Die Zahl hat sich seitdem weiter verschlechtert. Die Quittung zeigt sich in den internationalen Rankings, wo Deutschland inzwischen auf Platz 23 gelandet ist, gemessen am Digitalisierungsgrad in Unternehmen und Verwaltung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch auch das Management im deutschen Mittelstand altert zusehends. Gerade bei den den Mittelstand tragenden rund drei Millionen Familienunternehmen ist der Generationswechsel seit Jahren ins Stocken geraten. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) schätzt, dass allein eine Viertelmillion Betriebe im laufenden Jahr durch fehlende Unternehmensnachfolge in Gefahr sind. Das liegt einerseits an hohen steuerlichen Hürden bei der Übergabe, andererseits aber auch an der mangelnden Perspektive der Nachfolger, die in einem lebenslangen aufopferungsvollen Unternehmertum keinen Lebensplan für sich erkennen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis bleibt eine Frischenzellenkur für den Mittelstand aus: Der Status quo obsiegt. Nach einer Umfrage des Meinungsportals YouGov dritteln sich die Ursachen für die fehlende Bereitschaft zur Transformation auf starre Strukturen, die Veränderungen verhindern, fehlendes Geld, das angesichts der schwachen Konjunktur auch perspektivisch nicht zu erwarten ist, und mangelnde Zeit im Alltagsgeschäft – auch wegen zu großen Aufwendungen für bürokratiebedingte Aufgaben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch wie soll man auch Perspektiven und daraus genährte Investitionsbereitschaft entwickeln, wenn die aktuelle Politik so perspektivlos ist und auch an den einfachsten Innovationsprojekten scheitert? Die aktuelle Haushaltsdebatte in der Ampel-Koalition offenbart weit tiefere Zerwürfnisse als sie uns bisher schon vorgeführt wurden. Der Wille zur Erneuerung wird gelähmt durch mangelnde Kompromissbereitschaft, um nicht zu sagen: ausgesprochene Verbohrtheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für das alles erhalten wir derzeit die Quittung: "Die immer größeren wirtschaftlichen Unwägbarkeiten infolge von Pandemie und Krieg, aber auch aufgrund schwankender Wirtschaftspolitik, einer immer dichteren Regulierung und dem zunehmenden Fachkräftemangel setzen den Mittelstand besonders unter Stress", warnt die DIHK. "Das zeigen unsere Unternehmensbefragungen. Viele KMU verfügen nicht über Spezialabteilungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Und die entsprechenden Ressourcen fehlen dann den Unternehmenslenkerinnen und -lenkern für Innovationen."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wir brauchen, ist eine Frischzellenkur für den Mittelstand, die auf allen Ebenen greift – bei den Maschinen, bei der Digitalisierung, bei den Führungskräften und nicht zuletzt bei entschlackten Prozessen, die von Bürokratie und Nachweispflichten befreit werden müssen. Das ist Sache der Politik. "Gefragt sind verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, mehr unternehmerische Freiheiten, wettbewerbsfähige Steuerlasten, eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sowie deutlich und spürbar weniger Bürokratie“, fordert die DIHK. Aber dazu braucht es wohl erst eine Frischzellenkur für die Politik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 18 Aug 2024 15:43:20 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Seid keine Narren!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/seifd-keine-narren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Besitz einer Schreibmaschine war eine notwendige, aber keineswegs hinreichende Voraussetzung, um einen Bestseller zu schreiben. Doch die Schreibmaschine erlöste uns von den Mühen der handgeschriebenen Fassung, die wir auch heute noch in Anlehnung an eine längst vergangene Zeit „Manuskript“ nennen. Auch mit dem Textverarbeitungssystem am Computer kommt man dem Bestseller keinen entscheidenden Schritt näher, aber es erleichtert das Korrigieren, Umschreiben, Ergänzen. Und auch mit KI-Systemen auf der Basis großer Sprachmodelle erhalten wir längst keine Garantie für einen Bestseller, aber sie nehmen uns die Mühen des Erstentwurfs ab. Für den Bestseller braucht es immer noch wahlweise das Genie oder zumindest ein Gespür für den Zeitgeist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem IT-Pionier und jetzigen IBM Fellow Grady Booch verdanken wir die Einsicht: „A Fool with a Tool is still a Fool!“ Will sagen: Nicht das Werkzeug macht den Meister, sondern sein versierter Gebrauch. Das gilt in besonderem Maße für die Nutzung der KI-Systeme, wie sie derzeit in Form von generativer KI die Büros und Amtsstuben erobern. Auch wenn Sprachassistenten wie ChatGPT auf Milliarden Parametern und Petabytes an Internet-Content zurückgreifen – ein Narr wird aus ihnen nur Närrisches herauslocken. Das gilt für Texte ebenso wie für Bilder – auch wenn auf den ersten Blick ein „KI-nstlich“ erzeugtes Bild zunächst frappierend auf uns wirkt: Nach einem Dutzend auf diese Weise kreierter Bilder erkennt man ihre Beliebigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heutige KI-Systeme sind uns um Längen voraus, wenn es darum geht, Routinen zu steuern, Bekanntes wiederzukäuen, Dinge zu finden und Muster zu erkennen – aber es bedarf weiterhin der menschlichen Intuition und Intelligenz. Deshalb sind alle wertschöpfenden Tätigkeiten weitgehend davor geschützt, durch künstliche Intelligenz abgelöst zu werden. Im Gegenteil erfahren sie eine Bereicherung, weil nervtötende Bürokratie-Aufwände automatisiert werden können. Doch so wie der Email-Service den Büroboten überflüssig gemacht hat, werden KI-Systeme die „Knöpfchensortierer“ im Controlling und Management ablösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Egal ob im Betrieb mit Kolleginnen und Kollegen oder firmenübergreifend mit Lieferanten und Kunden: wer die Kommunikation ausschließlich einem Sprachassistenten anvertraut, wird ins Mittelmaß absinken. Verbesserungen gibt es nur dort, wo die Qualität auch vorher schon schlecht war. Das lässt sich bedauerlicherweise in der Verwaltungsarbeit und insbesondere im Bildungsbereich beobachten. Immerhin: die heute schlecht funktionierenden Prozesse in den Behörden werden durch KI sichtlich beschleunigt. Schülerinnen und Schüler, die ihre Arbeiten mit Hilfe von ChatGPT erledigen, werden besser, weil sie mit KI ihr Lernniveau individuell anpassen können und nicht im Frontalunterricht untergehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb: Seid keine Narren! Sprachassistenten animieren zur Faulheit. Es ist angenehm, ein komplexes Besprechungsprotokoll mal eben von einem „KI-Piloten“ erstellen zu lassen. Es ist verführerisch, einen komplizierten Text von einem Chatbot zusammenfassen zu lassen, statt ihn selbst zu lesen. Es spart Zeit und Geld, einige Routinen eines Computerprogramms durch KI erstellen zu lassen – aber die Innovation der Software kann nur vom menschlichen Entwickler kommen. Oder auf eine kurze Formel gebracht: Zehn Prozent einer Tätigkeit sind Inspiration, der Rest ist Transpiration. Wenn wir diese 90 Prozent der KI überlassen, ist viel gewonnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu ist es notwendig, dass jeder und jede in jeder Organisation persönliche Erfahrung mit künstlicher Intelligenz sammelt. Die Angst, sich selbst überflüssig zu machen, ist ebenso unangebracht wie die Euphorie, künftig alles automatisieren zu können. Aber genau an diesem Schwarz-Weiß-Denken krankt offensichtlich die Einführung von KI in vielen Organisationen. Die einen wollen ihre Arbeitsergebnisse mit KI-Unterstützung verbessern, die anderen befürchten, dass sie sich wegen KI verbessern müssen, um nicht abgelöst zu werden. Die einen fürchten den Verlust von Herrschaftswissen, die anderen wollen gar nicht aus ihrem Mittelmaß heraus. Wir alle kennen solche Mitarbeiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es dürfte eine der herausforderndsten Managementaufgaben der nächsten Zeit sein, die eigene Belegschaft an den Umgang mit generativer KI heranzuführen. Der größte Fehler dabei ist, überbordende Erwartungen zu schüren. Sprachassistenten erzeugen keinen Sinn, sie geben lediglich das Wahrscheinlichste wieder und stehen dabei auf den Schultern derer, die vorausgedacht und vorformuliert haben. Wenn lernende Maschinen darauf trainiert werden, eine bestimmte Zielsetzung zu erreichen, dann muss es zunächst Menschen geben, die diese Ziele setzen und den Weg dahin kennen. Dass das mit Aufwand verbunden ist, diese Erfahrung machen derzeit zahlreiche Organisationen. Doch der Lohn ist immens, wenn wiederkehrende Routinen mit KI-Unterstützung automatisiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KI ist ein Tool, das den Schlauen schlauer und den Schnellen schneller macht. Nur: Es gilt auch der Umkehrschluss. Deshalb seid keine Narren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 12 Aug 2024 08:16:26 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Without Empathy, Everything is Nothing</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/without-empathy-everything-is-nothing</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Echoing through nearly two millennia to our interactions with artificial intelligence: “If I speak in the tongues of men or of angels, but do not have love, I am only a resounding gong or a clanging cymbal. If I have the gift of prophecy and can fathom all mysteries and all knowledge, and if I have a faith that can move mountains, but do not have love, I am nothing.” Further in the first letter to the Corinthians by Apostle Paul of Tarsus: “For now we see only a reflection as in a mirror; then we shall see face to face. Now I know in part; then I shall know fully, even as I am fully known.”
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           This is the "Hymn of Love," written around 60 AD. If we replace the word “love” with “empathy” today, we get one of the most crucial principles for the cohesion of our society: "Without empathy, everything is nothing." What does this have to do with artificial intelligence? We need to learn to extend our ability to empathize to the expressions of language assistants! If we don’t understand how and why a generative AI came to a result, we cannot reliably use it. We can only consume it unfiltered.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Already, it is said that verifying AI results is as labor-intensive as conducting one's own research. This leads to an interesting paradox: the smarter AI systems become, the smarter their responsible users must also be. However, studies show that the average IQ of humanity has been steadily declining for 20 years. Simultaneously, behavioral disorders and autism are on the rise. Researchers attribute this to the unintentional absorption of polychlorinated biphenyls. These so-called environmental hormones are processed in countless everyday items and absorbed by our bodies when handling them.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           What sounds like an obscure conspiracy theory unfortunately has a serious scientific basis. Additionally, there is another cause with more immediate effects: smartphones and artificial intelligence allow us to lean back on practically any thinking task and “ask the internet.” We don’t need to remember the name of a celebrity if we can google it. We don’t need to struggle with a tricky customer query if we can leave it to a chat bot. We become dumber because we no longer train the "brain muscle" adequately!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           This is dangerous if we uncritically spread and adopt any nonsense or hallucination that comes from a language assistant. It is even more dangerous if we thus forget how to listen to differing views and—keyword: empathy—understand them. The lack of political discourse in the USA, Europe, or in Russia and China, where it no longer exists, should be warning enough. We are developing into opinion autists who only stay in their own echo chambers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           About half a century ago, philosopher Karl Popper warned of the emerging “closed society,” whose death anniversary will be marked in a few weeks. His societal model of the “open society” relies on the ability to listen, accept opinions even without an immediate scientific explanation, and seek dialogue with dissenters—abilities that are increasingly lost in our political and economic interactions. Instead, we see mutual disloyal behaviors: mass layoffs for stock prices and job-hopping out of fear of having to "deliver" performance.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seeking new challenges and aiming for a career as a “lifelong learner” is not wrong. The days of “you learn, you earn, you retire!” are over. Those who choose a life as a specialist stay forever in their niche. However, those who have the courage to collaborate with specialists as generalists can advance themselves and their surroundings. But this only succeeds with a substantial amount of empathy.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ralph Haupter, President of Microsoft Europe, recently had the honor of delivering the commencement address at the graduation ceremony of the Madrid School of Business, recommending exactly this to the graduates: In light of the rapid technological developments, one must remain a lifelong learner. One should take risks, be ready to make mistakes, and accept failures. Above all, we must regain the ability to listen to others. This applies to both generalists and specialists alike. And it is especially true for those who think differently. And it gains importance in the context of AI-supported language assistants. For without empathy, everything is nothing.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Aug 2024 09:32:38 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ohne Empathie ist alles nichts</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es tönt über fast zwei Jahrtausende zu uns und unserem Umgang mit künstlicher Intelligenz durch: „Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.“ Und weiter heißt es im ersten Korintherbrief des Apostel Paulus von Tarsus: „Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, / dann aber werde ich durch und durch erkennen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist das Hohe Lied der Liebe, das etwa im Jahr 60 unserer Zeitrechnung entstand – und würden wir heute das Wort „Liebe“ durch „Empathie“ ersetzen, hätten wir einen der wichtigsten Grundsätze für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft: „Ohne Empathie ist alles nichts.“ Was das mit künstlicher Intelligenz zu tun hat? Wir müssen offensichtlich lernen, die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, auch auf die Äußerungen von Sprachassistenten ausdehnen! Wenn wir nicht verstehen, wie und warum eine generative KI zu einem Ergebnis gekommen ist, können wir sie nicht zuverlässig nutzen. Wir können sie nur ungefiltert konsumieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon heute heißt es, dass die Überprüfung von KI-Ergebnissen so aufwändig ist, wie die eigene Recherche. Das führt zu einem interessanten Paradox: Je intelligenter KI-Systeme werden, desto intelligenter müssen auch ihre verantwortungsvollen Nutzer sein. Stattdessen zeigen Studien, dass der durchschnittliche Intelligenzquotient der Menschheit seit 20 Jahren kontinuierlich sinkt. Gleichzeitig treten Verhaltensstörungen und Autismus immer häufiger auf. Forschende sehen die Ursache darin, dass wir unfreiwillig immer mehr Polychlorierte Biphenyle aufnehmen. Diese sogenannten Umwelthormone werden in unzähligen Alltagsgegenständen verarbeitet und beim Umgang mit ihnen von unserem Körper aufgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wie eine obskure Verschwörungstheorie klingt, hat leider inzwischen ein ernstzunehmendes wissenschaftliches Fundament. Hinzu kommt aber eine Ursache, deren Wirkung sich deutlich schneller einstellt: Smartphones und künstliche Intelligenz erlauben es uns, uns bei praktisch jeder Denkaufgabe zurückzulehnen und „das Internet“ zu befragen. Wir müssen uns nicht mehr an den Namen eines Prominenten erinnern, wenn man ihn googeln kann. Wir müssen uns auch nicht mit einer kniffligen Antwort auf eine Kundenanfrage plagen, wenn man den Chat einem Bot überlassen kann. Wir werden dümmer, weil wir den „Gehirnmuskel“ nicht mehr im notwendigen Maße trainieren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist gefährlich, wenn wir jeden Blödsinn und jede Halluzination, die aus einem Sprachassistenten stammen, ungeprüft verbreiten und uns zu eigen machen. Das ist noch gefährlicher, wenn wir auf diese Weise verlernen, anderslautende Ansichten anzuhören und – Stichwort: Empathie – nachzuvollziehen. Der mangelhafte politische Diskurs in den USA, in Europa oder in Russland und China, wo es ihn schon gar nicht mehr gibt, müsste uns Warnung genug sein. Wir entwickeln uns zu Meinungsautisten, die sich nur noch in ihrer eigenen Echokammer aufhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor der sich dadurch entwickelnden „geschlossenen Gesellschaft“ warnte vor einem guten halben Jahrhundert bereits der Philosoph Karl Popper, dessen Todestag sich in wenigen Wochen zum 30. Mal jährt. Sein Gesellschaftsmodell der „offenen Gesellschaft“ beruht vielmehr auf der Fähigkeit, zuhören zu können, Meinungen auch dann anzunehmen, wenn ihnen zunächst eine wissenschaftliche Begründung fehlt, und den Dialog mit Andersdenkenden zu suchen. – Alles Fähigkeiten, die uns inzwischen im politischen wie im wirtschaftlichen Zusammenleben abhandenkommen. Stattdessen entwickeln sich wechselseitige illoyale Verhaltensweisen: Massenentlassungen zugunsten des Aktienkurses einerseits und Job-Hopping aus Angst, Leistung „liefern“ zu müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist es keinesfalls falsch, neue Herausforderungen zu suchen und eine Karriere als „ewig lernender Mensch“ anzustreben. Vorbei sind die Zeiten des „you learn, you earn, you retire!“ Wer sich für ein Leben als Spezialist entscheidet, bleibt ewig in seiner Nische. Wer jedoch den Mut hat, als Generalist mit Spezialisten zusammenzuarbeiten, kann sich selbst und seine Umgebung weiterentwickeln. Doch dies gelingt nur mit einem gerüttelten Maß an Empathie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Microsofts Europachef, der Deutsche Ralph Haupter, hatte vor wenigen Tagen die Ehre, die Abschlussrede vor dem diesjährigen Entlassungsjahrgang der Wirtschaftshochschule Madrid zu halten und empfahl den Absolventen genau dies: Angesichts der stürmischen Entwicklung, die die Technologie in diesen Tagen nimmt, muss man ein ewig lernender Mensch bleiben. Man sollte dabei Risiken eingehen, bereit sein, Fehler zu begehen und Fehlschläge hinzunehmen. Vor allem aber müssen wir alle die Fähigkeit zurückgewinnen, anderen zuzuhören. Das gilt für Generalisten und Spezialisten gleichermaßen. Und es gilt erst recht gegenüber Andersdenkenden. Und es gewinnt gegenüber den Äußerungen eines KI-gestützten Sprachassistenten an Bedeutung. Denn ohne Empathie ist alles nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Aug 2024 09:00:11 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KI und die Kognitive Dissonanz</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-und-die-kognitive-dissonanz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zahllose Unternehmerkarrieren belegen: Innovatoren von gestern werden zu Bewahrern von heute und zu Bremsern von morgen. Heinz Nixdorf, dessen Lebenswerk unbestritten ist, mag als Beispiel für diesen Werdegang dienen. Es ist im Gegenteil äußerst selten, dass ein Mensch ein Leben lang disruptive Neuerungen vorantreibt, ohne sich doch irgendwann auf einem einmal gefassten Weltbild auszuruhen. Das ist der Zeitpunkt, an dem Führungskräfte in technologiegetriebenen Unternehmen beiseitetreten sollten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was für Führungskräfte gilt, gilt doppelt für die Belegschaft. Der menschliche Geist strebt danach, bewährte Muster zu wiederholen, bekannte Verhaltensweisen zu bevorzugen und Veränderungen deshalb als störend, ja sogar verstörend wahrzunehmen. Es entsteht eine „Kognitive Dissonanz“, wie die Psychologen sagen, wenn das eigene Weltbild durch Neuerungen herausgefordert wird. Dieser innerliche Konflikt führt dazu, dass neue Ideen abgelehnt werden, um die bestehende Ordnung beizubehalten. Hinzu kommen gruppendynamische Prozesse, die im Change Management berücksichtigt werden müssen, bei denen „Mitläufer“ sich den „Wortführern“ anschließen und so die Einführung von Neuerungen behindern. Den Wortführern ist dabei jedes Argument recht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kann diese Mechanismen seit der Dampfmaschine und den von ihnen betriebenen Webstühlen verfolgen. Und egal ob Elektrizität, Telefonie, Ottomotor oder Computer – immer verläuft die Argumentationskette gleich: es fehle an der notwendigen Infrastruktur, der Nutzen wirke sich nur auf wenige Anwender aus, die Vorarbeiten seien zu aufwendig, der Erfolg und Ertrag seien ohnehin ungewiss und die strukturellen Verbesserungen ließen erhebliche soziale Folgen befürchten – angefangen von einer drohenden Massenarbeitslosigkeit bis hin zum zu befürchtenden Kontrollverlust.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ganze Orchester lässt sich nun wieder beobachten, während der anfängliche positive Hype um künstliche Intelligenz im Allgemeinen und generative Sprachmodelle im Besonderen allmählich ins Negative umschlägt. Geradezu klassisch ist die Studie des Instituts Walr [sprich Waller], wonach rund 2500 White Collar Worker aus dem englischsprachigen Raum zu Protokoll geben, dass KI mehr Arbeit verursacht, als es einspart. Demnach hoffen zwar 96 Prozent der Manager, dass KI-Werkzeuge die Produktivität des jeweiligen Unternehmens erhöhen können. 77 Prozent der Angestellten berichten allerdings, dass diese Tools die Arbeitslast erhöhen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor allem wird von 39 Prozent der befragten Angestellten berichtet, dass diese viel Zeit mit der Moderation und dem Überprüfen der von KI erzeugten Ergebnisse aufwenden. 23 Prozent der Testpersonen investieren zudem Arbeitsleistung darin, die Nutzung eines KI-Tools überhaupt erst einmal zu lernen und zu verbessern. 40 Prozent der Angestellten sind generell der Meinung, dass Manager zu hohe Erwartungen an sie haben, wenn es um die Nutzung von KI geht. 47 Prozent der User haben keine genaue Ahnung, wie KI sie eigentlich bei der Arbeit unterstützen soll. Eindrucksvoller kann man das Versagen von Change Management kaum dokumentieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ebenso spannend ist die aufkommende Diskussion darüber, dass generative KI-Systeme, deren große Sprachmodelle sich aus dem Internet-Content speisen, irgendwann nur noch die von ihnen selbst produzierten Inhalte rezitieren könnten und damit geradezu verdummen. Sie verhalten sich damit kaum anders als Verschwörungstheoretiker, die allein aus der Masse des von ihnen selbst produzierten Unsinns im Internet den Beweis antreten, dass an der Sache doch was dran sein müsse. Tatsächlich ziehen unternehmensinterne KI-Systeme ohnehin nicht ihren Hauptnutzen daraus, dass sie „das Internet zu Ende lesen“, sondern daraus, dass sie erstmals das in den Unternehmensdaten verborgene Wissen systematisch durchforsten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ähnlich verlaufen Argumente, dass das Training von großen Datenmodellen in absehbarer Zukunft gegen eine „Datenwand“ laufen wird. Wir produzieren, so die Befürchtung, einfach nicht genug Content, um große Sprachmodelle weiterentwickeln zu können. Das Problem liegt allerdings auch darin, dass unser Wissen in überwiegenden Teilen – nach Schätzungen bis zu 90 Prozent – noch nicht in maschinenlesbarer Form vorliegt. Was uns wieder zum ersten Einwand zurückführt: KI macht erst einmal Arbeit, bevor es einen veritablen Nutzen bieten kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Erkenntnis galt schon für die digitale Transformation, die wir zu leger angegangen sind, und deshalb jetzt auch nicht den schnellen und überzeugenden Nutzen aus KI-Systemen ziehen können. Wir müssen nachsitzen, um das Klassenziel noch zu erreichen. Das Klassenziel ist nicht mehr und nicht weniger als das, was Siemens-CEO Roland Busch die Chance auf ein „Wirtschaftswunder 2.0“ nennt. Also ziemlich genau das, was in meinem letzten Blog den Titel „Industrie 5.0“ erhielt. „In der Digitalisierung sehe ich viele Chancen“, erklärte er gegenüber dem Manager Magazin. „Wir sitzen auf einem immensen Berg an Daten aus Produktion und Fertigung, aus Anlagen und Fabriken. Und wir wissen, wie diese Daten zu deuten sind. Wenn wir diese Daten mit künstlicher Intelligenz nutzbar machen, dann ist das der nächste Exportschlager aus Deutschland. Besonders industrielle KI, das ist eine Superkraft. Wir können Industrien in Deutschland und weltweit widerstandsfähiger, effizienter und nachhaltiger machen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem ist nichts hinzuzufügen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 09:06:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Transformation in Trippelschritten</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/transformation-in-trippelschritten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Transformation in Trippelschritten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist gerade einmal zwei Jahre her, da saßen führende Microsoft-Executives bei Bill Gates zum Abendessen und probierten die neueste KI-Version des damals der Öffentlichkeit noch völlig unbekannten Startups OpenAI aus. Der Test verlief so überzeugend, dass drei Monate später die erste öffentlich verfügbare Version von ChatGPT in die Cloud gestellt wurde. Und weitere drei Monate später begann Microsoft damit, die generative künstliche Intelligenz als Copiloten in die eigenen Lösungen einzubauen. Danach erfolgte ein echter Sturmlauf, der bis heute anhält – obwohl sich erste Stimmen melden, die das Ende des Hypes voraussehen. Damit würde nach dem von Gartner entwickelten Hype Cycle die harte Projektarbeit auf dem Boden der Tatsachen beginnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss sich das noch einmal vergegenwärtigen: Die gerade zu beobachtende weltweite KI-Revolution hat gerade einmal so viel Zeit in Anspruch genommen wie ein umfassendes Einführungsprojekt für Unternehmenssoftware im Mittelstand. Bis alle Abteilungen vom Einkauf über Verkauf, Produktion und Logistik bis zu den Finanzanwendungen hochindividualisiert umgestellt sind, vergehen auch heute noch bis zu 18 Monate. Kein Wunder, dass Projekte rund um das Enterprise Resource Planning den Ruf haben, Risiken in sich zu bergen, die das gesamte Unternehmen aufs Spiel setzen können. Aber für diese „Bet-the-Company“-Projekte fehlt dem Mittelstand inzwischen ohnehin der Atem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem ganz großen Wurf werden Innovationen in Trippelschritten. Auch Europas größtes Softwarehaus, die für ihre ausufernden Großprojekte bekannte SAP, beobachtet im Mittelstand den Trend zu überschaubaren Einzelprojekten: hier ein bisschen KI im Büro, dort ein neues System für das Management von Lieferketten und später noch mal die Einführung eines digitalen Zwillings in der Produktion. Die digitale Transformation in Trippelschritten hat einen beschönigenden Namen: Agility.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich gibt es gute Gründe für den Schwenk auf agile Projekte. Offensichtlich ist dabei die Aussicht auf schnelle Teilerfolge ein Motiv. Überdies zeigt die stürmische Entwicklung der künstlichen Intelligenz, wie schnell die Visionen beim Kickoff während der Dauer eines Großprojekts schon wieder überholt sein können. Darüber hinaus fehlen angesichts des immer stärker werdenden Drucks durch den Mangel an Fachkräften ganz einfach die Ressourcen, um wichtige Spezialisten auf Dauer in Projekten zu binden. Und wie der jüngste KfW-Sonderbericht zur Lage im Mittelstand deutlich macht, fehlt es schlicht am Geld. Der Wunsch nach schnellen Erfolgen triumphiert über das ganz große Bild, die Vision von der umfassenden digitalen Transformation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da läuft etwas aus dem Ruder. Während die Anwenderunternehmen ihre Investitionen in die Informationstechnik kleinteilig voranbringen, wenn nicht sogar im großen Stil zurückfahren, überschlagen sich die Tech-Giganten mit immer neuen Vorschlägen für die digitale Zukunft: erst Cloud Computing und Virtualisierung, dann mobile Lösungen für den Außendienst und das Home Office, gefolgt vom Metaversum, in dem virtuelle Realitäten zu mehr Durchblick führen sollen, ehe schließlich neue Erkenntnisse und Effizienz durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz versprochen werden. Es kann nicht überraschen, dass der mittelständische Unternehmer angesichts von wieder anziehender Teuerung durch Lohnerhöhungen und Energiekosten, weiterhin überbordender Bürokratie und stetig sinkenden Auftragszahlen erst einmal den Termin mit dem Software-Betreuer absagt und sich vermeintlich wichtigeren, in jedem Fall aber dringenderen Dingen zuwendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es kann nicht überraschen, dass Mittelstandsstudien je nach Gesinnungslage und Fragestellung einmal den Mittelstand bei der Digitalisierung abgehängt sehen, ein anderes Mal aber als Treiber der Transformation identifizieren. Die Studien hinterfragen selten Größenordnung, Vision und Zielsetzung der Projekte und stützen sich überdies in der Regel auf die Selbsteinschätzung der Entscheider, statt objektive Maßstäbe anzusetzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Digitalisierung im Schneckengang ist schließlich auch Digitalisierung. Doch kann man so den Krisenmodus jemals hinter sich lassen? Auch agile Projekte verlangen nach einem digitalen Masterplan, in dem sie in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Bei der Transformation in Trippelschritten ist jedes Einzelprojekt richtig oder falsch, wenn man nicht weiß, wo das Ziel ist. Wenn sich die Innovationszyklen immer weiter verkürzen und gleichzeitig die finanziellen und personellen Ressourcen weiter verengen, bleibt es bei der Transformation in Trippelschritten. Der große Sprung nach vorn, der den Wirtschaftsstandort Deutschland in den internationalen Rankings wieder nach oben spülen könnte, bleibt so leider aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 22 Jul 2024 08:48:24 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Industrie 5.0</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war wohl der schillerndste Begriff innerhalb der Hightech-Strategie in den Merkel-Jahren der Bundesregierung: die vierte industrielle Revolution. Den Begriff „Industrie 4.0“ kennt inzwischen wohl jeder – auch wenn die eigentliche infrastrukturelle Basis, das „Internet der Dinge“ nämlich, bis heute kaum flächendeckende Wirklichkeit geworden ist. Weder in Deutschland, noch sonstwo auf der Welt haben die hochfliegenden Pläne, dass Maschinen mit Maschinen weltweit Daten austauschen, so richtig an Breitenwirkung gewonnen. Zwar gibt es Leuchtturm-Projekte wie die datentechnische Verzahnung von Produktionsstätten rund um den Globus, mit denen vor allem Automobilbauer von sich Reden machten. Doch im breiten Mittelstand ist IoT – also das Internet of Things – bis heute nicht wirklich angekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einer der Gründe liegt darin, dass dem Internet der Dinge nach wie vor die globale Infrastruktur fehlt. Wer auf dem Lande mit niedrigen Übertragungsraten zu kämpfen hat, kann froh sein, wenn er seinen Fabrikhof ordentlich vernetzt bekommt – geschweige denn auf breiter Front die Kommunikation mit anderen Produktionsstätten in anderen entlegenen Gebieten dieser Erde, oder mit den Fertigungsebenen der vernetzten Kunden und Partner. Industrie 4.0 hat nie die gesellschaftliche Wirkung erzielt, wie seine Vorgänger, die durch Mechanisierung, Massenfertigung und Informationsverarbeitung geprägt waren und die Welt dadurch prägten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das könnte sich ändern, seit immer häufiger und konsequenter einzelne Konzerne die Bereitstellung von ganzen Infrastrukturen übernehmen, auf denen andere ihr Geschäft aufbauen können. Das gilt schon lange für Cloud Computing, wo sich AWS und Microsoft ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Ausweitung ihrer Cloud-Infrastrukturen bieten und Milliardeninvestitionen in sogenannte Hyperscaler tätigen. Und es gilt erst recht für die Nutzung von künstlicher Intelligenz, wo die Tech-Giganten aus den USA ihre Vormachtstellung gegenüber chinesischen Anbietern wahren wollen. Jetzt bringt sich mit Siemens auch ein deutsches Unternehmen als "Global Digital Player" ins Spiel. Der Konzern bietet mit dem Siemens Industrial Copiloten eine KI-basierte Infrastruktur an, die die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine revolutionieren dürfte. Immerhin ist in jeder Fabrik rund um den Globus irgendwo eine Siemens-Steuerung im Einsatz. Sie könnte zum strategischen Werkzeug werden um die nunmehr fünfte industrielle Revolution auszulösen – das Zeitalter der KI-gestützten massenweisen Individualproduktion!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorhergesagt hat dieses Phänomen schon vor 60 Jahren der US-amerikanische Futurologe Alvin Toffler, einer der Vordenker der Digitalen Revolution. Er ging davon aus, dass es die Informationstechnik und die Digitalisierung der Produktionsstätten möglich machen könnte, den Konsumenten allein durch ihre individuelle Nachfrage nach Produkten und Varianten zu ermöglichen, die flexible Produktion für ihre Wünsche anzustoßen. Toffler setzte freilich voraus, dass Fertigungsmaschinen und die Materialbeschaffung flexibel genug sein würden, so etwas wie eine „Losgröße 1“ zu erlauben. Doch da hatte Toffler die Rechnung ohne die Maschinensteuerung gemacht. Noch heute dauert es meist Tage, bis der Code für einen neuen Produktionsgang an einem Automaten fertig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das soll sich mit dem Siemens Industrial Copilot nun ändern. In Pilotprojekten beim Automobilbauer Schaeffler hat sich bereits gezeigt, dass mithilfe dieser KI-gestützten Mensch-Maschinen-Kommunikation, bei der natürliche Sprache in ausführbaren Code umgewandelt wird, der Neustart eines geänderten Produktionsprozesses nur noch Stunden auf sich warten lässt. Und die Infrastruktur für diesen in der Basisversion vorerst kostenlosen Service ist bereits vorhanden. Rund um den Globus finden sich Millionen von Simatic-Steuerungen, die die Maschinen von kleinen, mittelständischen und globalen Firmen steuern. Und weil der Service zunächst – aber offensichtlich nicht exklusiv – auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure bereitgestellt wird, könnten bereits Abertausende von Fertigungsunternehmen nach der Sommerpause mit ihrem „Industrie 5.0-Projekt“ beginnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch wie immer fließt vor dem Preis der Schweiß: Um den Siemens Industrial Copiloten für die eigenen Fertigungsaufgaben zu individualisieren, muss die generative KI angelernt werden – und zwar auf der Basis firmeninterner Daten. Zwar ist damit zu rechnen, dass mithilfe des KI-Piloten in Windeseile ganze Bibliotheken an neuen Simatic-Steuerprogrammen entstehen werden, doch am Ende kommt es auf die Qualität der eigenen Daten an. Das ist das Dilemma: Wer angesichts des Fachkräftemangels keine Programmierer für seine Maschinensteuerung findet, kann nun einen Ausweg nutzen – vorausgesetzt, er findet einen Datenspezialisten, der das Pre-Training des Copiloten übernimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch: die Chancen sind riesig. Oliver Gürtler, Small, Medium and Corporate Leader bei Microsoft Deutschland, sieht drei Entwicklungen: "Der Mittelstand profitiert unmittelbar vom Siemens Industrial Copilot. Denn erstens kann er mit dessen Hilfe die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine deutlich effizienter gestalten und damit in der Produktion deutlich flexibler werden. Zweitens aber schafft er so ohne großen Mehraufwand einen Einstieg in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz - ohne dass er komplexes Wissen selbst aufbauen muss. Drittens ist der Copilot ein wesentliches Mittel gegen die Auswirkungen des Fachkräftemangels: Die Codierung von Maschinensteuerungen gelingt mit dem Copiloten auch ohne Programmierkenntnisse."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und viertens zeigt das Beispiel Siemens, dass KI-Knowhow aus Deutschland durchaus das Zeug hat, weltweit Furore zu machen. Dem Vernehmen nach ist Siemens keineswegs auf die Azure-Plattform beschränkt – Partnerschaften könnten also kommen. Bei Siemens heißt es, man wolle erst einmal die Skalierung des Geschäfts aufgleisen. Denn das Kundenpotenzial misst sich nach Millionen, so dass noch viel Platz für Wettbewerber ist. Wenn schon Industrie 4.0 als deutsches Hightech-Projekt nicht wie erwartet durchgestartet ist, für Industrie 5.0 kann man ja noch mal hoffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 08:48:16 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Besser, aber noch lange nicht gut</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wie beim Groundhog Day – nur, dass das Murmeltier, das im Mittelstand täglich grüßt, inzwischen ein ausgewachsenes Ungeheuer ist: das Bürokratiemonster. Keine Mittelstandsstudie wird veröffentlicht, ohne dass die überbordenden Nachweis- und Dokumentationspflichten für Unternehmen beklagt werden. Und keine Infrastrukturbilanz wird aufgestellt, ohne dass die ausufernden Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse angeprangert werden. Doch nichts scheint sich zu ändern. Im Gegenteil: das Bürokratiemonster hat in der jüngsten Mittelstandsstudie der Volks- und Raiffeisenbanken einen beklagenswerten Spitzenplatz eingenommen: 82 Prozent der untersuchten Unternehmen nennen in der aktuellen Auswertung die Bürokratiekosten als eine der Ursachen für ihre gegenwärtige schwierige Lage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist es jetzt ein gutes Zeichen, wenn nicht mehr schwache Konjunktur, hohe Steuerlast (51 Prozent der Nennungen), quälender Fachkräftemangel (75 Prozent) oder erdrückende Energiekosten (64 Prozent) als meist genanntes Problemfeld aufgeführt werden? Lässt sich daraus vielleicht sogar ein Hoffnungsschimmer ableiten? Immerhin ließe sich dem Bürokratieaufwand auch durch Investitionen in Digitalisierung und künstliche Intelligenz beikommen. Die Erwartungen für ein besseres Wirtschaftsklima und für eine baldige Erholung fallen in der Umfrage jedenfalls nicht mehr mehrheitlich negativ aus. Während 24 Prozent der Befragten angaben, dass sich ihre Geschäftslage „stark“ oder „etwas“ verschlechtern wird, rechnen 26 Prozent damit, dass sich das Geschäft „stark“ oder „etwas“ erholen wird. Die Lage scheint besser zu sein, ist aber noch lange nicht gut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nein, es ist kein gutes Zeichen, wenn zehn Jahre nach Günther Oettinger als EU-Kommissar für Bürokratieabbau immer noch keine spürbaren Erleichterungen erfolgt sind. Im Gegenteil: mit dem neuen Lieferkettengesetz entstehen dem Mittelstand weitere Nachweispflichten. Denn zwar zielt das Gesetz nicht auf kleine und mittlere Unternehmen, sondern auf die global agierenden Konzerne, doch die wälzen ihre Bürokratieaufwände auf ihre mittelständischen Zulieferer ab. Das Bürokratiemonster erdrückt also gerade die, die es verschonen wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und es ist gewiss kein gutes Signal, wenn die Analysten der Volks- und Raiffeisenbanken nach der Durchsicht von rund 2,5 Millionen Jahresabschlüssen mittelständischer Unternehmen aus den letzten drei Jahren zu dem Ergebnis kommen, dass die Bilanzqualität so schlecht ist wie zuletzt 2012 als Folge der Finanzkrise. Hauptverantwortlich für diese Verschlechterung ist der dynamische Verschuldungsgrad im Mittelstand. Dabei stieg die Verschuldung stärker als der Cashflow, die Eigenkapitalquote sank dagegen im vierten Jahr hintereinander auf jetzt 26,9 Prozent. Allerdings lag der Eigenkapitalanteil auch schon mal bei schlappen zehn Prozent – das war im Krisenjahr 2001.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Wunder, dass die Investitionsneigung weiterhin stagniert – das ist fatal angesichts der Tatsache, dass der Mittelstand in Sachen Digitalisierung einen Rückstand aufholen muss, während der Einstieg in Lösungen mit künstlicher Intelligenz gerade verschlafen wird. So ermittelte die DZ Bank in einer Sonderumfrage zum Einsatz von künstlicher Intelligenz, dass 35 Prozent der befragten Unternehmen noch keinerlei Planungen betreiben, während weitere 20 Prozent noch auf der Suche nach einem möglichen Einsatzbereich sind. Dabei ist sich die überwältigende Mehrheit der Befragten sicher, dass KI ihnen große Potenziale bei der beschleunigten Erledigung von Routinearbeiten eröffnen könnte. Das könnte dazu beitragen, das Bürokratiemonster zu bändigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wäre gut, besser aber wäre es, die EU-Kommission und die Bundesregierung würden endlich Ernst machen mit dem Abbau von Bürokratiehürden – und zwar sowohl für Unternehmen als auch in der Verwaltung. Es ist ja geradezu peinlich, dass die Schweizer Autobahn über den San Bernadino, die auf 200 Metern durch Starkregen und Schlammmassen weggespült worden war, nach zwei Wochen wiederhergestellt wurde. In Deutschland hätte das Bürokratiemonster bereits verhindert, dass innerhalb von zwei Wochen auch nur die Ausschreibung für die Baumaßnahme rausgegangen wäre. Wir stecken buchstäblich in Schlammmassen und im Schlamassel unser eigenen Regelungswut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So gelingt weder eine schnelle konjunkturelle Erholung noch eine Aufholjagd bei Digitalisierung und KI-Nutzung. Dabei wären Digitalisierung und KI wichtige Voraussetzungen für eine konjunkturelle Erholung. Doch in Zeiten voller Auftragsbücher fehlt dem Mittelstand die Zeit, bei schwächelnder Konjunktur das Geld für die Innovationen. Das ist ein Teufelskreis, in dem das Bürokratiemonster täglich grüßt. Es geht uns zwar allmählich besser, aber noch lange nicht gut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Jul 2024 08:52:50 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Löst die Blockaden in den Köpfen!</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es wirft ein Licht auf die deutsche Psyche, dass wir in Betrachtungen über den Wirtschaftsstandort Deutschland meist von der „Exportabhängigkeit“ reden. Das klingt, als wäre der Patient Deutschland reif für den Entzug. Doch diese Abhängigkeit ist alles andere als eine Schwachheit, sondern Ausdruck der Stärke unseres Wirtschaftsstandorts. Denn der Export beruht auf Nachfrage aus dem Ausland. Und dabei handelt es sich um die Nachfrage nach Qualitätsprodukten, die wiederum auf Innovation, Qualifikation und Investition beruhen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stattdessen tun wir so, als handele es sich bei „Made in Germany“ um Allerweltsprodukte, wie sie von den chinesischen Online-Händlern Shein oder Temu zu Spottpreisen auf den Markt geworfen werden. Deren Modell schürt wahrhaftig eine „Exportabhängigkeit“, die auch nur mit fortgesetztem Pricedumping zu regulieren ist. Genau deshalb haben inzwischen die führenden europäischen Verbraucherschutzorganisationen und Handelsverbände die EU-Kommission aufgefordert, regulierende Schritte einzuleiten. Die hat auch prompt reagiert und die beiden Händler aus China aufgefordert, bis zum 12. Juli wichtige Fragen zur Einhaltung des Digital Services Act zu beantworten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geschieht das nicht im ausreichenden oder zufriedenstellenden Maße, dann drohen Strafzahlungen und – wenn das nicht hilft – Strafzölle. Das ist der klassische Reflex der Europäischen Union, wenn es um die Wahrung des freizügigen Handels geht. Soeben musste Bundeswirtschaftsminister Habeck in China damit werben, dass die angedrohten EU-Strafzölle auf chinesische Automobile eigentlich niemand wolle, aber die „ultima ratio“ zur Wahrung der Chancengleichheit darstelle. Als wenn die deutsche Automobilindustrie nicht traditionell durchsubventioniert würde – und vielleicht auch deshalb und aus Bequemlichkeit den innegehabten technologischen Vorsprung verloren hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Subventionitis, Protektionismus und Umverteilung führen dazu, dass die Schwachen in ihrer Schwäche gestärkt werden – und verhindern die sprichwörtliche „kreative Zerstörung“, die durch Innovationen, neue Geschäftsmodelle und neue Services entstehen. Der Begriff geht auf den österreichischen Nationalökonomen Joseph Schumpeter zurück, der in der Erkenntnis, dass das Neue der Feind des Alten sei, die treibende und gestaltende Kraft im Kapitalismus sieht. Und diese Kraft der Disruption ist stärker als jeder Protektionismus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist die Blockade, die Politiker wie Unternehmer in ihren Köpfen lösen müssen. Wir müssen uns auf unsere Stärken zurückbesinnen; darauf, dass vor jedem „Made in Germany“ auch ein „Invented in Germany“ stehen sollte. Es hilft nichts, wenn sich Politik und Wirtschaft gegenseitig verlorene Rangplätze im internationalen Vergleich vorwerfen und wir uns auf dem „Zukunftstag“, der der Tag der Industrie eigentlich sein sollte, in Vergangenheitsbewältigung und Selbstverteidigung üben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So hat denn auch BDI-Präsident Siegfried Russwurm nach einem ersten Resümee auch den Blick in die Zukunft gerichtet und neben der Energiewende die Digitalisierung als zweite große Zukunftsherausforderung identifiziert. „Wir lernen jeden Tag über die Notwendigkeiten, Chancen und Risiken von IT und KI“, sagte er. Im Bereich der Industrieautomatisierung sei Deutschland durchaus führend. „Aber die Basistechnologien, die Schlüsselkompetenzen und Forschungs- und Innovationsaktivitäten der digitalen Plattformen werden nahezu ausschließlich von den großen Playern in den USA beherrscht.“ Deshalb müssten wir aus gesundem Eigeninteresse unsere Kompetenzen stärken. Das seien „Investitionen in die eigene Handlungsfreiheit.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Tat: Wir brauchen mehr Zuversicht. Nach dem jüngsten Stimmungsbarometer der KfW keimt im Mittelstand ein zartes Pflänzchen an Selbstvertrauen und Zukunftsgewissheit. Es wäre an der Zeit, den schlafenden Löwen zu wecken. Deutschland verhängt noch vor Japan und Italien die höchsten Steuern. Sie wirken wie Strafzölle gegen die eigene Wirtschaft. Gleichzeitig investieren wir trotz dieser Mehreinnahmen weniger in unsere Infrastruktur als andere Länder. Dies wiederum behindert die Wirtschaft in praktisch allen Industriezweigen. Allein durch Umwege wegen Brückensperrungen verlieren deutsche Unternehmen tagtäglich Geld auf der Straße.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bundesfinanzminister Christian Lindner hat auf dem Tag der Industrie in Berlin seine Weigerung bekräftigt, die Schuldenbremse zu lockern. Gleichzeitig arbeitet sein Ministerium an einem Dynamisierungspaket, das neben Steuererleichterungen auch Bürokratieentlastungen bringen soll. Finanziert werden soll diese Dynamisierung durch Einsparungen im Umverteilungs-Haushalt. Dazu wird er keine Zustimmung bei den rotgrünen Koalitionspartnern erhalten. Sein mögliches „Bauernopfer“ wäre eine Reform der Schuldenbremse oder die Ausrufung eines nationalen Notstands. Das erste wäre disruptiv im Schumpeterschen Sinne, das zweite entspräche der gegenwärtigen deutschen Psyche, alles schlechtzureden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reform der Schuldenbremse plus Steuererleichterungen plus (ernstgemeinter) Bürokratieabbau – das wäre so etwas wie ein kleines Wirtschaftswunder. Um das zu erreichen, müssen wir nur die Blockaden im Kopf lösen und über den Parteischatten springen. Es könnte den schlafenden Löwen wecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Jul 2024 08:02:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KI ist Teil unserer Evolution</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-ist-teil-unserer-evolution</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Holz, Kohle, fließendem Wasser und Muskelkraft als Energiequellen kam erst einmal mehrere Jahrtausende lang nichts Neues, ehe neue Potentiale mit Pulver, Dampf, Elektrizität, Öl, Kernkraft und (hoffentlich) demnächst Kernfusion aufgeschlossen wurden. Seit der Aufklärung geht es nun Schlag auf Schlag – auch bei der Mobilität: Fahrrad, Eisenbahn, Automobil, Flugzeug, Raketen. Und seit man verstanden hat, wie mit Hilfe von Transistoren Logik abgebildet werden kann, und diese Schaltelemente immer kleiner und dichter gepackt werden, geht es mit der Computerisierung, Digitalisierung und schließlich mit Künstlicher Intelligenz in einem Tempo voran, so dass vielen Menschen die Luft wegbleibt. Genau das war bereits die Sorge, als die ersten Züge zwischen Nürnberg und Fürth mit acht Stundenkilometern „dahinjagten“: sie könnten sterben, meinte man, weil ihnen die Luft wegbleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Grundsatz hat sich durch KI nichts geändert. Künstliche Intelligenz ist wie alle Innovationen zuvor auch Teil der gesellschaftlichen, technischen und – ja, das müssen wir zugeben – biologischen Evolution. Denn so wie neue Energiequellen die menschliche Körperkraft vergrößerten, Fahrzeuge die menschliche Beweglichkeit erweiterten und Mikroprozessoren die Arbeit automatisierten, so verbessern KI-Systeme die menschliche Erkenntnisfähigkeit – denn, wohlgemerkt, das Wort „Intelligence“ in „Artificial Intelligence“ steht nicht für Intelligenz, sondern für Erkenntnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir würden hierzulande einen großen Teil der KI-Hysterie ausblenden können, wenn wir AI mit KE, also „künstlicher Erkenntnis“, übersetzen würden. Aber nun ist der Popanz von der Intelligenz nun mal in der Welt – und wir müssen mit diesem Missverständnis ebenso leben, wie die Eisenbahner der ersten Stunde damit leben mussten, dass ein Fußgänger mit roter Fahne einer Dampflok vorausgehen musste, um die Bevölkerung vor der doppelten Gefahr – Dampfkraft und Geschwindigkeit – zu warnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Spannungsverhältnis zwischen Zuversicht und Sorge, Hoffen und Bangen, Chancen und Risiken stand der “Gesellschafts-Talk: Künstliche Intelligenz“ der Technischen Universität München am Montag letzter Woche, die quasi als Motto und Ziel der Veranstaltung das eigene Signe „TUM“ in „Mut“ umsetzte. Die von Florian Langenscheidt moderierte Diskussion kreiste schnell um die beiden Pendelpunkte – einerseits die Chancen für die Zukunft, andererseits die Notwendigkeit, Ethik und Soziales nicht außer Acht zu lassen. Der schließlich gefundene Konsens lautete: Künstliche Intelligenz kann Prozesse optimieren, aber ohne menschliche Empathie bleibt alles seelenlos und unvollständig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das gilt insbesondere für Erkenntnisprozesse! Es reicht nicht, „kalt“ zu erkennen, dass Menschen aus sogenannten sozialen Brennpunkten größere Schwierigkeiten haben, Kredite zurückzuzahlen – und aus diesem Grund einen Kredit zu verweigern. Es geht immer auch um Empathie, Chancen und Förderung. Interessanterweise kreiste parallel zum TUM-Talk bei Markus Lanz im ZDF eine Diskussion um genau dieses Wechselspiel von Intelligenz und Erkenntnis. Dabei sollte es eigentlich um die Frage gehen, wie KI unser Bildungssystem verändert…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der 18jährige Abiturient Florian Fabricius brachte die Realität in den Schulen auf den KI-Punkt: Während die Schüler ChatGPT auf ihrem Laptop im Unterricht längst einsetzen, würden Lehrkräfte Sätze sagen wie: „Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass KI in 15 Jahren unsere Gesellschaft verärndern wird.“ Wenn es darum ginge, argumentierte der hessische Abiturient, dass Schülern und Schülerinnen möglichst früh der Umgang mit Künstlicher Intelligenz vermittelt werden sollte, müsse man doch fragen: von wem eigentlich. Denn es seien erstens die Schüler, die den KI-Einsatz ihren Lehrern vermittelten, und zweitens seien es die Jüngeren, die ihren älteren Mitschülern den Einsatz von KI-gestützten Sprachassistenten vormachten. „Wir Schüler warten nicht darauf, bis irgendeine Kultusministerkonferenz irgendeine Handreichung schreibt.“ Die Erfahrungen mit KI führten stattdessen zu einer Grundhaltung, wonach sich immer mehr Schüler die Frage stellen: Warum soll ich mir Wissen aneignen, wenn erstens ein Teil dieses Wissens am Ende meiner Schulzeit bereits überholt ist und wenn ich zweitens jederzeit eine KI fragen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit schuf er eine Steilvorlage für den deutschen KI-Pionier Hans Uszkoreit, der zwischen „kristalliner“ und „fluider“ Intelligenz unterschied, also dem fest verdrahteten Wissen und den Schlüssen, die man daraus ziehen kann. Während KI also vor allem bei der Aufbereitung von kristallinem Wissen und den daraus zu ziehenden Erkenntnissen hilft, bleibt es der menschlichen Intuition und Empathie vorbehalten, die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Damit schlug der ehemalige Standford-Professor und jetzige Wissenschaftliche Direktor am Deutschen Forschungszentrum für KI wiederum die Brücke zurück zum TUM-Talk, auf dem ich per Video-Clip auch ein Statement einbringen durfte: „KI ist ein Spiegelbild unserer Kreativität und unserer Fähigkeit, Maschinen zu schaffen, die – wie wir – lernen und wachsen können.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern ist Künstliche Intelligenz auch ein Teil unserer Evolution – und wie immer profitieren dabei die Fittesten. Das sollte auch mittelständischen Entscheidern, die mit ihrer KI-Qualifikationen noch warten wollen, als Mahnung dienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Jun 2024 08:48:58 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wirklichkeit und Wahrnehmung</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/wahrnehmung-und-wirklichkeit</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Politiker hatten noch nie einen guten Ruf. Das grobe Narrativ der (Nicht)Wähler geht etwa so: Ein Politiker versucht, Probleme zu lösen, die es ohne ihn nicht gäbe. Der 2011 verstorbene Chansonier Georg Kreisler widmete ihnen ein Lied, in dem es im Refrain heißt: „Aber was für´n Ticker ist ein Politiker? Ist er wirklich so vonnöten wie er glaubt?“ Es scheint, dass das Wahlverhalten zur Europawahl genau dies zum Ausdruck bringt: die SPD verliert an die Nichtwähler, die Union an die Protestwähler, die Grünen an die Leugner des Klimawandels, und die FDP ringt mit der Fünf-Prozent-Hürde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umgekehrt küren die Wähler ausweislich des ZDF-Politbarometers ausgerechnet einen sozialdemokratischen Verteidigungsminister zum beliebtesten oder doch zumindest vertrauenswürdigsten Politiker der Gegenwart. Gleichzeitig strafen sie, obwohl sie mehrheitlich eine Unions-geführte Bundesregierung wünschen, den wahrscheinlichen Kanzlerkandidaten, Friedrich Merz in dem Politikerranking ab. Ja, in den eigenen Reihen werden gleich drei Personen dem Unionsvorsitzenden vorgezogen: Hendrik Wüst, Daniel Günter und Markus Söder – alle drei Ministerpräsidenten und damit Entscheider. „Macher“ eben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Oppositionsführer Friedrich Merz hingegen hat kein Staatsamt, in dem er „machen“ kann. Seine Paradedisziplin ist die Standpauke – und gerade dadurch fördert er das Narrativ von „denen da oben, die nur reden und nicht handeln“. Sein Antagonist, der Bundeskanzler, wiederum gehört zu denen, „die immer nur schweigen und nicht handeln.“ Zwischen diesen beiden Antipoden reihen sich in der Wahrnehmung der Wähler nahezu alle Vertreter des aktuellen Politikertableaus ein, weil sie weder den Politikern über die Schulter schauen, noch ihren Beiträgen im Parlament lauschen. Sie hören nur, wie sie sich gegenseitig bei Illner, Maischberger und Lanz ins Wort fallen: sie beschönigen, beckmessern, verurteilen andere und verteidigen sich. Es klingt stets so, als würde auf der Brücke der Titanic nach dem Crash mit dem Eisberg erst einmal darüber verhandelt, wer den Unfall verursacht hat und wie nun der Schwimmunterricht für die Passagiere organisiert werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niemand kann ernsthaft behaupten, Politiker würden ihre Arbeit nicht tun, nicht das Beste fürs Land wollen oder nicht fleißig genug sein. Sie sind auch weder korrupt (mit Ausnahmen), noch korrumpierbar. Im Gegenteil: Sie opfern sich – vor allem im Ehrenamt in den Kommunen – für die Gemeinschaft auf. Sie wollen die „res publica“ gestalten, verbessern, optimieren, innovieren. Aber ihr Image bleibt verhagelt. Die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit könnte nicht größer sein. Sie ist das Ergebnis eines massiven Kommunikationsgefälles zwischen Sendern und Empfängern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist frappierend, dass genau dieses Kommunikationsgefälle auch zwischen mittelständischen Unternehmern und der Bevölkerung besteht. Nach einer umfangreichen Befragung der Kommunikationsberatung Klenk&amp;amp;Hoursch (Image-Barometer 2024) über die wahrgenommene Leistung von mittelständischen Unternehmen zeigt sich exakt diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit. Die in der Befragung getroffenen Aussagen könnten widersprüchlicher nicht sein – und auch kaum weiter weg von der Realität:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar wird dem Mittelstand konzediert, eine große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu haben, doch auf die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft sehen die Deutschen den Mittelstand schlecht vorbereitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Befragten erkennen vor allem Großunternehmen und Startups als Innovatoren in Deutschland, während der Mittelstand bei Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht gesehen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Mittelstand wird geglaubt, seiner Kommunikation wird vertraut. Doch in der Öffentlichkeit fehlt dem Mittelstand die Stimme und damit das Gehör.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Generationen sehen die Zukunft mit Skepsis – doch besonders kritisch wird der Mittelstand in der Generation Z gesehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Generell werden deutsche Unternehmen als wenig nachhaltig gesehen – das gilt für die eigene Produktion, aber auch für die Produkte und Dienstleistungen. Das trifft in den Augen der Befragten vor allem auf den Mittelstand zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Wahrnehmung der Deutschen gilt das Augenmerk der Politik vor allem Großunternehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber: die Deutschen wollen lieber im Mittelstand arbeiten und sehen das Jobrisiko eher bei Großunternehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und: Familienunternehmen gelten als Sympathieträger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ist das so? Warum gelingt es Millionen von mittelständischen Unternehmern – angefangen beim Bäcker nebenan über die Kfz-Werkstatt bis zum Maschinenbauer – nicht, ihre Leistung wahrnehmbar zu machen? Es fehlt – trotz mehrerer miteinander konkurrierender Mittelstandsvereinigungen – an der einen Stimme, die von allen gehört wird. Der Mittelstand braucht eine Kommunikationsstrategie, die Wahrnehmung und Wirklichkeit übereinander bringt. Da sitzen mittelständische Unternehmer im gleichen Boot wie die Politiker. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Jun 2024 09:03:07 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Mitte dünnt aus</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/vereinigte-taten-von-europa</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           24 Parteien standen in Deutschland zur Wahl für das Europaparlament. Zu den acht im Bundestagvertretenen Parteien (so viel übrigens wie noch nie), nämlich SPD, Grüne, FDP, CDU, CSU, Linke, BSW und AfD, also immerhin noch doppelt so viele Alternativen. Dabei waren Optionen genug, um den Protest gegen die von den etablierten Parteien getragenen Politikern und Politikerinnen zum Ausdruck zu bringen, deren vermeintliches Versagen im Vorfeld der Europawahl von so vielen in Fernsehdebatten und auf der Straße beklagt wurde, ohne dass gleich zu den Extremen am rechten und linken Rand gegriffen werden musste. Man hätte ja auch die Bienen retten (ödp), Bibelstunden fördern oder den Klamauk (Die Partei) ins Parlament tragen können…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun, es kam nicht so schlimm wie befürchtet, aber nicht so gut wie erhofft. Zwar hat die AfD mit 15,9 Prozent nach der Union die meisten Stimmen auf sich vereinen können (und ist im Osten sogar stärkste Kraft geworden), doch hatten die Prognosen ein deutlich stärkeres Abschneiden vermuten lassen. Die Union wird stärkste Partei (30,2 Prozent), während SPD und Grüne mit 14, beziehungsweise zwölf Prozent gerade noch zweistellig blieben. Die FDP (fünf Prozent) musste das BSW an sich vorbeiziehen lassen und wird wohl weiter in späteren Wahlen mit der Fünf-Prozent-Hürde ringen. Die Linken sind in die Bedeutungslosigkeit der Sonstigen abgefallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass die die Ampel-Regierung tragenden Parteien abgestraft werden würden, konnte niemanden überraschen. Zu zerstritten, ja zerrissen haben sich die Koalitionäre in der Vergangenheit gezeigt – und sind damit unfreiwillig ein Spiegelbild der gespaltenen Gesellschaft, deren Lager sich mehr und mehr unversöhnlich gegenüberstehen. Es sind beinahe amerikanische Verhältnisse auch in Deutschland zu beklagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass die Union zulegen würde, war ebenso erwartet worden – aber gleichzeitig muss sie deutliche Abwanderungsbewegungen in Richtung AfD zur Kenntnis nehmen. Die Sehnsucht nach mehr Wohlstand für alle wird von der Union bedient, obwohl gerade die Ampel die Umverteilung von oben nach unten betreibt. Doch in Krisenzeiten wählen die Deutschen traditionell die Mitte, beziehungsweise rechts von der Mitte. Wie weit rechts von der Mitte – das hat diese Europawahl nicht nur in Deutschland gezeigt: Die AfD profitierte laut Wählerwanderungs-Analyse im gleichen Maße von der Union wie von der SPD und der FDP. Die Mitte dünnt aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und Krisenzeiten sind es in der Tat, in denen wir heutzutage wählen gehen: neben den von Russland und der Hamas angezettelten Kriegen zeigen gerade die aktuellen Hochwasserstände, wo unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsherausforderungen liegen. Wehrhaft zu sein gegen innere und äußere Bedrohungen und gleichzeitig Vorkehrungen gegen Naturkatastrophen zu treffen – die Aufgaben werden uns über Jahrzehnte beschäftigen. Dass wir uns dabei umorientieren müssen und neben der Migrationswende, der Energiewende auch eine Mobilitätswende, eine Wende zu mehr Pflege und weniger Bürokratie hinbekommen müssen, ist jedem klar. Doch die Parteien, die darauf eine Antwort zu geben versuchen, werden dafür abgestraft. Die Bewegungen ohne substanzielle Programme bekommen hingegen Zulauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Ende zählt, was im Portemonnaie übrigbleibt – und dominiert die Wahlentscheidung. Egal ob „blühende Landschaften“, „Wohlstand für alle“, „sichere Rente“, „Aufbruch statt Abschwung“ oder „Leistung muss sich lohnen“ – die Wohlstandsversprechen der Wahlkämpfer lösen kein Wohlgefühl mehr aus. Wir sind gefangen in unserem eigenen Materialismus, in dem ein gesichertes Einkommen, eine verlässliche (wenn auch erneuerungsbedürftige) Infrastruktur nicht mehr ausreicht, um Zufriedenheit und – typisches deutsches Wort – Gemütlichkeit zu erzeugen. Zu viele sind enttäuscht von ihrem Leben und dem, was die Politik ihnen bietet, ohne konkret sagen zu können, was eigentlich besser werden muss. Gesehen wird nur noch das, was andere haben – oder vermeintlich wegnehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mario Cuomo, Sohn italienischer Einwanderer und langjähriger Gouverneur des US-Bundesstaates New York, hat in einer Grundsatzrede ( am Iona College 1984 ) als Antwort auf die „Reaganomics“ des US-Präsidenten Ronald Reagan die dunklen Seiten des Materialismus aufgezeigt, weil eben nicht alle gleichermaßen vom verheißenen Wohlstand profitierten und die Schere zwischen Arm und Reich sich im Gegenteil immer weiter öffnete. Er verglich das Amerika der Reagan-Ära mit der „Geschichte zweier Städte“ (Charles Dickens), in der die eine immer weiter prosperiert, die andere hingegen von Neid zerfressen immer radikaler wird. Es ist erstaunlich, wie hellsichtig er das heutige US-Amerika vorwegsah. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Europa durch die Geschichte gewarnt sind – nicht nur durch unsere eigene Geschichte, sondern auch durch das warnende Beispiel aus den USA. Europa braucht Einigkeit in der Vielfalt. Was wir gewählt haben, sieht eher nach Abgrenzung und Zwietracht aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Jun 2024 10:47:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kontrollverlust</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/kontrollverlust</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Lexikon der Psychologie definiert Kontrollverlust als „das Fehlen subjektiver Kontrolle“ – und deckt damit schon ein zentrales Missverständnis auf: es gibt nämlich keine objektive Kontrolle. Das ahnte – so weit darf man im Kant´schen Jahr wohl mal ausholen – bereits der große Vordenker der Aufklärung, Immanuel Kant. In seiner – bedauerlicherweise weniger beachteten – „Kritik der Urteilskraft“ macht er deutlich, dass Urteile stets auf subjektiven Kriterien beruhen und zugleich einer subjektiv wahrgenommen „Zweckmäßigkeit“ unterliegen. Im Unterschied zur – allerdings nur theoretischen existierenden - „reinen Vernunft“ in Kants Hauptwerk, ist die Urteilskraft also eher Vermittlerin als Richterin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum dieser Ausflug in die Erkenntnistheorie? Weil uns der Umgang mit den Phänomenen der künstlichen Intelligenz genau in diese philosophischen Sphären von Moral, Ethik und Erkenntnis führt. Und weil, wie das Mittelstands-Netzwerk Sellwerk in einer Umfrage unter mehr als Tausend mittelständischen Unternehmern ermittelte, die Angst vor Kontrollverlust der Haupthinderungsgrund für den Einsatz von KI im Mittelstand zu sein scheint. Nach Kant dürfen wir aber hinterfragen, ob denn jemals objektive Kontrolle über einen Prozess bestanden hat. Kontrolle ist (tut mir leid) einfach nur eine Schimäre, an die viele fest glauben, obwohl sie tagtäglich eines Besseren belehrt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn ob man die Steuerung eines Geschäftsprozesses einem vergleichsweise dummen ERP-System überlässt, der Intuition eines erfahrenen Mitarbeiters anvertraut oder gar dem Controlling durch vordefinierte Key Performance Indicators unterzieht – stets sind es subjektive Einschätzungen, die dieser Kontrolle unterliegen. Das ist beim Einsatz von KI-Systemen nicht anders. Sie stützen sich auf ein Datenmaterial, das eventuell subjektiv ausgewählt wurde, und analysieren es anhand von Algorithmen, die ein wohlmeinender, aber ebenfalls subjektiv gefärbter Programmierer ihnen vorgegeben hat. Unsere heutigen KI-Systeme führen also nicht zu mehr Kontrollverlust als er durch das Vertrauen in einen Mitarbeiter ebenfalls riskiert werden würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei sehen die von Sellwerk befragten Manager im potenziellen KI-Einsatz durchaus Vorteile: Zeitersparnis, genauere Analysen sowie verbesserte Prozesse und Produkte. Als wenn nicht genau das Kriterien eines Kontroll-Gewinns wären! Die Studie erinnert an die Situation im Mittelstand, als Ende der 1970er Jahre PPS- und ERP-Systeme ihren Einzug in die Betriebswirtschaft hielten. Auch damals war es die Angst vor dem Kontrollverlust, die Entscheider daran hinderte, fürderhin auf ihre guten alten Lochkarten und Listen-Ausdrucke zu verzichten und stattdessen Tabellen und Datenbanken zu vertrauen. Und auch das Aufkommen des Personal Computers Anfang der achtziger Jahre war geprägt von der Sorge um Kontrollverlust, der sich dadurch manifestieren konnte, dass Mitarbeiter plötzlich einen eigenen Rechenkerl auf dem Schreibtisch hatten. Kontrollverlust war auch das Argument gegen Cloud Computing, solange die Sorge überwog, dass die Daten in der Cloud einfach davonfliegen würden. Und erneut stellte sich die Angst vor Kontrollverlust ein, als Mitarbeiter in der Corona-Pandemie ins Home Office entlassen werden mussten…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der aktuelle Microsoft Work Trend Index, der immerhin auf der Befragung von 31.000 Beschäftigten in Unternehmen aus 31 Ländern beruht, zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Mitarbeitern, die mehr KI-Einsatz im Unternehmen wünschen – immerhin 77 Prozent der Befragten, und jenen 59 Prozent der Manager, die mit dem Einsatz von KI im eigenen Betrieb zögern, weil es ihnen an überprüfbaren Kriterien zur Quantifizierung des Projekterfolgs fehlt. In der Tat sind „gefühlte“ Zeitersparnis, höhere Kreativität oder Befreiung von Routinetätigkeiten Vorteilsargumente, die sich nur schwer in das enge Korsett eine Spreadsheets im Controlling pressen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern ist künstliche Intelligenz – wie zuvor schon der Personal Computer oder das Cloud Computing – auch eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Aber wollte noch jemand auf PCs, Smartohones oder die Cloud verzichten? Dabei haben sie sämtlich zu mehr Kontrollverlust im Unternehmen geführt, dafür aber die schwer messbaren Werte wie Eigeninitiative, Selbstbestimmung, Kreativität und ganzheitliches Denken gefördert. Kein modernes Unternehmen käme heute noch ohne diese „Virtues“ aus oder könnte nur darauf hoffen, die Begabten und Qualifizierten an sich zu binden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist nie verkehrt, gegenüber neuen Technologien ein gerüttelt Maß an Misstrauen zu entwickeln. Aber das kann kein Ersatz für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Neuen sein. Das zeigt auch die Sellwerk-Befragung; Die Mehrheit der Betriebe fühlt sich noch nicht fit im Umgang mit KI. Über die Hälfte gab an, bisher noch gar keine KI-Instrumente zu nutzen. Da ist es zwar irrational, aber dennoch nicht überraschend, dass die meisten Betriebe nicht einmal planen, den Widerspruch zwischen Hoffen und Bangen aufzulösen. Denn Investitionspläne in KI in den nächsten zwölf Monaten gibt es bei beinahe 60 Prozent der Befragten nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann könnte es bereits zu spät sein angesichts der rasanten Entwicklung, die die KI-Technologie bereits in den zurückliegenden zwölf Monaten genommen hat. Der dann im kommenden Jahr folgende Kontrollverlust für Nachzügler und Verweigerer könnte nicht tiefgreifender sein. Er führt möglicherweise sogar in die Geschäftsaufgabe. Vielleicht sollte man im Kant-Jahr doch einmal über seine Gedanken zur Vernunft nachlesen…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 02 Jun 2024 14:54:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KI-Standards als Papiertiger</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-standards-als-papiertiger</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Münchner Sicherheitskonferenz, vor 58 Jahren ins Leben gerufen, gehört zu den meistbeachteten globalpolitischen Gremien, auf der Außen- und Verteidigungspolitiker ebenso wie Sicherheitsexperten darüber beratschlagen, wie der fragile Frieden angesichts völkerrechtswidriger Überfälle gesichert werden kann. Inzwischen richtet sich der Fokus auf asynchrone Kriegsführung aus dem Cyberspace – und zum ersten Mal erhielt beim Meeting Anfang des Jahres auch die Frage ein wenig Raum, wie künstliche Intelligenz Cyberattacken und Kriegsführung beeinflussen könnten…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inzwischen hat sich mit dem Bletchley Park AI Safety Summit eine globale Sicherheitskonferenz gegründet, die ausschließlich KI in den Mittelpunkt ihrer Diskussion stellt. Zur Gründungsveranstaltung haben zahlreiche Länder – darunter Deutschland, die USA und China – die Bletchley Declaration unterzeichnet und sich damit für mehr Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Regulierung von Künstlicher Intelligenz ausgesprochen. Jetzt haben sich auf der Nachfolgekonferenz zum Bletchley Park AI Safety Summit im südkoreanischen Seoul 16 Technologiekonzerne entschieden, dieser Absichtserklärung ebenfalls beizutreten. Zu den Unterzeichnern gehören neben den Tech-Giganten Amazon, Google, IBM, Meta, Microsoft und Samsung Electronics auch KI-Startups wie OpenAI, Mistral AI oder Anthropic. Nicht dabei sind übrigens die Deutschen SAP und Aleph Alpha.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist es der Startpunkt für eine Sicherheitskonferenz 2.0, die sich ausschließlich den Gefahren widmet, die aus KI-Systemen kommen können? Noch ist der Summit – wie auch die Münchener Sicherheitskonferenz – ein Papiertiger, bei dem viele Worte gewechselt werden und wenig Verpflichtendes zustande kommt. Denn auch die Bletchley Declaration verpflichtet zu nichts. Die Absichtserklärung bleibt im Vagen und Ungefähren. Konkretes soll es erst Anfang des kommenden Jahres geben, wenn der Summit wieder zusammentrifft – diesmal in Paris.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedenfalls, wenn es nach den Vorstellungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht. Der nutzte die Hightech-Ausstellung VivaTech (kurz für Viva la Technologie) für seine Ankündigung, Paris zur Hauptstadt für KI und KI-Sicherheit zu machen. „KI ist Kern von allem“, brachte er die Lage auf den Punkt. Denn KI-Tools verändern nicht nur Arbeitsplätze und Geschäftsprozesse. Sie sind auch über kurz oder lang in praktisch jedem Produkt vorhanden. Selbst der Bürostuhl, der sich an die Gewohnheiten seines Sitzpartners anpasst, dürfte nicht mehr ohne auskommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb hat jetzt auch der Europäische Rat den schon vom Europaparlament verabschiedeten AI Act endlich durchgewinkt, der vor allem KI-Systeme reglementieren soll, durch die kritische Infrastrukturen gesteuert, aber auch Persönlichkeitsrechte verletzt werden könnten, weil sie soziale Bewertungen vornehmen sollen. Und auch hier gilt: es bleibt alles im Vagen und Ungefähren. "Ob KI in Deutschland und Europa einen Schub erhält oder vor allem vor neue Hindernisse gestellt wird, hängt entscheidend davon ab, wie dieser Rahmen ausgestaltet und die Regelungen in Deutschland umgesetzt werden", kommentierte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst die europäische Gesetzesinitiative.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bis dahin wird ohnehin noch viel Wasser den Rhein hinabfließen. Bis sich in Paris die Staaten und Unternehmen wiedertreffen, um Absichtserklärungen in klare Regeln zu verwandeln, wird ein knappes Jahr vergehen. Und ehe der AI Act in den europäischen Mitgliedsländern in gültiges Recht umgewandelt wird, dürfte sogar noch mehr Zeit ins Land gehen. Bis dahin, das zeigen die Erfahrungen seit November 2022, als OpenAi Chat-GPT veröffentlichte, wird die KI-Entwicklung weiter rasant fortschreiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie sehr inzwischen Schnelligkeit und Sicherheit miteinander konkurrieren, wenn nicht gar gegeneinander ausgespielt werden, zeigt die Posse um die Führungsposition bei OpenAI. Im November wurde CEO Sam Altman kurzzeitig entlassen, weil Aufsichtsrat und Altmann darüber uneinig waren, ob Schnelligkeit bei der Produktentwicklung vor Genauigkeit bei Sicherheitschecks gehen darf. Gesiegt hat, nicht ohne Beteiligung von Microsofts CEO Satya Nadella, Sam Altmann und damit der Primat der Schnelligkeit. Das zeitigt Folgen: eben hat das komplette Sicherheitsteam bei OpenAI, darunter der aus Deutschland stammende Jan Leike, das Unternehmen verlassen, weil ihm die nötigen Ressourcen verweigert wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum zu glauben, dass Tech-CEOs um Elon Musk vor knapp einem Jahr gemahnt hatten, bei der KI-Weiterentwicklung vom Gas zu gehen. Was wohl eher als fadenscheiniger Versuch zu werten ist, den Vorsprung der KI-Vorreiter zu verringern, zeigt heute, wie sehr Schnelligkeit inzwischen vor Sicherheit rangiert. Doch Unternehmen wie Microsoft haben längst den Ernst der Lage verstanden und sich selbst mit Standards ausgestattet, die eine „verantwortliche KI“ sicherstellen sollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Tat: Wir brauchen eine Sicherheitskonferenz 2.0, die sich ausschließlich mit den Rahmenbedingungen für künstliche Intelligenz befasst. Allerdings ist zu befürchten, dass der künftige Pariser AI Safety Summit das Schicksal der Münchner Sicherheitskonferenz teilt: viele wichtige Impulse, aber keine konkreten Folgen. Wir sind offensichtlich an einem Punkt angelangt, an dem KI-Standards nur noch durch das Verantwortungsbewusstsein der Entwickler und ihrer Unternehmen durchgesetzt werden können. Microsoft ist hier durchaus ein Vorbild.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 May 2024 08:48:37 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Generationenpakt Infrastruktur</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gestern waren es noch 60 Milliarden Euro, die im Bundeshaushalt fehlten. Heute sind es schon 600 Milliarden Euro, die für die Erneuerung der deutschen Infrastruktur in den kommenden zehn Jahren benötigt werden. Diesen Investitionsbedarf errechneten die Ökonomen des arbeitnehmernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) und des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Die Studie kann also nicht leicht als interessensgetrieben in die eine oder andere Ecke abgeschoben werden. Die Schätzungen, die übrigens pro Jahr gerade einmal 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts ausmachen, gelten noch als konservativ, betont IW-Chef Michael Hüther.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn dabei sind die Aufwendungen für die Verteidigungs-Infrastruktur – also Militärgerät, Bundeswehrpersonal, Cyberabwehr und Logistik – noch gar nicht eingepreist. Und auch damit nicht genug: Mehren sich Klimakatastrophen wie jetzt im Saarland, zuvor in Baden-Württemberg und zu Weihnachten in Niedersachsen, könnte sich der Investitionsbedarf in Deutschland für die Beseitigung der Schäden und für Katastrophenvorsorge noch einmal verzehnfachen, besagen Sachverständige in anderen Studien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen einen Generationenpakt für die Infrastruktur, die einerseits auf den Erhalt und den Ausbau der bestehenden Netze abzielt, andererseits aber auch den Umbau von Infrastrukturen für mehr Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit mit einbezieht. Denn jeder Euro, der jetzt nicht in die Ausbesserung maroder Straßen und Schienen, in den Ausbau von Strom- und Datennetzen und in den Aufbau von Qualifikationen für die Zukunft in unserem Bildungswesen investiert wird, repräsentiert zehn Euro Schulden, die wir an die nachkommenden Generationen weitergeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch „wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“ Für den Staatshaushalt gibt es drei Denkschulen, die sich gegenseitig blockieren:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -       Die einen fordern einen Umbau des Sozialstaats und damit weniger Umverteilung, sodass allein aus diesen Einsparungen das benötigte Finanzvolumen gewonnen werden kann. Damit würde die Aufgabe zur Lösung sozialer Konflikte an die kommenden Generationen vererbt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -       Die anderen verlangen eine Abschaffung oder zumindest Aussetzung der Schuldenbremse, sodass die benötigten Gelder auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden können. Damit würden Infrastrukturschulden in Finanzschulden für die kommende Generation umgewandelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -       Die dritten wiederum wollen Reformen in beiden Bereichen: Bürgergeld unter strengeren Auflagen und eine Reform der Schuldenbremse beispielsweise in Form von Sondervermögen, die am Bundeshaushalt vorbei für Innovationen, Infrastruktur, Energiewende, Wohnungsbau Qualifikation und Verteidigungsfähigkeit gewidmet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch der Staat hat sich nur in seltenen Glücksfällen – wie derzeit zum Beispiel im Baltikum – als marktorientierter, bedarfsgerechter und vor allem zügig agierender Investor erwiesen. Es geht nicht darum, dass das Bundesbauministerium Wohnungen baut, das Bundesverteidigungsministerium Raketenwerfer produziert oder das Bundesdigitalministerium IT-Netze auswirft. Die Aufgabe des Bundes besteht darin, die Wirtschaft zu ertüchtigen, die Investitionen zu tätigen. Dazu muss sie Rahmenbedingungen setzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass das besser funktioniert als in den meisten Kritiken am im Weltwirtschaftsverglich nach hinten durchgereichten Wirtschaftsstandort Deutschland angemutet wird, zeigen Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Immerhin auf 34,8 Milliarden Euro summierten sich die Zusagen für Neuansiedlungen und Erweiterungen ausländischer Unternehmen in Deutschland: darunter von Tesla, Intel, dem Batteriebauer CATL, dem Chiphersteller TSMC oder dem Pharma-Konzern Eli Lilly. Obendrauf kommen die deftigen Zusagen aus dem ersten Halbjahr dieses Jahres, mit denen die Tech-Giganten neue Hyperscaler für den Cloud- und KI-Ausbau hierzulande sorgen wollen: 3,2 Milliarden Euro von Microsoft im Rheinischen Revier, 7,8 Milliarden Euro von Amazon Web Services in Brandenburg, eine noch nicht genannte Summe von Google für ein Cloud-Rechenzentrum in Berlin-Brandenburg und schließlich wiederum Microsoft mit vier Milliarden Euro im Elsass, wovon auch die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz profitieren werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich sind die Ansiedlungen von Tesla, Intel und anderen durch Milliardensubventionen der Bundesregierung stimuliert worden. Andere – wie Microsoft, Google oder AWS – erwarten eher infrastrukturelle Leistungen, die der Staat ohnehin leisten müsste. Das gilt für den Ausbau des Stromnetzes, die Deckung des künftigen Energiebedarfs oder die weiter verbesserte Ausbildung sowohl in Schule und Studium als auch parallel zum Beruf. Die Fachkräftelücke, so sagt es eine Studie der Industrie- und Handelskammern – kostet deutsche Unternehmen im laufenden Jahr knapp 50 Milliarden Euro. Die ebenfalls vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgelegte Studie warnt, dass dieses weggeschenkte Produktivitätspotenzial in drei Jahren schon bei 74 Milliarden Euro liegen könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deshalb sollte der Staat mehr Industriepolitik wagen und dabei eine bessere Mittelstandspolitik nicht aus den Augen verlieren. Wir schulden es nicht nur unserer Gegenwart im Wettlauf um die Zukunft. Wir schulden diesen Generationenpakt Infrastruktur vor allem unseren Kindern und deren Kindern. Lasst uns den Wiederaufbau wagen. Dazu braucht es einen Ruck, der durch Deutschlands Amtsstuben gehen muss, sagt Michael Hüther: „Wir brauchen jetzt Mut, um uns vom Stückwerk zu verabschieden und das Land zukunftsfähig zu machen.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 May 2024 07:44:51 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bedingt abwehrbereit!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/bedingt-abwehrbereit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Assistentin der „Rosenheim Cops“, Miriam Stockl, benutzt das Passwort „POLIZEI123“. Der Kriminalkommissar Overbeck im „Wilsberg“ hat zwar keinen Vornamen, dafür aber immerhin eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als starke Sicherheitsmaßnahme eingestufte Zwei-Faktor-Authentisierung, bei der nach der Eingabe eines (geheimen) Passworts ein Bestätigungscode aufs Smartphone gesendet wird, mit dem erst der Zugang freigeschaltet werden kann. Allerdings vergisst Overbeck in einer Wilsberg-Episode das Smartphone auf dem Schreibtisch…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und da sind wir beim Problem. Die größte Gefahr für unsere informationelle Infrastruktur – vom Smartphone bis zur Kraftwerksteuerung – sitzt vor dem Bildschirm und ist fehleranfällig, vergesslich, nachlässig oder auch einfach nur dumm. Daran ändert weder der alljährliche Welt-Passwort-Tag am jeweils ersten Donnerstag im Mai etwas, noch der „Ändere-Dein-Passwort“-Tag am 1. Februar. Noch immer kleben einfache „123..“-Passworte unter der Tastatur, wird auf Zwei- oder gar Multi-Faktor-Authentisierung verzichtet, werden Endgeräte unbeaufsichtigt zurückgelassen und Phishing-Mails unbedarft geöffnet. Weil das so ist, sind Organisationen und Privatpersonen gegenüber Cyberkriminalität nur bedingt abwehrbereit. Um zu prüfen, ob die eigenen Zugangsdaten schon Teil von solchen Datenlecks waren und damit stärker gefährdet sind, lohnt sich eine Prüfung etwa beim „Have I been pwned“-Projekt [sprich: poned wie in owned] des Startups Apollo oder beim Identity-Leak Check des Hasso-Plattner-Instituts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In seiner jüngsten Studie zu Cyberkriminalität schätzt der Hightech-Verband Bitkom den in deutschen Unternehmen entstandenen Schaden auf mehr als 200 Milliarden Euro für das Jahr 2023. Und gerade bei Dienstleistungsunternehmen, die ihre Services über das Internet anbieten und eigentlich eine erhöhte Sensibilität gegenüber den Gefahren aus dem Web aufweisen sollten, häufen sich in letzter Zeit Vorfälle, bei denen Zugangsdaten abhandenkommen. Die Daten landen dann nicht selten im Darknet oder werden von Cybercrime-Clans für weitere Aktionen verwendet – zum Beispiel, um Kasse zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese sogenannten „Credential Stuffings“ gab es Anfang des letzten Jahres beim Zahlungsdienstleister Paypal, bei dem rund 35.000 Konten geleakt wurden. Bei der amerikanischen Telefongesellschaft AT&amp;amp;T wurden ebenfalls Konten gehackt, über die schließlich Wallets für Krypto-Währungen geleert wurden. Und die jüngsten Vorfälle bei Microsoft machen deutlich, dass auch bei einem weltumspannenden und marktbeherrschenden Anbieter für Cloud- und KI-Computing eine Sicherheitskultur kontinuierlich nachgeschärft werden muss. Weil also auch Microsoft offensichtlich nur bedingt abwehrbereit zu sein scheint, hat CEO Satya Nadella jetzt die „Security First“-Initiative ausgerufen, die Sicherheit vor Schnelligkeit bei der Weiterentwicklung von Microsoft-Produkten stellen soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Microsoft-Mitarbeiter, der anhand von einer halben Sekunde Verzögerungszeit in Entwicklungsumgebung auf einen erfolgreichen Angriffsversuch geschlossen hat und sofort die Reißleine zog, ist inzwischen ebenso legendär, wie der Mitarbeiter, der vor zu großen Gefahren warnte und dafür entlassen wurde. Beides spiegelt unser schwieriges Verhältnis zur Sicherheit wider. Wer bei Gefahren eingreift und hilft, wird als Held gefeiert. Wer vor Gefahren warnt, gilt als Kassandra, deren Warnungen vor dem Untergang Trojas niemand Gehör schenken wollte. Auch Troja war insofern nur bedingt abwehrbereit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir schätzen Fahrzeuge mit hoher passiver Sicherheit, sind aber selten selbst bereit, aktiv etwas für unsere Sicherheit zu tun – etwa durch Einhaltung des Sicherheitsabstands. Seit Januar 1974 ist der Sicherheitsgurt im Auto Pflicht – und während dieser erzwungene Einbau von den Autofahrern positiv gesehen wurde, brauchte es noch zwei Jahre, bis die Anschnallpflicht auch die letzten murrenden Gurtmuffel dazu zwang, den Gurt auch tatsächlich anzulegen. In den achtziger Jahren gingen die Deutschen auf die Straße, weil sie ihre Sicherheit durch die Stationierung von Atomwaffen im Rahmen des Nato-Doppelbeschlusses gefährdet sahen. Heute flammt die Diskussion um Bewaffnung mit Atomwaffen und anderem Kriegsgerät zur Verteidigung wieder auf, weil wir uns ohne diese Militärausgaben unsicher fühlen und offensichtlich wieder einmal nur bedingt abwehrbereit sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit „Bedingt abwehrbereit“ betitelte die Spiegelredaktion vor 62 Jahren ihren Beitrag um die Grenzen der Wehrfähigkeit in der Bundeswehr und der Nato im Falle eines dritten Weltkriegs. Damit begann die sogenannte Spiegel-Affäre, die mit Durchsuchungen des Redaktionsgebäudes, Verhaftung von Rudolf Augstein unter dem Vorwurf des Landesverrats und später mit dem Rücktritt des damaligen Bundesverteidigungsministers Franz-Josef Strauß ihren historischen Verlauf nahm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar waren die Informationen über die Nato-Übung Fallex, die im Spiegel veröffentlicht wurden, durchaus zutreffend, doch hinter der Aktion stand offensichtlich eine Desinformationskampagne des russischen KGBs, die das Ziel hatte, den erklärten Antikommunisten Strauß zu desavouieren. Der Spiegel hätte sich, wie man heute annimmt, nicht wissentlich zum Spielball der kommunistischen Spionagetätigkeit machen lassen, weil die Redaktion wohl selbst nur bedingt abwehrbereit gewesen sein wird. Allzu viel hat sich im Vergleich zu heute also nicht geändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute wird für diesen – erneut zutreffenden – Vorwurf der bedingten Abwehrbereitschaft niemand mehr des Landesverrats bezichtigt. Landesverrat begehen hingegen jene, die sich für ausländische Mächte einspannen lassen, Wirtschaftsgeheimnisse an internationale Wettbewerber weitergeben und Einzelheiten aus der politischen Arbeit ausplaudern. Die aktuellen Beispiele, in denen für Russland und China spioniert wurde, nennen zwar die üblichen Verdächtigen. Doch auf dem Höhepunkt der NSA-Abhöraktion prägte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel den Satz über unsere US-amerikanischen Verbündeten: „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch das geht. Wie sich zeigt, sind wir auch gegenüber Spionage nur bedingt abwehrbereit. Wir müssen auf allen Ebenen unser Sicherheitsbedürfnis, unser Sicherheitsverhalten und unsere Sicherheitsvorsorge überdenken. Denn Sicherheit ist noch lange nicht sicher. Wir müssen paranoider werden. Jeder Einzelne muss unbedingt abwehrbereit werden. Mit Sicherheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 May 2024 09:01:35 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Mehr Wirtschaft wagen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/mehr-wirtschaft-wagen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ein Straßenbauunternehmen in Deutschland einen Autobahnabschnitt baut, dann hat es sein Geld schon verdient, wenn das Teilstück dem Verkehr übergeben wird. Ob die Straße intensiv genutzt wird, ist nicht entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Baufirma. Ob es sich bei dem Bauprojekt möglicherweise um verschleudertes Steuergeld handelt, beschäftigt dann erst Jahre später die Politik und die Rechnungshöfe. Seit der Straßenbau vor rund 100 Jahren in den USA als Kernstück des New Deals und somit als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vorangetrieben wurde, ist der Ausbau des Straßennetzes eine staatliche Hoheitsaufgabe. Auch im Deutschland der 1930er Jahre wurde der Autobahnbau als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme betrieben, wobei übrigens das erste Autobahnstück nicht den Nazis zugeschrieben werden kann, sondern dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei sind es vor allem Unternehmen und ihre wirtschaftlichen Pioniere, die den Ausbau von Infrastrukturen antreiben. Das US-amerikanische Schienennetz konnte nur so schnell entstehen, weil Eisenbahn-Magnaten wie Cornelius Vanderbilt oder Andrew Carnegie Geschäftsmodelle entwickelten, die auf der Nutzung der Schienen als Bauprojekt und Transportservice beruhten. John D. Rockefeller baute nicht nur das erste vertikal integrierte Unternehmen auf, das praktisch alle Produktionsschritte von der Ölexploration über die Förderung bis zum Tankstellennetz der Standard Oil (EssO) unter einen Hut brachte, sondern schuf durch günstige Verbraucher wie zum Beispiel kostenlose Öllampen überhaupt erst die Nachfrage für sein Petroleum. Der Niedergang ihrer Konzerne erfolgte interessanterweise immer, nachdem der Staat regulierend eingriff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht anders verlief der Ausbau der Infrastruktur für Elektrizität und Telegrafie. Und nichts anderes scheint sich derzeit beim Ausbau unseres wohl wichtigsten Netzwerks, dem Internet, zu vollziehen. Ob Elon Musk mit Starlink Tausende Satelliten in den Orbit schickt, um Empfang und Bandbreite auch in entlegenen Gegenden dieser Erde möglich zu machen, oder ob Microsoft mit Milliardenaufwänden rund um den Globus Hyperscaler installiert, um der gestiegenen Nachfrage nach Cloud-Rechenzentren und KI-Rechenleistung zu begegnen – überall zeigt sich, dass die Wirtschaft schafft, wo die Politik nicht tickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allein Microsofts jüngstes Investment im Rheinischen Revier übersteigt das staatliche Engagement in KI-Forschung und -Entwicklung, das darüber hinaus auch noch auf fünf Jahre gestreckt ist. Doch damit nicht genug: Konzerne wie Siemens bauen eigene Kindergärten, gründen Bildungseinrichtungen und investieren in die lokale Verkehrsinfrastruktur. Im Zuge der Energiewende sind es die Unternehmen, die ihre Energieversorgung auf Erneuerbare umstellen und ihre Produktionsprozesse auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit trimmen. Sie tun dies auch dann, wenn staatliche Anreize wegen der Schuldenbremse ausbleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Risiko liegt bei den privaten Investoren, nicht in der öffentlichen Hand. Denn sollte sich – was viele noch für wahrscheinlich halten – künstliche Intelligenz als eine zu Unrecht gehypte Technologie erweisen, dann sind es die Tech-Giganten, die auf ihren Milliarden-Abschreibungen sitzenbleiben. Wenn Microsoft in Dänemark nicht nur in diesen Tagen ein Cloud-Rechenzentrum eröffnet, sondern zugleich einen ganzen Stadtteil mit Fernwärme versorgt, dann liegt das an der gesellschaftlichen Verantwortung, die von Unternehmen mehr und mehr wahrgenommen wird. Wo der Staat nicht kann oder will, kann und will die Wirtschaft – vorausgesetzt, es besteht ein geeignetes Geschäftsmodell, das Gesellschaftern, Investoren oder Aktionären die erhoffte Rendite verspricht. Wo das nicht besteht, erleiden Infrastrukturen einen schleichenden Abbau, wie die Beispiele der nicht gewinnorientierten britischen Railtrack und der Deutschen Bahn zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen eine Industriepolitik, die zugleich Infrastrukturförderung ist. Dann müssen wir auch weniger Geld für Umverteilung und soziale Sicherung reservieren – inzwischen der bei weitem größte Teil des Bundeshaushalts. Stattdessen werden immer neue Bürokratiemonster entworfen wie die Planung von 5000 Stellen für die Verteilung der Kindergrundsicherung oder die Nachweispflichten im Lieferkettengesetz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist faszinierend, dass Corporate Social Responsibility schneller und effizienter zur Verbesserung eines sozialen Umfelds in der Umgebung eines Unternehmens führen kann, als es durch kommunale Initiativen gelingt. Doch der Vorwurf, mit philanthropischen Aktivitäten nur eigene Vorteile unterstützen zu wollen, um Profit und Marktmacht zu stärken, ist immer noch schnell bei der Hand. Auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird schnell bemüht, wenn ein Tech-Gigant Dienste gegen Daten anbietet. Das Argument vom Verlust der informationellen Souveränität ist schnell bei der Hand, wenn sich ein IT-Service als so erfolgreich erweist, dass ihn alle nutzen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter diesem Misstrauen mögen stets gute Absichten stecken. Doch der Ausbau unserer Infrastruktur und damit unserer Wirtschaftskraft gelingt nicht, wenn wir dies der Politik überlassen. Jedes Schlagloch auf unseren Straßen gibt darüber beredt Auskunft. Es wird Zeit etwas weniger Politik und dafür etwas mehr Wirtschaft zu wagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 May 2024 08:50:49 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Es wurmt!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/es-wurmt</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Aussichten sind bescheiden – das kann auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht schönreden. Wir müssen zufrieden sein, wenn die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr stagniert und die Wirtschaftsleistung nicht weiter zurückgeht. „Negatives Wachstum“ nennt man das gerne euphemistisch, weil Schrumpfen einfach nicht ins Vokabular von Politikern zu gehören scheint. Auch wenn der Bundeswirtschaftsminister letzte Woche für das kommende Jahr leichte Verbesserungen prognostiziert – langfristig bleiben die Aussichten trist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wachstumspotenzial wird für die kommenden Jahre auf gerade einmal 0,6 Prozent geschätzt. Deutschland steckt in einer veritablen Krise. „Die Situation ist so anspruchsvoll, dass wir uns nicht zurücklehnen dürfen, sondern weiter hart arbeiten müssen“, sagt Habeck bei seinem Auftritt vor der Bundespressekonferenz. Und dann folgt ein Satz, der aufhorchen lässt: „Darauf haben, denke ich, Herr Russwurm und die deutsche Wirtschaft hingewiesen, und das sieht niemand in der Regierung anders.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirklich? Gehört der deutsche Bundeskanzler etwa nicht zur Regierung – steht er über ihr, aber nicht in ihr? Es wurmt ganz einfach, wenn ernstgemeinte und staatstragende Reformvorschläge aus der Wirtschaft abgetan werden als Klage, die das Lied des Kaufmanns sei. Mit dieser – bei allem Respekt, Herr Bundeskanzler – Plattitüde kann man nun wirklich keine Wirtschaftspolitik betreiben, wie sie uns beispielsweise die Biden-Regierung mit dem Wirtschaftsförderungsprogramm IRA vormacht. Der amerikanische Kaufmann klagt nicht, weil seine Regierung handelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klage vom ewig klagenden Kaufmann sitzt tief, sie wurmt! Erstmals öffentlich vorgebracht hatte sie der Kanzler auf der Handwerksmesse in München Anfang des Jahres. Dort hatten die führenden Wirtschaftsverbände ein Zehn-Punkte-Papier vorgelegt, um von Bürokratieabbau bis Fachkräftemangel alle Themen zu diskutieren, die der deutschen Wirtschaft unter den Fingernägeln brennt. Doch dazu kam es nicht: Der Kanzler stimmte sein geflügeltes Wort vom klagenden Kaufmann an und ging weiter.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außer Spesen nichts gewesen. Dem Handelsblatt offenbarten jetzt zahlreiche Konzernchefs aus dem DAX, dass Wirtschaftstreffen mit dem Bundeskanzler meist ergebnislos enden und argumentativ im Sande verlaufen. „Die Erwartung ist gering, dass sich wirklich was bewegt“, wird ein DAX-Vorstandschef anonym zitiert. Wie das aussieht, lässt sich praktisch minutiös nachverfolgen. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung fasste BDI-Präsident Russwurm die Halbzeitbilanz der Ampel mit den Worten zusammen, es seien „zwei verlorene Jahre“ gewesen. Der Kanzler konterte postwendend, es handele sich bei der Politik unter seiner Führung um längst eingeleitete Reformen. Der Beweis: mit der Abschaffung der EEG-Umlage habe er für Entlastungen in Höhe von 20 Milliarden Euro gesorgt. Wo, bitteschön, bleibe da der Dank?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugegeben: das hat zahllosen vor allem mittelständischen Unternehmen Luft verschafft – angesichts explodierende Strom- und Gaskosten. Aber damit verbindet sich keine strukturelle Reform, keine Verbesserung der Infrastruktur, keine Senkung des Bürokratieaufwands, keine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, keine Verbesserung der Wettbewerbssituation. Doch wer darauf hinweist, macht sich des Vorwurfs schuldig, den Standort Deutschland schlecht zu reden. „Wenn Sie mich fragen, lieber Herr Russwurm, dann waren das zwei Turnaround-Jahre“, wiederholt der Bundeskanzler sein Selbstlob zum Auftakt der Hannover Messe Industrie. Sodann kanzelte der Kanzler den BDI-Präsident öffentlich ab: „Kleine Bitte, lassen Sie uns den Wirtschaftsstandort Deutschland stark machen und nicht schlechtreden.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer den Wirtschaftsstandort Deutschland stark macht, zeigten daraufhin Austeller aus Deutschland in den Messehallen und auf dem Freigelände. Bei seinem Messe-Rundgang holte den Kanzler seine Klage über die Kaufmannsklage wieder ein: „Das Lied der Industrie sind Lösungen“ hieß es vieldeutig beim hessischen Mettalunternehmen Rittal. Und genau darum geht es: Wir brauchen Lösungen und keine Rechthaberei. Doch „die Wirtschaft dringt mit ihren Sorgen und Rufen in der Bundesregierung nicht mehr durch“, resümierte BASF-Chef Martin Brudermüller in einem Handelsblatt-Interview.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es wurmt! Und man könnte sich den Mund abputzen und zur Tagesordnung zurückkehren. Doch die Herausforderungen, vor denen die deutsche Wirtschaft steht, sind Teil dieser Tagesordnung, vor der niemand weglaufen kann. Während sich die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel noch auf steigenden Wirtschaftszahlen ausruhen konnte – auch weil die Wirtschaft von billigem russischem Gas und einer prosperierenden Wirtschaftsmacht China profitierte – und das „Aussitzen“ weitgehend folgenlos blieb, kann sich die aktuelle Bundesregierung auf vergleichbaren positiven Effekten nicht ausruhen. Wer da mahnt, redet nicht den Standort schlecht, sondern ruft zur Besserung auf. Wer sich dagegen taub stellt, lässt zumindest zu, dass es dem Standort nicht besser geht. Das wurmt in der Tat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Apr 2024 08:18:13 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Werdet politischer!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/werdet-politischer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist der ganz große Auftritt von Mario Adorf als Fabrikant Heinrich Haffenloher in der wunderbaren TV-Serie „Kir Royal“ um den Münchner Klatschkolumnisten Baby Schimmerlos: „Ich kauf dich einfach. Ich kauf dir ´ne Villa, da stell ich dir dann noch ´nen Ferrari davor. Deinem Weib schick ich jeden Tag ´nen Fünfkaräter. Ich schieb es dir hinten und vorne rein. Ich scheiss´ dich sowas von zu mit meinem Geld, dass du keine ruhige Minute mehr hast. Ich schick dir jeden Tag Cash – im Koffer. Das schickste zurück – einmal, zweimal, vielleicht sogar ´n drittes Mal. Aber ich schick´ dir jedes Mal mehr... und irgendwann kommt dann nun einmal der Punkt, da biste so mürbe und so fertig und die Versuchung ist so groß, dann nimmstes. Und dann hab´ ich dich. Dann gehörste mir. Dann biste mein Knecht. Dann mach´ ich mit dir watt ich will.“ (Nachzuhören
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=k5yzofmUatM" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           unter diesem Link
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Bild wird auch heute noch gerne im Vorabendprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bemüht, wenn es um die politische Einflussnahme von Unternehmerinnen und Unternehmern geht. Doch die Mär vom die eigenen Interessen verfolgenden Firmen-Clan wird durch ständige Wiederholung nicht zutreffender. Im aktuellen Deutschen Bundestag sind 51 der 735 Abgeordneten Firmenchefs oder –chefinnen. Im Vorgängerparlament waren es noch 76 von 709 Abgeordneten. Nicht eingerechnet sind Selbständige wie Rechtsanwälte oder Ärzte. In den kommunalen Parlamenten – in Städte- und Gemeinderäten, in den Kreis- und Landtagen – sieht die Beteiligung nicht besser aus. Dennoch überlebt das Bild vom ewig mauschelnden und klüngelnden, in jedem Fall seine Interessen wahrenden „Strippenzieher“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei wäre mehr „unternehmerischer Sachverstand“ in unseren politischen Gremien durchaus wünschenswert. Es geht schließlich um Gestaltung und die dafür nötigen finanziellen und organisatorischen Mittel. Wer könnte dies besser – und vor allem ohne großen Bürokratieaufwand – in die Wege leiten als mittelständische Firmenlenker? Doch Firmen wirken offensichtlich auch ohne aktive Beteiligung in den politischen Raum hinein. Eine bemerkenswerte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft weist eine frappierende Korrelation zwischen der lokalen Existenz von Familienunternehmen – und damit der in den jeweiligen Wahlkreisen wohnenden Beschäftigten – und dem Wahlverhalten nach.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Studie erklärt mit wissenschaftlich stichhaltigen Methoden das gute Abschneiden von FDP und Union in Wahlkreisen mit einem hohen Anteil an Familienunternehmen: „Bei einer höheren Lebenszufriedenheit dürften Parteien aus dem konservativ-liberalen Spektrum profitieren – und dementsprechend die SPD verlieren.“ Die Autoren schlussfolgern weiter: „Es ist denkbar, dass die Arbeitsplatzsicherheit in Familienunternehmen höher ist oder als höher empfunden wird. Entsprechend würde die soziale Absicherung bei der Wahlentscheidung in den Hintergrund treten. Arbeitnehmer in Familienunternehmen mögen zudem eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen, wenn sie sich stärker mit ihrem Arbeitgeber identifizieren oder wenn das Familienunternehmen durch gesellschaftliches Engagement die Lebensqualität vor Ort erhöht.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einer Studie des Stifterverbands zeigt sich, dass Unternehmen ganz allgemein politischer werden. Der Begriff der Corporate Political Responsibility“ – also der aktiven Wahrnehmung politischer Verantwortung – gewinnt an Bedeutung. Das zeigt sich in vielen Facetten. So ist die Weigerung eines niederländischen Unternehmens, Rollrasen für die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar zu liefern, legendär. „Neben dem gut geführten Unternehmen, das erfolgreich agiert, professionalisiert sich immer mehr auch die ökologische und soziale Positionierung“, fassen die Autoren in ihrem Diskussionspapier zusammen. Sie stellen allerdings auch fest, dass „die Firmenlogos nicht überall in Regenbogenfarben erstrahlen“. Oder wie es das Handelsblatt in einer Kommentierung formuliert: „Die Konzerne zeigen ihre politische Haltung nur in jenen Ländern, in denen es ihnen kommerziell nicht wehtut."
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber dennoch: Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen Haltung. Das hat in Familienunternehmen, die mit ihrer Kommune, mit ihrer Region aufs engste verbunden sind, Tradition. Es zeigt sich aber mehr und mehr in politischen Aktivitäten, die über die sogenannten ESG-Kriterien – also Environment, Social, Gouvernance – hinausgehen. Als Microsofts Präsident Brad Smith zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz das Investment von 3,2 Milliarden Euro in Deutschland bekanntgab, ging es nicht nur um den Bau von Hyperscalern und die Qualifizierung von Menschen in Sachen KI. Es ging auch um „das Vertrauen in Deutschland“, wie es hieß. Wenige Tage später, als ein vergleichbares Engagement in Spanien angekündigt wurde, war Brad Smith sogar noch deutlicher: „Unsere Investition geht über den Bau von Rechenzentren hinaus. Sie ist ein Beweis für unser 37jähriges Engagement in Spanien, für die Sicherheit des Landes, die Entwicklung und die digitale Transformation in Spanien, für die Unternehmen und die Bevölkerung.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass ein Konzern einem Land gute Noten attestiert, ist in der Tat eine neue Phase in der politischen Beteiligung von Unternehmen. Inzwischen geht Microsoft sogar noch weiter und unterstützt im vielsprachigen Indien die Beteiligung der Bevölkerung an der Bildungsgesellschaft, indem dort KI-gestützte Übersetzungswerkzeuge für praktisch jeden indischen Dialekt bereitgestellt werden. In Australien und Neuseeland hat Microsoft zusammen mit lokalen Organisationen das gewinnorientierte Unternehmen Indigital gegründet, das sich im indigenen Besitz befindet. Indigital nutzt digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, erweiterte oder gemischte Realitäten als Weg, um das indigene Erbe zu erlernen und es nutzt die Kultur der First Nations, um digitale Fähigkeiten als Weg in die Zukunft der Arbeit zu vermitteln. Das beginnt bereits in den Schulen, wo indigene und nicht-indigene Kinder die Chance haben, kulturelles Wissen, ihre Geschichte und ihre Sprache zu lernen, während sie gleichzeitig digitale Fähigkeiten in Spitzentechnologien wie Augmented Reality und Coding erlernen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überall auf der Welt greifen Tech-Unternehmen immer tiefer in die politische Gestaltung der Länder ein, in denen sie aktiv sind. Es ist eine Entwicklung, die jeder Unternehmer, jede Unternehmerin für sich entdecken sollte. Mario Adorfs Heinrich Haffenloher hatte nur seine persönlichen Interessen im Blick. Aber das Unternehmertum von heute verbindet seine kaufmännischen Ziele mit den Interessen des Gemeinwohls – und greift dabei der oft hilflosen oder zumindest glücklosen Politik unter die Arme. Mehr unternehmerischer Sachverstand muss sich nicht auf Parlamente beschränken. Die Zahl der möglichen Initiativen ist riesig – von A wie Aufforstung bis Z wie Zukunftssicherung. Deshalb: Werdet politischer!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich weiß aus meinem persönlichen Umfeld, dass mittelständische Unternehmer dazu neigen, ihr soziales und politisches Engagement eher im Verborgenen auszuüben und viele großherzige Initiativen kaum oder gar nicht erwähnt haben wollen. Das halte ich in diesen Zeiten für nicht richtig. Schreiben Sie mir von Ihren politischen Aktivitäten und sozialen Initiativen. Wir brauchen eine Plattform für diese Leistungen. Deshalb noch einmal: Werdet politischer!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 22 Apr 2024 09:02:20 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wer spinnt unser Netz?</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir etwas groß oder großartig nennen wollen, dann neigen wir zur Vorsilbe „mega“. Auf die Idee, etwas „kilo“ – also das Tausendfache – zu nennen sind wir nie gekommen. Auch das Milliardenfache – also „giga“ – hat es außer beim „Gigantismus“ nicht in unseren Sprachgebrauch gebracht. Ganz zu schweigen von Zetta oder Peta. Dabei sind wir längst in diesen Dimensionen angekommen. Doch die Eindrücke des soeben erlebten Konzerts von Taylor Swift „peta“ zu nennen, würde uns nicht einfallen – obwohl die Pop-Ikone längst zu den Milliardären gehört, also kein „Megastar“ ist, sondern ein „Gigastar“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere globale Infrastruktur misst sich längst nicht mehr nur in gängigen Größenordnungen: Allein in Deutschland fahren täglich 51.000 Züge für Personen und Güter auf dem etwas mehr als 38.000 Kilometer großen Schienennetz, das entspricht also 38 Megametern. Doch schon gegen das Straßennetz sieht die Schiene zwergenhaft aus: Mit rund 630 Megametern liegt das deutsche Straßennetz weltweit auf Platz 13. Für deren Erhalt wurden im vergangenen Jahr 8,4 Giga-Euro aufgewendet – zu wenig angesichts der maroden Brücken und Schlaglöcher im Asphalt. Spitzenreiter sind nicht überraschend die USA, deren Straßennetz 6,5 Gigameter beträgt, gefolgt von Indien mit 4,7 Gigametern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch was ist das alles gegenüber unserer digitalen Infrastruktur. Allein zwischen 2010 und 2020 wuchs der jährliche Speicherbedarf für Daten von zwei auf 44 Zettabyte – das sind also 44 Billionen Gigabyte oder eine 44 mit 21 Nullen. Inzwischen hat sich der Speicherbedarf erneut verdoppelt. Und bis zum Jahr 2028 wird sich der Bedarf erneut mehr als verdoppelt haben - auf dann knapp 200 Zettabyte. Der größte Teil dieses Speicherbedarfs – und des damit verbundenen Rechenbedarfs – wird von rund 800 Großrechenzentren bedient. Die wenigsten dieser sogenannten Hyperscaler befinden sich in öffentlicher Hand. Die meisten stehen in den USA – sie repräsentieren etwa 40 Prozent des weltweiten Bedarfs an Computerleistung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss sich diese Größenordnungen verdeutlichen, um zu verstehen, wie umfassend der Paradigmenwechsel ist, der sich unmerklich, aber unaufhörlich im Ausbau und der Pflege unserer Infrastrukturnetze vollzogen hat. Während sich der Staat noch auf die hoheitlichen Aufgaben besinnt, unser Schienen-, Wasser- und Asphaltstraßen-Netz, sowie Elektrizitäts-, Gas-, Wasser- und Abwassernetz zu finanzieren, ist er bei der digitalen Infrastruktur nahezu außen vor. Der zögerliche, allmählich aber vollzogene Ausbau unseres Telekommunikationsnetzes mit Glasfaserkabeln zeigt allerdings, dass staatliche Organisationen auch nicht optimal ausgerichtet sind, um eine schnell wachsende Infrastruktur aufzubauen. Umgekehrt sollte uns der Niedergang der englischen Eisenbahnen auch davor warnen, alles der privaten Wirtschaft zu überlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wenn allein Microsoft – wie vielfach berichtet – 3,2 Milliarden Euro in deutsche Cloud-Rechenzentren investieren will, dann steht das schon in der gleichen Größenordnung wie die 8,4 Milliarden Euro, die die öffentliche Hand im vergangenen Jahr für das gesamte Straßennetz aufgewendet hat. Weltweit beläuft sich das derzeit kommunizierte Investment von Microsoft auf rund 50 Milliarden Dollar, wodurch Cloud- und KI-Infrastrukturen in den USA, in Europa, Südostasien und Ozeanien ausgebaut werden. Hinzu kommen geschätzte 100 Milliarden Dollar, die Microsoft und das KI-Startup OpenAI unter dem Projektnamen „Stargate“ in einen völlig neuen Supercomputer investieren wollen, der künftige KI-Entwicklungen beschleunigen soll. Plus die noch einmal in dieser Größenordnung geschätzten Aufwendungen für die Weiterentwicklung (und Marktreife) von Quantencomputern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und Microsoft ist bei weitem nicht allein: 87,9 Milliarden Dollar generiert Microsoft nach eigenem Geschäftsjahresbericht mit der Cloud. 90,8 Milliarden Dollar sind es laut deren Geschäftsjahresbericht bei Amazon. Die Google-Mutter Alphabet kommt nach ihren eigenen Zahlen auf 33 Milliarden Dollar. Gedeckt werden diese Umsatzzahlen durch weltweit steigenden Bedarf an Cloud-Diensten, die vom Handwerksbetrieb über mittelständische Unternehmen bis zum globalen Konzern nachgefragt werden. Und nicht zuletzt sind es die privaten Nutzer die mit ihren 5,1 Milliarden weltweit aktiven Smartphones-Accounts Cloud- und KI-Leistungen abrufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und es sind die Millionen vernetzten Autos, die auf der durch private Anbieter voll ausgebauten Datenautobahn mit Navigationshilfe an den Staus vorbeifahren, die durch schlecht ausgebaute Straßen, marode Brücken oder ausgefallene Zugverbindungen entstehen. Wir leisten uns staatliche Misswirtschaft in den primären Hoheitsgebieten der Daseinsvorsorge, während gleichzeitig von den Ländern beauftragte Datenschützer vor der Vorherrschaft privater Tech-Anbieter in der digitalen Infrastruktur warnen. Und wir leisten uns eine Schuldenbremse, die unsere Kinder zwar vor neuen Schulden schützen soll, dabei aber genau jene Infrastrukturverbesserungen verhindert, die eigentlich die wirtschaftlichen Potentiale bieten könnte, mit denen dieser Schuldenberg auch wieder abgebaut werden könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen uns fragen: Wer spinnt unser Netz der Zukunft? Sind es die privaten Anbieter – dann könnten wir zuversichtlich sein, dass es gelingt. Sollte es die öffentliche Hand sein – dann beginnt die Zukunft wahrscheinlich erst später. Oder gelingt es uns, Finanzierung und Genehmigungsverfahren zu optimieren? Und könnte das nicht auch ebenso für die Energiewende gelten? Oder für den Kampf gegen den Klimawandel? Unser Straßen- und Schienennetz ist nun wirklich kein Empfehlungsschreiben für die öffentliche Hand. Die Erneuerung unserer Infrastrukturen – und erst recht ihr Ausbau – sind nicht Megaprojekte, sondern im wahrsten Sinne des Wortes giga-ntisch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Apr 2024 08:56:39 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Mär vom jammernden Kaufmann</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/die-maer-vom-jammernden-kaufmann</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bundeskanzler Olaf Scholz wünschte sich etwas mehr „Spirit für die ganze Regierung“. Wie er sich diesen Spirit vorstellte, präzisierte er dann auch gleich auf seine unnachahmlich unpräzise Weise: „Da ist was drin mit Unterhaken, auch in der Regierung.“ Dann ging er in den Osterurlaub. Doch seine Minister machten munter weiter und setzen nicht nur ihren Dauerstreit über altbekannte Themen fort, sondern fügen inzwischen auch neue Streitpunkte hinzu: Kindergrundsicherung, Bürgergeld und Rentenpaket II, Schuldenbremse, Haushaltsloch und nicht zuletzt Unterstützung für die Ukraine.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch ein ganz anderes „Unterhaken“ wäre jetzt vonnöten und wird von führenden Wirtschaftsvertretern auch mit zunehmender Vehemenz eingefordert. „Ich habe den Eindruck, dass der Ernst der Lage im Kanzleramt immer noch unterschätzt wird“, schreibt BDI Präsident Siegfried Russwurm im Business-Netzwerk LinkedIn und legt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung noch nach: „Wir müssen ehrlich sein: Im globalen Wettbewerb waren die letzten zwei Jahre für den Wirtschaftsstandort verlorene Jahre.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er ist nicht allein: auch DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben hat die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung heftig kritisiert. "Im Vergleich von vor zwei Jahren hat Deutschland unter dem Strich verloren, in der Tat", sagte Wansleben den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, zu der die Passauer Neue Presse und der Donaukurier gehören. Verantwortlich dafür seien nicht allein die externen Einflüsse, das habe auch mit der Politik der Bundesregierung zu tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn statt einer der Hauptforderungen der deutschen Wirtschaft nachzugeben und den Bürokratieabbau massiv anzugehen, gebe es vielmehr „Regulierungen, Regulierungen, Regulieren“. Wansleben erlebt nach eigenem Bekunden „in den Reihen unserer Mitgliedsunternehmen viel Frust." Statt Unterhaken also eher "So was wie einen Vertrauensverlust in die Regierung. Man hat in den Betrieben das Gefühl, mit seinen Sorgen und Nöten von der Politik nicht wahrgenommen zu werden." Es gebe eine Empfindungs- und Kommunikationslücke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Dritter schlägt schließlich Arbeitgeberpräsident Reiner Dilger Alarm. Er zeigte sich gegenüber der Bild-Zeitung „fassungslos“, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil "jetzt noch einmal massiv die Rentenausgaben erhöhen will, obwohl wir vor dem größten Alterungsschub stehen, den es jemals in Deutschland gegeben hat". Das Rentenpaket II wäre das "teuerste Sozialgesetz des Jahrhunderts", warnte Dulger. Das Vorhaben müsse daher "umgehend gestoppt werden". Es sei "unfair und ungerecht, in den nächsten 20 Jahren 500 Milliarden Euro mehr für die Rente auszugeben".
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das mögen die Rentner anders sehen – insbesondere jene, die ohnehin am Existenzminimum kratzen. Zudem ist es durchaus volkswirtschaftlich sinnvoll, die stetig wachsende Bevölkerungsgruppe der Rentner mit mehr Masse auszustatten, um so den privaten Konsum anzukurbeln. Doch mit einem 500-Milliarden-Programm könnte man auch den wertschöpfenden Teil der Bevölkerung „unterhaken“. „Viele Maßnahmen – zum Beispiel Bürokratieabbau oder Freihandelsverträge – kosten nichts, helfen aber viel“, schreibt BDI-Präsident Russwurm. „Für anderes wiederum wird der Staat zielgerichtet Geld in die Hand nehmen müssen, um etwa in Infrastruktur und Forschung zu investieren oder die Unternehmenssteuerlast zu senken. Das sollte uns unser Industrie-, Export- und Innovationsland allemal wert sein.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die im Kanzleramt wahrgenommene Realität scheint eine ganz andere zu sein. Dort scheint man dem unsterblichen und ewig falschen Narrativ vom jammernden Kaufmann nachzuhängen, der sich selbst und die ganze Wirtschaft schlecht redet und gleichzeitig die Hand aufhält, um Steuererleichterungen, Subventionen und längere Arbeitszeiten durchzusetzen. Doch das Gegenteil sei der Fall, wirbt Russwurm für mehr Verständnis: „Wirtschaft will wirtschaften, transformieren, innovieren, wachsen – lassen wir sie das doch tun!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kaufmann jammert vielleicht, weil er die Verhältnisse kennt. Aber er handelt auch, weil er die Verhältnisse ändern will. Davon hat Deutschland schon immer profitiert. Da muss man noch nicht einmal die legendäre Nachkriegszeit bemühen. Es wird Zeit für ein neues Sommermärchen: Wenn Wirtschaft und Politik einander endlich unterhaken würden. Eine Aktion, die uns wohl schon in der Merkel-Ära abhandengekommen sein muss. Es wird Zeit, sie wiederzuentdecken. Das wäre eine Form des Unterhakens, mit der Bundeskanzler Olaf Scholz in die Sommerferien gehen könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Apr 2024 08:32:54 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Change Management im Management</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/change-management-im-management</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man möchte reflexartig einen kleinen Skandal wittern: Nach nur drei Jahren im Amt verlässt Marianne Janik nicht nur den Posten der Deutschlandchefin bei Microsoft. Anders als ihr Vorvorgänger im Amt, Ralph Haupter, der vom Deutschlandchef zum Europachef avancierte, kehrt Marianne Janik dem Microsoft-Konzern fürs erste den Rücken und wandert in Richtung einer noch nicht näher benannten Adresse ab. Doch der Wechsel an der Spitze einer Landesgesellschaft hat bei Microsoft Methode. Schon Janiks Vorgängerin Sabine Bendiek, die vor drei Jahren den Chefposten in München in Richtung SAP verließ, war lediglich drei Jahre bei Microsoft im Amt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Vorstandssitz als SAP-Arbeitsdirektorin hat Sabine Bendiek allerdings inzwischen auf eigenen Wunsch auch schon wieder geräumt. Ohnehin gilt diese Führungsposition im Personalsektor bei SAP als Schlangengrube. Auch die Vorgänger von Sabine Bendiek hielten es dort nicht lange aus. Offiziell ging alles immer einvernehmlich vonstatten. Inoffiziell munkelt man dagegen, dass der Wandel des Walldorfer Softwarekonzerns zur Cloud Company personell nur äußerst schwierig zu orchestrieren sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verknöcherte Strukturen und das Festhalten an ihnen sind der wesentliche Hinderungsgrund für eine innere Erneuerung eines Unternehmens. Diesen Zwang zur Veränderung in Richtung Cloud und – als Konsequenz daraus – zu einer KI-gestützten Tech-Company müssen derzeit alle Unternehmen bitter bezahlen, wenn sie zu spät dran sind. Denn das Management für dieses Change Management ist rar gesät. Doch ohne Hinwendung zu digitalen Geschäftsmodellen und KI-gestützten Analysen geht selbst den Champions der Marktvorsprung verloren. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wer zu spät geht, den bestraft die Zukunft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Change Management handelt es sich um eine sehr spezielle, aber in ihren Auswirkungen extrem zukunftsorientierte Form des Fachkräftemangels. Denn angesichts der Tatsache, dass praktisch jeder Geschäftsprozess heute in Software gegossen ist und jede Erkenntnis spätestens morgen mithilfe von künstlicher Intelligenz gefördert wird, verlangt der Wandel in die Cloud und den aus ihr bereitgestellten KI-Leistungen neue rar gesäte Management-Qualitäten, ebenso wie auch die Energiewende, der Klimawandel oder New Work mit variablen Arbeitszeitmodellen kürzeren Arbeitszeiten und einer völlig neu interpretierten Work/Life-Balance. Das alles ist keine leichte Aufgabe – erst Recht nicht, wenn man sich dem Wandel standhaft entgegensetzt oder zu lange mit der Nachfolge zögert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch während die internationalen Konzerne sich vergleichsweise leicht tun, frische Kräfte ins Unternehmensmanagement zu holen, sieht sich der Mittelstand in einer schon seit langem grassierenden Nachfolgekrise. Jeder dritte mittelständische Unternehmer ist laut einer aktuellen Studie der KfW bereits heute über 60 Jahre alt. Danach sind derzeit bereits zwei von fünf von ihnen dabei, die Firmengeschicke in jüngere Hände zu geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur zwei von Fünf: Wenn jetzt – nur um ein typisches Beispiel zu nennen – der Trigema-Chef Wolfgang Grupp mit 81 Jahren die Verantwortung für den Burladinger Trikotagenbetrieb unter großem Werbe- und Medienaufwand an seine Frau und seine Kinder übergibt, die schon lange im Betrieb aktiv sind, dann zeigt dies auch, dass Loslassen ein schwieriges Element des Change Managements ist. Dies sei bei allem Respekt gegenüber der unternehmerischen Leistung von Wolfgang Grupp einmal festgestellt. Ich selbst habe mein Unternehmen möglichst früh, aber immerhin doch im Rentenalter, in jüngere Hände gegeben und dabei die Chance gesucht, neue Kräfte, neues Kapital, aber eben auch neuen Zeitgeist ins Unternehmen zu holen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht lässt sich konstatieren, dass Microsoft-Gründer Bill Gates ein wenig zu spät die Geschicke des Softwarekonzerns in andere Hände gegeben hat und dadurch, dass sein Nachfolger aus dem eigenen Microsoft-Dunstkreis aufstieg, eben genau kein Change Management in Gang gebracht hatte. Als der aus Indien stammende Satya Nadella das Heft vor zehn Jahren in die Hand nahm, war dies zwar auch eine Person mit erheblicher Microsoft-Vergangenheit – doch sein Kulturkreis und seine Sozialisierung unterschieden sich fundamental von der eines Gates oder Ballmers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den deutschen Chefposten hat sich Microsoft erstens wieder für eine Person entschieden, die von außen, ja sogar von der Konkurrenz kommt. Und zweitens hat sich Microsoft erneut für eine Frau entschieden: Agnes Heftberger, die 20 lange Jahre bei IBM verbracht hat, wo sie unterschiedliche Führungspositionen in Deutschland, EMEA und in Asien innehatte. Gerade ihre Perspektive aus Down Under könnte – und sollte – hier einiges auf den Kopf stellen können. Microsofts Prinzip der Häutung alle drei Jahre könnte ein Beispiel auch für den Mittelstand sein. Es muss ja nicht gleich ein Eigentümer-Wechsel sein, aber mehr Fluktuation im Management kann ja nicht schaden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Change Management im Management ist dann vorprogrammiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Apr 2024 08:07:52 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KI als Massenware</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-fuer-den-massenmarkt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lange Zeit war im Technologiesektor alles geregelt: Die sogenannte „Weiße Ware“ – also Elektrogeräte mit Gehäuse aus weißemailliertem Blech – gehörten in die Küche, respektive Waschküche. Das Marketing musste in den fünfziger und sechziger Jahren auf die „moderne Hausfrau“ ausgelegt sein, dabei aber den „Herrn des Hauses“, der als Haushaltsvorstand das alleinige Sagen über die Finanzen hatte, positiv ansprechen. „Braune Ware“ hingegen – also meist in „Nussbaum-Furnier“ eingelegte TV-Geräte, Radios oder Plattenspieler – sollten den „technisch Interessierten“ ansprechen. Dabei waren die Produkte zunächst hochpreisig, adressierten den „gut situierten Haushalt“, und sanken in ihren Anschaffungskosten erst mit der Massenproduktion. Danach hatte sie jeder. Marketing war leicht: Schublade auf – und rein kommst du!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht lässt sich am Personal Computer Anfang der achtziger Jahre der Wendepunkt markieren, seit dem Markteinführungsstrategien komplizierter und vor allem schneller wurden. Der PC war zunächst hochpreisig, um nicht zu sagen überteuert, und für den betrieblichen Einsatz ausgelegt. Dort konnte die Investition steuerlich abgeschrieben werden und „rechnete“ sich – auch wenn am PC kaum mehr getan wurde als man hätte auch an einer Schreibmaschine erledigen können. Dann wurde der PC massenmarktfähig, und völlig andere Nutzenargumente mussten her: Spaß, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit, Flexibilität, Modernität. Und dann hatte ihn jeder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seitdem, so kann man sagen, wird Technologie immer schneller zum Massenprodukt. Und seit das Internet der vorrangigste Vertriebsweg für „softe Ware“ ist, ist der Massenmarkt der Einstiegsmarkt. Das Produkt reift nach dem „Prinzip Banane“ beim Kunden und wird dann erst Business-tauglich. Bestes Beispiel: ChatGPT, der KI-gestützte Sprachassistent von OpenAI. Das Tool wurde von Anfang an für angemeldete Nutzer kostenlos zur Verfügung gestellt. Handbücher und Anleitungen gab es zunächst nicht. Jeder machte seine eigenen Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz und kommunizierte sie. 60 Prozent der erwachsenen Deutschen hatten laut Hightech-Verband Bitkom ein halbes Jahr nach der Erstveröffentlichung von ChatGPT nach eigenem Bekunden schon mal Kontakt mit KI. Erst dann erfolgte die Eignungsprüfung fürs Büro und in der Produktion.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo OpenAI und deren Hauptfinanzier Microsoft vorangingen, folgten die anderen Tech-Giganten mit Hochgeschwindigkeit: Allen voran Google und sein Mutterkonzern Alphabet blasen zur Aufholjagd, obwohl – wie Microsofts CEO Satya Nadella kürzlich sinnierte – die Kalifornier alles hatten, um als erste den Markteintritt für KI zu wagen. Eines der wichtigsten und faszinierendsten Vorzeigeprojekte von Google ist DeepMind, das 2010 in Großbritannien gegründet und vier Jahre später von Google übernommen wurde. Furore machte etwa AlphaGo als Beispiel für maschinelles Lernen. Die KI, die ausschließlich darauf spezialisiert war, Go zu spielen, schlug 2015 erstmals den Europameister Fan Hui. Das Nachfolgeprodukt AlphaZero erarbeitete sich bereits die Go-Regeln und Spielzüge selbst und besiegte 2017 AlphaGo in einem „KI-Ko-Turnier“ 100 zu Null.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andere DeepMind-Projekte brillierten bei der Analyse von Patientendaten aus dem britischen National Health System, um bei der Überwachung von Patienten mit Nierenschädigungen zu assistieren. Mustererkennung wiederum kam im englischen Fußball zum Einsatz, wo die Laufwege von Kickern aus der Premier League analysiert wurden, um die Torwahrscheinlichkeit berechnen zu können. Und im vergangenen Jahr entdeckte eine weitere DeepMind-Ausgeburt im Rahmen eines materialwissenschaftlichen Projekts 2,2 Millionen neue Kristall-Kombinationen, darunter 300.000 stabile Materialien, die zukünftig im Maschinen- und Apparatebau, bei neuen Leichtbauten oder im Bau von neuen, leistungsfähigeren Batterien genutzt werden könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das alles war Leading Edge und Bleading Edge – an der Weltspitze von Forschung und Entwicklung. Das einzige, was Google nicht tat (und das ist eigentlich ein Rätsel), war die Einführung eines massenmarkttauglichen Produkts mit dem Erfolgspotenzial von Google Search oder Google Maps. Es wird wohl als künftiges Paradebeispiel für das „Innovator´s Dilemma“ in die Marketing-Bücher Einzug finden – also für die Unfähigkeit eines Marktführers, rechtzeitig einen Nachfolger (und Konkurrenten) für seine Cash Cow zu etablieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt kooperiert Google mit Apple, um mit dem von Microsoft vorgelegten Tempo bei der KI-Einführung im Massenmarkt Schritt zu halten. Doch gleichzeitig wechselt einer der Gründer von DeepMind, Mustafa Suleyman, zu Microsoft, um dort den Bereich „Consumer AI“ aufzubauen. Noch ist nicht klar, wie viel Energie, Machtbefugnis und Machtmittel der Neue bei Microsoft erhält. Doch eines ist klar: Microsoft will über die Einführung der Copiloten in nahezu allen seinen Lösungsangeboten hinaus den Konsumermarkt bedienen. Dieser Massenmarkt ist zweigeteilt: Er besteht nicht nur aus Einzelpersonen, die als Konsumenten KI auf dem Smartphone, in Computerspielen, bei der Arbeit im Home Office oder bei der Steuerklärung nutzen. Er besteht auch aus den Hunderten Millionen Kleinbetrieben – angefangen beim Handwerk über Anwaltskanzleien und Arztpraxen bis zu Startups in der Seedphase.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie alle dürften in den kommenden Monaten Zugriff auf KI als „maßgeschneiderte Massenware“ erhalten. Der „Tipping Point“, bei dem aus einem Hype für Wenige ein Prozess entsteht, aus dem heraus „eine signifikante und oft unaufhaltsame Wirkung oder Veränderung stattfindet“, wie man im Merriam-Webster nachlesen kann, steht uns bevor. Danach ist KI ein Massenprodukt. Doch anders als bei weißer und brauner Ware wird der Markt nicht mehr hochpreisig begonnen, sondern von unten aufgerollt. Dabei geht es vor allem darum, wer schneller ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Mar 2024 09:14:44 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Medizin - doch eine exakte Wissenschaft?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/medizin-doch-eine-exakte-wissenschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vlad Latas Bilanz fällt besorgniserregend aus: „Es gibt zu wenige Ärzte – und rund die Hälfte der medizinischen Fachkräfte werden in den nächsten zehn bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Schon heute haben wir zu viele Patienten, und die Gruppe der über 67-Jährigen wird bis 2035 von 16 auf 20 Millionen wachsen. Parallel verdoppelt sich alle 73 Tage das medizinische Wissen, was kein Arzt mehr ohne digitale Hilfsmittel verarbeiten kann.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch besorgniserregender ist allerdings, was Lata, Mitgründer und CEO von Avi Medical, einem Betreiber von bundesweit 17 Hausarztpraxen, an Shitsorm für sein Plädoyer zugunsten eines konsequenteren Einsatzes von künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen erntete, das er auf der Nachrichtenplattform „Welt Online“ am 29. Februar veröffentlicht hatte: „Wann bekommt man dann Post von Big Brother, dass man … seinen Social Score nicht erfüllt und daher in einer Rehabilitationseinrichtung vorstellig werden muss oder das Doppelte an Beitrag an der Krankenkasse zu bezahlen hat?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Beitrag ist noch einer der harmloseren, zeigt aber ideal auf, wie weit Einsatz und Ressentiments von künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen derzeit – vor allem im Land der Nörgler und Neider – noch auseinanderklaffen. Dabei hat Vlad Lata nichts Revolutionäres vorgeschlagen, sondern nur konstatiert, dass KI als zentrales Steuerungselement Daten analysiert und dem Arzt als zuverlässiger Copilot zur Seite steht. „Durch ihre
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/plus244685884/Geld-Ueberschaetzter-Erfolgsfaktor-Wie-wichtig-ist-Intelligenz-um-reich-zu-werden.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
            kognitiven Fähigkeiten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            erleichtert sie Entscheidungsprozesse und optimiert die individuelle Patientenversorgung.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst in der Ärzteschaft ist der Einsatz von KI noch immer umstritten, wenn überhaupt fundiertes Wissen über die Möglichkeiten von KI im Gesundheitswesen existiert. Zwar analysieren KI-Systeme schon seit mehr als einem Jahrzehnt Röntgenbilder, helfen bei der Suche nach neuen Wirkstoffen oder analysieren klinische Studien nach nicht offensichtlichen Erkenntnissen. Doch „zu Risiken und Nebenwirkungen“ fragen Sie derzeit am besten noch nicht Ihren Arzt, Ihre Ärztin oder in Ihrer Apotheke, sondern blättern lieber in IT-Zeitschriften. Eine Blitzumfrage in meinem persönlichen Ärzteumfeld jedenfalls machte deutlich, dass auch hier mitunter Nachholbedarf besteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gibt es schon heute vielfältige Einsatzmöglichkeiten, ohne dass dabei immer gleich die elektronische Patientenkarte, die für viele Wutbürger offensichtlich immer noch als Einstieg in den Überwachungsstaat gilt, bemüht werden muss:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·       Krankheitsdiagnose und -erkennung: KI-Modelle werden entwickelt, um Vorhersagemodelle für die Diagnose und Erkennung von Krankheiten zu erstellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·       Behandlungsplanung und Entscheidungsfindung: KI kann Ärzte bei der Planung von Behandlungen und der Entscheidungsfindung unterstützen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·       Arzneimittelforschung und -entwicklung: KI hilft bei der Identifizierung potenzieller Wirkstoffe und der Beschleunigung des Forschungsprozesses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·       Medizinische Bildgebung und Analyse: KI-Algorithmen können medizinische Bilder wie Röntgenaufnahmen oder MRT-Scans analysieren und Anomalien erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·       Remote Patient Monitoring: KI-basierte Systeme ermöglichen die Überwachung von Patienten außerhalb des Krankenhauses, zum Beispiel durch Wearables oder mobile Apps.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und das sind nur die – zum Teil schon seit Jahren bekannten – Basisfunktionen, bei denen künstliche Intelligenz dem Arzt oder der Ärztin bei der täglichen Arbeit helfen kann. Doch weit oberhalb dieser Chancen werden derzeit anspruchsvolle Projekte angestoßen, die zum Beispiel nicht weniger zum Ziel haben als die Verlängerung des Lebens, wenn nicht gar Unsterblichkeit. Google hat sogar eine eigene Tochterfirma zur Erforschung dieser Ziele gegründet. Es geht um die Antwort auf die Frage, warum wir überhaupt altern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass damit auch ethische Fragestellungen berührt werden, ist einer der Gründe für die bestehenden Ressentiments. Microsoft hat deshalb jetzt mit Health-Organisationen wie dem Boston Children´s Hospital und der Johns Hopkins Universität sowie vielen anderen Kliniken und Universitäten eine TRAIN genannte Arbeitsgruppe gegründet, die Richtlinien für verantwortungsvolle und zuverlässige KI-Lösungen erarbeiten soll. Denn eine KI kann immer nur so gut sein wie ihre Algorithmen – und die werden von Menschen gemacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KI steht für ein großes Versprechen im Gesundheitswesen: Medizinisches Fachwissen kann jedem Patienten auf dieser Welt zugutekommen, egal ob er in einer Arztpraxis auf dem Land, in einer Spezialklinik in der Stadt oder auf einem Medizinschiff am Golf von Guinea ärztlichen Rat benötigt. Mit KI entwickelt sich die Medizin von einer überwiegend intuitiven Fachrichtung zur exakten Wissenschaft. Sie überwindet Ärztemangel ebenso wie den Mangel an Pflegepersonal und stellt den Patienten in den Mittelpunkt. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen wir aber besser nicht die Nörgler und Nörglerinnen in diesem Land, die uns in eine Zeit von vor hundert Jahren zurückwünschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2024 09:47:01 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verantwortungsvolle KI</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/verantwortungsvolle-ki</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Forscherinnen und Forscher des Earth Species Project sind überzeugt: In spätestens 24 Monaten werden sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in der Lage sein, Tierstimmen zu entschlüsseln. Das Projekt läuft bereits seit einem guten Jahrzehnt – doch erst jetzt kommt mit KI-Unterstützung eine ganz neue Qualität in die Sache. „Niemand ist bislang auf die Idee gekommen, Maschinen darauf zu trainieren, nicht-menschliche Kommunikation zu deuten“, sagt Aza Raskin, der das Projekt mitbegründet hat. Und er fügt reichlich philosophisch hinzu: „Man kann nichts verstehen, was man nicht erkennt.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist natürlich eine fundamentale Wahrheit, die für alles und jeden gilt. Aber sie gilt ganz besonders für den Umgang mit künstlicher Intelligenz: Es ist entscheidend für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland, dass sich mehr Menschen mit dem Einsatz von KI, ihrer Funktionsweise, ihrem Nutzenpotenzial, ihren Risiken und ihren ethischen Komplikationen auseinandersetzen. Dass Microsoft im Rahmen seines Drei-Milliarden-Investments in Deutschland auch rund 1,2 Millionen Menschen in Sachen KI qualifizieren will, ist in den Medien meist nur einen Nebensatz wert. Tatsächlich dürfte dieser Teil des Projekts aber der Nachhaltigere sein, der sich auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands positiv auswirkt. Gleichzeitig ist es peinlich genug für das Bildungsland Deutschland, dass für eine solche Maßnahme die Hilfe eines US-Unternehmens in Anspruch genommen werden muss. Dabei sollte es kaum einen dringlicheren Bildungsauftrag geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn die Beispiele, in denen der Einsatz von künstlicher Intelligenz zu wissenschaftlichen Durchbrüchen, zu neuen Therapiemöglichkeiten oder zu mehr Qualität in der Produktion führt, finden sich täglich in den Nachrichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass KI dabei helfen kann, neue Wirkstoffe für neue Arzneimittel zu finden, ist ein vielgenanntes Beispiel. Dass Forschende aber mit Hilfe künstlicher Intelligenz neue Materialien für leistungsfähige Batterien aus 32 Millionen Kandidaten herausfiltern konnten und jetzt Alternativen für die gängigen, aber umweltschädlichen Lithium-Ionen-Batterien gefunden haben, zeigt die Wirkmächtigkeit von KI. Um den hohen Rechenaufwand überhaupt in absehbarer Zeit meistern zu können, wurde zusätzlich der über die Microsoft Azure-Plattform verfügbare Quantencomputer genutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutlich praxisnäher ist die App des deutschen Startups PlanerAI, die Bäckereien dabei hilft, nicht nur die richtigen Mengen an Rohstoffen einzukaufen, sondern anhand der Absatzzahlen auch genauer prognostiziert, was und in welchen Mengen für den nächsten Tag produziert werden sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und während die Wetterstationen weltweit immer engmaschiger werden und Myriaden an Daten liefern, zeigt sich, dass angesichts des Klimawandels bestehende Wettermodelle nicht mehr ausreichen. Zudem lassen sich erhebliche Unterschiede im lokalen Wetter beobachten – beispielsweise bei Starkregen. KI-Systeme errechnen anhand unterschiedlicher Wettermodelle und auf der Basis der aktuellen Daten im Minutentakt neue Prognosen – und daran sind nicht nur Touristen interessiert, sondern mehr und mehr Risikoversicherer, Katastrophenschützer und Forscher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiele wie diese müssten eigentlich Ansporn genug sein, tiefer in Digitalen-Themen im Allgemeinen und den KI-Einsatz im Besonderen einzusteigen. Doch das Gegenteil ist der Fall wie eine aktuelle Vergleichsstudie zeigt. Danach verfügen nur 52 Prozent der Deutschen über grundlegende Digitalfähigkeiten. Im EU-Durchschnitt sind es 55 Prozent. Unter den Akademikern beträgt der Anteil der digital Qualifizierten in Deutschland zwar 72,2 Prozent. Er liegt aber noch deutlicher unter dem EU-Durchschnitt von 79,6 Prozent als in den Gruppen der Menschen mit einer nur geringen oder mittleren formalen Bildung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hoffen wir, dass die Deutschen ihr Qualifikationsprojekt schneller meistern als die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Earth Species Project. Es geht darum, bisher unbekannte Digital-Technologien zu  erkennen, zu erkunden und dadurch zu verstehen. Auch wenn dahinter die wenig schmeichelhafte Erkenntnis stehen sollte, dass das Gejaule eines Hundes eigentlich das Gemaule eines Pubertisten ist: „Du hast mir gar nichts zu befehlen!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir werden dank künstlicher Intelligenz noch so manchen Heureka-Moment erleben. – Vorausgesetzt, wir bereiten uns auf den verantwortungsvollen Umgang mit KI vor und nutzen diese Systeme nicht nur, um Emails für uns zu schreiben und bunte Bildchen zu produzieren. Es wird Zeit, verantwortungsvoll mit unserer Zukunft umzugehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Mar 2024 09:49:20 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Taten statt Bürokraten</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/taten-statt-buerokraten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Dresden stellte sich Bundeskanzler Olaf Scholz am vergangenen Donnerstag den Fragen von Bürgern. In Sachsen ist das immer eine heikle Sache. Einer der Besucher steckte ihm einen Aufkleber zu, auf dem der Slogan „Diplomaten statt Granaten“ stand. Er solle ihn an die Grüne Außenministerin Annalena Baerbock übergeben, lautete die Forderung. Scholz konterte mit erhobener Faust, dies solle der Satz sein, „den wir gemeinsam skandieren Richtung Kreml nach Moskau."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Tag später stellte sich der Bundeskanzler anlässlich der Handwerksmesse im Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft den Vertretern von BDI, BDA, DIHK und ZDH, die ihm zuvor ein Zehn-Punkte-Papier hatten zukommen lassen, dessen Forderungen sich pointiert folgendermaßen zusammenfassen lassen: „Taten statt Bürokraten“. Auf das Papier ging der deutsche Regierungschef nicht weiter ein, erhob auch nicht die Faust und sagte auch nicht, dies solle der Satz sein, „den wir gemeinsam skandieren Richtung Brüssel und Berlin."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hätte er aber sagen können, denn genau so war das Papier gemeint. BDI-Präsident Siegfried Russwurm fasste die Fakten so zusammen: „In allen wesentlichen volkswirtschaftlichen Größen wird Deutschland nach hinten durchgereicht, ist am Tabellenende mindestens der Industrienationen. Damit darf es keine Zweifel mehr geben: Wir haben dringenden Handlungsbedarf, um die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb wieder nach vorne zu bringen."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei hält Siegfried Russwurm zumindest einen Hemmschuh, der als Punkt 3 in das Zehn-Punkte-Papier Eingang fand, für kurzfristig lösbar: „Einfacher werden – Entbürokratisierung“. Während Bundeskanzler Scholz hier auf das auf den Weg gebrachte Bürokratieentlastungsgesetz verwies, sehen die Wirtschaftsverbände genau hier noch Nachbesserungsbedarf. „Bestehende Lasten – gerade bei den Berichts- und Nachweispflichten – müssen im Wege von Praxis-Checks identifiziert und abgebaut werden, neue Bürokratie muss systematisch vermieden und die Verwaltungsmodernisierung und -digitalisierung vorangetrieben werden.“ Doch die bisher eingereichten Vorschläge der Wirtschaft seien nicht berücksichtigt worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stattdessen wird in Brüssel mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gerade ein wahres Bürokratiemonster verhandelt, das gerade mittelständische Unternehmen zu immensen Mehrkosten durch zusätzlichen Verwaltungsaufwand zwingt. Und gleichzeitig harrt das Wachstumschancengesetz seiner Bestätigung durch den Bundesrat, wo es wegen der geforderten Rücknahme von Subventionskürzungen für die Landwirtschaft blockiert wird. „Aber selbst diesen Mini-Impuls kriegt Deutschland nicht hin. Das zeigt, dass die Bereitschaft, sich für Wirtschaft einzusetzen, insgesamt in der Regierung auf einem bedenklichen Niveau ist“, schimpfte DIHK-Präsident Peter Adrian beim Münchner Treffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da klingt es geradezu grotesk, wenn sich beispielsweise die nordrhein-westfälische Landesregierung letzte Woche medienwirksam rühmt, dass in der Düsseldorfer Staatskanzlei nun nur noch ein Faxgerät in Betrieb sei und dies als ein deutliches Zeichen der wachsenden Digitalisierung in den Behörden zu interpretieren wäre. Dabei hatte die Landesregierung um Ministerpräsident Hendrik Wüst in den letzten Tagen ganz andere Erfolge in Sachen Digitalisierung vorzuweisen. Die geplante Ansiedlung von zwei, wenn nicht drei Cloud-Rechenzentren durch Microsoft, die 3,2 Milliarden Euro ins Land spülen, ist genauso ein Impuls für die deutsche Wirtschaft, wie ihn der laut britischem Economist „kranke Mann Europas“ benötigt. Denn schon werden rund um die Hyperscaler große Digitalparks geplant, in denen alle diejenigen innovativen Unternehmen unterkommen sollen, die eine herausragende Cloud-Unterstützung mit kurzen Signalzeiten benötigen: Startups, Spinoffs, Dienstleister, die mittelständische Industrie und Handwerker. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch dass dies überhaupt gelingen konnte, ist offensichtlich ein wahres Bürokratiewunder. Schon in diesem Jahr soll Baubeginn in Bedburg und Bergheim sein. Zweieinhalb Jahre lang haben kommunale Behörden, Landesentwicklungsgesellschaften und die zuständigen Landesministerien im Geheimen an dem Deal mit Microsoft gearbeitet. Nichts wurde durchgestochen, keine Bebauungsplanänderung blockiert, kein Planverfahren durch Behörden behindert. Es ist beruhigend, dass sowas in Deutschland noch geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt wird man sehen, ob die Microsoft-Geschwindigkeit zur neuen Deutschland-Geschwindigkeit werden kann. Noch ist kein Spatenstich getan, noch ist die begleitende Qualifizierungsinitiative nicht angelaufen. Es kann noch viel schiefgehen in einem Land, in dem mehr Bürokraten statt Taten zu finden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Mar 2024 10:07:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kirchturmpolitik</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/kirchturmpolitik</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter – der Misserfolg ist dagegen eine Vollwaise. In Bedburg und Bergheim am Rande des rheinischen Braunkohletagebaus toben seit einigen Tagen heftige Debatten über die Frage, wer nun eigentlich der oder die Hauptverantwortliche für die Entscheidung von Microsoft sein könnte, dort gigantische Cloud-Rechenzentren zu errichten. Auch die benachbarte Stadt Grevenbroich rechnet sich noch Chancen aus, den Zuschlag für einen dritten Standort zu erhalten. Und überall schlagen sich jetzt Bürgermeister, Stadträte und Wirtschaftsentwickler auf die Schulter. Es ist, als machten sich nun alle Beteiligten Luft, die in der zweieinhalbjährigen Planungsphase, die dem Announcement vorausgegangen war, Stillschweigen üben mussten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es muss wohl vielen schwer gefallen sein. Selbst Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) konnte der Versuchung nicht widerstehen, den Erfolg jetzt bei der Vorlage seiner Halbzeitbilanz der schwarzgrünen Landesregierung in Düsseldorf auf das eigene Konto zu buchen. Auch Vize Mona Neubaur von den Grünen, die im Braunkohlerevier eher wenig Freunde hat, weil der Ausstieg aus dem Tagebau bis 2030 von vielen Anrainern gar nicht begrüßt wird, ist jetzt stolz auf das Erreichte. Wie gesagt: der Erfolg hat viele Väter – und (auch wenn das Bild hier aus biologischer Perspektive ein wenig überdehnt werden muss) Mütter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei hatte Microsoft objektiv betrachtet gar nicht so viele Alternativen bei der Standortwahl. Die sogenannten Hyperscaler – also Großrechenzentren, die den Computing-Bedarf von vielen Tausend KI-Anwendern bedienen – sollten sich möglichst in der räumlichen Umgebung der größten Bedarfsträger befinden, um die Latenzzeiten so kurz wie möglich zu halten. Wer also die DAX-Mitglieder Bayer, Eon, Henkel, Telekom und DHL bedienen will, muss sich im Westen engagieren. Denn nicht nur stammt jedes vierte DAX-Unternehmen aus NRW, auch knapp ein Viertel der gesamten deutschen Wertschöpfung kommt aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Das liegt auch an der hohen Zahl an mittelständischen Betrieben, die sich an Rhein, Ruhr und Lippe angesiedelt haben. Microsoft muss im besten Sinne des Wortes „Kirchturmpolitik“ betreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch schon gibt es Gehässigkeiten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), in dessen Landeshauptstadt Microsoft seinen Deutschland-Sitz unterhält, reagierte prompt mit einer eigenen KI-Alternative: Die Technische Universität Nürnberg soll zur KI-Uni weiterentwickelt werden. Gleichzeitig soll hier ein, wie es der Ministerpräsident nennt, „Bayern- oder Franken-ChatGPT entstehen“, mit dem der Freistaat künftig unabhängig von US-amerikanischer Technologie werden soll. "Was in China läuft, kann bei uns nicht verkehrt sein", sagte Söder, der damit allerdings nicht die KI-Initiative kommentierte, sondern den neuerlichen Anlauf, eine Magnetschwebebahn zu installieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich tun sich die Bundesländer schwer, auf eine einheitliche Technologie zu setzen – egal, in wessen Abhängigkeit man sich damit begeben würde. Schon der Versuch, eine bundesweit einheitliche Software-Architektur für die Finanzämter und angeschlossenen Institute zu entwickeln, krachte zur Jahrtausendwende mit einem Milliardendefizit. Und auch die aktuellen Digitalisierungspläne der Bundesregierung stoßen nicht nur auf den Widerstand der Behörden, sondern auf die Eigenbrötelei der Landesregierungen. Nicht einmal bei Commodities wie einer Bürosoftware können sich die 16 Bundesländer einigen. Geschweige denn auf einen gemeinsamen KI-Standard. Jetzt scheint es so, dass zwischen Wüst und Söder nicht nur die K-Frage steht, sondern auch die KI-Frage…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser föderales System erzeugt nicht nur Vielfalt, sondern eben auch Wildwuchs. Nirgends kann man das besser beobachten als in der Bildungspolitik. Und dort lässt sich auch deutlich aufzeigen, wie sehr der föderale Staat sich selbst ausbremst. Es ist, als betreibe jeder seine eigene Kirchturmpolitik – koste es, was es wolle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass das vor allem die ohnehin gebeutelte Wirtschaft trifft, scheint dabei völlig nebensächlich zu sein. Der Ruf nach mehr Verlässlichkeit richtet sich ja nicht nur an die Bundesregierung, sondern auch an die Landesregierungen. 18 Wirtschaftsverbände haben in einem Brief an die Ministerpräsidenten eindringlich gefordert, das Wachstumschancengesetz so schnell wie möglich zu verabschieden. "Es steht nichts weniger auf dem Spiel als die Rettung des deutschen Mittelstands, der 99 Prozent aller Unternehmen und damit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildet", heißt es in dem Schreiben im Vorfeld der Bundesratsdebatte. Wie man weiß, verhallte dieser Ruf ungehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ein Appell, Kirchturmpolitik, Eigenbrötelei und Besserwisserei endlich abzuschwören: "Diese politische Haltung wird den derzeitigen strukturellen Problemen unseres Standorts nicht gerecht“, schreiben die Autoren des Brandbriefes. „Weder parteitaktische Spielchen noch Streitereien innerhalb der Ampel-Bundesregierung dürfen dieses so wichtige Signal jetzt verschleppen." Es ist, als müsste erst ein US-Unternehmen kommen und uns mit Milliardeninvestitionen Nachhilfe darüber erteilen, wie erfolgreiche Kirchturmpolitik aussieht. Dann kann der Erfolg auch das Kind einer Patchwork-Familie sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 Feb 2024 09:20:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>AI for Key Customers</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           t's well-known that retired political officials like to be compensated with five to six-figure sums for their whimsical evening lectures after leaving office. However, if one wishes to host the current Chancellor Olaf Scholz, billions must flow. "For major investments," the Chancellor explained last Thursday to his host, Microsoft's President Brad Smith, "the Chancellor himself might make an appearance. Such is the case with this one."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "This one" was Microsoft's announcement to invest more than three billion euros in the Rhineland and Rhine/Main region this year and next, to bring more data center capacity to the country, urgently needed for the growing use of artificial intelligence locally. "The investment primarily goes into two areas," Brad Smith clarified: "The first will enable us to expand the AI and data infrastructure, allowing Germany to truly leverage AI to enhance the competitiveness of its businesses. We need to keep pace with the rapidly increasing AI demand from German users." And secondly, "we are launching a new qualification program. It's a partnership with German government agencies, employers nationwide, and non-profit organizations. The goal is to reach 1.2 million people in Germany this year and next."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Germany - the land of hesitators and procrastinators? Why not in Ireland, where tech giants were long enticed with tax incentives to set up energy-intensive data centers? In an exclusive interview with Bild newspaper, Microsoft's President explains the external reasons for this location choice: "What is the source of German economic strength? It's the outward-looking export orientation, not just of big names like Mercedes, BMW, or Bayer," praises Brad Smith of the DAX companies, but quickly adds, "Strength also comes from the small and medium-sized enterprises that form the production core. For me, this has long been the fundamental strength of the German economy, and it remains very much alive.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           And when we look at the key measures of competitiveness - investments and AI usage - Germany is a leader. In Europe, Germany ranks second in per capita AI usage in organizations. I think this should give people hope and confidence."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Indeed! It takes someone from across the pond to remind us of our strengths. From Ireland, Microsoft couldn't support the companies that back the world's third-largest economy here with sufficient and timely computing power. The latency, or response times from the cloud, would be too high. However, one of the world's most important internet hubs already exists in the Rhine/Main area. Microsoft invests in Germany because it invests in AI for its key customers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           And here, the Chancellor is mistaken when he says that Microsoft's announced commitment is in line with the commitments of Intel and Tesla, who are building giga-factories with billion-dollar investments. The difference is that Intel and Tesla could have set up their manufacturing facilities anywhere in Europe - even if it might be less difficult in Germany than elsewhere to recruit the needed skilled workforce. Decisive for the decisions of Intel and Tesla are, not least, the billion-dollar tax incentives offered to both companies by the federal government. As far as is known, nothing comparable has occurred with Microsoft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Microsoft is seeking proximity to key customers. It's the prospect of equipping 1.2 million people with AI know-how within two years in a country that, despite an educational crisis, has a superbly trained workforce. In the end, everyone benefits - the people, the business location, Microsoft - and the key customers in small and medium-sized enterprises and in the DAX.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Feb 2024 10:13:08 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KI für Key-Kunden</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ki-fuer-key-kunden</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bekanntlich lassen sich emeritierte politische Amtsträger nach ihrem Ausscheiden aus Amt und Würden gerne launige Abendvorträge mit fünf- bis sechsstelligen Summen honorieren. Wenn man den amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz zu Gast haben will, müssen allerdings schon Milliarden sprudeln. „Bei größeren Investitionen“, erklärte der Bundeskanzler am vergangenen Donnerstag seinem Gastgeber, Microsofts Präsidenten Brad Smith, „schaue auch mal der Kanzler vorbei. So auch bei dieser.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Diese Veranstaltung“ – das war die Ankündigung von Microsoft, in diesem und dem kommenden Jahr mehr als drei Milliarden Euro im Rheinland und in der Rhein/Main-Region zu investieren, um mehr Rechenzentrumskapazitäten ins Land zu bringen, die dringend für die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz hierzulande benötigt werden. „Hauptsächlich fließt das Geld in zwei Bereiche“, erklärte Brad Smith: „Der erste wird es uns ermöglichen, die KI- und Dateninfrastruktur auszubauen, sodass Deutschland KI wirklich nutzen kann, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen zu steigern. Wir müssen mit dem stark zunehmenden KI-Bedarf deutscher Nutzer schritthalten.“ Und zweitens „rufen wir ein neues Qualifizierungsprogramm ins Leben. Das ist eine Partnerschaft mit deutschen Regierungsbehörden, mit Arbeitgebern im ganzen Land und mit gemeinnützigen Organisationen. Das Ziel lautet, dieses und nächstes Jahr 1,2 Millionen Menschen in Deutschland zu erreichen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgerechnet in Deutschland – dem Land der Zögerer und Zauderer? Warum nicht in Irland, wo den Tech-Giganten lange Zeit mit Steuergeschenken die Ansiedlung energieintensiver Datenzentren schmackhaft gemacht wurde? In einem Exklusiv-Interview mit der Bild-Zeitung erklärt der Microsoft-Präsident die äußeren Beweggründe für diese Standortwahl: „Woher kommt die Stärke der deutschen Wirtschaftskraft? Es ist diese stark nach außen blickende Exportorientierung, nicht nur von den großen Namen wie Mercedes, BMW oder Bayer“, lobt Brad Smith die DAX-Unternehmen, um dann aber schnell hinzuzufügen: „Die Stärke kommt auch vom Mittelstand der Wirtschaft, der das Zentrum der Produktion bildet. Für mich ist das seit Langem die Grundstärke der deutschen Wirtschaft, und sie ist nach wie vor äußerst lebendig. Und wenn wir uns die wichtigsten Maßstäbe für Wettbewerbsfähigkeit ansehen - Investitionen und KI-Nutzung - dann ist Deutschland ein Spitzenreiter. In Europa ist Deutschland an zweiter Stelle bei der Pro-Kopf-Nutzung von KI in Organisationen. Ich halte das für etwas, das den Menschen Hoffnung und Zuversicht geben sollte.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So ist es! Da muss jemand über den großen Teich kommen, um uns wieder die eigenen Stärken zu erklären. Von Irland aus könnte Microsoft die Unternehmen, die hierzulande die drittstärkste Wirtschaftsnation der Welt stützen, nicht ausreichend und zeitnah mit Rechenpower unterstützen. Die Latenzzeiten, also die Antwortzeiten aus der Cloud, wären zu hoch. Im Rhein/Main-Gebiet existiert aber schon einer der wichtigsten Internet-Knoten weltweit. Microsoft investiert in Deutschland, weil es in KI für seine Key-Kunden investiert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hier irrt der Bundeskanzler, wenn er sagt, das angekündigte Microsoft-Engagement reihe sich ein in das Engagement von Intel und Tesla, die mit Milliarden-Investitionen Giga-Fabriken errichten. Der Unterschied liegt darin, dass Intel und Tesla ihre Produktionsstätten überall in Europa hätten aufziehen können – auch wenn es möglicherweise in Deutschland weniger schwieriger ist als anderswo, das benötigte Fachpersonal zu rekrutieren. Durchaus ausschlaggebend für die Entscheidungen von Intel und Tesla sind nicht zuletzt die milliardenschweren Steuergeschenke, die den beiden Unternehmen von der Bundesregierung unterbreitet wurden. Etwas Vergleichbares ist nach jetzigem Kenntnisstand gegenüber Microsoft nicht erfolgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist die Nähe zu den Key-Kunden, die Microsoft sucht. Es ist die Aussicht darauf, in einem Land, in dem trotz Bildungsnotstand eine hervorragend ausgebildete Mitarbeiterschaft besteht, innerhalb von zwei Jahren 1,2 Millionen Menschen mit KI-Knowhow zu versehen. Am Ende profitieren alle – die Menschen, der Wirtschaftsstandort, Microsoft – und die Key-Kunden im Mittelstand und im DAX.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Feb 2024 09:48:35 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Markt, weniger Staat, oder?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/mehr-markt-weniger-staat-oder</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist nun annähernd ein halbes Jahrzehnt her, da hieß es verheißungsvoll: „Wir, Vertreter der deutschen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft, streben eine leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa an.“ Angestrebt wird seit Oktober 2019 unter dem Projektnamen Gaia-X die Schaffung eines 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           europäischen Daten- und Infrastrukturökosystems
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , das höchste Anforderungen an die 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           digitale Souveränität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             erfüllt. Dies bedeutet, dass die Kontrolle über Daten, Zugriff und Nutzung in den Händen der Datengeber liegen soll.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die „Vertreter der deutschen Bundesregierung“ hießen damals Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (beide CDU). Sie unternahmen den Versuch, dem enorm hohen Tempo, mit dem die privatwirtschaftlichen Tech-Giganten wie Amazon, Google oder Microsoft sowie chinesische Anbieter den Ausbau ihrer Cloud-Infrastrukturen vorantreiben, eine europäische staatliche Initiative entgegenzusetzen, die – wenn schon nicht mit dem Tempo mithalten – neue Qualitätsstandards bei der Datenhaltung erzielen sollte. Auch wenn der Initiative so namhafte Unternehmen wie Airbus Defence and Space, Bosch, die Deutsche Telekom, Festo, Siemens oder SAP sowie die Fraunhofer-Gesellschaft beigetreten ist, entstand bislang kaum mehr als meterweise Aktenordner und bürokratische Vorschriften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage, ob mehr Staat oder mehr Markt besser geeignet sind, unsere drängendsten Infrastrukturprobleme zu begegnen, führt zu einem tiefen Riss zwischen den „Vertretern der aktuellen deutschen Bundesregierung“ – genauer gesagt zwischen Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne). Und tatsächlich versagt der Staat seit langem bei der Erneuerung der Infrastruktur im Land – angefangen bei Reparationen an Straße und Schiene über die Energie- und Mobilitätswende bis zur Bildungspolitik, deren Misserfolg nun ausweislich der jüngsten PISA-Studie zum schlechtesten Abschneiden seit Menschengedenken führte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn´s der Staat nicht richtet, muss die Wirtschaft eingreifen, oder? Praktisch alle Innovationen des Informationszeitalters wurden ohne staatliche Intervention vorangetrieben und gehorchten einzig und allein der Nachfragemacht des Marktes: Personal Computer, Internet, Smartphone, Cloud Computing und künstliche Intelligenz fallen einem sofort ein. Doch Halt: Intel erhielt erhebliche Subventionen durch die Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums (DARPA), das World Wide Web entstand an der Forschungseinrichtung CERN in Genf, das Smartphone wäre ohne die „digitale Dividende“, also der Reform der Telekommunikation, wertlos gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Markt und Staat sind kein Widerspruch – die Ampel streitet um des Kaisers Bart. Unsere soziale Marktwirtschaft ist vielmehr ein „Markt-Staat by Design“, ein Wechselspiel aus staatlicher Regulierung und privatwirtschaftlicher Initiative. Dieses System hat uns das Wirtschaftswunder gebracht. Doch heute ist es offensichtlich aus dem Tritt geraten. Unternehmen verweisen auf die Politik, und die Bundesregierung will die Unternehmen in die Pflicht nehmen. Was uns lähmt ist die Tatsache, dass jeder auf den anderen wartet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da zeigt Microsofts CEO Satya Nadella, der Microsoft in zehn Jahren zu einem Billionen-Unternehmen gemacht hat und offensichtlich ziemlich viel richtig macht, wie es gehen sollte: Bei seiner aktuellen Reise nach Indien hat er in Abstimmung mit der indischen Regierung das Projekt Advanta(i)ge India ins Leben gerufen, das bis 2025 zwei Millionen Menschen in Indien KI-Schulungsmöglichkeiten sichern soll. Das soll dazu beitragen, die Fähigkeitslücken im ganzen Land zu schließen und Indiens Fähigkeit zu stärken, im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz erfolgreich zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Könnte es doch so eine Public Private Partnership auch in Deutschland geben, wo es nicht nur einen Fachkräftemangel zu beklagen gibt, sondern auch zahlreiche „Fähigkeitslücken“, die es zu schließen gelte. Wäre ein Meeting zwischen Satya Nadella (oder Microsofts Präsidenten Brad Smith) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nicht ein Signal für Deutschland, dass der Streit um „Markt oder Staat“ durch ein „Markt-Staat by Design“ und damit durch eine Rückkehr zur Aufbruchsstimmung aus Rezession und Stagflation ersetzt werden kann. Machen wir´s den Indern nach!  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 13 Feb 2024 08:32:02 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>The One Trillion Dollar Story</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/the-one-trillion-dollar-story</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           On February 4, 2014, Microsoft's stock was listed at $27. It was the day before Satya Nadella, who had been with Microsoft for 20 years and of Indian origin, received a call from a board member informing him that he was to be appointed Chief Executive Officer at Microsoft in Redmond, Washington. Nadella recalls saying what one says when one is unexpectedly offered such a top job: he felt honored, needed a moment to catch his breath, and yes, he was grateful for the trust placed in him. Hardly anyone among Microsoft's partners had bet on him at the time – and I won extremely lucrative bets then…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           When Nadella took over the job, the stock was at $27. Today, ten years later, Microsoft's stock is listed at $378 – exactly fourteen times the value of the stock at that time, amounting to a market value of more than one trillion dollars (One Trillion in Anglo-American notation). This incredible rise is closely associated with the name Satya Nadella and with a strategic shift that might sound like a paraphrase of George Washington's (and later Donald Trump's) campaign slogan "America First": "Cloud First, Mobile First!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           This technological shift has not only changed Microsoft, but it has also shaped the world as we know it today. But perhaps even more important is the cultural change that Satya Nadella initiated in June 2015, when he formulated the mission statement in an employee memo that still stands today: "Our mission is to empower every person and every organization on the planet to achieve more."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           However, even more crucial was the internal cultural shift: In his 1998 book "Babarians Led by Bill Gates," former Microsoft employee Marlin Eller criticized the competitive culture focused on mutual competition among employees and teams, which was further toxified by Gates' successor Steve Ballmer. Manu Comet, a former Google employee, made his depiction of the organizational structures of leading tech companies clear in funny schematic drawings: while at Google, somehow everyone reported to everyone, Microsoft teams were shooting at each other with pistols. The goal was to push through one's own development and discredit that of other teams.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Satya Nadella countered this with the momentum of empathy, showing interest in the views and goals of others and culminating in the belief that no platform can win if some contribute and others benefit. In this conviction, he had to make tough decisions initially. This included writing off the $7.6 billion investment in Nokia's Mobile Phone Business, with which Steve Ballmer wanted to advance the struggling Windows Mobile and Microsoft Phones business. Nadella acted according to the tried and tested motto: "If you're riding a dead horse, throw away the whip and dismount."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nadella seems to be proceeding no differently in the gaming market today. After realizing that the platform competition with the major console providers was no longer winnable, he opted for the availability of games over the cloud – following the motto: "Cloud First, Xbox Second." For two years, Microsoft President Brad Smith had to explain this strategy to various national antitrust authorities before the acquisition of Activision Blizzard could finally become a reality. No wonder: the competition, which relied on platforms – that is, consoles – was concerned about their market dominance if games could be streamed from the cloud in the future. The fact that consumers would gain more platform independence was obscured by the competition.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           This could have been Satya Nadella's masterpiece in his "Cloud First" strategy. Over the past years, Microsoft has consistently caught up with Amazon Web Services with the Azure platform. And with Office 365, Microsoft 365, and Dynamics 365, Microsoft's entire solution range has been "cloudified." The fact that Azure is also becoming one of the most important platforms for the Internet of Things further strengthens Microsoft's position in the cloud business.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Yet now, a revolution is sweeping across the globe, significantly shaped by Microsoft and the "Cloud First" strategy: the triumph of artificial intelligence. Not only has Microsoft as the main sponsor of the startup OpenAI massively driven the development of ChatGPT, but it has also – and most importantly – integrated the AI-powered voice assistant into almost all Microsoft products. The fact that the smallest, small, medium-sized, and large companies can use these AI services without investing in their own elaborate infrastructure is the result of the "Cloud First" strategy. Or as Satya Nadella himself said, "We want to democratize artificial intelligence."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Feb 2024 11:17:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Eine Billion Dollar Story</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/die-eine-billion-dollar-story</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 4. Februar 2014 wurde die Microsoft-Aktie bei 27 Dollar notiert. Es war der Tag davor, an dem der seit 20 Jahren bei Microsoft engagierte indisch-stämmige Satya Nadella den Anruf eines Aufsichtsratsmitglieds erhielt, ihm solle das Amt des Chief Executive Officers bei Microsoft in Redmond, Washington, übertragen werden. Nach eigener Erinnerung sagte Nadella das, was man so sagt, wenn man völlig überraschend einen solchen Spitzenjob übertragen bekommt: Er fühle sich geehrt, müsse jetzt erst einmal durchatmen und ja, er danke für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Kaum einer unter den Microsoft-Partnern hatte damals auf diesen Namen gesetzt – und ich habe damals äußerst lukrative Wetten gewonnen…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Stand von 27 Dollar übernahm Satya Nadella diesen Job. Heute, zehn Jahre später, notiert die Microsoft-Aktie bei 378 Dollar – das entspricht exakt dem 14fachen Wert der damaligen Notierung und summiert sich auf einen Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar (One Trillion in der angloamerikanischen Notierung). Dieser unfassbare Aufstieg ist eng mit dem Namen Satya Nadella verbunden und mit einem Strategiewechsel, der wie eine Paraphrase auf George Washingtons (und später Donald Trumps) Wahlspruch „America First“ klingen sollte: „Cloud First, Mobile First!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Technologiewechsel hat nicht nur Microsoft verändert, er hat die Welt, wie wir sie heute kennen, geprägt. Aber viel wichtiger ist womöglich der Kulturwechsel, den Satya Nadella im Juni 2015 eingeleitet hatte, indem er in einem Mitarbeiter-Rundschreiben das Mission Statement formulierte, das bis heute gilt: "Our mission is to empower every person and every organization on the planet to achieve more". (Unsere Mission ist es, jede Person und jedes Unternehmen auf dem Planeten zu befähigen, mehr zu erreichen.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch wichtiger aber war der Kulturwandel nach innen: In seinem 1998 erschienen Buch „Babarians Led by Bill Gates“ prangerte der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter Marlin Eller diese auf gegenseitige Konkurrenz zwischen Mitarbeitern und Team gerichtete Wettbewerbskultur an, die von Gates´ Nachfolger Steve Ballmer noch weiter toxisch verschärft wurde. Manu Comet, ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, machte seine Darstellung der Organisationsstrukturen der führenden Tech-Unternehmen in lustigen schematischen Zeichnungen deutlich: Während bei Google irgendwie jeder an jeden berichtete, schossen die Microsoft-Teams mit Pistolen aufeinander. Ziel war es, die eigene Entwicklung durchzudrücken und die der anderen Teams zu desavouieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Satya Nadella hielt dem das Momentum der Empathie entgegen, das Interesse an den Ansichten und Zielen anderer bezeugte und in der Überzeugung gipfelte, das keine Plattform gewinnen kann, wenn die einen einzahlen und die anderen gewinnen. In dieser Überzeugung musste er freilich zunächst harte Entscheidungen treffen. Dazu gehörte die Abschreibung des 7,6 Milliarden Dollar-Investments in Nokias Mobile Phone Business, mit dem Steve Ballmer das notleidende Geschäft mit Windows Mobile und Microsoft Phones voranbringen wollte. Satya Nadella handelte nach dem bewährten Motto: „Wenn du ein totes Pferd reitest, wirf die Peitsche weg und steige ab.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht anders scheint Satya Nadella heute im Gaming-Markt vorzugehen. Nachdem er erkennen musste, dass der Plattform-Wettbewerb mit den großen Konsolen-Anbietern nicht mehr zu gewinnen war, setzte er, ohne die Xbox vom Markt zu nehmen, auf die Verfügbarkeit der Spiele über die Cloud – getreu nach dem Motto: „Cloud First, Xbox Second.“ Zwei Jahre lang musste Microsoft President Brad Smith diese Strategie vor den diversen nationalen Antitrust-Behörden erklären, ehe die Übernahme von Activision Blizzard schließlich Wirklichkeit werden konnte. Kein Wunder: Denn die auf Plattformen – sprich: Konsolen – setzende Konkurrenz sorgte sich um ihre Marktdominanz, wenn Games künftig aus der Cloud gestreamt werden. Dass dabei die Verbraucher aber mehr Plattformunabhängigkeit gewinnen würden, versuchte der Wettbewerb zu verwischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es hätte Satya Nadellas Meisterstück in seiner „Cloud First“-Strategie werden können. Mit der Azure Plattform hat Microsoft in den zurückliegenden Jahren konsequent gegenüber Amazons Web Services aufgeholt. Und mit Office 365, Microsoft 365 und Dynamics 365 wurde inzwischen die gesamte Lösungspalette von Microsoft „cloudifiziert“. Dass Azure zugleich auch eine der wichtigsten Plattformen für das Internet der Dinge werden sollte, verstärkt die Position von Microsoft im Cloud-Business noch zusätzlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch inzwischen zieht eine Revolution über den Globus, die ganz wesentlich von Microsoft und der „Cloud First“-Strategie geprägt wird: der Siegeszug der künstlichen Intelligenz. Nicht nur hat Microsoft als Hauptsponsor des Startups OpenAI die Entwicklung von ChatGPT massiv vorangetrieben, sondern auch – und vor allem – die Integration des KI-gestützten Sprachassistenten in nahezu allen Microsoft-Produkten eingebaut. Dass kleinste, kleine, mittelständische und große Unternehmen diese KI-Services nutzen können, ohne in eine eigene aufwändige Infrastruktur zu investieren, ist das Ergebnis der „Cloud First“-Strategie. Oder wie es Satya Nadella selbst sagte „Wir wollen künstliche Intelligenz demokratisieren.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines sollte dabei nicht übersehen werden: Satya Nadella mag in den zurückliegenden zehn Jahren die richtigen kulturellen und technologischen Weichenstellungen getroffen haben. Aber als „richtig“ haben sie sich erst durch den Markt erwiesen. Das gilt einerseits für die Partner, die Microsoft-Lösungen implementieren. Einer Daumenregel folgend generieren die mehr als 100.000 Partnerunternehmen für jeden Microsoft-Dollar Umsatz selbst zehn Dollar an Dienstleistung und Lizenzen. Dass darüber hinaus Millionen Unternehmen und Privatpersonen Microsoft-Produkte einsetzen, weil sie getreu dem Mission Statement „mehr zu erreichen“ wünschen, dann beweist das etwas anderes: Satya Nadella hat Microsoft von einem Unternehmen, das von anderen lebt, zu einer Institution umgeformt, die anderen hilft (und dabei gute Geschäfte macht), und das bedeutet einen signifikanten Paradigmenwechsel. Microsoft ist kein Unternehmen – Microsoft ist eine Branche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Satya Nadella hat damit die Welt verändert. Und wir verneigen uns vor ihm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Feb 2024 09:24:48 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein KI-Faktor für den DAX</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/ein-ki-faktor-fuer-den-dax</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein DAX-Unternehmen nach dem anderen reagiert mit seiner Personalpolitik auf die Herausforderungen und Chancen, die uns mit der künstlichen Intelligenz gegeben werden. Gestern noch war es der Bayer-Konzern, der mit der Entlassung von vornehmlich Mitarbeitern aus dem Mittelmanagement für Aufsehen sorgte. Diese Woche war es dann Europas größtes Softwarehaus, SAP nämlich, das mit der Ankündigung von rund 8000 Mitarbeitern, die im Zusammenhang mit der KI-Einführung im Unternehmen entlassen werden sollen, nachsetzte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei geriet die Begründung allerdings etwas diffus: War es nun WEGEN KI und ihren Möglichkeiten, weswegen der Software-Konzern eine Entlassungswelle lostreten will, oder doch eher FÜR KI – also um neue Stellen mit eindeutiger KI-Qualifikation zu schaffen. Schon geht den Arbeitnehmervertretern in Walldorf der Schlingerkurs mächtig auf den „KIks“! Denn noch scheint nicht sicher, was SAP tatsächlich bezwecken will.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erklärungsvorschlag Nummer Eins: Der konzerneigene KI-Assistent Joule soll im Unternehmen so viele Kapazitäten freisetzen, indem er Routinearbeiten übernehmen kann, dass die Arbeit auch ohne die 8000 Menschen erledigt werden kann. So war es bei Bayer, wo man erkannte, dass viele Aufgaben des Mittelmanagements eigentlich durch künstliche Intelligenz ersetzt werden könnte. Das hieße: KI vernichtet Arbeitsplätze.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erklärungsvorschlag Nummer Zwei: SAP möchte im eigenen Betrieb die erheblichen Rationalisierungspotenziale durch den KI-Assistenten Joule für seine Kunden demonstrieren. Das könnte den Umsatz mit Joule ankurbeln und in der Konsequenz noch mehr Arbeitsplätze vernichten – nämlich bei den Kunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erklärungsvorschlag Nummer Drei: Vor allem die Software-Entwicklung dürfte sich durch die KI-Unterstützung beschleunigen. Rund 500 SAP-Mitarbeiter haben bereits den Microsoft-Copiloten auf der Entwicklungsplattform GitHub ausprobiert und eine Zeitersparnis von bis zu 30 Prozent beim Coding nachgewiesen. Das kann SAP nur guttun angesichts eines unverändert monolithischen Anwendungspakets, für dessen Implementierung und individuelle Anpassung die Kunden Milliarden Euro an SAP überweisen. Doch aufgepasst: Dieses Geschäftsmodell könnte durch KI in Schieflage geraten, wenn auch für die Anwender die Software-Entwicklung künftig schneller und effizienter möglich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erklärungsvorschlag Nummer Vier: SAP möchte durch die Entlassung von 8000 Mitarbeitern Platz auf der Payroll schaffen, um besser auf KI vorbereitete Mitarbeiter einstellen zu können. Das würde bedeuten, die Mitarbeiterqualifikation würde an den offenen Arbeitsmarkt übergeben, statt durch eigene Schulungsmaßnahmen die nötigen Qualifikationen in der bestehenden Belegschaft weiterzuentwickeln. Zwar will SAP-Chef Christian Klein das firmeninterne Weiterbildungsprogramm von 100 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro aufstocken, aber das könnte möglicherweise nicht reichen. KI-affine Mitarbeiter sind teuer, und die Nachfrage nach KI-Qualifikation übersteigt derzeit ohnehin das Angebot um ein Vielfaches. In diesem Fall jedenfalls würde KI Arbeitsplätze schaffen! Die entlassenen SAP-Experten dürften ohnehin auf eine schnelle Wiederanstellung bei SAP-Kunden setzen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erklärungsvorschlag Nummer Fünf: Die Entlassungen haben nur vordergründig etwas mit KI zu tun und dienen ausschließlich Einsparplänen. Diese Erklärung führt in der Regel zu einem Anstieg an der Börse. Und in der Tat ist diese Woche die SAP-Aktie auf ein Rekordhoch geklettert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrscheinlich ist, dass die Entlassungswelle bei SAP ein Bündel aus allen fünf Erklärungsversuchen ist. Und ebenso wahrscheinlich ist, dass die Überlegungen bei anderen DAX-Unternehmen und großen Mittelständlern derzeit in eine ähnliche Richtung gehen. Ob Bayer, Bosch, ZF oder SAP – alle Unternehmen sehen sich in ihrer Wettbewerbsstärke durch künstliche Intelligenz herausgefordert. Es scheint der derzeit entscheidende Faktor für den DAX zu sein. Doch dass der KI-Faktor doch nur Hype und Hope sein könnte, glauben inzwischen immer mehr Unternehmer und Technologie-Experten. Es könnte sein, dass das Innovationstempo zur Zeit zu hoch ist, um noch klare Entscheidungen treffen zu können. Dagegen gibt es aber auch was mit KI.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Jan 2024 09:38:42 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Zeitenwende ohne Ende</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/zeitenwende-ohne-ende</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit der Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz ist nicht nur das Wort in aller Munde – auch die Erkenntnis, dass nichts mehr so scheint, wie es mal schien, nichts mehr so ist, wie es mal war, greift immer weiter um sich. Tempora mutantur - die Zeiten ändern sich. In der Politik ist die Erkenntnis allerdings bisher ohne Konsequenz. Wir halten an alten Systemen fest, begrenzen weiterhin mutwillig unseren Handlungsspielraum und greifen uns gegenseitig ins Steuerrad, um jede Kurskorrektur zu vermeiden. Wir wurschteln einfach weiter und verpassen wichtige Weichenstellungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erklärung für dieses Fehlverhalten der Politik ist allerdings einfach und naheliegend. Nahezu alle notwendigen Weichenstellungen bedeuten einen Systemwechsel – das gilt in der Klimapolitik ebenso wie in der Energieversorgung, es gilt für die Außen- und Verteidigungspolitik ebenso wie für Migrationsregeln. Und es gilt für die Bildung unserer Kinder ebenso wie für die Pflege der Alten. Nicht anders ist es in der Sozialpolitik und am Arbeitsmarkt. Überall droht eine Zeitenwende – doch wer sie aktiv zu gestalten versucht, riskiert die Wiederwahl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im unternehmerischen Handeln gibt es in der Regel keine Wiederwahlen – es gibt nur Erfolg und Scheitern. Deshalb sind in der Wirtschaft die Bereitschaft und Fähigkeit stärker ausgeprägt, aus Zeitenwenden die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Wie sehr gerade die globalen Chief Executives deshalb die Zeichen der Zeitenwende erkennen, dazu ließ vor einem Jahr die von der Beratungsgesellschaft Pwc jährlich veröffentlichte Annual Global CEO Study aufhorchen: 40 Prozent der weltweit befragten obersten Firmenlenker bezweifelten damals, dass ihr Unternehmen in zehn Jahren noch am Markt sichtbar sein wird, wenn sich die gesamte Organisation nicht grundlegend ändert. „Reinvent Yourselves“ ist folglich eine der wichtigsten Überlebensstrategien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Erkenntnis und die damit verbundene Sorge und Vorsorge scheint sich weiter fortzupflanzen. In der diesjährigen Pwc-Erhebung sind es schon 45 Prozent, die diesem Selbstzweifel beitreten. Und sie setzen mit der Frage, „Gehören wir zu den 45 Prozent der Gefährdeten oder zu den 55 Prozent der Überlebenden?“ die Tonalität für den Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Mehr Weltuntergangsstimmung war schon lange nicht mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es gab auch selten mehr Aufbruchstimmung in den Unternehmen! Hoffnung setzen die CEOs in die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz. 40 Prozent der Routinetätigkeiten im Unternehmen werden inzwischen als ineffizient, wenn nicht gar überflüssig wahrgenommen – angefangen bei Prozeduren und Meetings zur Entscheidungsfindung bis zum Verfassen schlichter Emails. Nach Pwc-Berechnungen könnte dieser „globale Strafzoll für Blindleistungen“ gut und gern zehn Billionen Dollar jährlich betragen. Das ist das Zwanzigfache des für 2024 vorgesehenen Bundeshaushalts. Was ist im Vergleich zu dieser Vergeudung schon ein Haushaltsloch von 60 Milliarden Euro?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es ist keinesfalls selbstverständlich, diese Fantastilliarden auch tatsächlich einzusparen – selbst wenn mit Generative Artificial Intelligence das mögliche Werkzeug zur Umsetzung tatsächlich schon zur Verfügung steht? Wie schwierig ein solcher Umbau ist, zeigt aktuell der Bayer-Konzern, der Tausende von Arbeitsplätzen vor allem im Mittelmanagement abschaffen will, um Entscheidungswege zu straffen, Routinetätigkeiten zu automatisieren und Arbeitsplätze mit neuen, innovativen Qualifikationen zu schaffen. Wäre Bayer eine Demokratie, wäre die Wiederwahl des neuen CEO Bill Anderson wohl gefährdet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch diese Einschnitte ins System sind notwendig und unabwendbar – früher hätte es geheißen: alternativlos. Nur so lässt sich die Zukunft erzielen. Interessant an der diesjährigen Pwc-Studie ist es, dass vor allem die Entscheider mittlerer Unternehmen um ihre Zukunftssicherheit bangen und deshalb zu Maßnahmen greifen, das eigene Geschäftsmodell zu modifizieren, Routinearbeiten an die KI zu übergeben und bisher als unüberwindbar wahrgenommene Grenzen einzureißen. Es sind hingegen die CEOs der großen Konzerne, für die es eine Titanenaufgabe darstellt, den Tanker zu wenden. Damit eröffnet sich eine attraktive Chance für den Mittelstand, der Agilität in Dynamik umsetzen und damit in einer sich ständig wendenden Zeit Wettbewerbsvorteile erzielen kann. Es kommt auf den Einsatz der richtigen Menschen, Maschinen und Methoden an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tempora mutantur – et nos mutamur in ilies. Die Zeiten ändern sich und wir uns in ihnen. Auch diese Erkenntnis ist alternativlos. Sonst droht: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Das gilt in der Politik allerdings noch eher als in der Wirtschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 22 Jan 2024 09:53:41 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Irgendwas mit KI</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/irgendwas-mit-ki</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt wohl keine Anwendung, die nicht durch künstliche Intelligenz verfeinert oder verbessert werden könnte. Das gilt nicht nur für Software und Hardware oder Dienstleistungen, es gilt offensichtlich für jedes Produkt, egal wie analog es bisher dahergekommen ist. Ein Frühindikator für diesen Trend ist die Consumer Electronics Show in Las Vegas – die erste Messe für Informationstechnik im neuen Jahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort gibt es beispielsweise einen Kinderwagen zu besichtigen, der über einen eigenen E-Antrieb verfügt und mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbstständig oder zumindest selbsttätig neben der Familie einher rollt. Er kann nicht nur autonom lenken, er bremst und beschleunigt auch eigenständig und verfügt überdies über einen Wipp-Modus, mit dem das Kind in den Schlaf geschaukelt werden kann. „Irgendwas mit KI“ ist der neueste Trend auf dem Gadget-Markt. Zu den – aus Sicht erfahrener Eltern überflüssigen – Neuerungen gehört auch eine App, mit der Kindergeschrei übersetzt werden kann. Eltern lernen so, die Äußerungen ihres Säuglings richtig zu deuten: Hunger, Schmerz, Einsamkeit oder einfach, wenn das Kind frohgemut vor sich hin brabbelt. Ein weiteres KI-Gerät kann zwar nicht Hundegebell übersetzen, dafür aber das Tier in Abwesenheit von Herrchen und Frauchen beschäftigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ganze erinnert mich an die Zeit vor gut zehn Jahren, als auf der CES allüberall „Irgendwas mit Cloud“ zu sehen war. Der inzwischen legendäre Kühlschrank, der über seinen Internet-Anschluss selbst für das Replenishment und die Beschaffung gängiger Lebensmittel sorgt, ist zwar bis heute nicht wirklich realisiert worden, sollte aber aufzeigen, was durch Vernetzung möglich ist. Kein Wunder, dass nach und nach auf der CES in Las Vegas alle großen Automobilhersteller zu den wichtigsten Ausstellern gehörten. Sie präsentierten mit Connected Cars sozusagen fahrbare Smartphones mit Entertainment- und Infotainment-Systemen, Fahrassistenten und intelligenten Navigationssystemen. Kein Wunder auch, dass diese Automobilhersteller heute diese Funktion erweitern durch „Irgendwas mit KI“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber natürlich sind in Las Vegas auch nützliche Dinge zu sehen – insbesondere im Bereich Systemüberwachung und Monitorring, auf neudeutsch Observability. Je komplexer heutige IT-Infrastrukturen werden, desto aufwändiger wird es, diese Systeme auch zu managen. Da kann künstliche Intelligenz wertvolle Hilfe leisten. Gerade bei hybriden Infrastrukturen, die Cloud-Anwendungen mit Lösungen im eigenen Rechenzentrum verknüpfen, public und private Clouds von mehreren Anbietern kombinieren und Serverfarmen mit unterschiedlichen Datenbanksystemen einsetzen, können so effektiv und Ressourcen sparend genutzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleiches gilt für Cybersecurity, bei der ein stetes Wettrüsten mit den Cyberkriminellen zu beobachten ist – und künstliche Intelligenz beschleunigt die Innovationen auf beiden Seiten. Aber gerade die Fähigkeit von KI, Muster zu erkennen, hilft bei der Entdeckung und schnellen Reaktion bei Cyberangriffen. Auch hier gilt: Künstliche Intelligenz übernimmt Routinearbeiten und spart damit teure und seltene Ressourcen bei Menschen und Maschinen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und auch dieser Trend ist auf der CES zu besichtigen: nachdem KI enorm viel Rechenleistung benötigt, die wirtschaftlich nur über die Cloud-Rechenzentren um zur Verfügung gestellt werden kann, folgt jetzt doch die Tendenz zu dedizierten, für KI optimierten Chips. Sie sollen dazu beitragen, dass künftige Smartphones, KI-Aufgaben nicht mehr über die Cloud verarbeiten, sondern auch dann funktionieren, wenn sich das Smartphone außerhalb der Reichweite von Funkmasten befindet. Das lohnt sich bei der enormen Stückzahl von Smartphones, die Jahr für Jahr über die Theke gehen. Es wird aber wohl nicht lange dauern, bis auch in Tablets, Laptops und Personal Computern eigene KI-Chips eingebaut sind. Das könnte zum Beispiel dazu führen, dass künftige„KI PCs“ oder „KI-Handys“ selbsttätig die richtige Anwendung öffnen, die vom Benutzer gerade benötigt wird. Vorbei wäre dann die Zeit, in der man zwischen zahllosen Icons auf dem Bildschirm suchen muss, um eine Mail zu schreiben, eine Tabelle zu entwerfen, einen Kurzfilm zu kreieren oder Rechenaufgaben zu lösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das führt möglicherweise zu einer völlig neuen gesellschaftlichen (Un)Tugend: wir werden immer fauler, weil uns „Irgendwas mit KI“ jegliche Routinetätigkeit abgenommen haben wird. Ob wir uns dann überhaupt noch die Schuhe selbst binden können? „Irgendwas mit KI“ wird es sicher auch bald dafür geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Jan 2024 16:41:37 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wer wird IT-Millionär?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/wer-wird-it-millionaer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es wäre eine wunderbare Frage für Günther Jauchs Ratespiel „Wer wird Millionär?“: Sortieren Sie die folgenden Unternehmen nach der Größe ihrer IT-Abteilungen – Allianz, BMW, Bosch, Commerzbank, Deutsche Telekom, Volkswagen. Tatsächlich hatten Allianz und die Deutsche Bahn im zurückliegenden Jahr mit 15.000 Angestellten die größten IT-Abteilungen. Ihnen folgt auf Platz Zwei Volkswagen mit 13.000 Mitarbeitern vor Mercedes und der Deutschen Telekom mit jeweils 10.000 Personen. Auf Platz 4 landet Bosch (8800) vor Bertelsmann (7000) und der Lufthansa, die mit 6000 ebenso viele IT-Fachleute beschäftigt wie die Commerzbank. BMW folgt mit nur 5200 Angestellten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Abteilungen sind sämtlich personell besser ausgestattet als die größeren der deutschen mittelständischen Softwarehäuser. Aber auf diesem sogenannten IT-Mittelstand ruht die Zukunft der deutschen Wirtschaft, denn sie – und nicht die großen IT-Häuser wie SAP oder SAG – sind die Partner von hunderttausenden Handwerksbetrieben, Fertigungsunternehmen und Dienstleistern. Und sie sind es auch, die mit dem rasanten Tempo mithalten müssen, mit dem heute die Tech-Giganten wie Google, Microsoft oder Amazon aus der Cloud in die künstliche Intelligenz und das Metaversum voranstürmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei stecken sie selbst oft noch im informationstechnischen „Ante Cloudium“, setzen also mit ihren Lösungen und ihrem IT-Support überwiegend auf Inhouse-IT und Server. Sie befinden sich damit auf Augenhöhe mit ihren mittelständischen Kunden, die ebenfalls nur zögernd den eigenen IT-Shop durch Cloud-Infrastrukturen ersetzen wollen und erst im Jahr Eins nach ChatGPT vorsichtig erste KI-Erfahrungen planen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und als wäre das nicht schon herausfordernd genug, fehlen laut Hightech-Verband Bitkom mindestens 120.000 Fachkräfte – denn so viele offene Stellen werden von den IT-Unternehmen und den IT-Abteilungen der Anwender gemeldet. Es dürften deutlich mehr sein, weil viele gerade mittelständische Unternehmen und Startups neue Stellen gar nicht mehr ausschreiben. Zu gering ist die Chance, angesichts des Fachkräftemangels und der durch die Dächer gehenden Gehälter. Und für viele neue Stellen fehlen überhaupt noch die Ausbildungsgänge, weil die Qualifikationsanforderung selbst kaum älter ist als ein Jahr. Vor allem im Umfeld der künstlichen Intelligenz und rund um Cyber Security entstehen neue Jobanforderungen schneller als die Lehrgänge zur Erlangung der notwendigen Expertise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allein in Deutschland arbeiten rund 1,1 Millionen Menschen in und mit der Informationstechnik – nicht gezählt jene zig Millionen Anwender, für die der Personal Computer das tägliche Handwerkszeug bei der Erledigung ihrer Arbeit ist. Sie alle erleben derzeit einen enormen Qualifizierungsdruck durch das rasende Tempo, in dem die Informationstechnik voranschreitet. Insofern werden künftig nicht die Abteilungen, die für die Entwicklung neuer Lösungen verantwortlich sind, den Weg zum IT-Millionär bahnen, sondern die Abteilungen, die Schulungen und Webinare für die Weiterentwicklung der Nutzerinnen und Nutzer entwerfen. Die Partnerorganisationen der Tech-Giganten stehen da in einem ganz besonderen Schlaglicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einer der dies sehr wohl verstanden hat, ist Kevin Peesker, bei Microsoft im Rang eines President seit Kurzem zuständig für SMC und Digital – er muss also die Aufgabe meistern, kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen. Weltweit handelt es sich dabei um eine hohe zweistellige Millionenzahl an Unternehmen. Seine Aufgabe ist ein Role Model für alle Tech-Giganten: es geht darum, den zahlenmäßig größten Teil der Weltwirtschaft in die Zukunft aus Cloud Computing, Künstlicher Intelligenz und Metaversum zu tragen – egal, ob es sich dabei um mittelständische Anwender oder Anbieter handelt. Denn Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn sie zur Massenbewegung wird – in den industrialisierten Ländern ebenso wie in den sogenannten Schwellenländern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das angesichts eines gigantischen Fachkräftemangels, der nicht nur Deutschland umtreibt. Peesker wurde jetzt mit dem Titel Ultimate Partner Leader ausgezeichnet, weil er sich in seinem neuen Amt vehement für eine Ausbildungsoffensive unter Partnern und Anwendern einsetzt. Er und seinesgleichen bei Google, Amazon, Meta oder Apple müssen eine gigantische Aufgabe stemmen: Mittelständische Anwender und Anbieter müssen so schnell die Qualifikationen erringen, die neuen Technologien auch tatsächlich gewinnbringend einzusetzen. Es führt kein anderer Weg, auf dem jedermann zum IT-Millionär wachsen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 07 Jan 2024 17:05:53 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Sind wir noch zu retten?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/sind-wir-noch-zu-retten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sollen mehr Vertrauen in die Kräfte Deutschlands haben, forderte uns Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Neujahrsansprache auf. Nun, das Vertrauen in die Kräfte der Bundesregierung jedenfalls ist weiter im Schwinden. Zum Jahreswechsel erreichen die die Ampel tragenden Parteien historische Tiefststände: Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa würde die SPD bei sofortigen Neuwahlen nur noch 15 Prozent erreichen. Die Grünen erreichen nur noch zwölf Prozent, die FDP müsste mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Die Christ-Union kommt demnach auf 32 Prozent, obwohl den Umfragen zufolge kaum jemand Friedrich Merz als Kanzler will. Die AfD ist im Aufwind, obwohl auch hier ihr Personal überwiegend negativ beurteilt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Vertrauen in die politischen Kräfte Deutschlands jedenfalls könnte kaum geringer ausfallen. Aber wie sieht es mit dem Vertrauen in die Einsatzkräfte Deutschlands aus? Polizei, Feuerwehr, Notärzte und Sanitäter klagen über die massiv gestiegenen verbalen und physischen Angriffe auf Einsatzkräfte, die gerade in der Silvesternacht wieder einmal zu einem Großaufgebot zusammengerufen wurden, um eine Wiederholung der chaotischen Vorfälle wie zum Jahreswechsel 22/23 zu verhindern. Soll man sich über den Großmut eines Autofahrers freuen, der einem Notarzt sein Fahrrad vom Dachständer holt, weil der sonst nicht durch die verstopfte Rettungsgasse zum Einsatzort gekommen wäre. Muss man nicht über Katastrophentouristen verzweifeln, die Zufahrten zu Hochwassergebieten versperren, nur um bessere Videoaufnahmen von den Notleidenden zu erhalten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten wir aber nicht auch den Kopf schütteln über Großinvestoren, die mit Kaufhausimperien jonglieren und das Schicksal von Tausenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wie bei Monopoly durch den Fall der Würfel in den diversen anstehenden Insolvenzverfahren bestimmen lassen? Muss es uns nicht verwundern, dass auf jede positive Umfrage zum Wirtschaftsklima postwendend eine Studie mit negativen Prognosen folgt? Während der ifo-Geschäftsklimaindex sich in den Monaten Oktober und November erfreulich positiv zeigte, brach er im Dezember wieder auf das September-Niveau ein. Und die Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) rechnen gar mit einem weiteren Rezessionsjahr 2024, während der Aktienindex DAX, in dem sich Erwartungen an die Zukunft niederschlagen, auf einem All-time-High ins neue Jahr geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Müssten wir nicht eigentlich einen neuen Generationenpakt schreiben, der mehr vorsieht als die Verpflichtung der Jungen, in die Rentenversicherung einzuzahlen, damit das alte Blüm-Wort von den sicheren Renten bestehen bleiben kann? Sollten wir nicht vielmehr einen Bildungspakt formulieren, der allen unseren Kindern die Ausbildung und die Qualifikation ermöglicht, die sie und der deutsche Wissenschaftsstandort in Zukunft benötigen? Sollten wir der nachfolgenden Generation nicht doch eine intakte Infrastruktur hinterlassen statt maroder Schienen, Brücken, Deiche, Schulen und Universitäten? Und sollten wir wirklich weiter blind einer „schwarzen Null“ nachlaufen und dadurch unseren Nachfahren beides hinterlassen: Schulden und Schäden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und sollten wir nicht alle den Mut aufbringen, unser Sozialsystem in einer konzertierten Aktion so zu modernisieren, dass es statt als Hängematte für Leistungsverweigerer missbraucht zu werden, wieder als Sicherungssystem vor einem drohenden sozialen Absturz fungiert, das jedem Willigen und Mutigem eine zweite und dritte Chance eröffnet? Stattdessen streiken Stahlarbeiter und Lokführer für die Vier-Tage-Woche, während in China Software-Entwickler im Drei-Schicht-Betrieb an Künstlicher Intelligenz arbeiten. Ärzte schließen mutwillig aus Protest gegen die aktuelle Gesundheitspolitik ihre Praxen, während gleichzeitig in einer der reichsten Volkswirtschaften der Welt Krankenhäuser Konkurs anmelden müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Tat: Wir sollten mehr Vertrauen in die Kräfte Deutschlands haben. Wir sind noch zu retten, wenn wir selbst wieder lernen, mit Respekt die abweichende Meinung anderer anzuhören. Wir sind noch zu retten, wenn wir wieder lernen, Realität von Fake News zu unterscheiden, und aufhören, uns vorwiegend an schlechten Nachrichten zu orientieren und deshalb nur noch halbleere Gläser sehen. Wir sollten wieder lernen, die Ärmel aufzukrempeln und zuzupacken, statt bei jeder Gelegenheit nach dem Staat zu rufen, der gleichzeitig aber auch genauso vehement abgelehnt wird. Wenn uns das 2024 auf allen Ebenen gelingt – egal, ob im Privaten, in der Wirtschaft, in der Politik, in der Gesellschaft, dann sind wir noch zu retten. Ich wünsche Ihnen und uns nicht mehr und nicht weniger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liebe treue Blogleser/innen,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ich wünsche Ihnen darüber hinaus nach dem vollzogenen Jahreswechsel noch ein paar Momente des zufriedenen Nachdenkens über Vergangenes und viel Optimismus für das Morgen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Möge das Jahr 2024 für Sie, für Ihre Lieben und für uns alle trotz aller Widrigkeiten ein Jahr des Friedens, des Erfolgs und der Freude werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Jan 2024 11:22:18 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Regulatoren mit Rollator</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/regulatoren-mit-rollator</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gut ein Jahr, nachdem das kalifornische Startup OpenAI mit der Veröffentlichung von ChatGPT die KI-Revolution losgetreten hatte, verabschiedeten das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission mit dem AI Act ein erstes Gesetz, das Leitplanken für die Nutzung von künstlicher Intelligenz liefern soll. In diesen zwölf Monaten haben allerdings die Tech-Giganten aus den USA und China längst Fakten geschaffen und die Nutzer KI im täglichen Einsatz kennen und lieben gelernt. Unabhängig von der Qualität und Praktikabilität des AI Acts kann man jetzt schon feststellen, dass die Regulierer hinter der technischen Entwicklung in Rollator-Geschwindigkeit hinterherstapfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das mag viele Gründe haben: einerseits ist der parlamentarische Prozess in einer Demokratie äußerst schleppend und – anders als in einer Autokratie – stets von Kompromissen geprägt. Zweitens hat aber auch die technische Entwicklung im KI-Zeitalter den Turbo eingelegt und Fakten schneller geschaffen, als zu ihrer Verdauung ratsam wäre. Die Regulierer wurden davon überrollt und sind im Ergebnis weit davon entfernt, Herr der Lage zu sein. Microsoft-Präsident Brad Smith hatte schon vor einem Jahr beobachtet, dass wir neue politische und gesetzgebende Prozesse brauchen, wenn die Legislative mit dem technischen Fortschritt Schritt halten soll. Wie das freilich aussehen könnte, ohne in eine Autokratie oder Diktatur abzudriften, hat er damals auch nicht verraten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei sind die Europäer noch die ersten, die erfolgreich eine Gesetzesinitiative abgeschlossen haben, mit der sozusagen geregelt werden soll, wie sich künstliche Intelligenz an den Grundrechten der Menschheit orientieren soll. Und schon geht das Kritteln am Gesetzesvorhaben los: Bürgerrechtler vermissen, dass die europäischen Gremien auch biometrische Verfahren berücksichtigt haben, Wirtschaftsvertreter befürchten, dass europäische KI-Initiativen verlangsamt werden. Vor allem bei der generativen KI, also zum Beispiel Sprachassistenten, die menschliche Inhalte auf der Basis von stochastischen Verfahren erzeugen, seien die Regularien viel zu restriktiv.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und was die Praktikabilität anbetrifft, darf bezweifelt werden, dass der Gesetzestext überhaupt in absehbarer Zeit bei den Startups und KI-Pionieren ankommt. Denn nicht nur muss der AI Act von allen Ländern ratifiziert und in nationales Recht umgesetzt werden, es gibt dann auch noch Fristen für die Einhaltung der Bestimmungen. Bis dahin ist aus ChatGPT-4 längst ChatGPT-X geworden. Bis dahin hat auch die deutsche KI-Hoffnung Aleph Alpha mit seinen Sponsoren aus der Wirtschaft ein völlig neues KI-System aufgebaut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die Regulatoren mit Rollator behindern auch in einer ganz anderen Ecke, den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Ein Beispiel ist das über Jahre sich hinziehende Übernahmeverfahren, mit dem sich Microsoft den Spielehersteller Activision Blizzard einverleiben wollte und immer noch will. Nicht nur haben die Wettbewerbshüter in den USA, im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union den Multi-Milliarden-Deal über Monate hinweg ausgebremst, sie haben auch jetzt immer noch die Befürchtung, dass mit dem Deal eine marktbeherrschende Machtkonzentration herbeigeführt wird. Dabei sind die Auflagen, unter denen Microsoft die Übernahme schließlich gewährt wurde, dazu angetan, genau diese Machtkonzentration einzugrenzen. Wie soll man langfristig planen, wenn die politischen Gremien wie bei der Echternacher Springprozession einem ewigen Vor und Zurück folgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wahrscheinlich die größte Herausforderung, die die Politik in den nächsten Monaten zu meistern hat: sie muss in allen von Technologie beeinflussten Bereichen schneller und gradliniger entscheiden. Das gilt bei der Energiewende genauso wie bei der KI-Revolution. Auch die Politik braucht Shengzen– Geschwindigkeit und nicht Regulatoren mit Rollator.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Herzen wünsche ich uns allen umso mehr Momente des Nachdenkens über Vergangenes und viel Optimismus für das Morgen. Möge das Jahr 2024 für uns alle ein Jahr des Friedens, des Erfolgs und der sinnvollen Veränderung werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Dec 2023 12:03:27 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Digitalisierung als Graswurzelbewegung</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/digitalisierung-als-graswurzelbewegung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Personal Computer Mitte der achtziger Jahre in den Unternehmen Einzug hielt, war es nicht das IT-Management (damals sprach man noch von DV-Verantwortlichen), das die Ausstattung der Büros mit den kleinen Rechenkerlen vorantrieb, sondern es waren die Abteilungsleiter (heute würde man sagen „Stake-Holder“), die die Investition aus ihren Budgets trugen. Das erfolgte meist sogar gegen den ausdrücklichen Willen der Computerspezialisten, die auf ihren Mainframes hockten. Der PC ist ein Kind des klassischen Grassroot Movements, wie zuvor wohl schon der technisch-wissenschaftliche Taschenrechner oder später das Smartphone.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktuelle Studien legen jetzt den Verdacht nahe, dass sich auch die Digitalisierung im Mittelstand als Graswurzelbewegung durchsetzt – und eben nicht von der Geschäftsleitung top-down initiiert wird. Das ist zwar nicht im Sinne der klassischen Management-Philosophie, wonach zunächst ein Ziel, dann ein Plan und schließlich die Umsetzung definiert werden sollte – aber, wie schon Bertold Brecht wusste: „Es geht auch anders, aber so geht es auch!“ Jedenfalls zeigt unter anderem der vom Beratungsunternehmen Bechtle herausgegebene „Digitalkompass 2023“, dass die Mitarbeiterschaft den digitalen Fortschritt im eigenen Unternehmen deutlich besser beurteilt als das Management, das sich überwiegend als digitale Nachfolger einstuft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das zeigt sich besonders deutlich im mobilen Arbeitsumfeld und im Home Office. So sagen allein 99 Prozent der Unternehmen, dass mobiles Arbeiten auch in Zukunft möglich sein wird. Vor allem die Beschäftigten haben die Vorteile erkannt und möchten ungern zum bisherigen Arbeitsmodell zurückkehren. Auch das hybride Arbeiten – vor Ort und virtuell dazugeschaltet – finden 97 Prozent aller Befragten gut. Obwohl das mobile Arbeiten auf so große Akzeptanz stößt, haben nur 47 Prozent der Unternehmen eine Regelung für alle Mitarbeitenden. 52 Prozent bevorzugen eher individuelle Absprachen. Nicht selten nutzen Menschen im Home Office nicht den vom Unternehmen bereitgestellten PC, sondern den eigenen PC, der mit Blick auf Gaming und Streaming ohnehin viel leistungsfähiger ausgestattet ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei zeigt sich die hässliche Kehrseite der Graswurzelbewegung: Weil Standards und festgelegte Prozesse fehlen, die Unternehmen helfen, Projekte und Aufgaben sicher und fehlerfrei durchzuführen, entstehen Wildwuchs, Insellösungen und Sicherheitsrisiken. Immerhin sprechen sich laut Bechtle 80 Prozent der Unternehmen für festgelegte und vorkonfigurierte Hardware aus, um den Aufwand bei Beschaffung und Wartung zu reduzieren. Aber ob sich das auch beim Einsatz im heimischen Wohnzimmer durchsetzen lässt, darf getrost bezweifelt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ist Deutschland digitaler als gedacht?“, fragte angesichts der digitalen Graswurzelbewegung auch der Ausgabenmanagement-Anbieter Pleo, der eine Umfrage unter 500 mittelständischen Unternehmenslenkern in Auftrag gegeben hatte. Demnach verändern fast drei Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen derzeit ihr Geschäft durch verstärkte Investitionen in die Digitalisierung. Dabei sind vor allem Effizienzgewinn und Umsatzsteigerung interessant. Das gaben 61 Prozent beziehungsweise 51 Prozent der Befragten zu Protokoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Generell räumen die meisten Top-Entscheider der Digitalisierung einen hohen Stellenwert ein: 64 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Unternehmen, die die Digitalisierung nicht vorantreiben, langfristig scheitern werden. Und für 62 Prozent ist die Digitalisierung entscheidend für das zukünftige Wachstum des Unternehmens. Insgesamt haben sich 72 Prozent der KMUs mit dem Thema digitale Transformation auseinandergesetzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gibt etwa ein Drittel der leitenden Entscheidungsträger zwischen zehn und 19 Prozent des Gesamtbudgets für entsprechende Initiativen aus - trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds. Damit ist Deutschland laut Pleo weiter als andere europäische Länder, wo ähnliche Untersuchungen stattfanden. In Frankreich sind es nur 60 Prozent, in Schweden 62 Prozent und in Großbritannien immerhin 68 Prozent, die sich mit der digitalen Transformation auseinandergesetzt haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es scheint, als würden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihrem Management in Sachen Digitalisierung Beine machen. Und schon ist die nächste Graswurzelbewegung unterwegs: Nach Untersuchungen von Microsoft wollen nahezu drei Viertel der Belegschaften, die bereits eigene Erfahrungen mit den KI-gestützten Sprachassistenten wie etwa ChatGPT gemacht haben, auf diese Unterstützung nicht mehr verzichten. Sie nutzen dieses Tool schon seit einem Jahr, indem sie sich einen privaten Account beim Anbieter OpenAI verschafft haben. Und auch hier zieht das Management allmählich nach. Entgegen aller Management-Weisheit scheint sich die Digitalisierung doch schneller bottom-up als top-down durchzusetzen. Die Graswurzel lebt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Dec 2023 09:50:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/digitalisierung-als-graswurzelbewegung</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>In Teams von morgen ist jeder ein Harry Kane!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/in-teams-von-morgen-ist-jeder-ein-harry-kane</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über die Seifenoper rund um den Rausschmiss von Sam Altman als CEO von OpenAI und seine Wiedereinsetzung als Vorstandsvorsitzender noch am gleichen Wochenende ist schon vieles gesagt worden – nur noch nicht von mir… Das versuche ich, mir auch jetzt zu verkneifen. Aber einen Aspekt möchte ich doch herausgreifen: Je komplexer KI-Systeme werden, desto wichtiger wird das Team, das sie trainiert. Auch das ist eine Lehre aus der OpenAI-Oper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nenne es das KI-Paradox: Während künstliche Intelligenz dazu beiträgt, Arbeitsplätze abzubauen, indem sie immer mehr Routinearbeiten übernimmt, sorgt sie gleichzeitig dafür, dass immer mehr Anforderungen an Hochqualifizierte entstehen. Teams werden durch KI nicht kleiner, sondern teurer. Ablösesummen für KI-Spezialisten in der Größenordnung von 100 Millionen Euro sind nicht aus der Luft gegriffen. Jeder und jede im Team von OpenAI ist bereits jetzt 100 Millionen Dollar wert – also genau so viel wie Harry Kane, der Top-Scorer von Bayern München.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es wird nicht überraschen, wenn es künftig (wenn nicht schon jetzt) einen Transfermarkt für Top-Qualifizierte gibt. Im Milliarden-Geschäft rund um künstliche Intelligenz ist es nämlich offensichtlich nicht nur entscheidend, die richtige „zündende“ Idee zu haben. Es muss auch ein Team geben, das den langen Weg vom Entwurf zum Produkt zu gehen versteht. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei OpenAI sind sich offensichtlich ihrer Fähigkeiten bewusst – und der Macht die sie mit der Androhung ihrer Kündigung ausüben können. Sie haben Sam Altman quasi „zurückgepresst“ und damit jenen Machtkampf zwischen den Fraktionen jener entschieden, die einerseits zu der Gründungsidee einer ethischen Non-Profit-Gesellschaft zurückkehren wollten, und jenen, die weiter den Weg der schnellen Markteinführung und des größtmöglichen Profits verfolgen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn ausgestattet mit Mitarbeiter-Aktien in signifikanten Stückzahlen wäre jedes Teammitglied bei einem Börsengang 100 Millionen Dollar wert, nimmt man die jüngsten Finanzierungsrunden bei KI-Startups als Maßstab. Und umgekehrt wusste das Team rund um Sam Altman auch, dass es nur so viel wert bleiben würde, wenn es erstens zusammenbleibt, zweitens den einmal eingeschlagenen Weg vorangeht und sich drittens keinen Zeitverlust bei der Weiterentwicklung von ChatGPT und jetzt auch Q* leistet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Auffanggesellschaft, wie sie Microsofts CEO Satya Nadella am Altman-Wochenende aus dem Hut zauberte, wäre demzufolge sehr, sehr teuer geworden. Sie hätte nicht notleidende Mitarbeitende aufgefangen, sondern ein Team mit Hochleistungspotenzial „einkassiert“. Die Causa Altman ist insofern kein Fall, der sich um den CEO dreht, sondern ein Lehrstück über die Marktmacht der Hochqualifizierten und Hochbegabten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Transfermarkt um diese Spezialisten wird sich noch heißer entwickeln als die nächste Spieler-Rochade im Fußball. Aber wie dort, wo jetzt Multimilliardäre den Ton und den Wechselkurs angeben, werden auch in den Hightech-Branchen die Herrschaften mit den tiefen Taschen und der Staatsknete den Kampf ums Knowhow dominieren. Geld schießt nicht nur Tore, es produziert auch Ideen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn KI Routinearbeiten übernimmt und damit Teams von lästigen und ressourcenfressenden Aufgaben befreit, werden vor allem diejenigen, die ihre Qualifikation vorantreiben, Anschubideen produzieren und sich in komplexen, vernetzten Systemwelten wohlfühlen, das Rennen machen. Ihre Humanintelligenz ist der eigentliche Mehrwert, der durch künstliche Intelligenz gefördert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was das für Auswirkungen auf unser Bildungsverständnis, auf die Befähigung von Menschen zur Höchstleistung haben wird liegt auf der Hand. PISA, dieser Warnhinweis muss jetzt erfolgen, hat gezeigt, wie sehr die deutsche Bildungsgesellschaft inzwischen in Schieflage geraten ist. Die 15jährigen von heute, die historisch schlechte Ergebnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen abliefern, sind die schlecht bezahlten Teams von morgen, die kaum Chancen haben, im globalen Wettbewerb der klugen Köpfe aufzusteigen. Niemand erwartet, dass sie alle Sam Altman oder Harry Kane gleichkommen – aber ein bisschen mehr Leistungsbereitschaft ist schon nötig. Unsere Bildungsmisere ist wahrscheinlich im Vergleich mit der Schuldenlast und der maroden Infrastruktur das größere Defizit, das wir an die nachfolgende Generation weitergeben. Kein Kane ist dann unser Schicksal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 10 Dec 2023 20:09:33 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>An der KI-Software Q* scheiden sich die Geister</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/an-q-scheiden-sich-die-geister</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist erst ein Jahr her, dass das kalifornische Startup OpenAI mit der Veröffentlichung des KI-gestützten Sprachassistenten ChatGPT einen weltweiten Diskurs über Ethik, Effizienz und Ermächtigung von Künstlicher Intelligenz ausgelöst hat. Und nur wenige Unternehmen waren in diesen zwölf Monaten in der Lage, die Möglichkeiten, die diese Generative AI eröffnet, tatsächlich auch schon auszuschöpfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber zum Jahrestag von ChatGPT erscheint schon Q* am Horizont. Die neue KI sammelt nicht länger Wahrscheinlichkeiten über den menschlichen Sprachgebrauch und plappert dem Internet-Content wie ein sprachbegabter Papagei sinnvoll, aber ohne Sinn und Verstand nach. Q* aus der Schmiede von Sam Altman ist bereits die nächste Generation an KI-Algorithmen, deren Quantensprung diesmal darin besteht, dass die Schlussfolgerungen aus diesen Algorithmen nicht auf Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen basieren, sondern auf Logik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Unterschied wird dadurch deutlich, dass Q* mathematische Aufgaben dadurch lösen kann, dass es logische Überlegungen anstellt – und nicht in der Internet-Kakophonie nach möglichst sinnvollen Antworten nachschlägt. Es kommt damit unserem menschlichen Denken deutlich näher – jedenfalls, wenn wir unseren Verstand gebrauchen und nicht auf ein Bauchgefühl und Erfahrungswerte setzen. Das aber tun wir oft genug. Deshalb sollte ein rein durch Logik getriebener Algorithmus uns fremd und unheimlich vorkommen. Denn er tut das, worauf wir selbst allzu oft verzichten – logisch Denken!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb entbrannte in der vergangenen Woche ein Richtungsstreit zwischen den eher altruistisch gefärbten Ur-Gründern und Verwaltungsräten der Non-Profit-Gesellschaft namens Open AI und der auf Gewinnmaximierung und Wettbewerbsvorteile ausgelegten Gesellschaft des gleichen Namens, aber mit anderer Rechtsgrundlage. Die Inc. will Gewinn machen, die LLC sucht das „größere Ganze zur Verbreitung des größeren Guten“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist genau der ethische Zielkonflikt, den wir seit einem Jahr – spät genug, angesichts der über 40 Jahren währenden Entwicklungsgeschichte von Künstlicher Intelligenz – führen. Und genau dieser Zielkonflikt kulminierte in der vergangenen Woche in der Seifenoper, die OpenAI rund um den Rauswurf von CEO Sam Altman, der zwischenzeitlichen Anstellung bei Microsoft und dann der Restitution als CEO bei OpenAI veranstaltet hat. Es geht um die Frage, wie schnell (und wie ungeschützt) lassen wir neue KI-Entwicklungen auf die Menschheit los. – Als wenn schon jemals eine Neuentwicklung hätte zurückgehalten werden können!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht schließlich um Geld – und zwar um sehr viel Geld. Allen voran Microsoft und Google, gefolgt von chinesischen halbstaatlichen Anbietern, wollen den Markt möglichst schnell und zu ihren Gunsten aufteilen. Dazu braucht es Schnelligkeit – und möglichst wenig Regularien. Und das Tempo, das die US-amerikanischen und chinesischen Tech-Giganten in Sachen Künstlicher Intelligenz an den Tag legen, lässt kaum Zeit, die Dinge zu hinterfragen. Wenn man sich überhaupt mit dem Thema auseinandersetzen will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Laut Hightech-Verband Bitkom haben lediglich 19 Prozent der mittelständischen Unternehmen KI-Systeme bisher in die eigenen Projekte zur Digitalisierung einbezogen. Viel weiter sind da die Kinder der mittelständischen Entscheider, die längst verstanden haben, wie sich ChatGPT und andere Sprachassistenten zur Erledigung der Hausarbeiten nutzen lassen. Nach einer Bitkom-Umfrage hatten schon im Mai 2023 – also ein halbes Jahr nach der Erstveröffentlichung von ChatGPT – lediglich acht Prozent der repräsentativ befragten Schüler und Schülerinnen noch nichts von diesem KI-gestützten Sprachassistenten gehört. Die Unwissenheit ihrer Eltern im mittelständischen Management war da noch weitaus größer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrscheinlich ist dies das wahre Schisma bei der Markteinführung von Künstlicher Intelligenz. Während die mittelständischen Entscheider noch darum ringen, ChatGPT zu verstehen, werden sie längst von Q* überholt. Dass damit völlig neue Effizienzpotentiale und Wachstumschancen herbeigeführt werden können, wird den Abstand der schnellen Vorreiter vor den lahmen Nachfolgern noch weiter vergrößern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder sollte es doch einen Aufschrei der Autarken geben, die sich eine Bevormundung durch eine logisch denkende Intelligenz verbitten? An Q* scheiden sich die Geister. Zuerst innerhalb der OpenAI-Organisation, dann innerhalb der Gesellschaft. Das Jahr 2024 verspricht, spannend zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Dec 2023 20:04:48 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein Digital-Problem mit zehn Nullen</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ja nicht so, als würde es bei der Digitalisierung in Deutschland am Geld fehlen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anfang des Monats sicherte sich das Heidelberger KI-Startup Aleph-Alpha in einer Finanzierungsrunde eine halbe Milliarde Euro, mit der nun ein äußerst ehrgeiziges Ziel in Angriff genommen werden soll. Es geht um nicht weniger als darum, Deutschland in Sachen Künstlier Intelligenz voranzubringen und weltweit wettbewerbsfähig zu machen. Hinter dieses Ziel stellen sich Unternehmen wie SAP, Bosch, die Schwarz-Gruppe, zu der die Discounter Lidl und Kaufland gehören, der Unternehmer Harald Christ und der US-amerikanische HP-Konzern. Die Finanzierungsrunde wurde stark vom Bundeswirtschaftsministerium gestützt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doppelt so viel, nämlich eine Milliarde Euro, hat die KfW Capital, die Beteiligungsgesellschaft der staatlichen Förderbank KfW, für den „Wachstumsfonds Deutschland“ gesammelt, der insbesondere Startups unter die Arme greifen soll. Überall dort, wo klassische Venture Capitalists nicht zugreifen, oder wo ein strategisches Interesse für Deutschland besteht, soll der Fonds eingreifen, in den vor allem Versicherungsgesellschaften wie Allianz, Munich Re und Signal Iduna Investiert sind. Aber auch der US-amerikanische Vermögensverwalter Blackrock hat sich engagiert, um zwei Drittel der Kapitalausstattung zusammenzubringen. Das restliche Drittel soll vom Bundeswirtschaftsministerium kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort liegt auch der Projektvorschlag von Siemens und SAP sowie 48 weiteren Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden zur konkreten Umsetzung des European Data Acts, der Unternehmen dazu verpflichten will, Betriebsdaten aus ihren Produkten mit Kunden und Partnern zu teilen. Konkret bedeutet das, dass die 50 Partner nun – also bis 2026 – eine digitale Plattform für den Datenaustausch in der Fertigungsindustrie aufbauen. In Verlängerung der X-Cloud-Initiative der frühen zwanziger Jahre heißt das Projekt Factory-X. Ein vergleichbares Projekt für die besonderen Belange der Automobilindustrie ist unter dem Titel Catena-X unterwegs. Eine positive Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums für die Förderung der Projekte steht allerdings noch aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wäre bis Oktober 2023 reine Formsache gewesen. Doch jetzt, nach dem Verdikt des Bundesverfassungsgerichts, drückt ein Monster mit zehn Nullen auf den Bundeshaushalt für 2024, während möglicherweise auch der Haushalt 2023 als verfassungswidrig erkannt werden wird. Derzeit dürfen keine neuen Ausgabenzusagen gemacht werden. Wenn die Schuldenbremse nicht gekippt wird, verscherbelt Deutschland seine Zukunft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und als wäre dies nicht schlimm genug, zeigt die Halbjahresbilanz der Bundesregierung zur Digitalisierung von Verwaltungsbehörden, dass aktuell kaum mehr Engagement bei der Umsetzung von Digitalprojekten gezeigt wird, als in den Vorgänger-Regierungen unter Angela Merkel, die ihre 575 Einzelziele krachend verfehlt hatten. Die Ampel hatte sich insgesamt 334 Vorhaben in den Koalitionsvertrag geschrieben, von denen derzeit 43 Aktivitäten, also rund 13 Prozent, abgeschlossen sind. Weitaus mehr, nämlich 60 Vorhaben, sind noch nicht einmal in Angriff genommen worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei bringt es die Natur der Zählweise mit sich, das Kleinstprojekte in der Statistik den gleichen Stellenwert haben wie Großvorhaben. Zu Letzteren – und leider auch zu den Unerledigten – gehören die Digitalisierung der Verwaltung und der Digitalpakt 2.0 für die Digitalisierung der Schulen – „also zwei Säulen, die für ein digitaleres Deutschland unerlässlich sind“, resümiert Bitkom-Präsident Ralph Wintergerst im Gespräch mit der Wirtschaftswoche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter diesen Vorzeichen konnte in Jena weniger von einem Digital-Gipfel der Bundesregierung gesprochen werden, als vielmehr von einem Digital-Tal der Tränen, durch das sich Deutschland irgendwie hindurch zu fummeln versucht. Wie´s läuft und wo´s läuft zeigt in der Regel ein Blick auf Digitalprojekte unter der Führung US-amerikanischer Tech-Companies oder hinter den weitgehend verschlossenen Türen chinesischer Konzerne unter staatlicher Kontrolle. Sie operieren bei der Digitalisierung, in der Cloud und erst recht bei Künstlicher Intelligenz mit Summen in der Größenordnung des deutschen Haushaltslochs. Das ist die bittere Realität.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutschland drohe deshalb zu einer „digitalen Kolonie“ unter US-amerikanischer und chinesischer Führung zu verkommen, fürchtet Ralph Wintergerst. „Die Wirtschaft muss ihren Kunden selbst digitale Produkte anbieten, sonst bleibt am Ende nur die Hardware bei den Autos oder im Maschinenbau“, fürchtet er. „Damit wird künftig niemand lange wettbewerbsfähig bleiben.“ Was uns dann bleibt, sind nur noch Nullen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Nov 2023 21:17:32 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Software bewegt die Welt</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es klingt wie ein Gemeinplatz: Die Welt dreht sich um Software, und die Welt dreht sich durch Software. Nie wurde das deutlicher als an diesem Wochenende angesichts der Posse, die sich beim derzeit wohl aufregendsten Startup der Welt, OpenAI, abgespielt hat und uns wohl auch die kommenden Tage noch beschäftigen wird. Am Freitag entließ der Verwaltungsrat des kalifornischen KI-Technologieführers kurzerhand den Gründer und CEO des Unternehmens, Sam Altman. Seit Sonntag laufen offensichtlich Gespräche, ihn wieder zurückzuholen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei dürften die Gründe für die Entlassung des Gründers nach wie vor fortbestehen: Altman habe sich nicht immer konsistent in seiner Kommunikation gezeigt, hieß es kryptisch in der offiziellen Verlautbarung. Das lässt Raum für Spekulationen. Entweder hat Altman gegenüber dem Verwaltungsrat die Unwahrheit gesagt oder nicht mit der vollen Wahrheit herausgerückt. Oder er hat sich inzwischen zu sehr in seinen anderen Firmengründungen engagiert. Vermutlich stimmen alle drei Vermutungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch Software bewegt die Welt – was allen voran derzeit fürs Cloud Computing, für künstliche Intelligenz und für die Automation von Geschäftsprozessen gilt. Und deshalb kann sich niemand einen Braindrain an Software-Knowhow leisten. Auch OpenAI nicht. Und selbst Microsoft nicht. Die Führung um CEO Satya Nadella und CTO Kevin Scott, die erst vor 14 Monaten voll auf Altmans KI-Taten gesetzt hatten und das mit einem 13-Milliarden-Dollar-Investment auch unterstrichen, war wohl nur Minuten vor dem Altman-Rausschmiss informiert worden. Jetzt ist Microsoft den Gerüchten zufolge der Initiator für Gespräche über Altmans Rückkehr. Der hatte inzwischen öffentlich über weitere Neugründungen im KI-Sektor spekuliert und zahlreiche zahlungskräftige Investoren für seine Pläne interessiert. Alles an nur einem Wochenende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So schnell dreht sich die Software-Welt. Kein Wunder angesichts eines Marktes für Künstliche Intelligenz, der mehrere hundert Milliarden Dollar schwer sein dürfte. Und auch angesichts eines gigantischen Bedarfs an Cloud Computing nicht nur für KI, der diesen ohnehin schon riesigen Markt weiter explodieren lassen wird. Allein OpenAI benötigt so viel Rechenpower aus der Cloud, dass das Unternehmen trotz komfortabler Finanzausstattung diese Infrastruktur kaum wirtschaftlich errichten kann. OpenAI setzt deshalb auf Microsofts Cloud-Plattform Azure.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch Siemens nutzt diese Kombination aus ChatGPT von OpenAI und Azure von Microsoft, um mit dem Siemens Industrial Copilot einen KI-Assistenten für die Verbesserung der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu entwickeln und um branchenbezogene Copiloten für die Logistik, die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau und das Gesundheitswesen zu entwickeln. Ziel ist es, mit dem Copiloten schneller und sicherer – Sie ahnen es! – Software zu entwickeln, die Maschinen steuert, Roboter auf Sprachbefehle reagieren lässt und das Zusammenspiel zwischen Planungs- und Produktionsebene verbessert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei seinem Treffen mit US-Präsident Joe Biden brachte Microsofts CEO Satya Nadella es auf den Punkt: Wir haben endlich Maschinen, die uns verstehen. Bisher mussten die Menschen die Maschinen verstehen. Dieser Paradigmenwechsel ist signifikant für mittelständische Unternehmen, die vor allem branchenspezifisches Knowhow besitzen und nun beschleunigt – sie erraten es wieder! – Software für die weitere Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse entwickeln können, ohne dass dabei jedes Unternehmen für sich gigantische Investitionen in die dafür benötigten Infrastrukturen aus Rechenpower und KI-Grundlagen tätigen muss. Es ist das ideale Zukunftskonzept nicht nur für die 1500 Hidden Champions aus Deutschland, sondern für jedes der rund drei Millionen mittelständischen Unternehmen hierzulande.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da mutet es geradezu anachronistisch an, dass SAPs Kunden gerade gegen die Pläne des einzigen europäischen Unternehmens von Weltrang aufbegehren, künftige Neuentwicklungen nur noch in der Cloud voranzutreiben. „Wir müssten in die SAP-Cloud wechseln, was aber viel teurer wäre“, beklagt ein IT-Manager die Situation gegenüber der Wirtschaftswoche. Das stimmt – und stimmt auch wieder nicht. Denn einerseits bezahlen SAP-Kunden einen Preis dafür, dass sie sich jahrelang in einen goldenen Software-Käfig haben einsperren lassen, ohne mit dem Mainstream zu gehen. Andererseits muss SAP jetzt die Debatte mit ihren Kunden über den Wechsel von „OnPremises“ zu „OnDemand“ austragen, die die Walldorfer ebenso lange gescheut haben. Doch wenn schon fraglich ist, wie SAP eine Cloud-gestützte KI-Infrastruktur für einen sprunghaft wachsenden Bedarf errichten soll – wie sollen es dann die Kunden können?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Geld schießt Tore“, heißt es im Fußball, und „Geld generiert Code“ gilt für die ganze Welt. Vor der Corona-Krise wurden weltweit fünf Prozent des globalen Bruttosozialprodukts für HighTech – vornehmlich IT-Infrastrukturen – ausgegeben. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird sich dieser Anteil auf zehn Prozent ausgeweitet haben. Und wofür? Sie erraten es: für Software. Jede Company wird dann in irgendeiner Form eine Tech-Company sein, die ihre Geschäftsprozesse durch Software steuert. Dazu ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen. Sonst geht man mit der Zeit. Und auch Zeit ist eine Software, um die sich die Welt dreht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 21:38:50 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Euer Ohr, nicht Euer Geld!</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/euer-ohr-nicht-euer-geld</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich will, dass wir das Potenzial der Digitalisierung und der Daten in vollem Umfang nutzen – für einen modernen, bürgernahen Staat.“ Das sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser zur Eröffnung der Smart Country Convention in Berlin in der vergangenen Woche. Doch auf das Wollen müssen auch das Können und schließlich das Tun folgen – und da hapert es Deutschland. Allen hinterher hinken insbesondere die deutschen Behörden, die weit davon entfernt sind, die „Super-App“ für alle staatlichen und kommunalen Dienstleistungen bereitzustellen. Wie auch, wenn Bundesfinanzminister Christian Lindner die Mittel für Digitalprojekte zusammengestrichen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So wird sich auch kaum in Zukunft etwas ändern. Wenig hoffnungsfroh ist da auch Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst, der die Rückständigkeit deutscher Behörden im „Global Innovation Index“ festgeschrieben sieht. Darin rangiert Deutschland inzwischen auf einem peinlichen 59. Platz – mit wenig Aussicht darauf, die Position in naher Zukunft zu verbessern. Denn die digitale Verweigerung der deutschen Behörden hat bereits traurige Tradition, die weit in die Merkel-Ära und davor zurückreicht. Dabei ist die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen in der deutschen Bevölkerung groß, wie eine repräsentative Umfrage von Bitkom-Research zeigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Danach wollen neun von zehn Bundesbürgern über 18 mehr digitale Dienstleistungen in ihrer Stadt und Gemeinde. 70 Prozent der Befragten sind dabei davon überzeugt, dass sie durch digitalisierte Dienstleistungen der Behörden Zeit und Geld sparen werden, und in etwa die gleiche Gruppe zeigt sich überzeugt, dass die meisten Behördengänge problemlos digitalisiert werden könnten. Wenn man nur wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ralf Wintergerst weiß, woran es hapert: „Uns fehlt es oft an Disziplin!“ Es fehle nicht unbedingt an finanziellen Mitteln oder dem technischen Knowhow. Vielmehr ist die deutsche digitale Rückständigkeit eine indirekte Folge des föderalen Prinzips. Es fehlt an Koordination zwischen den Ländern – und im Bund fehlt die ordnende und durchsetzende Hand eines Digitalministeriums, das der Bitkom schon lange fordert. Als Anhängsel des Verkehrsministeriums aber ist das Digitale ein zahnloser Tiger. Dabei lebt die Informationstechnik von der Skalierung: Wo Lösungen mehrfach eingesetzt werden können, reduzieren sich die Aufwände. Das erfährt man schon in betriebswirtschaftlichen Proseminaren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und genau hier will der Hightech-Verband Bitkom künftig verstärkt ansetzen, verspricht der neue Präsident Wintergerst. „Digitalisierung ist eine Querschnittsdisziplin“, die nicht nur die Behörden voranbringt, sondern auch die deutschen Schwerpunktindustrien wie Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, die Chemie und nicht zuletzt den Dienstleistungssektor weiter voranbringen wird. Das gilt auch für die fundamentalen Innovationsprojekte zur Energiewende, zur Nachhaltigkeit oder zur Verbesserung der sozialen Teilhabe und damit zur Stärkung der Demokratie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entsprechend selbstbewusst zeigt sich der Bitkom unter der neuen Führung. Zwar ächzen auch die Hightech-Unternehmen unter dem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel. Doch gleichzeitig sorgen Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Team-Lösungen für enorme Effizienzgewinne nicht nur für die Kunden, sondern auch in der Entwicklung und der Beratung. Trotz immer komplexeren Projekten und Programmen, reduzieren sich die Zeiten, in denen neue Lösungen entwickelt, vermarktet und eingesetzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit anderen Worten: Die IT-Industrie ist – anders als andere Branchen – nicht im Krisenmodus. Das gilt auch für mittelständische und kleine Unternehmen. Wenn Behörden mehr Tempo bei der Digitalisierung aufnehmen, wenn mittelständische Unternehmen ihre Innovationskraft in die Modernisierung ihrer Anlagen stecken und wenn im Büro, im Handwerk und in der Produktion mehr Automatisierung durch KI-Systeme möglich gemacht wird, dann läuft es auch mit der Wirtschaftsleistung. Die IT-Industrie hält den Schlüssel für einen „modernen, bürgernahen Staat“, von dem die Bundesinnenministerin sprach, in der Hand. Für Ralf Wintergerst ist es deshalb ein wichtiges Signal an die Politik, wenn er sagt: „Wir brauchen nicht euer Geld, sondern euer Ohr!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Nov 2023 21:55:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hpbonn.consulting/euer-ohr-nicht-euer-geld</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Mit Sicherheit mehr Sicherheit nötig</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/mit-sicherheit-mehr-sicherheit-noetig</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was waren das doch für Zeiten, als wir noch Witze machten wie: „Wenn Autos wie Computer wären, würde der Airbag ´Sind Sie sicher?´ fragen, bevor er aufginge.“ Damals galten Personal Computer als nicht ernst zu nehmende Spielerei. Wer etwas auf sich hielt, arbeitete in einer Hochsicherheitsumgebung am Terminal eines Mainframes. Seitdem hat sich einiges geändert: Es gibt mehr Computer als Autos, die inzwischen selbst fahrende Computer sind, und die Automobilbauer investieren Milliarden Euro in eine gegenüber Cyberkriminellen sichere IT-Umgebung fürs Infotainment, autonomes Fahren und Connected Cars.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Frage „Sind Sie sicher?“ hat heute einen ganz anderen, keineswegs komischen Kontext. „Besorgniserregend“ nennt die neue Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Claudia Plattner, dies in ihrem Lagebericht. Im Zeitraum von Juni 2022 bis Juni 2023 hat die Behörde täglich rund 250.000 neue Varianten von Schadprogrammen und 21.000 mit Schadsoftware infizierte Systeme registriert. Gleichzeitig würden jeden Tag durchschnittlich 70 neue Sicherheitslücken in Deutschland entdeckt. Dem Hightech-Verband Bitkom zufolge entsteht durch Cyberkriminalität ein jährlicher Schaden von über 200 Milliarden Euro. Claudia Plattner sieht deshalb eine neue Behörde als notwendig an, die ähnlich wie das BKA Cyberkriminalität auf Bundesebene bekämpft und dabei Kompetenzen und Rechte besitzt, wie sie das Bundeskriminalamt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine wachsende Bedrohung sieht das BSI durch Künstliche Intelligenz. Über KI-Anwendungen könnten Aktivisten und Angreifer immer einfacher Desinformationskampagnen gestalten und verbreiten. Mit sogenannten „Deepfakes“ erstellen sie authentisch wirkende Materialien und versuchen so die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Wird KI zur Programmierung eingesetzt, könnte sich auch die Zahl der Schwachstellen häufen, mahnt das BSI.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das allerdings lässt sich wohl nur im internationalen Rahmen in Angriff nehmen. Deshalb haben sich diese Woche Vertreter von Unternehmen und Regierungen im britischen Bletchley Park getroffen, um über die globale Sicherheit im KI-Zeitalter zu sprechen. Heraus kam eine gemeinsame Erklärung, die auch die deutschen, US-amerikanischen und chinesischen Vertreter unterzeichneten. Darin heißt es, dass Sicherheitsrisiken von gesellschaftlichem Belang identifiziert und besser bekämpft werden sollten. Der "Aufbau einer jeweiligen risikobasierten Politik in unseren Ländern, um die Sicherheit angesichts dieser Risiken zu gewährleisten", gehört demnach ebenso zur gemeinsamen Agenda wie das Eingeständnis, dass unsere Ansätze je nach den nationalen Gegebenheiten und den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen unterschiedlich sein können". Das klingt ziemlich rätselhaft, wenn nicht ratlos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn ob mit dieser Erklärung einem mittelständischen Unternehmen konkret geholfen wird, darf getrost bezweifelt werden. Substantieller dürfte da die Initiative sein, die Microsoft soeben ins Leben gerufen hat. Die Secure Future Initiative soll dazu beitragen, dass gerade durch KI-Hilfe entwickelte Anwendungen höheren Qualitätsstandards genügen, um Angriffen aus dem Cyberspace effizienter zu begegnen. Es sei eine gesellschaftliche Verantwortung, betont Microsofts Präsident Brad Smith. Gerade die Geschwindigkeit, das Ausmaß und die Präzision der letzten Cyber-Attacken verlange eine Antwort. So soll KI bei der Entwicklung dieser Sicherheitsstandards helfen, die einerseits Teil des Microsofts Software-Lebenszyklus werden wird und zum Beispiel Multifaktor-Authentifizierung zum Default-Wert bei neuen Releases werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die Sicherheitskonferenz in Großbritannien legt auch die pessimistische Vermutung nahe, dass es keinen Sicherheitsstandard gibt, der nicht mit der entsprechenden Energie geknackt werden kann. Für diese Erkenntnis ist der Bletchley Park eine ideale Standortwahl. Dort enträtselten britische Wissenschaftler und Militärangehörige rund um Turing die deutsche Enigma-Chiffriermaschine und entschieden damit den Seekrieg im Zweiten Weltkrieg für die Alliierten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen mit Sicherheit mehr Sicherheit. Schon die jetzt seit Tagen in Nordrhein-Westfalen handlungsunfähigen Kommunalbehörden, die nach einem Hackerangriff auf einen Dienstleister offline gehen mussten, zeigen, wie abhängig wir von einer sicheren IT-Infrastruktur sind. Das gilt mit und ohne KI. Solange es „kriminelle Intelligenz“ gibt, werden wir wohl regelmäßig nachrüsten müssen, um die Frage „Sind Sie sicher“ positiv zu beantworten. Und das ist kein Witz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Nov 2023 22:14:15 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Mittelstand profitiert vom KI-Einsatz</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/mittelstand-profitiert-vom-ki-einsatz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her – diesmal in Gestalt von Microsoft-CEO Satya Nadella, der anlässlich seines Berlin-Besuchs ein erstaunlich positives Bild vom deutschen Mittelstand zeichnete. Das Publikum bei der Verleihung des Axel Springer Awards an den charismatischen „Microsofty“ war jedenfalls überrascht, als sie das Loblied auf die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen hörten: „Der deutsche Mittelstand wird der größte Profiteur von KI“, sagte er. Ein Grund seien die gut ausgebildeten Fachkräfte hierzulande.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Erwartung schöpft Satya Nadella aus seinen letzten Zahnarztbesuchen in den USA: Dort finde er ausschließlich Apparate und Medizingeräte aus deutscher Fertigung vor, erklärte er in einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Die könnten aufgrund der Fülle an Daten, die sie produzieren, auch „erstklassige digitale Produkte“ sein. Dasselbe gelte für den gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Sprachassistenten wie ChatGPT oder die in den Microsoft-Lösungen integrierten Copiloten sind seiner Ansicht nach eine hervorragende Basis für den Mittelstand, mit eigenen Datenmodellen neue digitale Produkte zu kreieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings könnte dazu die inzwischen sprichwörtliche Deutschlandgeschwindigkeit nicht ausreichen. Erst 15 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben ein Jahr nach der Veröffentlichung von ChatGPT eigene KI-Initiativen gegründet, hat der Bitkom ermittelt. Das wäre vor zwei Jahren noch beeindruckend gewesen – heute aber ist das eindeutig zu langsam. „Wenn man wartet, bis sich die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt haben, bevor man etwas einführt, wird es angesichts der Chancen, die man hat, zu spät sein“, warnte Nadella im Gespräch mit Wirtschaftsvertretern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob diese Beschleunigung auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Sinn hat, lässt sich aus dem jetzt vorgelegten Strategiepapier seines Ministeriums unter dem Titel „Industriepolitik in der Zeitenwende“ nicht unbedingt herauslesen. Die drei darin priorisierten Ziele „Industriestandort sichern, Wohlstand erneuern, Wirtschaftssicherheit stärken“ benennen nur indirekt das übergeordnete Ziel der Stärkung im internationalen Wettbewerb. Beim Thema KI geht es dem Papier zufolge lediglich darum „den Anschluss halten“ zu können. Das allerdings ist zugegebenermaßen schon ambitioniert genug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist die Einsicht durchaus angekommen, dass sich der Einsatznutzen von KI nur dann vollständig ausschöpfen lässt, wenn die entsprechende Datenbasis gut aufbereitet vorliegt. Deshalb unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium in einem Leuchtturmprojekt unter dem Namen „Catena-X“ die Automobilindustrie und deren meist mittelständische Zulieferer. Dort wird ein globaler Datenraum mit durchgängiger Datenkette entlang der gesamten automobilen Wertschöpfung geschaffen. „Die starke Beteiligung der Automobilindustrie zeigt: Die Unternehmen brauchen skalierbare digitale Ökosysteme, um für zentrale Themen Lösungen zu bekommen“, heißt es in dem Strategiepapier.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kernprojekt für die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte digitale Transformation der Industrie ist Manufacturing-X, das auf den Erfahrungen von Catena-X aufsetzt und auf die umfassende Digitalisierung aller industriellen Lieferketten zielt. Dabei soll der gesamte Lebenszyklus von Produkten und Produktionsmitteln – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling – erfasst werden. Klingt gut, ist aber möglicherweise zu langwierig und zeitaufwendig, um in der Deutschlandgeschwindigkeit auf internationales Niveau zu gelangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch sollte das nicht daran hindern, das Richtige zu tun. Einerseits haben mittelständische Unternehmen derzeit die einmalige Chance, schnell und in überschaubaren Größenordnungen mit den verfügbaren Sprachassistenten eigene digitale Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Andererseits dient die Bundesinitiative auch der breiten Verfügbarkeit von verlässlichen Daten. Denn „aufbauend auf umfassenden Datenquellen mit eigenen Daten und Daten Dritter, wird auch das volle Potenzial von KI-Lösungen als Schlüsseltechnologie sichtbar“, wissen die Autoren des Strategiepapiers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gibt das Ministerium ein Versprechen ab, das wie eine Replik auf Satya Nadellas Besuch in Berlin klingt: „Wir setzen uns dabei für eine innovationsfreundliche Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen für KI in Europa ein, um Potenziale der KI zu nutzen und Investitionen in KI zu fördern.“ Und weiter heißt es: Vertrauenswürdige KI kann so ein Markenzeichen für Europa, ein internationales Vorbild und ein Wettbewerbsvorteil für die Industrie werden.“ Es würde erst einmal reichen, wenn der deutsche Mittelstand, wie von Satya Nadella prognostiziert, tatsächlich vom KI-Einsatz überdurchschnittlich profitiert. „Schaun mer mal, dann sehn mer scho.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Oct 2023 12:42:08 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sechs indische Kostbarkeiten</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/sechs-indische-kostbarkeiten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor einem halben Jahrhundert hätte jeder darauf gesetzt, dass die Welt einmal von IBM beherrscht werden würde. Der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke nannte einem Mythos zufolge seinen KI-gestützten Computer in seinem Weltbestseller V„2001: Odyssee im Weltraum“ HAL9000 auch als Hommage an den damals einzigen Tech-Giganten Big Blue, indem er für die jeweils den Buchstaben I, B, M die im Alphabet vorgesetzten Buchstaben gewählt haben soll: H, A, L. Und IBM selbst ehrte den SF-Autor, indem die Company ihre letzte Mainframe-Generation ES9000 taufte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch nach Jahrzehnten einer unfassbaren Selbstentleibung spielt IBM in der Liga der Weltmarktführer keine nennenswerte Rolle mehr. Die Tech-Giganten von heute sind – mit zwei Ausnahmen – Kinder des Internet-Zeitalters: Google, Amazon, Meta oder das Imperium von Elon Musk. Die beiden Ausnahmen sind Apple und Microsoft, die beiden wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von drei beziehungsweise 2,5 Milliarden Dollar. Beiden ist gelungen, was IBM trotz mehrerer Häutungen nie gelungen ist, und die Internet-Giganten noch vor sich haben: sie haben sich erfolgreich und umfassend neu erfunden. Beide Turnarounds sind mit zwei Namen verbunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der eine, der frühvollendete Steve Jobs, ist längst eine Legende; der andere, der 56jährige Satya Nadella, arbeitet noch daran, ist diesem Ziel allerdings diese Woche um einen guten Schritt näher gekommen, als ihn der Axel Springer-Verlag mit dem nach dem Verlagsgründer benannten Award ausgezeichnet hat. Diese Ehre hatten vor ihm schon 2016 Mark Zuckerberg, 2018 Jeff Bezos und 2020 Elon Musk. Doch der diesjährige Preisträger toppt sie alle, denn – so formuliert es der Springer Verlag selbst: „Er gestaltet unsere Zukunft“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem durchaus launigen und einsichtsvollen Gespräch mit Verlags-CEO Mathias Döpfner offenbarte Nadella nicht nur seine Liebe zum Cricket, sondern auch die Erkenntnis, das Mannschaftssport gut für die Menschen ist, weil es Teamgeist und Wettbewerb zugleich befördert. Der aus Hyderabad stammende Microsoft-CEO hatte aber noch andere Empfehlungen parat. Diese Management-Ratschläge können tatsächlich als Maxime für jeden Entscheider in mittelständischen Unternehmen oder Globalkonzernen sowie für politische Führer, respektive „Führerinnen“ gelten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier sind die fünf indischen Köstlichkeiten, die sich jeder an den Spiegel hängen darf:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Don´t panic! Von seinem Vorgänger im Amt, Steve Ballmer, habe er den Rat empfangen und beherzigt: „Sei mutig, tue das Richtige!“ Satya Nadella übersetzte das für sich ganz anders als es ihm sein Vorgänger vorgelebt hatte: Hab keine Angst vor Veränderungen und packe an, was erneuert werden muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beherrsche Sprint und Marathon! Nichts spreche dagegen, die Rendite des Unternehmens kurzfristig in die Höhe zu treiben, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Doch wichtiger – und nachhaltiger – ist es laut Nadella, ein Gleichgewicht zwischen langfristigem Erfolg und Etappensiegen herzustellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verantwortung bedeutet Empathie! Der weltweite Erfolg von Microsoft mahnt Satya Nadella stets, sich daran zu erinnern, „dass unsere Software nicht nur das Leben von Menschen beeinflusst, für die Computer ein Hobby sind, sondern auch ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften verändern kann.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Achte deine Wettbewerber! Es gibt viele Euphemismen für Rivalen im Markt – „Mitbewerber“ oder „Marktbegleiter“ zum Beispiel. Doch Satya Nadella erweist seinen Konkurrenten Respekt, weil sie auf dem Markt „für den Auftrieb sorgen, den wir brauchen, um über uns selbst hinauszuwachsen. Sie helfen uns, um die Ecke zu denken und neue Chancen auszumachen, auf die wir alleine möglicherweise nicht gekommen wären.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Finde Partner und pflege sie! Mit dem Satz „Kooperationen sind gegenseitige Erkundungsreisen!“ lobt Satya Nadella nicht nur die Partnerschaften mit Konkurrenten wie Apple, Google und Amazon, sondern auch die zahllosen Partnerschaften mit großen und kleinen Beratungsunternehmen und Softwarehäusern. Allein in Deutschland zählt Microsoft rund 30.000 Partner.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In vier Monaten wird Satya Nadella ein Jahrzehnt als CEO agiert haben. Der Anruf des damaligen Microsoft-Chairman John W. Thompson ist ihm noch klar in Erinnerung. „Ich brauchte einige Minuten, um zu verdauen, was er mir gerade gesagt hatte. Ich sei geehrt, dankbar und aufgeregt, erklärte ich ihm“, erinnert sich der Preisträger beim Festakt im Axel Springer-Haus. Dass er seitdem Microsoft zuerst mit aller Macht in die Cloud getrieben und dann als Vorreiter für Künstliche Intelligenz positioniert hat, sind seine technischen Erfolge. Der wichtigste Unterschied zu den Microsoft-Jahren „vor Nadella“ aber ist die völlig veränderte Firmenkultur, die auf Empathie setzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist sozusagen die sechste indische Köstlichkeit: „In einer Welt, in der zahlreiche neue Technologien den Status quo wie nie zuvor verändern, gewinnt dieses Einfühlungsvermögen zunehmend an Bedeutung.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Oct 2023 09:58:13 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Cyberwar hat längst begonnen</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/der-cyberwar-hat-laengst-begonnen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entwicklungsgeschichte der Verteidigungsanlagen ist nur wenige Tage kürzer als die Entwicklungsgeschichte der Angriffswaffen. Für jede hochgezogene Mauer gibt es wenig später ein ballistisches Projektil, das noch intelligenter ist oder schneller und höher fliegen kann. Und auch die Geschichte der Softwareentwicklung ist nur wenig älter als die Geschichte der Bugs und Sicherheitslücken, die zu Angriffen einladen. Zwar werden die Fehler durch Patches behoben, die mit einem Mausklick aufgespielt werden können, aber die Vorstellung, ein von Menschen geschaffenes Gedankenkonstrukt könnte jemals vollständig fehlerfrei sein, ist mindestens naiv. Wenn nicht sogar fahrlässig. „Ja, mach´ nur einen Plan“, dichtete Bertold Brecht für die Dreigroschenoper über die „Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“: Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Willkommen in der Welt der Mega-Hacks!  Nach dem russischen Hackern unterstellten Angriff auf die Solarwinds-Systemsoftware und dem einer chinesischen Hackergruppe unter dem Decknamen Hafnium zugesprochenen Hack auf rund 60.000 Exchange-Server von Microsoft erfahren wir nun, dass mindestens 23 Telekommunikationsunternehmen weltweit schon seit August 2020 „under Attack“ sind, weil Unbekannte dort Geheimnisse der 5G-Netze ausspionieren wollen. Postwendend erklärt die US-Regierung – wohlgemerkt unter Joe Biden – Huawei und vier weitere Telekom-Ausrüster zur Gefahr für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wir erfahren, dass nach Bekanntwerden des Hafnium-Hacks noch mindestens zehn weitere Cyberlords ihre Truppen auf die Schwachstelle losgelassen haben, ehe Microsoft in der Lage war, das Loch zu schließen. Und weitere Hackergruppen nutzen derzeit die diskutierten Sicherheitslücken in allen Systemen, um auf breiter Front Ransomware aufzuspielen, mit der die Betroffenen um Lösegeld zur Freigabe ihrer Daten und Anwendungen gezwungen werden. Das „Business“ soll inzwischen Milliarden Euro pro Jahr einspielen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sind keine Viertklässler, die da am Werk sind, sondern hochqualifizierte Systemanalytiker und Programmierer, die wir uns jederzeit in unseren Teams für „die gute Seite der Macht“ wünschen würden. Aber warum sind sie auf der dunklen Seite? Weil – dies ist eine jahrtausendealte Menschheitserfahrung – mit Angriffswaffen mehr Erfolg zu erzielen ist als mit Verteidigungsanlagen. Das kann nicht der Wahrheit letzter Schluss sein, angesichts der Mega-Chancen, die unsere Zeitläufte gerade bieten. Wir müssen den Bau von Verteidigungsanlagen attraktiver machen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nehmen wir nur ein Beispiel: die Investitionen von 80 Millionen Euro in eine – mit Verlaub: stümperhafte – Corona-WarnApp stehen im krassen Gegensatz zu der deutlich effektiveren und günstigeren Luca-App, die vom Berliner Startup neXenio, einer Ausgründung des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts, entwickelt wurde und die nicht nur medial, sondern offensichtlich auch inhaltlich von Smudo von den „FantaVier“ unterstützt wurde. Während die Smudo-Connection medial heftig ausgeweidet wurde, scheint sich niemand so recht damit zu beschäftigen, dass Hasso Plattner als Gründer der SAP und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender sowohl bei dem Bürokratiedinosaurier Corona-WarnApp und bei der schnellen, smarten Luca-App die Finger im Spiel hat. Da klingt Brechts Dreigroschenoper noch einmal durch: „Es geht auch anders, aber so geht es auch.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir bürokratisieren uns zu Tode, während die Schnellen und Smarten die Gewinne abschöpfen. Auf legale Weise – dies sei betont – wie bei der Hasso-Plattner-Ausgründung neXenio. Oder auf illegale Weise, wie bei Hafnium. Das lehrt uns: wir müssen die Schnellen und Smarten für die gute Seite der Macht zurückgewinnen. Solange es attraktiver ist, mit Ransomware Geld zu ergaunern, als mit realer und vor allem reeller Arbeit Geld zu verdienen, stehen die Schnellen und Begabten immer in der Versuchung, zur dunklen Seite der Macht zu wechseln. Aber warum „ransomwaren“ wir nicht zurück? Nach dem Motto: „The Empire strikes back“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solange mit ethischen Hacks – also mit solchen, bei denen Sicherheitslücken aufgedeckt werden mit dem Ziel, sie zu schließen, statt über sie Vernichtungsfeldzüge zu führen – weniger Geld verdient werden kann, als durch kriminelle Angriffe auf diese Sicherheitslücken, solange werden wir jeden neuen Tag mit Hacks, die niemand bemerkt, und Mega-Hacks, die die Welt in Aufruhr bringen, konfrontiert werden. Die Bundeswehr, die angeblich Tausende von „guten“ Cyberexperten zusammenzieht, könnte dann endlich einmal ganz legitimiert „im Innern“ aktiv werden. Denn der Cyberwar hat längst begonnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Mar 2021 11:20:27 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eine Pandemie ist genug</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/eine-pandemie-ist-genug</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Bild mit großer Symbolkraft: In Frankreich brennt ein Rechenzentrum. Nicht irgendeins, sondern eines von Europas größtem Cloud-Anbieter OVH. Auf fünf Stockwerken, die Platz für 12000 Server boten, sind in der vergangenen Woche Daten einfach verkohlt. Die Wolke, dieses mythisch metaphysische Synonym für ganz reale Service-Rechenzentren, hat sich in Rauch aufgelöst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Treppenwitz dabei: Weil sich OVH die Datensicherung – also das Kopieren von Daten auf einem Server an einem anderen Ort – teuer bezahlen lässt, haben viele Kunden auf diese fundamentale Vorsorgemaßnahme verzichtet. Dabei ist es doch gerade das zentrale Qualitätsmerkmal der Cloud, dass dort Daten und Software sicherer sein sollen als in Rechenzentren, die Anwenderunternehmen im Eigenbetrieb unterhalten. Wenn man aber in der Cloud die gleiche Dummheit begeht wie auf dem eigenen Betriebsgelände, dann greift eine der Grundregeln dieses Planeten: natürliche Selektion!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Daten sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Raub der Flammen geworden. Sie sind tatsächlich futsch – unwiederbringlich verloren. Wenn wir von den Folgen von Hacker-Angriffen sprechen, benutzen wir die gleiche Metapher: Datenraub. Dabei werden die Daten in der Regel „nur“ kopiert. Sie sind also nicht weg, sondern nach dem Raub auch noch woanders. Sie sind nur dann futsch, wenn die Betroffenen nach einem Ransomware-Angriff nicht das geforderte Lösegeld bezahlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist alles wirklich schlimm. Aber schlimmer noch ist, dass wir allmählich anfangen, uns daran zu gewöhnen. Kaum haben wir uns vom SolarWinds-Hack erholt, verschlägt uns der Angriff auf Microsofts Exchange-Server den Atem. Für die eine Cyber-Attacke werden russische, für die andere chinesische Kreise verantwortlich gemacht. Und in Straßburg wird spekuliert, wer da im Rechenzentrum womöglich absichtlich Daten verbrannt haben mag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Chinesen, Russen – das passt in unser Feindbild. Von bösen Mächten wunderbar betrogen! Aber offensichtlich haben wir schon wieder die Enthüllungen eines Edward Snowden vergessen, der 2013 offenlegte, wie die US-amerikanische National Security Agency befreundete Staaten und Individuen ausspionierte. „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht!“ empörte sich damals die Kanzlerin. Nur wenig später musste sie allerdings erklären, warum der Bundesnachrichtendienst unter dem Projektnamen Rubikon selbst über Jahre hinweg zusammen mit der CIA Chiffriermaschinen mit einer Hintertür zum Ausspähen versehen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen uns wohl eingestehen: so wie der Verkehrsunfall zum Autofahren gehört, gehört der Datenklau zur Informationswirtschaft. Finden wir uns damit ab? NEIN!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lösung heißt: mehr Hygiene. Was wir nach einem Jahr Corona-Pandemie mühsam gelernt haben, scheinen wir nach zwei Jahrzehnten eCommerce immer noch nicht richtig begriffen zu haben. Wir müssen die Aufgabe, uns selbst zu schützen, endlich ernst nehmen. Sicherungskopien erstellen, Firewalls errichten und nicht zuletzt: Patches und Updates auch tatsächlich aufspielen! Wir machen es den Hackern, Terroristen und dem Schicksal schlicht zu einfach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Pandemie ist genug! Wir brauchen eine Impfstrategie gegen die chronische Immunschwäche unserer IT-Infrastrukturen. Wenn wir weiter Daten horden – und das ist bei für das Jahr 2025 prognostizierten 50 Milliarden Maschinen mit Zugang zum Internet mehr als wahrscheinlich – brauchen wir auch eine Herdenimmunität gegen Computerviren und Cyberangriffe. Aber die Realität sieht anders aus: auch Wochen nach der Veröffentlichung der Patches für die Solarwinds-Software hat nach Expertenschätzungen ein Drittel der Anwenderunternehmen die Updates noch gar nicht aufgespielt. Bei den inzwischen veröffentlichten Updates für Microsofts Exchange Server dürfte es nicht besser aussehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hygiene beginnt im Kopf. Wenn das Reiseverbot nach dem Corona-Lockdown endet – falls es jemals endet… - werden wieder viele Facebook-Freunde ihrer Umgebung mitteilen, dass sie jetzt auf Malle sind und ihre Wohnung drei Wochen unbeaufsichtigt ist. Wir werden ungefragt intimste Daten über unser Leben ausplaudern, aber bei der nächsten Corona-WarnApp laut „Datenschutz“ rufen, als wäre der Gottseibeiuns hinter uns her. Wir werden wieder Datensicherungen aus Kostengründen einsparen. Wir werden wieder lieber über eine Mauer an der Grenze zu Mexiko diskutieren, als eine verlässliche Firewall um unsere IT-Infrastruktur zu errichten. Und wir werden wieder vergessen, wo die Feuerlöscher hängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Corona-Pandemie hat uns deshalb völlig unvorbereitet getroffen, weil es nur schwer zu vermitteln ist, Milliarden für einen solchen Eventualfall auszugeben, von dem niemand weiß, ob er tatsächlich eintritt. Das gleiche gilt für jede Cyber-Attacke, für jeden Lauschangriff: Wir sind nicht bereit, uns auf den Fall der Fälle einzustellen. Statt Vorsorge leisten wir lieber Nachsorge. Egal, was es kostet. Eine Pandemie ist wohl doch nicht genug!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2021 12:16:47 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Software – die nächste Konsolidierungswelle läuft an</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/software-die-naechste-konsolidierungswelle-laeuft-an</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Sind wir paranoid genug?“ habe ich in meinem letzten Blog gefragt und das damit begründet, dass – während wir noch über den SolarWinds-Hack grübeln – der nächste Großangriff auf unsere IT-Infrastruktur mutmaßlich bereits läuft. Nun, tatsächlich lief der nächste Großangriff bereits: auf Microsofts Email-Dienst Exchange sollen chinesische Cyberkrieger eine Sicherheitslücke genutzt haben, um Mails und Adressen zu klauen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vermutet, dass Hunderttausende Organisationen betroffen sein könnten. In der Tat: man kann nicht paranoid genug sein!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Microsoft hat längst Patches, also Software-Updates zur Fehlerbehebung, bereitgestellt, die dringend aufgespielt werden sollten. Das BSI geht in seiner Erklärung davon aus, dass noch nicht gepatchte Exchange-Server als infiziert eingestuft werden müssen. Und genau hier liegt die Crux: zwar werden über Internet-Services inzwischen Patches und Updates in Sekundenschnelle über den ganzen Globus „deployed“, aber sie müssen dann auch von den IT-Verantwortlichen genutzt werden. Dabei vergehen oft Tage und Wochen. Das war auch schon bei SolarWinds-Hack so. Ja, manche IT-Betreiber sind fahrlässig genug, die Aktualisierungen überhaupt nicht zu beachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Software, vor allem Standard-Anwendungen, ist zur Massenware geworden – egal, ob sie zum persönlichen Gebrauch auf dem Heim-PC oder in der Unternehmens-IT eingesetzt wird. Die Multiplikation von Algorithmen und Programmcode gehört zum grundlegenden Geschäftsmodell der Software-Industrie. Ohne den Mehrfachverkauf eines „Softwerks“ würden sich die erheblichen Entwicklungskosten nicht rechnen. Und anders als bei Individuallösungen mit hohem Spezialisierungsgrad können Standard-Lösungen auch schneller weiterentwickelt werden: ein Update lohnt sich, wenn man es gleich mehrfach verkaufen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber dieses Geschäftsmodell der Software-Industrie ist vom Aussterben bedroht. Der Grund: nicht nur erkennen immer mehr Unternehmen, dass ihre Software in der Cloud günstiger betrieben wird als im eigenen IT-Shop; sie erkennen auch, dass es sicherer ist, auf eigene Software weitgehend zu verzichten und stattdessen Cloud-Services und Anwendungen zu mieten. Was als Abonnement auf dem Smartphone bereits hervorragend funktioniert, dürfte sich als neues Geschäftsmodell auch in der Unternehmens-IT immer mehr durchsetzen. Jeder Großangriff von Hackern auf die IT-Infrastruktur bringt die Verantwortlichen dieser Erkenntnis ein Stück näher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint: in der Cloud sind die Anwendungen sicherer als in der unternehmenseigenen IT-Abteilung. Die mit Milliarden-Investitionen aufgestellten Cloud-Rechenzentren sind vor Hacker-Angriffen besser gesichert als der Server-Raum im Firmenkeller. Die größte Schwachstelle ist dann aber immer noch der Mensch, der durch Fahrlässigkeit und Dummheit Cyber-Einbrechern Tür und Tor öffnet – zum Beispiel durch schwache Passwörter, wie im Fall von SolarWinds mit „solarwinds123“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei lösen inzwischen immer mehr Anbieter die Idee der gehosteten Software durch ein weiterentwickeltes Geschäftsmodell ab: sie bieten gleich ganze Plattformen als Cloud-Service an. Anwender nutzen nur noch die Funktionen einer zentralen Software-Plattform, die sie zum aktuellen Zeitpunkt auch tatsächlich benötigen. Marc Benioff dürfte wohl der Ruhm gebühren, diese Idee mit dem 1999 gegründeten Unternehmen Salesforce als erster umgesetzt zu haben. Die Mietlösung fürs Customer Relationship Management ist inzwischen funktional so mächtig, dass sie zu einem der härtesten Wettbewerber von Software-Großanbietern wie SAP gehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt setzt auch Microsoft auf Branchen-Plattformen in der Cloud. Während bislang auf der Cloud-Plattform Azure vor allem Software-Hosting und Cloud-Services für das Internet der Dinge, Machine Learning oder Security angeboten wurden, kommen jetzt ganze Branchen-Lösungen hinzu. Microsofts CEO Satya Nadella sieht darin die Antwort auf den Corona-Lockdown, der viele gewohnte Geschäftsprozesse obsolet gemacht hat. Seine Prognose: Wir werden zu dem alten Geschäftsgebaren nicht zurückkehren, sondern Produkte, Produktion und die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Behörden völlig neu definieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber wer soll die neuen Anwendungen bezahlen, wenn Unternehmen angesichts einbrechender Umsätze ihre Investitionen zurückschrauben? Viele „haben enorm viel Schweiß und Geld in die Individualisierung ihrer Unternehmenslösung investiert, um diese Branchenbesonderheiten abzubilden“, schreibt Oliver Gürtler, Microsofts Mittelstandschef in Deutschland
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.microsoft.com/de-de/techwiese/oliversreisen/schneller-als-die-eigene-branche-210305.aspx" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           in seinem Blog
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Deshalb sollen Branchen-Plattformen – zunächst für
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/discrete-manufacturing/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           diskrete Fertigung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/financial/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Finanzdienstleistungen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://news.microsoft.com/on-the-issues/2021/02/24/microsoft-cloud-for-nonprofit-covid-19/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Non-Profit-Organisationen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/government/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Behörden
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/healthcare/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Gesundheitswesen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/energy/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Energieversorgung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/industries/retailers/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Handel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und den wachsenden Markt der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://azure.microsoft.com/de-de/solutions/gaming/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Spieleentwickler
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – bei der Modernisierung der Anwendungswelten helfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn das Konzept aufgeht, dürfte sich das Geschäftsmodell der Software-Industrie noch einmal ändern, kaum dass der Wechsel vom Lizenzverkauf zum Software-Abonnement richtig vollzogen ist. Die schon jetzt anhaltende Konsolidierung im Markt wird sich dabei noch einmal beschleunigen. Denn während immer mehr Software in die Wolke abwandert, verlieren klassische Software-Anbieter einen Teil ihrer Existenzgrundlage, bei dem neben dem Lizenzerlös nicht unerhebliche jährliche Wartungsgebühren anfielen. Aber beim Software-Abonnement in der Cloud behalten die Softwerker wenigstens noch das geistige Eigentum an der Software.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Plattform-Ökonomie reduziert sich das auf wenige Funktionen und Programmierzeilen. Struktur, Basisfunktionen und Dienste gehören dagegen dem Plattform-Betreiber. Vor allem die mittelständischen Softwarehäuser werden sich entscheiden müssen, auf welche Plattform sie aufsatteln wollen, um ihre (Teil-)Lösungen weiter anbieten zu können. Für viele könnte das durchaus eine Rettung darstellen. Denn ebenso wie ihren mittelständischen Kunden fehlt ihnen das Geld, um noch einmal mit einer neuen Software-Generation von vorne anzufangen. Das werden nur noch die Plattform-Anbieter leisten können, die dafür aber ihre Kunden nicht nach Hunderttausenden, sondern nach Millionen zählen werden. Und für diese Abermillionen Kunden übernehmen die Plattform-Anbieter dann auch die Aufgaben der Cyberabwehr. Kein Kunde muss dann noch Patches aufspielen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gleichzeitig kommen neue Software-Anbieter ins Spiel. Schon heute bauen die Autobauer mit Unterstützung der Internetgiganten an Plattformen fürs vernetzte und autonome Fahren, suchen Handelsketten nach neuen Verkaufsplattformen und bieten Vergleichsportale Möglichkeiten zum Anbieterwechsel. Morgen werden die Kommunen Plattformen für Smart Cities aufbauen, über die Behördengänge, Verkehrssteuerung, Energieversorgung oder Freizeitangebote abgewickelt werden können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und übermorgen finden wir uns dann alle in der Matrix wieder. Wie gesagt: Man kann nicht paranoid genug sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/91729ea3ca5c446d8372315861a49594/dms3rep/multi/210308+Plattform.jpg" length="189577" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2021 10:00:24 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Sind wir paranoid genug?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/sind-wir-paranoid-genug</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sollten uns alle eine neue Einstellung zum Thema Cyber-Security angewöhnen: Es geht nicht mehr allein um die Frage, wie wir den nächsten Angriff auf unsere IT-Infrastruktur verhindern können. Es geht mehr und mehr um die Frage, wie wir den Angriff auf uns entdecken, der mutmaßlich bereits läuft. Das ist die Erkenntnis aus dem großangelegten Cyber-Hack auf Zigtausende Unternehmen und Organisationen, der über ein korrumpiertes Update der Netzwerkmanagement-Software von SolarWinds erfolgte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Selbstdiagnose der industrialisierten und zugleich auch über das Internet vernetzten Welt muss deshalb lauten: „Sind wir paranoid genug?“ Wir können nicht wachsam genug sein. Aber die erschreckende Erkenntnis ist auch: Wir sitzen weithin sichtbar am Lagerfeuer, während sich der Feind in den Büschen anschleicht. Jedes Knacken im digitalen Gehölz – um in der Karl-May-Rhetorik fortzufahren – könnte eine tödliche Bedrohung bedeuten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt – im Morgengrauen nach dem feindlichen Überfall – beginnt das Fingerpointing. US-Senator Ron Wyden wirft Microsoft als Platzhirsch auf dem Desktop und in der Cloud vor, zu lange gezögert zu haben. Stimmt nicht, sagt Microsofts Präsident Brad Smith bei einer öffentlichen Anhörung im Capitol: man habe früh reagiert, 30 Blogs zum Thema veröffentlicht und 60 von Microsofts Azure-Kunden, darunter rund die Hälfte Telekommunikationsfirmen, vor der Gefahrenquelle gewarnt. Dagegen, so Brad Smith am vergangenen Freitag, habe sich Amazon zu den Angriffen über die Amazon Web Services noch überhaupt nicht und Google zu den Angriffen über deren Cloud-Services so gut wie nicht geäußert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tatsächlich scheint sich Microsoft an die Spitze der Bewegung gegen Cyber-Angriffe stellen zu wollen und startet eine publizistische Offensive für ein schärferes Bewusstsein gegenüber Attacken auf die globalen Cloud-Infrastrukturen. Dazu gehört auch, dass in den offiziellen Microsoft-Kommentaren nicht mehr vom SolarWinds-Hack die Rede ist, sondern von „Solarigate“ – eine Anleihe bei Watergate und andere „–gates“, die zu einem globalen Beben geführt haben. Der texanische Anbieter von Datenbankmanagement-Software ist denn auch wohl eher Opfer als Verursacher.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn – und das ist das Schlimme daran – die Manipulation an einem Software-Release, das sich durch die Update-Automatismen im Internet metastasierend ausbreiten konnte, könnte und kann jedem Internet-Anbieter passieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So ist es denn auch durchaus pikant, dass Amazon Web Services jetzt zugeben musste, dass die Solarigate-Hacker über die sogenannte Elastic Compute Cloud von AWS vorgegangen waren. Nach den Ermittlungen, die der US-Senator Richard Burr anstellen ließ, wurde so über das Amazon-Hosting der bösartige Code über das SolarWinds-Update auf die Systeme der Anwender eingespielt. Es wird also wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch AWS im Repräsentantenhaus vor dem Kadi aussagen muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist die Schuldfrage, wer wie schnell oder ob überhaupt reagiert hat, alles andere als trivial. Es geht am Ende um die Frage, welchem Internet-Provider die Anwender noch trauen können oder wollen. Zwischen AWS und Microsoft Azure läuft ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um Marktanteile im explosionsartig wachsenden Cloud-Geschäft. Dazu hat der Corona-Lockdown einiges beigetragen. Aber auch ohne die Virus-Pandemie ist die Cloud das alles entscheidende Business der Digitalwirtschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und genau in dieser Zeit startet Microsoft eine weitere Plattform-Offensive, um das Cloud-Business auf neue, noch tragfähigere Säulen zu stellen. Denn während viele mittelständische Betriebe gerade erst über Outsourcing nachdenken und beginnen, den eigenen IT-Betrieb in die Cloud zu verlagern, schmieden die Internet-Giganten längst Partnerschaften mit Großanwendern, um ganze Plattformen – zum Beispiel für das vernetzte Fahrzeug, für die vernetzte Fabrik oder die smarte City – zu bauen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Microsoft legt jetzt noch einen drauf, indem CEO Satya Nadella in einer eigenen Videobotschaft drei weitere Lösungs-Plattformen für ganze Branchen ankündigte: nach Lösungen für die öffentliche Hand, den Einzelhandel und das Gesundheitswesen folgen nun Plattformen für Fertigung, Finanzdienstleistungen und gemeinnützige Organisationen. Microsoft habe, so postet Satya Nadella stolz, im zurückliegenden Jahr so ziemlich mit jeder Branche diskutiert, wie man ein auf die jeweiligen Branchen-Usancen zugeschnittenes Plattform-Portfolio aufbauen könne. Will sagen: da kommt noch mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Angebot dürfte für viele Anwender attraktiv sein, die genug haben von teuren Releasewechseln bei ihrer Unternehmenssoftware. Insofern ist die Plattform-Offensive von Microsoft nicht nur eine Ansage gegen die Cloud-Wettbewerber, sondern auch gegen die Lösungshäuser wie SAP, Oracle oder SalesForce. Die Plattform-Ökonomie ist ein gigantisches Geschäft, das sich nicht nach Milliarden, sondern nach Billionen misst. Dabei kann ein Angriff auf das Vertrauen in die Cloud an sich, wie es die mutmaßlich 1000 Hacker, die am Solarigate-Angriff beteiligt gewesen sein sollen, offensichtlich beabsichtigten, unabhängig vom unmittelbaren Schaden das gesamte Business zerstören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Post Scriptum:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Sind wir paranoid genug? – Diese Frage habe ich schon einmal in einem Bonnblog gestellt. Damals, im August 2017, meinte ich die beständige Sorge davor, dass Deutschland im digitalen Wettlauf abgehängt werden könnte. Knapp vier Jahre später hat sich diese Sorge zur Gewissheit verfestigt: die Deutschen sind bei der Digitalisierung längst abgehängt. Jetzt könnten allerdings viele Entscheider dieses Nachlaufen als großen Vorsprung interpretieren. Wo kein Internet, da auch kein Cyber-Hack! Doch das kann sich als folgenschwerer Irrtum erweisen. Denn ebenso gilt: Wo kein Internet, da auch kein Business. In der Tat: Man kann gar nicht paranoid genug sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 10:56:24 GMT</pubDate>
      <author>183:840294090 (Heinz-Paul Bonn)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schlauer als das Virus?</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/schlauer-als-das-virus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich nehme jetzt mal meine (sprachliche) Maske herunter und sage wie es ist, beziehungsweise wie es wird: 2021 wird nicht das Jahr, in dem wir das Virus besiegen, sondern in dem wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Denn, Hand aufs Herz, die Vermutung, jetzt noch ein bisschen Lockdown, die Inzidenz bei 35 einpendeln und der „Kaas isch geveschpert“, wie der Schwabe sagen würde – das ist eine Hoffnung, die wir getrost fahren lassen können. Es wird noch lange alles Käse sein. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Frage ist, wie wir uns auf diesen Käse einstellen. Noch mehr Lockdown, noch mehr wirtschaftlicher Stilltand, noch mehr Existenzkrise, noch mehr soziale Distanz, noch weniger kultureller Austausch – das soziale Tier „Homo Ludens“ wird daran noch stärker erkranken als an dem Virus. Die soziale Verdumpfung und wirtschaftliche Schrumpfung werden uns mehr in Mitleidenschaft ziehen und nachhaltigere Folgen haben. Und gegen diese Krankheit gibt es keinen Impfstoff. Für den Einzelhandel,  um ihn exemplarisch aus der großen Menge der Virus-Kolateralschäden herauszugreifen, gibt es nur einen Impfstoff – und der heißt zahlungswillige Kunden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir müssen schlauer sein als das Virus, wie es der Grüne Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Claus Ruhe Madsen, bei Maybrit Illner formulierte. Das gilt für jeden von uns. Das Geschäftsmodell des Einzelhandels besteht ja nicht darin, einen Laden in der Fußgängerzone zu unterhalten, sondern den Kunden ein Verkaufserlebnis zu bieten. Das Ladenlokal ist dabei nicht eine Ultima Ratio, sondern das gängige Geschäftsmodell der Nachkriegsära, das nun schon ein Dreivierteljahrhundert andauert. „Come in and find out“ – da hat sich einiges festgefahren. Aber der Handel lebt nicht vom Laden, sondern vom Handeln. Es gibt genug Beispiele, wie in einer digitalen Welt Konsumgüter verkauft, Essen ausgeliefert und Kulturgut offeriert werden können. Dabei ist die Ladenschließung noch nicht einmal eine zielführende Maßnahme gegen die Pandemie, wie sich immer deutlicher zeigt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach dem Virus wird nicht „wie vor dem Virus“ sein. Wenn wir etwas gelernt haben sollten, dann das: Nach dem Virus ist „wie vor dem nächsten Virus“. Die Mutanten – übrigens in Gestalt der Pest einer der apokalyptischen Reiter – lehren uns gerade auf gruselige und hoffentlich nicht auch noch auf grausame Weise, dass wir es mit einer vielköpfigen Hydra zu tun haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Virus war schon einmal schlauer als wir. Die mit mangelhafter Genauigkeit „Spanische Grippe“ genannte Pandemie vor etwas mehr als 100 Jahren hat sich die Truppenbewegungen der Amerikaner, Franzosen, Engländer und der Deutschen im Ersten Weltkrieg zunutze gemacht. Ohne Anhängern der Dolchstoßlegende das Wort reden zu wollen: das damalige Influenza-Virus hat wohlmöglich den Ausgang des Ersten Weltkriegs stärker beeinflusst als alle militärischen Strategien und Rüstungsanstrengungen. Je nach Schätzung sind damals drei- bis viermal so viele Menschen dem Virus erlegen wie dem militärischen Weltenbrand.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber damals wusste man noch nicht, was ein Bazillus ist, geschweige denn, welche Gefahr durch Viren entsteht. Heute wissen wir das und reagieren in den westlichen Ländern wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir verharren in Schreckstarre und nennen es Lockdown. Und wir verhalten uns geradezu antiwissenschaftlich: die Hot Spots sind in Alten- und Pflegeheimen sowie im häuslichen Umfeld zu suchen. Sie sind nicht zu finden in den Schulen, den Sportarenen, in den Läden und Restaurants, in den Kinos und Kunstpalästen – vorausgesetzt, sie befolgen die einschlägigen Hygiene- und Abstandsvorschriften. Warum hindern wir den deutschen Mittelstand daran, zu beweisen, dass er schlauer ist als das Virus?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Niemand hat das in der letzten Zeit besser argumentiert als der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, der seinen ersten Fernsehauftritt bei Markus Lanz hatte. Für sein Mantra – „Wir müssen schlauer sein als das Virus“ – hat er eigene Vorschläge, die übrigens nicht nur zeigen, dass er die Pandemie verstanden hat, sondern auch den digitalen Wandel. Statt eine wirkungslose App zu entwickeln, appelliert er an den gesunden Menschenverstand: Wenn es in unser aller Interesse ist, unseren Aufenthaltsort bekanntzugeben, dafür aber hingehen zu dürfen, wohin wir wollen, warum sollten wir das nicht tun. Stattdessen pochen wir auf den Datenschutz, der uns vor Daten schützt und damit vor der Erkenntnis, wie wir das Virus besiegen. Oder wie es OB Madsen sinngemäß formuliert: Statt eine Person im Gesundheitsamt hundert Daten erfassen zu lassen, bitten wir besser hundert Personen, ihre Bewegungsdaten selbst zu erfassen. – Ach, so einfach ist das? Ja. So einfach ist das. Denn Menschen haben persönliche Daten schon für weniger preisgegeben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir müssten schlauer sein als das Virus. Aber sind wir es auch? Der Preis für „Survival of the Fittest“ geht nach der Hinrunde an das Virus. Die Menschheit muss sich schon ordentlich steigern, wenn sie in der Rückrunde noch gewinnen will. Zunächst aber würde es reichen, die große Koalition würde hier mit gutem Beispiel vorangehen und schlauer als das Virus sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Feb 2021 17:03:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>VIVA - es lebe die Zukunft</title>
      <link>https://www.hpbonn.consulting/viva-es-lebe-die-zukunft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wenn die Gegenwart nicht besonders hell leuchtet, wärmt uns der Blick auf die Zukunft. Nach der Befragung von rund einhundert Zukunftsforschern, deren Ergebnis jetzt vom niederländischen Softwarehaus Beech IT vorgelegt wurde, können wir uns noch vor dem Jahr 2030 auf eine IT-Zukunft freuen, in der es praktisch keine Ressourcenprobleme mehr gibt. Supercomputer werden aus Mikrochips gesteuert, die diesen Namen kaum noch verdienen, weil sie im atomaren Bereich schalten. Statt derzeit fünf Nanometer sind die Gatter dann in einem Abstand kleiner als ein Nanometer geritzt. Und dabei ist das Phänomen der Quantencomputer noch nicht einmal eingepreist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Parallel dazu gibt es „5G Plus“ mit zehn Gigabit pro Sekunde, so dass wir die Begriffe „Ladezeiten“ oder „Download“ aus unserem Sprachschatz verlieren, weil alles und jedes quasi per Knopfdruck verfügbar sein wird. Probleme bereiten freilich die Datenmengen, die wir zu bewältigen haben. 80 Prozent der Daten werden von Sensoren und Aktoren im Internet der Dinge produziert werden. Zur Orientierung: Wir verfügen bereits heute über einen Internet-Adressraum, der jedes Sandkörnchen am Strand mit einer IP-Adresse versehen könnte. Jedes Sandkorn könnte also ein Datenlieferant sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich will ja keine Spaßbremse sein – aber die durchaus realistische Vorstellung, dass die Bundesregierung im Jahr 2030 die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit dem Übertragungsstandard 5G als „nahezu erreicht“ verkündet, verschafft mir ein kaltes Grausen angesichts der Tatsache, dass dann die Digital Nations wie Shanghai oder Finnland, Litauen oder Israel und China oder die USA die Vision von zehn Gigabit längst in Angriff genommen haben könnten. Zukunftsvisionen sind ja sehr motivierend, aber sie demotivieren, wenn sich jetzt schon abzeichnet, dass Deutschland in dieser Technologieliga aller Voraussicht nach nicht mitspielen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da macht es Sinn, auf die Wirtschaft zu hören. Es ist durchaus erfreulich, dass Vodafone mit seiner Tochter Vantage Towers an die Börse gehen will. Das Unternehmen treibt den Bau von 5G-Funktürmen voran und könnte in den kommenden Monaten eine Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich erreichen. Und ebenso spannend ist es, dass Microsoft, das deutschlandweit immerhin 3,5 Millionen Kunden mit einem Partnerökosystem aus 30.000 Firmen betreut, nun das Internet revolutionieren will. Denn, wenn es die althergebrachten Paradigmen wie „Download“ und „Ladezeiten“ im Internet nicht mehr gibt und wahrhaft alle Informationen „at your fingertips“ zur Verfügung stehen, wie Microsoft schon vor 20 Jahren versprochen hat, dann brauchen wir auch neue Paradigmen für unser Handeln, unsere Methoden, unseren Sprachgebrauch – kurz: für die User-Experience – im dann eher World Wide Wealth genannten Internet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Viva hat Microsoft jetzt bewährte, neue und zukünftige Technologien zusammengefasst, um Mitarbeitern eine völlig neue Wahrnehmung des Internets, ihrer Firmen-IT und ihres Workplaces zu vermitteln – egal, ob dieser Arbeitsplatz gerade im Büro am Monitor, im Homeoffice am Notebook, in einem Fahrzeug am Tablett, in der Hand am Smartphone, direkt vor den Augen als Augmented Reality oder in einem künstlich geschaffenen Raum als Virtual Reality abgebildet wird. Die Tech-Analystin Mary Jo Foley sieht in Viva eine erste Inkarnation des „MetaOS“, dem Betriebssystem und der Benutzeroberfläche der Zukunft, an dem Microsoft angeblich arbeitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viva besteht – derzeit – aus vier Komponenten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viva Connections bietet Beschäftigten über Teams einen persönlichen Einstiegspunkt in den digitalen Arbeitsplatz. Es wird möglich, Communitys beizutreten und mit ihnen zu interagieren. Die Connections-App für Teams wird im ersten Halbjahr 2021 für den Desktop verfügbar sein, eine mobile App folgt später in diesem Jahr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Viva Insights: Mit dem Wandel zu hybriden Arbeitsmodellen verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben. Persönliche Einblicke sollen Mitarbeitenden helfen, regelmäßige Pausenzeiten wahrzunehmen, sich Fokuszeiten für konzentriertes Arbeiten einzurichten und die Beziehung zu anderen zu pflegen. Die dafür genutzten Daten sind genauso umfassend geschützt wie Informationen in E-Mails, im Kalender oder Teams Führungskräfte können Entwicklungen auf der Team- und Organisationsebene erkennen und bessere Arbeitsbedingungen schaffen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viva Learning schafft einen zentralen Hub für das Lernen mit künstlicher Intelligenz. So soll eine Lernkultur entstehen, die Weiterbildung zu einem selbstverständlichen Teil des täglichen Arbeitens werden lässt. Die Viva Learning-App ist ab sofort in der privaten Vorschau verfügbar und wird im Laufe des Jahres eingeführt. Zudem wird eine Integration mit führenden Lernmanagementsystemen wie Cornerstone OnDemand, Saba und SAP SuccessFactors angeboten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viva Topics macht Wissen nutzbar, ohne aktiv danach suchen zu müssen. Es vereint künstliche Intelligenz mit menschlicher Expertise und organisiert unternehmensweite Inhalte und Fachwissen automatisch zu laufenden Projekten, Produkten, Prozessen oder Kunden. Viva Topics ist ab sofort als Add-on in Microsoft 365-Plänen für die kommerzielle Nutzung vorerst für englischsprachige Inhalte verfügbar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es passt zur Stoßrichtung von Viva, dass Microsoft nach der Übernahme von Skype und LinkedIn weiterhin Interesse an der Übernahme von sozialen Medien zeigt. Nachdem das Angebot, die US-Aktivitäten der chinesischen App Tiktok zu übernehmen, an den Verschwörungstheorien der damaligen Trump-Regierung scheiterten, ist jetzt Pinterest der Gegenstand des Begehrens. Allerdings wird die Bilder-App derzeit mit 50 Milliarden Dollar bewertet. Das ist mehr als so mancher DAX-Konzern auf die Waage bringt. Und es wäre auch die größte Übernahme in der Microsoft-Geschichte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings: Was gibt es größeres als die Zukunft? Wenn Microsoft 50 Milliarden in die Hand nimmt, um eine Social-Media-Platform zu übernehmen, warum sollte dann die Bundesregierung nicht 50 Milliarden in die Hand nehmen, um endlich wieder in die erste Liga der Digitalisierung aufzusteigen. Sonst lebt die Zukunft woanders.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 14 Feb 2021 17:19:35 GMT</pubDate>
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